DDSH 426: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das DDSH 426 rezensiert. Ob dieses Heft tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter DDSH 426.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in DDSH 426 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Wieder mal ein sehr „normales“ Cover, mit dem ich nichts Besonderes verbinde. Stürzen wir uns in die Comics! Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Das Boxwunder[Bearbeiten]

Ab in die Freiheit... (© Egmont Ehapa)

D 2012-092

Ein gewisser Dr. B. Trüger hat in Entenhausen sein Lager aufgeschlagen. Er bietet an, bei 20 Taler Wetteinsatz 100 im Gegenzug abzuräumen. Um das zu schaffen, muss man nur gegen seine Assistentin gewinnen. Das versucht auch Donald Duck, denn das Angebot, seinen Einsatz zu verfünffachen, ist einfach zu verlockend. Aber da hat sich der Erpel übernommen, denn er verliert. Doch nicht etwa gegen eine Frau, sondern gegen ein Känguru, das ihn mit einem blauen Auge k. o. schlägt. Donald wird von Tick, Trick und Track nach Hause begleitet. Die Kinder können sich, nachdem sie einige Zeit überlegt haben, nicht vorstellen, dass das Känguru freiwillig seine Dienste als Boxerin tut. Immerhin gehören Tiere in die Wildnis. Spät am Abend machen sie sich noch einmal auf zum Ort, an dem sie heute schon einmal waren. Und tatsächlich: Das Känguru wird gegen seinen Willen festgehalten. Trüger verspürt deswegen jedoch kein Schuldgefühl. Er nutzt das Tier harmlos aus. Tick, Trick und Track befreien das Känguru aus dem dunklen Transporter und führen es zu sich nach Hause. Doch Trüger ist ihnen schon auf den Fersen. Sie kommen gerade noch rechtzeitig in den vier Wänden an. Aber was ist mit Onkel Donald? Und wie soll es jetzt weitergehen?

Gut Ein gelungener Einstieg ins Heft lässt zumindest schon mal versprechen, dass es kein Totalausfall oder ganz von Mittelmaß geplagt wird. Was Donald und Tick, Trick und Track leisten, gleicht der Arbeit, die Tierschutzorganisationen machen. Enorm wichtige Verdienste, denn das Wohl von Tieren ist eines der wichtigsten Dinge, wie es auf der Welt gibt. Wenn solche Themen in Comics aufgegriffen werden, macht es sie für mich gleich umso lesenswerter, denn sie haben Bezug zur Realität, zeigen, wofür man sich einsetzen sollte, und verdeutlichen, dass es Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Die McGreals können aber auch andere Skripte verfassen, die mal positiv, mal durchschnittlich, mal aber auch nicht gelungen sind. Insgesamt überzeugen die 12 Seiten – Achtung, längste Story im gesamten Heft! – vor allem durch die Verfolgung und den Hintergrundbezug. Eventuell zu kurz kommt mir, dass es Dr. B. Trüger, dem Gegenspieler, etwas an Autorität mangelt. Er hat den Ducks kaum etwas entgegenzusetzen. Als sich dann auch das Känguru gegen ihn verschwört, ist er schnell schachmattgesetzt. Etwas mehr Glaubwürdigkeit hätte hier gutgetan und der Geschichte vielleicht eine Bestwertung beschert. So bleibt es bei einem Gut und der Note 2-. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Superheld für einen Tag[Bearbeiten]

H 2013-124

Wohl hoffentlich nicht. Oder etwa doch? (© Egmont Ehapa)

Donald ist mit dem Auto unterwegs und macht einen erholsamen Ausflug in der weiten Landschaft. Hoppelnde Häschen, güldene Gipfel und wilde Wälder, all das gibt es zu sehen in der Natur! Doch nicht nur das. Denn als Donald so in der Gegend umherschaut, sieht er neben viel Gegend auch noch ein abstürzendes Raumschiff. Er fährt sofort zur Unglücksstelle. Doch das Gefährt aus Blech ist unversehrt. Aber wer darin war, lässt sich nicht mehr sagen. Donald entdeckt aber etwas Spannendes: Einen Raumanzug, der ihm scheinbar Superkräfte verleiht…

Gut Phantomias eignet sich als Gagfigur meiner Meinung nach überhaupt nicht. Er ist der Superheld, der den Entenhausener Bürgern weiterhilft, wenn sie von einer weltumspannenden Diebesbande bedroht werden und die Stadt Gefahr läuft, vollends im Chaos zu versinken. Phantomias ist zur Stelle und kann den Plan der Antagonisten vereiteln. Ein Superheld als Witzfigur kann sogesehen auch nur als Witz enden. Das hat sich mir vor allem gezeigt bei „Schönwetter-Superheld“, einer Geschichte im gerade noch aktuellen LTB 564, die zu sehr darin abdriftet, was mit der Superheldenausrüstung passiert, wenn es zu sehr regnet, sie dadurch kaputt geht und infolge dessen die Schurken freie Bahn haben. Ich bin froh darüber, dass sich Donald auf diesen fünf Seiten nicht als Phantomias darin versucht, ein Kostüm auszuprobieren. Denn dabei läuft bei ihm einiges schief, und das passt für mich nicht zu einem – beinahe – unfehlbaren Superhelden. Hier bleibt am Ende ein Eindruck vom typischen mit Pech behafteten Donald, der nebenbei einmal die Welt gerettet hat und dafür am Ende in die Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Die Zeichnungen von Mau Heymans verdeutlichen die Atmosphäre der Kurzgeschichte und passen zum Weltall, aber sie stellen für mich kein Highlight dar. Insofern vergebe ich hier eine 3+. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Wir auch! (© Egmont Ehapa)

Das Gold des Kobolds[Bearbeiten]

D 2011-028

  • Skript: Pat & Carol McGreal
  • Zeichnungen: Paco Rodriguez
  • Seitenanzahl: 10

Abends im Industriegebiet: Der Wächter hat Posten bezogen, nebst zu den braven Bürgern der Gumpenmetropole, in der sich ein Lager befindet, das es zu bewachen gilt. Es ist in etwa ein Lagerraum für alle möglichen Dinge, die sich bei Dagobert Duck so anhäufen. Doch auf einmal ist ein lautes Knallen zu hören. Der Wächter alarmiert den Chef, und der ist schnell vor Ort und Stelle. Onkel Dagobert hat einen Verdacht, und der bestätigt sich. Ein Topf aus Kupfer ist verschwunden. Das kann nur zusammenhängen mit dem, was er vor einigen Wochen in Irland erlebt hat. Dort war er, in einem altertümlichen Steinkreis, mit einem Kobold aneinandergeraten. Dagobert hat sofort das große Geschäft gewittert und den Kobold in ein Gespräch eingewickelt. Und – siehe da! – schon war das kleine Kerlchen gefangen. Der Legende nach muss ein Kobold einen Topf voll Gold bezahlen, um aus so einer Lage wieder freizukommen. Gewiss war der Kobold unglücklich darüber, dass er sich in solch eine Lage hat hineinversetzen lassen. Dagobert beschleicht derweil das Gefühl eines Verdachts, und er hat Recht: Im Geldspeicher wurde eingebrochen! Hängt das mit dem Vorfall in Irland zusammen?

Mittelmaß Außer Spesen nichts gewesen, könnte man hier sagen. Die Idee, Dagobert zu konfrontieren mit einem Kobold, ist zwar noch neu, aber hier nicht wirklich wasserdicht verpackt. Die ersten Seiten der Geschichte gefallen mir gut, aber Dagobert ist für mich schlicht der unfehlbare Geschäftsmann. Er muss am Schluss keine Niederlage einfahren. Das hätte man wohl, mit ein bisschen mehr Aufwand, zu einer Art Unentschieden biegen können, sodass beide Parteien glücklich sind. Den Kobold, der hier als ziemlich verrücktes Wesen mit komischen Bräuchen abgelichtet wird und mir persönlich etwas zu oft auf die Tränendrüse drückt, kann ich noch weniger vertragen als Gustav Gans. Rodriguez hat hier, einhergehend mit der Dynamik der Geschichte, einige sehr ausfallende Zeichnungen abgeliefert, die ich als gut empfinde. Hier und da wären ein paar mehr Details nett gewesen, aber die Story funktioniert auch so. Am Ende sind es hauptsächlich die Zeichnungen, die die Geschichte für mich lesenswert machen. Den Plot finde ich unausgereift und nicht schön zum Lesen – Note: 4-. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Gute Gags... (© Egmont Ehapa)

Neue Entenhausener Geschichten, Folge 27[Bearbeiten]

Beim diesmaligen Thema „Sherlock Holmes in Entenhausen“ führt uns Markus von Hagen in die Welt der Detektive Entenhausens


Antenne Duck[Bearbeiten]

S 68187

„Mit Antenne Duck musikalisch durch die Nacht“ heißt das Motto bei selbigem Radiosender. Eigentümer ist Dagobert Duck, der allseits bekannte Fantastilliardär. Beauftragt damit, den Zuschauern anzukündigen, was gleich läuft, ist Neffe Donald. Aber der zeigt Müdigkeitserscheinungen und würde am liebsten im Bett gehörig ausspannen. Doch nichts dergleichen, der Sender muss laufen – und das rund um die Uhr! Und Donald beschäftigt nicht nur das Auflegen neuer Lieder, sondern auch Höreranrufe, die ihn mit nervigen Fragen und übertriebenen Komplimenten quälen. Damit Donald das Programm weiter am Laufen halten kann, hat Dagobert den Arzt Dr. Quack-Salber bestellt, der sich umgehend dem Patienten anvernimmt. Es ist aber nur ein klassischer Fall von Übermüdung. Einziger Ausweg: Donald muss eine Mütze Schlaf kriegen. Das wäre aber wiederum zu teuer für Dagobert, denn dann könnte er nicht weiter senden. Ein Kaffee soll Donald als Notlösung erstmal weiterhelfen. Doch der ist mittlerweile im Halbschlaf angekommen und faselt nur noch wirres Zeugs in die Leitung...

...am laufenden Band bei Bradbury! (© Egmont Ehapa)

Highlight Donald Duck als Radiomoderator ist eine ziemlich unverbrauchte Sache. Regelmäßig wird einem vor Augen geführt, wie der Erpel sich für seinen Onkel abschuften darf beim Münzpolieren oder Schätzeausgraben, aber was abseits des Entenhausener Kuriers passiert, bleibt so gut wie immer unangetastet. Dabei gibt es eine Menge weiterer Jobs, die die Handlungen noch viel lustiger machen können! Das hat der leider nicht mehr auszufindende Autor dieses Zehnseiters erkannt und Donald prompt vor das Mikro gesetzt sowie ihn beauftragt, einen wahren Moderationsmarathon hinzulegen. Was aus dieser Aufgabe und bei völliger Übermüdung – nichts Ungewöhnliches bei Onkel Dagobert – resultiert, könnte lustiger nicht sein. Da passt es, dass der alte Amerikaner Jack Bradbury einen müden Donald mit seinen leicht kantigen Zeichnungen perfekt trifft. Beides fügt sich so schön zusammen, dass man versucht ist, hier das Highlight der knapp 70 Seiten zu sehen. Doch warten wir ab, ein paar Geschichten warten noch. Diese hier bekommt von mir eine 1-. Übrigens schön, dass es von Bradbury noch viele auf Deutsch unveröffentlichte Storys gibt – diese hier gehört auch dazu. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Ein fantastischer Fernseher[Bearbeiten]

D 2008-163

Auf dem Glatzenkogel ist unerwartet ein Paket eingetroffen. Es handelt sich um einen Fernseher, den „SANY 3000“. Dagobert, Donald sowie Tick, Trick und Track öffnen den Pappkarton. Sie sind erstaunt, denn niemand der fünf hat einen Fernseher bestellt. Dagobert ist skeptisch, was die Mattscheibe angeht. Aber die Kinder haben weniger Sorge, dass etwas passiert, und schalten das Gerät ein. Doch es lässt sich nicht umschalten. Das Bild zeigt lediglich ein Wohnzimmer. Die Neffen holen den Werkzeugkasten. Und genau da passiert es: Aus dem Fernseher kommt jemand heraus! Dabei handelt es sich – Überraschung – um niemand geringeren als Gundel Gaukeley! Während Tick, Trick und Track den Fernseher also zum Laufen gebracht haben, schleicht Gundel durch den Geldspeicher und sucht die Nummer 1…

Highlight Wieder einmal versucht die Hexe Gundel Gaukeley auf höchst kreative Weise, sich Dagobert Ducks Nummer eins unter den Nagel zu reißen. Ihre Methoden verändern sich immer mal wieder, sind aber in den meisten Fällen nett zu verfolgen. So auch hier, denn Grey liefert auf vier Seiten eine ziemlich spannende, aber auch unterhaltsame Geschichte. Sie erinnert, wie auch die gleich folgende Düsentrieb-Kurzgeschichte, an Carl Barks, der es vermochte, höchst gelungene Duck-Abenteuer zu schreiben und zu zeichnen. Daran knüpft Grey an. So etwa an die großen Augen Donalds und der Neffen, als sie vor dem Fernseher sitzen, oder die hinterlistigen und nichts Gutes verheißenden Blicke Gundels. Die Vorgaben wurden zeichnerisch von Wanda Gattino wieder einmal in bester Barks-Manier umgesetzt, man könnte fast meinen, sie würden vom Entenvater persönlich stammen. Die Kurzgeschichte blüht für mich voller Kreativität und ausgefeilter, gut abgestimmter und lesenswert verarbeiteter Ansätze, dass ich sie mit einer 2+ und damit einem knappen Highlight würdige! Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)

Funkelnde Augen bei den Kindern. (© Egmont Ehapa)


Schwarze Katze[Bearbeiten]

H 25085

Gustav Gans’ Glück soll ja unfehlbar sein. Doch ist es das auch wirklich? Seitdem er einer schwarzen Katze über den Weg gelaufen ist, wird er vom Pech geplagt. Ein bald dauerhafter Zustand?

Mittelmaß Diese zwei Seiten haben mich nicht abgeholt und sind auch eher nur ein kurzer Lesespaß. Gustav, der wie üblich Glück hat, bekommt nur kurz die Seiten des Pechs ab, um dann wieder im Glück zu schwimmen. Darunter leidet natürlich Donald Duck, der hier nur einen kleinen Cameo-Auftritt auf der 2. Seite hat. Die Handlung ist eher mittelmäßig, da können auch die Zeichnungen nicht mehr viel machen – selbst wenn sich Bas Heymans bemüht haben mag, die 13 (!) Panels zu einem Erlebnis zu machen. Note: 3-. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Falscher Fisch[Bearbeiten]

H 2010-004

Dem Ingenieur fällt auch das Betrügen nicht zu schwör... (© Egmont Ehapa)

In dieser Woche steigt in Entenhausen wieder einmal das große Wettangeln. Dabei treten nicht nur eingefleischte Profis an, sondern auch Amateure versuchen ihr Glück. Einer davon scheint Herr Düsentrieb zu sein, denn mit seiner billigen Bambusangel wird er bestimmt keinen einzigen Fisch an Land ziehen. Das zumindest ist die Meinung der Profis, die auch prahlen wie solche. Aber Ingenieur Düsentrieb will unbedingt beweisen, wie gut er angeln kann. Jetzt geht es nicht mehr um den Spaß, nicht mehr um den größten Fisch, nur noch darum, die Angeber zu schlagen. Und dafür greift man gerne auch etwas tiefer in die Trickkiste…

Highlight Vor allem Carl Barks war es, der Daniel Düsentrieb prägte wie kein anderer. In seinen frühen Kurzgeschichten, aber später auch mal längeren Abenteuern mit Donald oder Dagobert Duck schaffte er es, Probleme des Alltags so aufzubereiten, dass man mit Freude verfolgen konnte, was der Ingenieur erfand oder ihn beschäftigte. In guter Erinnerung beispielsweise bleibt mir „Der Volltreffer“, ein Vierseiter von 1961. Kruse gelingt es hier – zusammen mit Gulien, dessen Zeichnungen sicher zum Erfolg dieser Geschichte beigetragen haben – das Erlebnis von Barks’ Einblicken in die Düsentrieb’sche Welt einzufangen und daran anzuknüpfen. In Falscher Fisch (übrigens nicht umsonst eine Anspielung auf Barks’ Faule Fische (DDSH 81)) geht es wieder einmal ums Angeln; ein nicht nur bei Donald sehr beliebter Entspannungssport, sondern auch die ideale Ausgangslage für eine Gagstory, die es in sich hat. Dass Düsentrieb als Betrüger dargestellt wird, sieht man nicht alle Tage, aber es kommt vor. Gerade dann, wenn die Nerven von ihm am Ende sind. Die reizenden Anglerkollegen, die nicht mit frechen Sprüchen sparen, befeuern die Handlung. Wen der Schlussgag nicht ganz überzeugen konnte, der erfreut sich an Guliens Zeichnungen, die Barks nicht nur ziemlich gut imponieren, sondern ihn auch kopieren. Damit ist Lesefreude erster Güte vorhanden, und diese drei Seiten bekommen von mir eine glatte 1! Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Alle Münzen fliegen hoch[Bearbeiten]

Zu viele nicht ausgestaltete Flächen für meinen Geschmack. (© Egmont Ehapa)

D 2021-194

Donald und Dagobert Duck sind zu Besuch bei Daniel Düsentrieb. Sie sind auf der Suche nach einem Anti-Schimmel-Mittel, weil davon so viel an Dagoberts Münzen ist, die Donald schrubben soll. Aber die drei werden belauscht: Von einem Panzerknacker, der erfährt, dass Düsentrieb ein Gerät erfunden hat, welches Geld leichter als Luft macht. Das bringt den findigen Ganoven auf eine Idee, und schon ist die Erfindung eingeklaut. Später, als Donald und Dagobert wieder im Geldspeicher sind und ihrer Arbeit nachgehen, ist es soweit: Die Knacker lassen den Leichtermacher los auf Dagoberts Geld! Die Wirkung stellt sich sofort ein – der Speicher hebt ab und schwebt durch die Luft. Jetzt nur noch schnell mit dem Luftraumgefährt der Panzerknacker das neue Flugobjekt angeschossen, und schon geht er ab, der Transport. Dagobert versucht zwar, sich zu wehren, aber der Leichtermacher wirkt auf Metalle jeder Art – also auch auf Kanonenkugeln. Die Ducks scheinen hilflos ausgeliefert. Wohin werden sie die Panzerknacker jetzt führen? Und was macht Ingenieur Düsentrieb, der gerade merkt, dass er beraubt wurde?

Schlecht Ich hatte es vorhergeahnt, ohne ein Schlecht kommt diese Ausgabe nicht davon. Zum Abschied drängt sich uns, anstatt eines schönen Strobls oder Vicars, eine schwer im Magen liegende Egmont-Eigenproduktion auf. Die Handlung ist voll mit übertriebenem Quatsch. Dass die Panzerknacker sich immer wieder neue Dinge einfallen lassen, um an Dagoberts Erspartes zu kommen, ist weitreichend und in allen Dimensionen schon häufig thematisiert worden. Sei es Iku, der mit seiner Schläue und Technik dazu verhilft oder sei es die Dummheit der Panzerknacker, mit einer geklauten Erfindung den Geldspeicher zum Schweben zu bringen und ihren Plan nicht zu Ende zu denken. Es gab, wie sich hier zeigt, schon zu viele Geschichten mit dem Immerselben, und allmählich müssen die Autoren kreativer werden. Ein animierter Börsenchrash wäre beispielsweise mal eine ganz interessante Idee. Dagobert würde sofort seine Panik kriegen und hektisch werden, eine ideale Ausgangslage für eine Geschichte, die nicht so stringent veranlagt ist wie viele Dutzend andere zuvor. Carl Barks war wesentlich kreativer mit der Art, wie er die Knacker auf die reiche Ente angesetzt hat. Das zeigt sich etwa in Die Panzerknacker gehen auf den Leim, einem Zwanzigseiter, bei dem Barks sehr detailliert darstellt, wie der Raub begangen wird. Was bei Alle Münzen fliegen hoch der Plot hingegen schon schlecht macht, verschlechtern die Zeichnungen noch einmal. Ferioli hat hier teilweise wenig Details gezeichnet und große Flächen freigelassen. Und auch die Figuren sehen manchmal merkwürdig aus. Auch das gibt einen Abzug in der Bewertung. Ich vergebe hier eine 5+. Glückstaler (Diskussion) 18:13, 4. Nov. 2022 (CET)


Die Weihnachtsausgabe: (© Egmont Ehapa)

Fazit[Bearbeiten]

Das 426. Sonderheft vereint wieder einmal alle Qualitäten unter 70 Seiten. Drei Highlights waren dabei, einige gute und mittelmäßige Storys auch. Letztere werden aber das Leservergnügen nicht drücken. Auffallend schlecht ist Alle Münzen fliegen hoch. Zwei Barks-ähnliche Kurzgeschichten sieht man aber nicht in jedem Heft. Insgesamt sollte man abwägen, ob man sich das Heft holt, aber abzuraten ist davon nicht. Die Entenhausener Geschichte(n) sollen übrigens ab 2023, wie man hört, zweiteilig durch Berichte aus dem Hause Egmont ersetzt werden. Ankündigungen und informative Berichte aus Entenhausen werden sich dann also abwechseln. Ob das dem Heft guttun wird, mehr anderes Material (vielleicht wieder Interessantes, nachdem die NEG ziemlich ausgelaugt sind) oder ob es sich negativ niederschlägt, werdet ihr hier im nächsten Jahr, selbstverständlich gut bebildert, erfahren.

Das nächste DDSH soll, nach der diesjährigen Osterausgabe, wieder einmal „100 Seiten Comics“ enthalten. Korhonen, Midthun, Van Horn und Rota werden vertreten sein. Ob diese Ausgabe besser oder schlechter wird, zeigt sich am 6. Dezember. Bis dahin!