LTB 559: Rezension

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© Egmont Ehapa
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In diesem Artikel wird das LTB 559 rezensiert. Ob dieser Band tolles Top, ein schrecklicher Flop oder einfach nur Mittelmaß ist, erfährst du hier. Dranbleiben ;-) Einen neutralen enzyklopädischen Artikel findest du unter LTB 559.

Jeder kann hier seine persönliche Meinung zu den in LTB 559 erschienenen Geschichten verfassen. Eine Unterschrift unter jedem Kommentar ist erwünscht (einzufügen mit ~~~~). Die Geschichten können mit Highlight Highlight, Gut Gut, Mittelmaß Mittelmaß oder Schlecht Schlecht bewertet werden. Bei der Bewertung sollten Zeichnungen, Plot und Übersetzungen mit einbezogen werden. Eine genaue Anleitung zum Verfassen einer Rezension findest du hier. Viel Spaß!


Cover[Bearbeiten]

Ein LTB ist stets eine handliche Sache, doch dieses kommt sogar mit einer Vielzahl an Händen einher. Acht künstliche Hände finden sich auf Vorder- und Backcover, hinzu treten noch die Hände der entenstarken Protagonisten und – im Falle Gundels – der Protagonistin. Abgesehen davon ist das Cover auch ganz gut gelungen und weiß aufgrund seiner Themenwahl und witzigen Darstellung zu überzeugen. Es entspricht übrigens dem Cover des Topolino, nur hatte dieses einen blau-violetten Hintergrund, der bei Egmont aus unerfindlichem Grund zu grün wird. Aber weiß das LTB zu überzeugen oder lässt es mich händeringend zurück? Ein Blick hinein ist zu werfen! --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Eine handfeste Erfindung[Bearbeiten]

I TL 3371-1

Randy stellt sich als handfest heraus (© Egmont Ehapa)

Heutzutage hantiert jede und jeder gerne mit dem Handy, was allerdings bedeutet, dass die Hände beschäftigt sind. Was tun dann, wenn zusätzliche Tätigkeiten Aufmerksamkeit erfordern, etwa die Hundeleine des gassigehenden vierbeinigen Lieblings halten? Dagobert will sich dieses Problems annehmen (und nebenbei den nächsten geschäftlichen Coup landen). Durch seinen Haus- und Hofingenieur lässt Dagobert eine dritte, künstliche Hand entwickeln, die sich um alles kümmert, dieweilen die zwei anderen mit dem Handy zugange sind. Aber wie lange kann das gut gehen, vor allem, wenn sich Klever und die Panzerknacker einzumischen beginnen?

Mittelmaß Ich mag die handfeste Erfindung. Die zusätzliche Hand klingt nach etwas, das auch in der realen Welt vielen Leuten zu praktischem Nutzen gereichen würde. Wobei ich persönlich da eher Donalds skeptische Haltung teile. Wenn man aber von diesen gelungenen Punkten absieht, kann ich der Geschichte wenig Originalität zugestehen und sie begeistert mich deshalb auch nicht. Dagoberts neues Geschäftsfeld, das Klever ausspionieren und kopieren will? Geschenkt und LTB-Generationen-lang gesehen (z.B. in Rasende Roller aus LTB 334)! Die Manipulation der Panzerknacker in duckschen elektronischen Geräten, die dazu führen, dass diese durchdrehen? Gibt's dutzendfach als Dreingabe, auch in besseren Geschichten wie Die Wunderbrille in LTB 315 oder Intelligente Komplizen in LTB 302)! Nebenbei sind die Iku-Panzerknacker-Streitigkeiten ein gewisser Fremdkörper in der Geschichte. Und dass die Manipulationen durch die Panzerknacker aus purer Doofheit und einem strunzdummen Selfie-Mach-Wahn passieren, ist hanebüchen. Die Zeichnungen von Stefano Intini tun das ihre, um keine große Freude aufkommen zu lassen. Mittelmaß+ bleibt als Wertung stehen. --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Zwist unter Zankhähnen[Bearbeiten]

I TL 3269-4

Gustavs Freundschaftssuche gestaltet sich schwierig (© Egmont Ehapa)

Wenn Donald und Gustav sich treffen, fliegen die Fetzen, da kann Dussel noch so viel schlichten wollen. Aber in der Auseinandersetzung fühlt sich Gustav an den Rand gedrängt und wer sagt eigentlich, dass er auf seine beiden Vettern angewiesen ist? Da gibt es doch noch den einen netten Nachbarn, der sein Freund sein könnte, der Rüdiger heißt. Oder doch anders?

Mittelmaß Anders als bei der ersten Geschichte sind Ottavio Panaros stilvolle Zeichnungen noch das Beste an diesem Murks. Die Tatsache, dass Gustav aufgrund seines Glücks keine wahre Freundschaft und Liebe findet, wurde schon oft ausgearbeitet, und oft zu besseren Geschichten, als zu dieser hier. Der größte Teil sind schnell abgehandelte Banalitäten. Die Bedrohung, in der sich Gustav kurzzeitig befindet, verfängt nicht. Warum zudem der deutsche Titel so gewählt wurde, erschließt sich nicht, hat er doch mit der Story nichts am Hut. Immerhin wäre der übersetzte Originaltitel in etwa „Gustav und das unangenehme Glück“, was wesentlich besser passt als „Zwist unter Zankhähnen“. Im Gedächtnis bleibt die Geschichte jedenfalls nicht und bei einer Wertung von Mittelmaß --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Ein Scherz kommt selten allein[Bearbeiten]

I TL 3370-4

Als Daisy ihren Verlobten bittet, ein paar Dinge für ihre Freundin Flaxia zu erledigen, braut sich bereits Ärger über der Matrosenmütze zusammen, denn Flaxia ist für ihre schrägen Scherze auf Donalds Kosten berüchtigt. Und die Ärgerwolke beginnt tüchtig abzuregnen, als Donald in die Botschaft von Wizboldanien muss, um Aufenthaltsdokumente stempeln zu lassen. Was als Ding der Unmöglichkeit erscheint in der Botschaft eines Landes, in dem die Leute noch mehr Flaxen machen als Flaxia Scherze. Und prompt muss sich Donald am Amtsschimmel abrackern.

Mittelmaß Nun gut. Der Geschichte merkt man auf Anhieb an, dass Monica Manzoni sich kräftig beim „Haus, das Verrückte macht“ aus dem Asterix-Film-Klassiker Asterix erobert Rom bedient hat. Und die überbordende Bürokratie war bei Asterix auch noch um einiges witziger als hier. Aber trotzdem nun gut, es ist auch mal nett, Donald in solcher Situation zu sehen. Was mir weniger gefällt, ist, dass die Übersetzung schnell mal aus Daisys Tante im Original eine Freundin gemacht hat. Solche Änderungen erschließen sich mir nicht. Nicoline Picones Zeichnungen haben mir auch schon weniger gut gefallen, aber eine besondere Augenweide sind sie immer noch nicht. Mittelmaß+ --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Im Falle des Brotes[Bearbeiten]

I TL 3364-2

Die Verbutterbrotung Entenhausens (© Egmont Ehapa)

Warum fallen Butterbrote immer auf die Butterseite? Generationen Gelehrte haben sich darüber schon die Denkerstirn zermartert. So wie auch Daniel Düsentrieb, der einfach kein gebuttertes Brot erfinden kann, bei dem die Butterseite auch im Fallen oben bleibt. Genauso ein Mysterium wie die Katzen, die beim Fallen immer auf den Füßen landen. Was Daniel nicht schafft, ist gerade die richtige Herausforderung für Dieter, der seinem Onkel endlich richtig zeigen möchte, dass er ein vielversprechender Nachwuchserfinder ist. Aber als auch Dieter mit seiner Weisheit am Ende ist, erfindet er einen Roboter, der das Problem für ihn lösen soll. Nur: Bei dem einen bleibt es nicht...

Gut Marco Nucci greift in dieser Geschichte gekonnt ein tatsächliches physikalisches Phänomen auf: Brote landen prozentual wesentlich häufiger auf der gebutterten Seite, was daran liegt, dass das Brot aufgrund der Fallhöhe beim Runterfallen eine 180°-Drehung macht. Dass man so etwas auch viel einfacher verhindern kann, schert Nucci in dieser Geschichte wenig, aber das muss es auch nicht, immerhin kann er damit eine absurde Geschichte konstruieren. Die immer aberwitzigeren Versuche Dieters, das zu verhindern, wissen zu gefallen. Die durchdrehenden, alles bebutternden Roboter bieten ein ganz schön abgedrehtes Finale, das gut zu Nuccis neuer Charakterisierung von Dieter passt. Mit dieser Geschichte in petto versteht man nun um so besser, dass Dieter zunehmend durchdreht und dass seine Erfindungen ihm oft außer Kontrolle geraten. Wäre diese Geschichte vor Der Wald des weißen Pumas (LTB 553) abgedruckt worden, hätte es dem Verständnis der Puma-Geschichte überhaupt nicht geschadet, die auf diese Weise sehr in der Luft hing. Aber gut, wenigstens gibt es das Brot-Fiasko auch endlich auf Deutsch zu lesen und für die Story hat es sich sehr gelohnt. Allerdings nicht für die Zeichnungen. Ich kann mich nicht darüber freuen, dass Stefano Intini schon zum zweiten Mal in diesem LTB werkeln darf und seinen gewöhnungsbedürftigen, trashigen Stil zelebriert. Trotzdem noch Gut- --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Das hypermolekulare Büfett ist eröffnet![Bearbeiten]

I TL 3318-2

Goofy hat in der Molekularebene Spaß (© Egmont Ehapa)

Mortimer Maus mag sich ganz in seiner Rolle als Maestro der Küche gefallen, der dem wohlmeinenden Entenhausener Publikum die angesagtesten Köstlichkeiten kredenzt. Und er würde gerne als Chef du Cuisine auch bei Minnie Eindruck schinden und mit seiner hypermolekularen Küche Micky aus dem Feld schlagen. Womit Mortimer allerdings nicht rechnet, ist, dass Minnie auch Goofy und Gamma zu Mortimers Party mitbringen will und mit den beiden kann sich Mortimer nun wirklich nicht sehen lassen. Da ist es wohl das Beste, sie in die Küche zu sperren, dann werden sie keine Schwierigkeiten machen. Nur: Das klappt nicht ganz, denn als Gamma seinen Molekularstrahler andreht und Goofy, Micky und sich versehentlich in die Senfsauce hineinbefördert, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert.

Gut Nun soll es also Essen sein, in dessen mikroskopische Tiefen sich die Comicfiguren vorwagen. Ähnliches hatten wir schon mit Pflanzen (Grün ist Leben, LTB 122) und Münzen (Eine fantastische Reise, LTB 184) und Micky durfte bereits bei Castys Launische Teilchen (LTB Maus-Edition 8) ein Gebäck von innen kennenlernen. Aber immerhin: Die Idee ist nicht allzu ausgelutscht und wird hier vom Autor Roberto Moscato in erfrischender Weise präsentiert und mit Mortimers Angeberei und High-Society-Getue kombiniert – eine ziemlich gelungene Mischung, wie mir scheint. Dazu kommen Soldatis augenschmausige Zeichnungen – bloß die Anzüge scheinen mir eine Nummer zu groß zu sein für unsere Helden. Gut+ --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Der weite Weg zur Erkenntnis[Bearbeiten]

I TL 3306-4

Primus hat seine 3306. Doktorarbeit geschrieben und muss sie gegenüber Professor Hinderlich verteidigen, der sich als nicht besonders hilfreich und wertschätzend erweist.

Mittelmaß Die Geschichte erschien erstmals im Topolino 3306 gewissermaßen als Jubiläumsgeschichte, der eben jene Zahl 3306 zu Grunde liegt. Das ist schon mal ein spezieller Anlass für eine Geschichte und Roberto Gagnor spinnt daraus eine Verteidigung von Primus' Doktortitel, im Original noch einem Abschluss in der Theorie darüber, wie man seinen Doktortitel erwirbt, in der Übersetzung wird daraus eine Arbeit über den Wert der Unwissenheit. Soweit so interessant als Hintergrund, aber die Geschichte reißt nicht vom Hocker und ich frage mich dezent, warum diese und die folgende Geschichte überhaupt abgedruckt wurden, wenn es sicher fantastische achtzehnseitige Geschichten auf Halde gegeben hätte. Mittelmaß- --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Der Kunde ist König[Bearbeiten]

I TL 3355-6

Donald arbeitet als Verkäufer und müht sich mit widerborstigen Kunden ab, um Daisy zu beweisen, dass er auch Borstigkeit erfolgreich niederstreicheln kann. Aber ob das gelingt und er Daisy ins Lokal der Wahl ausführen kann?

Schlecht Also schmuseweich ist die Story nicht, widerborstig auch nicht, sondern einfach nur langweilig. Es fällt mir mindestens eine Geschichte ähnlicher Machart ein, Eine überraschende Wahl (LTB 325), aber die ist um Lichtjahre besser. Während die Story selbst im schlechten Mittelmaß-Bereich rumgurken würde, kommen erschwerend die eher unschönen Zeichnungen dazu, die ich bisweilen regelrecht scheußlich finde. Schlecht+

Wenn ich Königskunde sein soll, dann hätte ich gerne, dass diese Geschichte ganz unadelig-würdelos aus dem LTB gestrichen wird. --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Die Polka-Platte[Bearbeiten]

I TL 3432-3

Goofy findet am Dachboden eine Platte mit der Lauter-Polka seines Uronkels, aber die Polka ist beim Einlegen in den Plattenspieler mitnichten lauter. Eher leiser. Sehr, sehr, sehr viel leiser. Und weder Goofy, noch Micky noch Rudi schaffen es trotz Putzens, der Platte irgendein Geräusch zu entlocken. Seltsamerweise werden aber beim Abspielen der Lauter-Platte alle Leute geläutert und sagen nur noch die Wahrheit.

Gut Ich schätze Rudy Salvagnini für seine oft gelungenen Geschichten und ich schätze Blasco Pisapia für seinen unkonventionellen Zeichenstil und dass er oft außergewöhnliche Geschichten umsetzt, die sich von der Dauerlutschermasse abheben. So auch hier, wo mal wieder eine gewisse träumerisch-fantastische Komponente mit der Platte, die alle läutert, vorliegt, und die mir ausgesprochen gut gefällt. Ein bisschen schade allerdings, dass die Herkunft der Platte nicht genau geklärt wird und wie es zu diesem Effekt kommt, außerdem ist unklar, warum der Effekt diehjenigen, die beim Plattenspieler stehen, nicht betrifft. Ich habe das Gefühl, dass aus der Idee noch mehr hätte rausgeholt werden können und so gebe ich „nur“ Gut --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Der Fotoklon[Bearbeiten]

I TL 3426-5

Klone oder doch nicht? (© Egmont Ehapa)

Apparaturen, ausgetüftelt von den Ingenieuren Trüblträufl und Düsentrieb, sollen Dagoberts Ganovenabwehr und deren Mitarbeitern die Arbeit erleichtern. Als wahrer Geniestreich trumpft Trübträufl allerdings mit seinem Fotoklon auf, der aus Objekten und Fotos dreidimensionale Hologramme macht. Das funktioniert sogar bei Fotos von Personen und die solcherart erzeugten Hologrammmenschen können, wenn ein Sprachmuster hinterlegt wurde, richtig reden. Da schlägt das Gaunerherz höher und das Knackerhirn grübelt sogleich über den perfekten Plan, Bertel um ordentlich Barschaft zu erleichtern. Dabei kommt das Hologramm eines ausländischen Geschäftsmannes, mit dem Dagobert ein Geschäft abschließen will, gerade richtig. Aber vielleicht gibt es doch noch eine Möglichkeit, diesen Plan zu vereiteln, denn Ingenieur Trübträufl hat da noch eine Idee in petto.

Gut Zunächst darf der Übersetzerin/dem Übersetzer Hochachtung gezollt werden, denn Theo Trübträufl durfte seinen Namen behalten und das ist in der heutigen Zeit, wo schon Habakuk, Genia Gans und Mona Menetekel kreative neue Namen erhalten haben, gar keine Selbstverständlichkeit mehr.

Dann das große Atout der Geschichte: Sie ist phasenweise fast schon abgedreht witzig und grenzt ans Absurde, was ja beides generell Kennzeichen von Coppolas Geschichten mit Trübträufl sind. Störend allerdings finde ich, dass ich etwas gebraucht habe, um überhaupt in der Geschichte geht, denn der Beginn verwirrt mehr, als der Geschichte eigentlich zuträglich ist. Und die Sidestory mit der Ganovenabwehr fügt sich nicht ganz so rund mit dem Rest zusammen, wie ich es mir gewünscht hätte. So wie es ist, erscheinen sie mir ziemlich unnötig abgesehen von dem Gag am Ende und dafür hätte sich Coppola auch was anderes einfallen lassen können, als diese Sidestory zu konstruieren. Aufgrund dieser Mängel gibt’s „nur“ Gut --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Phantomias in modernen Zeiten: Hof in Gefahr[Bearbeiten]

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I TL 3429-2P

Donald sieht sich mit ungewohnten Herausforderungen konfrontiert (© Egmont Ehapa)

Marc Enclauh siedelt sich nun endgültig in Entenhausen an und möchte Dagobert den wirtschaftlichen Kampf ansagen. Das kommt Dagobert aber gar nicht so unrecht, denn er hat seinerseits vor, Enclauh ein Schnippchen zu schlagen und ein Landgut an ihn zu verhökern, um einer neuen Steuer auf landwirtschaftliche Flächen zu entgehen. Dumm allerdings, dass sich Dagobert beim Verkauf der Flurnummern irrt und an Enclauh versehentlich Dorettes Bauernhof verschachert. Enclauh seinerseits ist ganz wild darauf, den Hof niederzuwalzen und statt muhender Kühe künftig Golfspieler den Rasen bevölkern zu lassen. Das ruft nun Phantomias auf den Plan, doch auch dieser schaut erstmal gegen Enclauh alt aus. Bis Oma einfällt, wie ihr Großvater Emil Erpel das Land einstmals von Häuptling Lachender Luchs übernommen hat und dass sie an dessen Nachfahren immer noch landwirtschaftliche Produkte abgibt – also eine Art Pacht. Damit gehört das Land immer noch Ludowig Luchs. Aber ob es Phantomias trotzdem noch gelingt, den Bauernhof zu retten oder geht Enclauh als strahlender Sieger aus diesem Duell hervor?

Highlight Das ist nun endlich einmal eine Geschichte von Gervasio, die rundum zufriedenstellend ist. Bei bisherigen Geschichten der Serie Phantomias in modernen Zeiten war sehr oft der zweite Teil wesentlich abgehetzter als der erste und die Auflösung baute auf fast schon implausiblen deus-ex-machina-Erklärungen auf. Jedesmal schade, wo er sich doch im ersten Teil so viel Mühe gegeben hatte, Phantomias in die Patsche hineinzureiten und Gefahren möglichst plausibel aufzubauen. Hier ist der zweite Teil aber genauso gut gelungen wie der erste und die moralische Botschaft in der Auflösung weiß besonders zu gefallen. Zudem ist es schön zu sehen, dass Gervasio mal nicht eine existenzielle Bedrohung für Phantomias braucht, um eine tolle Story schreiben zu können. Highlight --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Aufschlag zum Erfolg[Bearbeiten]

I TL 3322-4

Dussels neue Geschäftsideen sind für Donald mit schöner Regelmäßigkeit ein Ärgernis und daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Donald seinem zipfelbemützten Vetter zu entziehen sucht. Auch und gerade dann, wenn dieser mit Marketingprodukten der beliebten neuen Tennisspielerin Joy de Paume daherkommt. Die rein zufällig das neue Idol Daisys ist. Also steht schnell Daisy als Dussels neue Partnerin in Geschäftsdingen bereit und versucht gemeinsam mit ihm, Joy-Merchandising an Mann und Frau zu bringen, nicht immer zur übermäßigen Freude der Verkäuferin (nämlich Daisy) wie der Käufer:innen. Als Daisy dann herausfindet, wie Dussel an die Erlaubnis Joys für den Vertrieb von Marketingartikeln gekommen ist, ist die Freude endgültig verschwunden und sie muss sich bei Donald tüchtig ausweinen. Aber ein Satzball entscheidet bekanntlich noch kein Tennismatch.

Gut Im letzten LTB war Dussel an Dollys Seite zu sehen, nun ist es also Daisy, die gemeinsam mit ihm zu reüssieren versucht. Das verspricht ein etwas unkonventionelleres Setting und so darf diese Geschichte als ganz gut gelungen beurteilt werden. Die Figuren sind samt und sonders überzeugend charakteristiert und insbesondere Dussel weiß zu gefallen. In genügend Geschichten ist er leider eine ganz grausame Nervensäge, aber die Szene, in der der traurige Dussel auf der Parkbank sitzt, weckt enorme Sympathien. Und auch die Zeichnungen von Francesco D'Ippolito sind ziemlich schön. Gut

Joy de Paumes Name spielt übrigens auf das französische Spiel Jeau de paume an, ein Vorläufer des Tennis. --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Mit Stock, Charme und Zylinder: Gehobener Lösungsansatz[Bearbeiten]

D 2021-021

Ein zu großes Auto soll geparkt werden? Wenn es am Boden nicht geht, dann halt eine Etage höher.

Mit diesem Einseiter werde ich nicht grün, aber gut, muss ich auch nicht. --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)

Fazit[Bearbeiten]

Ganz so handfest, wie der Titel ankündigt, ist das LTB dann doch nicht und tatsächlich konnte mich nur Gervasios phantomiastische Fantasie restlos überzeugen. Das Mortimer-Küchenmassaker, Coppolas Trübträufl-Geschichte, die läuternde Polkaplatte, die Verbutterbrotung Entenhausens und Dussels Marketingeskapaden haben immerhin die Bewertungsgrenze zum Gut geknackt. Einige Geschichten in diesem LTB waren aber unter aller Kanone, daher kann ein Kauf dieses Bandes nur mit viel gutem Willen empfohlen werden. --McDuck (Diskussion) 14:32, 10. Jun. 2022 (CEST)