Carl Barks' Völker

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Diese Zeichnung von Don Rosa zeigt die Völker, denen Dagobert bei Carl Barks begegnet ist: Bewohner des Asteroidengürtels, Indianer auf der Insel im All, Harpyien, Muchkale (Bewohner der Venus), Besucher vom Planeten Diana, Königin der sieben Meere, Kuller und Roller, Atlantiden, Marsianer (im Uhrzeigersinn), Zwergindianer (in der Mitte) (© Disney)

In seinen Comicgeschichten lässt Carl Barks die Ducks mehrfach auf unbekannte Völker und Kulturen treffen, die zuvor kaum eines Menschen (oder einer Ente) Auge gesehen hat.

Entstehung der Völker[Bearbeiten]

Barks' Entwurfszeichnung für Schneewittchen und die sieben Zwerge

Bereits in seiner Zeit als Cartoonist hatte Barks mit märchenhaften Figuren und unbekannten Völkern gespielt und einige Ideen entwickelt, die er später für etliche seiner Schöpfungen verwenden sollte. Als sich Barks 1935 in den Disney Studios bewarb, brachte er Entwurfszeichnungen für die Sieben Zwerge mit, die deutlich anders waren als die letztendlich umgesetzten, sehr konventionellen Zwerge und schon auf die Gnixen (siehe unten) hindeuteten.[1] Barks verwendete zahlreiche Ideen aus seiner Zeit beim Film. Beispielsweise Indianer, aber auch die quadratischen Menschen und quadratischen Eier wurden von Barks bereits damals skizziert.[2]

Gnixen[Bearbeiten]

Die Gnixen sind das erste von Barks erfundene Volk. Bereits hier verwendete er einige der Merkmale, wie die des „vergessenen Volkes“, allerdings waren sie noch nicht komplett ausgereift, wie die folgenden es bereits waren. So passen die Eigenschaften der Gnixen nicht so recht zusammen und geben bei näherer Betrachtung ein recht unstimmiges Bild, doch Barks wird lernen und verwendete die verschiedenen Eigenschaften später wieder, diesmal allerdings besser an Landschaft und restliche Eigenschaften angepasst.

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Everglades (© Egmont Ehapa)

Die Gnixen leben in den Everglades, ein riesiges undurchdringbares Moor im Süden Floridas. Das von Wasserarmen, Schilffeldern und Mangrovenwäldern durchzogene Gebiet ist unerforscht und daher ein perfektes Versteck.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Gnero, ein Meisterschweller (© Egmont Ehapa)
Gnixens Gnest (© Egmont Ehapa)

Die Gnixen haben einige Kulturelle Besonderheiten. Erst einmal ist ihre Art zu sprechen auffallend: Das n am Anfang von Wörtern wird von ihnen immer durch ein gn ersetzt. Doch vor allem physisch unterscheiden sie sich von Menschen (und Enten): Die Gnixen sind kleine Zwerge mit riesigen Nasen und gezackten Ohren. Die Männer haben riesige Bärte und tragen allesamt große schwarze Hüte. Und einige der Gnixen sind sogenannte Schweller, das heißt, dass sie die Fähigkeit besitzen, zu unglaublicher Dicke anzuschwellen. So können sie Käfige zerstören und besitzen eine unglaubliche Waffe: Sich selbst. Denn zu Bällen geschwollen, können sie auf den Gegner springen oder ihn umrollen.

Nun zu den kulturellen Eigenschaften. Die Gnixen rauben unliebsame Besucher bis aufs Letzte aus, zum Beispiel als Krokodil verkleidet. Außerdem verehren sie ihren eigenen Gott, Gnihilo. Für den haben sie auch einen eigenen, riesigen Tempel gebaut, Gnixens Gnest, mit einer riesigen Statue, einer Kampfarena, sowie einer Art Museum im Inneren, wo sie ihre Beute aus den Raubzügen lagern. Für Gnihilo gibt es regelmäßig große Tänze, bei denen sie ihn um Rat bitten (leider antwortet er nie).

Die laufenden Pfahlbauten (© Egmont Ehapa)

Die Gnixen wohnen in kleinen Pfahlbauten, die sehr mobil sind, denn die Gnixen können die Häuser auf ihren Pfählen laufen lassen. Hier handelt es sich um die einzige Eigenschaft, die sich ihrer Lage anpasst: Die Pfahlbauten ermöglichen das Leben im Moor, die Mobilität sichert die Unentdecktheit. So kommen wir zum letzten Punkt: Die Unentdecktheit. Tatsächlich wissen die Gnixen sehr gut, dass sich draußen noch andere Völker befinden und tun alles, um selber unentdeckt zu bleiben. Dazu entwickeln sie Mittel wie Gifte, die einen vergessen lassen. Und das mit Erfolg: Die Gnixen sind und bleiben ein unbekanntes Volk.

Auftritte[Bearbeiten]

Eckenhausener[Bearbeiten]

Die Eckenhausener waren zwar erst Barks' zweites vergessenes Volk, und doch ist hier ein riesiger Sprung im Vergleich zu den Gnixen zu sehen. Denn die Eckenhausener sind so ausgefeilt, alles ist so stimmig, die Kultur, die Landschaft, dass es sich bei ihnen tatsächlich, trotz ihres seltsamen Aussehens, um ein wahres Volk handeln könnte. Hier hat Barks eindeutig dazugelernt und beweist uns sein Können.

Lebensraum[Bearbeiten]

Das Land der viereckigen Eier (© Egmont Ehapa)

Die Eckenhausener leben im Land der viereckigen Eier, ein großes, tiefes Tal, in dem sich die Stadt Eckenhausen befindet. Diese Tal liegt tief versteckt in einem unerforschten Teil der Anden. Unerforscht ist der Teil, da er von einer undurchdringbaren Nebelbank bedeckt ist, in die sich keiner traut und aus der die wenigsten (die Ducks waren die ersten) wieder lebendig herauskommen. Das Tal ist sehr tief und unter ihm schlummert ein Vulkan, sodass es dort sehr warm ist und keinen Nebel gibt. Alles ist viereckig. Die Steine, die Menschen, die Hühner, die Gebäude.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Eckenhausener (© Egmont Ehapa)
© Egmont Ehapa

Zu den physischen Besonderheiten der Eckenhausener lässt sich erst einmal sagen, dass sie viereckig sind. Alles an ihnen ist so: Der Kopf ist ein Würfel, die Nase auch, die Arme sind Quader. Das führt auch zu einer eigenen, sehr interessanten Kultur: Alles muss viereckig sein und das einzige Gesetz, das es schon seit immer gibt: Wer etwas rundes zeigt wird zu lebenslänglicher Arbeit in den Steinbrüchen verurteilt. Und dieses Gesetz ist unanfechtbar. Eine weitere Besonderheit ist, dass es kein Geld gibt. Gier und Geiz sind den Eckenhausenern unbekannt, was dafür sorgt, dass sie alles gleichgestellt sind und ein glückliches Leben zu führen scheinen. Ihre Ernährung besteht ausschließlich aus den viereckigen Eiern, die die viereckigen Hühner jede Nacht in Massen legen. Die Eckenhausener sind fröhliche, herzliche und gastfreundliche Gesellen.

Die Eckenhausener sind von allen anderen Völkern abgeschieden und nur selten kommt einer bis zu ihnen durch. Durch diesen mangelnden Kontakt mit der Außenwelt erleiden die Eckenhausener bei jedem Besuch einen gigantischen Kulturschock und wandeln sich komplett. So übernahmen sie in den 1860er-Jahren, als Professor Püstele bei ihnen war, direkt sein Aussehen und sein Verhalten. Über 80 Jahre später folgt dann der nächste Besuch durch Donald, Tick, Trick und Track und nach diesem Besuch nehmen sie vollständig Donalds Verhalten und Aussehen (nicht Tick, Trick und Tracks, da die drei sich zu ähnlich sehen – Donald stach da heraus). Und so geht es immer weiter. Dieser Umstand wurde jedoch von Carl Barks nur angedeutet und erst von Don Rosa vertieft.

Auftritte[Bearbeiten]

Menehunes[Bearbeiten]

Durch einen Spiegel schaffen die Ducks es doch einmal, die Menehunes zu sehen (© Egmont Ehapa)

Die Menehunes, das „kleine Volk“, stechen klar aus der Reihe der Völker heraus. Denn die Ducks begegnen ihnen nie wirklich und interagieren nicht mit ihnen. Trotzdem sind sie sehr präsent. Die Menehunes, hilfreiche kleine Menschen, gehören zur hawaianischen Kultur. Barks' Frau Garé, die in Hawaii aufgewachsen war, schlug ihm vor, die Menehunes zu verwenden.[3]

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Menehunes leben auf der kleinen Vulkaninsel Tanai, die mitten im Pazifik in der Nähe von Hawaii liegt. Die Insel ist mit dichtem Urwald bedeckt, in ihrem Zentrum befindet sich ein sehr steiler und hoher Vulkankegel, der Kika Nui. Die Küste besteht aus vielen kleinen Buchten und steinigen Klippen.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Menehunes helfen Tick, Trick und Track (© Egmont Ehapa)

Die Menehunes sind sehr klein und vor allem äußerst flink. Tatsächlich sind sie so flink, dass noch nie ein jemand sie gesehen hat, da sie sich immer in der dichten Inselvegetation verstecken, sobald sich jemand nach ihnen umdreht. Daher sind sie im Laufe der Zeit zu einer Legende geworden, an die nur noch die indigene Bevölkerung Tanais glaubt. Doch obwohl sie im Hintergrund bleiben, bleiben sie nicht inaktiv: Sie versuchen immer, den Guten zu helfen und die Bösen zu behindern. So helfen sie Tick, Trick und Track bei der Fischerei und hindern die Panzerknacker später an der Flucht. Außerdem arbeiten sie fortwährend daran, die Insel vor Naturkatastrophen zu schützen.

Auftritte[Bearbeiten]

Atlantiden[Bearbeiten]

Atlantis (© Egmont Ehapa)

Die Atlantiden sind das erste vergessene Volk, auf das nicht nur Donald, Tick, Trick und Track, sondern auch Onkel Dagobert treffen. Von der Kultur und Gestaltung deutlich anders als die beiden Vorläufer, hat Barks für die Atlantiden dennoch gelernt und präsentiert ein sehr stimmiges Volk, sowohl in Gestaltung als auch Kultur.

Lebensraum[Bearbeiten]

Atlantis war einst ein Kontinent, der allmählich in den Fluten des Meeres versank. Die Bewohner hatten Zeit, sich auf das Unglück einzustellen und bauten immer höhere Gebäude, sodass sie zunächst noch an der Luft leben konnten. Als auch die Luftschleusen an der Spitze der Gebäude versanken, hatten die Atlantiden gelernt, unter Wasser zu atmen. Atlantis liegt heute am Grund des Meeres und besteht aus hohen, turmartigen Gebäuden. In dieser Tiefe gibt es Walfische, Leuchtfische, Zitteraale und Riesenkraken.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Atlantiden früher und heute (© Egmont Ehapa)

Die Atlanten sind im Laufe der Zeit sehr fischähnlich geworden, haben grüne Hautfarbe, grüne Lippen, Schwimmhäutchen und Flossen am Rücken und an den Armen. Sie haben natürlich auch Kiemen. Die Atlantiden haben viel von ihrer alten Kultur behalten und verfügen über Vergnügungsetablissements, haben Cafés, Blumenläden, Beleuchtung durch Leuchtfische, Molkereien für Walfische und schauen mit Begeisterung Ringkämpfen von Riesenkraken zu. Die einzige Kunst, die sie unter Wasser nicht weiterentwickeln konnten, ist die Musik, für die sie ein besonderes Faible haben. Deshalb sind sie besonders begeistert, als Tick, Trick und Track Musikautomaten entdecken und tanzen dazu ausgelassen. Alles was nach Atlantis gelangt, muss dort bleiben und gehört den Atlantiden, auch die bestimmten Zehner von 1916, die Dagobert so gerne haben möchte.

Auftritte[Bearbeiten]

Bewohner Tralla Las[Bearbeiten]

Tralla La, gezeichnet von Don Rosa (© Egmont Ehapa)

Die Bewohner Tralla Las zählen nicht zu den kuriosesten Barks'schen Kreationen, da sie doch sehr ähnlich wie die normalen Enten sind, aber sie zählen zu den bekanntesten von Barks' Völkern.

Lebensraum[Bearbeiten]

Tralla La ist ein Ort in einem fast kreisrunden, sehr tiefen und von steilen Gebirgswänden eingeschlossenen Tal, das sehr abgelegen im Himalaya-Gebirge in Tibet liegt und von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Gebirgswände sind so steil, dass ein Erklettern fast nicht möglich ist und von mächtigen Wasserfällen überzogen. Im Zentrum des Tals befindet sich ein riesiger Strudel, über den das geschmolzene Gebirgswasser aus dem Tal abfließen kann, sodass das Tal nicht überflutet wird und dort Leben und Lebensmittelanbau möglich ist. Don Rosa zeigt in seiner Fortsetzung von Barks' Geschichte, dass auch ein unterirdischer Weg nach Tralla La möglich ist, den einst Kublai Khan und seine Goldene Horde beschritten haben. Der Name Tralla La ist eine Anspielung von Barks auf das mythische Land Shangri-La aus James Hiltons Roman „Der verlorene Horizont“.[4]

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Trallalaner kennen keinen Besitz (© Egmont Ehapa)

Die Bewohner Tralla Las schauen optisch nicht anders aus als die Ducks, abgesehen von ihrem asiatisch anmutenden Erscheinungsbild. Beachtenswert ist auch die Tatsache, dass sie fünf Finger haben (Disney-Figuren haben immer nur vier), was ein Hinweis auf ihre vollständigere und bessere Lebensweise sein könnte. Denn die Trallalaner verachten Besitz und streben nur nach Freundschaft. Jeder muss einen Anteil an der gemeinsamen Flurbestellung leisten, ansonsten haben die Bewohner keine Verpflichtungen. Wenn sie, wie im Fall der Barks-Geschichte, dennoch ihr Interesse an seltenen Gütern entdecken und nach deren Besitz streben, so handeln sie mit Schafen und Schweinen, die offenbar die einzigen wertvollen Güter sind, die in Privatbesitz besessen werden. Es gibt jedoch auch Trallalaner, die Manufakturen, bspw. Ziegeleien, besitzen. Laut Don Rosa ist Metall in Tralla La unbekannt, wenigstens solange, bis die Ducks das Tal mit Kronenkorken fluten und so eine größere Menge Stahl hineinschaffen.

Auftritte[Bearbeiten]

Zwergindianer[Bearbeiten]

Die Zwergindianer sind das Volk, das den Gnixen vom Aussehen und vom Lebensraum her am ähnlichsten ist. Doch ihre Eigenschaften sind deutlich weiterentwickelt und viel stimmiger als bei Barks' Erstlingen.

Lebensraum[Bearbeiten]

Das Land der Zwergindianer (© Disney Hachette Presse)

Die Zwergindianer leben im Gebiet im Norden des Oberen Sees. Dieses Gebiet ist von dichten Wäldern bedeckt, die von tausenden kleinen und großen Seen und Wasserläufen durchzogen werden. Die Landschaft ist so gut wie unberührt, noch nicht einmal die Fischer betreten das Gebiet. Bewohnt wird es von zahlreichen Tieren und eben den Zwergindianern, die mit den Tieren im Einklang leben.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Freunde der Tiere (© Egmont Ehapa)
Wenn es um die Verteidigung ihres Landes geht, lassen sie sich nichts bieten (© Egmont Ehapa)

Die Zwergindianer sind, wie der Name es schon sagt, sehr klein. Sie haben riesige Nasen und tragen Federn auf dem Kopf. Doch ihre eigentlichen Besonderheiten liegen nicht im Aussehen, sondern viel mehr im Verhalten. Erst einmal muss man sagen, dass die Zwergindianer grundsätzlich wie die anderen Indianer des Nordens leben. Sie leben in kleinen Zelten, bauen Totempfähle und bewegen sich mit Kanus fort und benutzen Speere, sowie Pfeil und Bogen. Vor allem aber leben sie in perfektem Einklang mit der Natur. Die Tiere sind ihre Freunde und stehen ihnen dauernd zur Seite. Man kann davon ausgehen, dass sie im Gegenzug nicht von den Indianern gejagt werden. Die Indianer können mit den Tieren sprechen. Und doch haben sie Feinde unter den Tieren, wie zum Beispiel einen Riesenhecht. Ihr eigentlicher Feind ist jedoch der „Fortschritt“. Denn die anderen Menschen leben nicht so naturnah, wie die Indianer und stellen daher eine wahre Gefahr dar, nicht zuletzt Dagobert. Das wissen sie sehr gut, daher haben sie ein sehr großes Misstrauen gegenüber Fremden, denn sie wollen ihr Reich und ihre Freunde um jeden Preis verteidigen.

In der Geschichte Donvald der Eroberer wird erzählt, dass der unerschrockene Wikinger Olaf der Blaue aus dem Barks-Klassiker Der goldene Helm nach seiner Landung auf dem amerikanischen Kontinent auf die Zwergindianer traf und sich mit ihnen anfreundete. Die Zwergindianer befanden sich zu dieser Zeit in einem Bruderkrieg zwischen zwei Stämmen, die sich um ihre Jagdreviere stritten. Es gelang Olaf dem Blauen, einen Frieden zwischen den beiden Gruppen zu vermitteln und als Freund in die Stammesgeschichte aufgenommen zu werden.

Seit der Veröffentlichung von Im Land der Zwergindianer im LTB Classic Edition 12 werden die Zwergindianer nicht mehr als solche bezeichnet.

Auftritte[Bearbeiten]

Kullern[Bearbeiten]

Die Kullern...

Auch für die Kullern verwendete Barks Elemente der Kultur der Gnixen, wobei sie wiederum stimmiger waren als das Erstlingswerk.

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Kullern leben in riesigen Höhlen unterhalb der Erdoberfläche. Diese Höhlen werden durch große Stützsäulen dominiert, es gibt aber auch unterirdische Seen.

Besonderheiten[Bearbeiten]

...erzeugen gerne Erdbeben

Die Kullern haben rundliche Körper, keine Füße, aber längliche Nasen. Es gibt Kullern in den Farbvarietäten rot, blau und grün, wobei dies weniger eine Rolle zu spielen scheint als die Unterscheidung zwischen West- und Ostkullern, die sich mit einem Schlips, respektive einer Fliege, unterscheiden. Die Kullern verachten Arbeit und treiben nur Sport, indem sie sich gegen die Stützsäulen der Höhlen werfen und so hoffen, ein Erdbeben auf der Erde auszulösen. Jedes Jahr veranstalten die Kullern einen Wettkampf um den Kuller-Cup und erzeugen damit gewaltige Erdbeben. Immer wieder treten sie auch in Wettkämpfen gegeneinander an, um sich über den Haufen zu rollen. Stellen sich Situationen, in denen es so aussieht, als ob die Kullern hart arbeiten müssten, funktionierten sie die Arbeit in einen Sport um. So werden sie beispielsweise Dagoberts Geld wieder los. Die Kuller können sich bei Bedarf aufblähen und auf ihren Körper trommeln, um wirkungsvoll Nachrichten zu übertragen. Sie hören mit Begeisterung Entenhausener Radiowerbung, die sie auf Germaniumplatten in ihrer Höhle empfangen. Wenn sich die Kullern tarnen wollen, müssen sie sich nur einrollen und sind, abgesehen von ihrer Färbung, von normalen Steinen kaum mehr zu unterscheiden.

Auftritte[Bearbeiten]

Die Kuller bei Francesco Artibani und Alessandro Perina (© Egmont Ehapa)

Weblinks:

Indianer auf der Insel im All[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

In der Geschichte Die Insel im All brechen die Ducks auf, um im Planetoidengürtel nach einem sicheren Versteck für Onkel Dagoberts Geld zu finden und stoßen dabei auf Indianer.

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Indianer leben auf einem kahlen Planeten mit Atmosphäre in Sichtweite eines grünen, bewachsenen Planeten mit Wasser und Früchten. Dagobert ermöglicht ihnen am Ende, den Planeten zu wechseln.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Indianer im All weisen Ähnlichkeiten mit den Zwergindianern auf, auch sie sind kleiner als die Ducks. Sie haben große Nasen und sind weitgehend unbekleidet. Ihre einzige Lebensgrundlage sind Eier von Vögeln, die auf ihrem Planeten nisten und jeweils zum grünen Nachbarplaneten hinüberfliegen.

Auftritte[Bearbeiten]

Bewohner des Mars und der Venus[Bearbeiten]

Bergleute am Mars in Weltraum-Briefträger (© Egmont Ehapa)

Die Ducks treffen mehrfach bei ihren Reisen ins All, aber auch auf der Erde (in Wunder der Tiefsee), auf Bewohner der Nachbarplaneten Mars und Venus. Diese sind je nach Geschichte ziemlich unterschiedlich, was den Donaldisten paTrick Martin dazu veranlasst hat, einigen von ihnen Spionage oder andere unlautere Absichten vorzuwerfen, da sie ihre Herkunft von Planeten vorgaukeln, auf denen sie seiner Ansicht nach gar nicht heimisch sind.[5]

Lebensraum[Bearbeiten]

Venus und Mars haben offensichtlich eine erdähnliche Atmosphäre, denn als die Ducks die Planeten in Weltraum-Briefträger besuchen, können sie sich ohne Raumanzug bewegen. Der Mars hat eine gebirgige Landschaft und daran angepasste Architektur, die Venus ist von Wolken umhüllt, die Gebäude sind erdähnlich, jedoch viel größer.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Bewohner des Mars in der Geschichte Weltraum-Briefträger sind kleiner als die Ducks, von grüner Hautfarbe, können fliegen und haben eine rüsselähnliche Nase. Die Bewohner der Venus in der gleichen Geschichte sind viel größer als die Ducks, über drei Meter groß, sehen ansonsten aber aus wie Menschen. In der Geschichte kommen nur weibliche Bewohner im Teenageralter vor.

In der Geschichte Verlorenes Mondgold treffen die Ducks auf dem Goldmond den Venusianer Muchkale, der reichste Mann seines Planeten. Er ist jedoch etwa gleich groß wie die Ducks und benötigt auf dem Goldmond keinen Helm, also kann er auch im luftleeren Raum leben. Er lebt seit Jahrhunderten auf dem Goldmond, auf den er nur wenigen des Goldes gereist ist, und hat in dieser Zeit weder gegessen noch getrunken und ist auch nicht gealtert.

In der Geschichte Wunder der Tiefsee stoßen die Ducks auf vierarmige, auf der Erde gestrandete Marsianer, die Eisen benötigen und es auf ihren Heimatplaneten beamen. Die Marsianer haben eine Art metallene Rüstung, nur ihre Augen sind sichtbar. Sie verhalten sich sehr unnachgiebig gegenüber den Ducks, die sie lange Zeit für Spione halten.

Auftritte[Bearbeiten]

Gesichtslose[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Die Gesichtslosen sind das letzte landbewohnende „vergessene“ Volk, das Barks erschafft. Im Unterschied zu früheren Völkern ist ihre Kultur kaum ausgeprägt, was aber damit zu tun haben kann, dass sie als Gesichtslose wenig Möglichkeit haben, sich kulturell zu betätigen.

Barks könnte seine Gesichtslosen nach dem Vorbild der Shmoos in Al Capps Cartoon Li'l Abner gestaltet haben.[6] Auch diese Figuren brauchen nichts zu essen und sind sogar noch bereiter, alles für die Menschen zu geben und sich für sie zu opfern, als die Gesichtslosen bei Barks.

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Gesichtslosen leben in den Nirgendwoischen Wäldern, offenbar in den Tropen, einer der wenigen weißen Flecken auf der Landkarte, und stehen nicht mal im Schlauen Buch.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Gesichtslosen haben kein Gesicht, können also weder sehen, hören, noch sich artikulieren. Es ist unklar, wovon sie eigentlich leben, aber sie ernten offenbar viele Früchte. Enten mit Gesichtern wie den Ducks gegenüber zeigen sie tiefe Verehrung und versorgen sie mit allem, was sie brauchen. Die Gesichtslosen haben darüber hinaus Füße sowohl vorne als auch hinten, sodass sie leicht in beide Richtungen gehen können.

Auftritte[Bearbeiten]

Besucher vom Planeten Diana[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Die Besucher vom Planeten Diana sind insofern ein Sonderfall in dieser Kategorie, weil sie auf die Ducks treffen und nicht umgekehrt. Die Ducks besuchen auch nie ihren ursprünglichen Lebensraum, die Handlung der Geschichte Besuch vom Planeten Diana ist nach Entenhausen verlagert. Die Bewohner des Planeten Diana sind viel kleiner als die Ducks, sehen aber sonst genauso aus. Sie haben eine hochentwickelte Technologie, können mit ihren Radioempfängern Radiowellen der Erde abhören, benutzen Vergrößerung- und Verkleinerungsgase und können so Gefahren auf ihre Größe schrumpfen. Zigarrenrauch vertragen sie äußerst schlecht. Im Allgemeinen sind sie deutlich gesitteter als die meisten Bewohner der Erde. Sie kommen auf die Erde um mit Dagobert Duck ins Geschäft um Nahrungsmittel zu kommen. Der Donaldist paTrick Martin bezweifelt, dass dies der wahre Grund ihrer Reise sei, denn bei der hochentwickelten Technologie wäre es doch möglich, Nahrungsmittel zu vergrößern und so das Versorgungsproblem zu lösen. Er vermutet, dass die Bewohner Dianas die Reise aus Spionagegründen unternommen haben.[5] Eine alternative Lösung wäre z.B. ein technisches Problem, denn das Gas wird in der Geschichte nur gegen Säugetiere eingesetzt. Ob es zur Vergrößerung von anderen Lebensformen oder Materialen geeignet ist, wurde von Barks offengelassen.

Auftritte[Bearbeiten]

Königin der sieben Meere[Bearbeiten]

(© Egmont Ehapa)

Die Königin der sieben Meere und ihr Volk sind stark an die Atlantiden angelehnt. Wie andere Barks'sche Völker der Spätphase sind die Meerjungfrauen und Wassermänner kulturell deutlich einfacher gestaltet als frühere, der Leser erfährt wenig über das Volk und ihren Lebensraum.

Lebensraum[Bearbeiten]

Die Wassermenschen leben in Höhlen unterhalb des Entenhausener Küstensockels in einer Tiefe von 1200 Metern.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Wassermenschen bei Barks entsprechen den üblichen Vorstellungen, die man sich von ihnen macht, haben aber natürlich Entenschnäbel. Sie werden von einer Königin beherrscht, haben aber auch einen Ministerpräsidenten. Wie frühere Barks'sche Kulturen können die Wassermenschen sich mit Tieren in ihrer Umgebung verständigen und benützen etwa Haie, Kraken und Schwertfische als Wachen. Die Königin selbst sieht sich als die Schönste aller Frauen und kann Zurückweisungen kaum akzeptieren. Gleichzeitig ist sie so sehr auf Schönheit bedacht, dass sie die Ducks gehen lässt, als diese ihr Lippenstift geben. Die Wassermenschen sind genau wie die Atlantiden an Dagoberts Geld interessiert und benutzen es als Schmuck, aber offensichtlich nur, um ihrem Verlangen nach Schönheit nachzukommen.

Auftritte[Bearbeiten]

Harpyien[Bearbeiten]

Die Harpyien (© Egmont Ehapa, © Disney)

Bei den Harpyien handelt es sich um mythische Sagengestalten, die Das goldene Vlies in der gleichnamigen Geschichte aus dem Jahr 1955 bewachen. Die geflügelten Mischwesen entstammen der griechischen Mythologie und sind durch ihre Vogelgestalt mit einem Frauenkopf gekennzeichnet. Als die Harpyien ursprünglich in Das goldene Vlies auftauchten, wurden sie dort „Larkies“ genannt. Ihre Vornamen waren Agnes, Bessie, Fay und Inez. Laut einer Beilage in zum Topolino-Heft Nr. 8 aus dem Jahr 1956 wurde der englische Begriff für Harpyien ("harpies") in der Originalfassung von den Verlegern der Western Printing and Lithographing Co. zensiert. Der Grund dafür war, dass sich dieser Begriff im amerikanischen Underground-Slang auf eine Prostituierte beziehen kann. Stattdessen wurd die Bezeichnung "larkies" gewählt, was so viel wie "ausgelassen sein" bedeutet.

Die Harpyien tauchen mit neuen Namen ebenfalls in der DuckTales-Adaption der Comicgeschichte auf, die den gleichen Titel trägt und als Zeichentrickfilm produziert wurde. In der Episode ist es Quack, der Bruchpilot, der Kolchis mehr oder weniger durch Zufall entdeckt, als er mit seinem Hubschrauber in einen Sturm gerät und von Harpyien angegriffen wird. Eine der Harpyien (Anastasia) verliebt sich in Quack, der nach seiner Rückkehr nach Entenhausen von Onkel Dagobert aufgefordert wird, ihn nach Kolchis und damit zum Goldenen Vlies zu führen. Die Harpyien wirken hier weniger bedrohlich, aber dennoch unheimlich und unberechenbar.

Im DuckTales Reboot von 2017 sind die Harpyien in der Episode Storkules in Entenhausen als Antagonisten zu sehen, allerdings in einem komplett anderen Design. Sie wurden ausgesandt, um Storkules zu beseitigen, nachdem dieser mit seiner Laute einen Harpyienschwarm beherrschte, der nur Chaos im Königreich verursachte, woraufhin die Fabelwesen zur Strafe von Zeus verbannt wurden. Nachdem Storkules eine der rachsüchtigen Harpyie gefangen hat, ziehen sich die anderen Harpyien zurück. Storkules versteckt die Harpyie in einem Schrank auf Donalds Hausboot und bringt ein "Nicht öffnen"-Schild an der Tür an. Track, Nicky und Storkules versuchen alles, die Harpyien loszuwerden, die Entenhausen belästigen. Sie gründen ein Unternehmen namens Harp-B-Gone und stellen es den Leuten in Rechnung, wenn sie vor den Harpyien gerettet wurden. Während Storkules die Harpyien mit der "Hilfe" von Track einfängt, versucht Nicky einen Weg zu finden, die Harpyien zu rehabilitieren, nachdem sie herausgefunden hat, dass die Harpyien eine unstillbare Schwäche für Zitronen haben. Weitere Auftritte haben die Harpyien in den Episoden Invasion vom Mond sowie Der perfekte Plan

Lebensraum[Bearbeiten]

In Das goldene Vlies werden Onkel Dagobert und Donald von Harpyien in das Gebiet des antiken Kolchis entführt, um dort in einem Kochwettstreit der Fabelwesen als Schiedsrichter zu fungieren. In der Argonautensage war Kolchis die Heimat der Medea und das Ziel Iasons und der Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies. Nach der Sage wurden in Kolchis auf dem kirkäischen Feld die verstorbenen Männer in Stierfelle genäht und in Weiden aufgehängt. Die Frauen wurden hingegen in der Erde bestattet.

Im DuckTales-Reboot leben die Harpyien in dem fiktiven Land „Maceduckia“.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Die Harpyien verkörpern die Sturmwinde und sind die Töchter des Meerestitanen Thaumas und der Okeanide Elektra. Die Schwester der Harpyien ist Iris, die Göttin des Regenbogens. Ihre Anzahl ist unbestimmt, doch werden in den griechischen Erzählungen nie mehr als zwei Harpyien zugleich benannt, was der Darstellung im Comic entgegenläuft. In den früheren Erzählungen der griechischen Mythologie werden sie als schöne Frauen mit gelocktem Haar und Vogelflügeln beschrieben, später sind sie hässliche hellhaarige Dämonen. Die Harpyien wohnen in einer Höhle auf Kreta und müssen auf Geheiß des Zeus Seelen von Toten in den Tartaros tragen oder Leute töten, die seinen Zorn erregen. Die Harpyien werden als schnell wie der Wind und als unverwundbar beschrieben. Bei Homer werden sie für das Verschwinden des Odysseus verantwortlich gemacht. In der Argonautensage spielen sie eine wichtige Rolle: Sie quälen den blinden Seher Phineus, indem sie ihm das Essen vom Tisch rauben und mit ihrem Kot ungenießbar machen. Zetes und Kalais, Söhne des Nordwindes Boreas und Gefährten der Argonauten, vertreiben schließlich die Harpyien. Im 13. Gesang von Dantes Inferno werden die Selbstmörder von Harpyien gepeinigt.

Auftritte[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geoffrey Blum: Der „klassische Barks“. Übersetzt von Johnny A. Grote. Barks Library Special Donald Duck 3, S. 32.
  2. Geoffrey Blum: Der „klassische Barks“. Übersetzt von Johnny A. Grote. Barks Library Special Donald Duck 3, S. 33.
  3. Thomas Andrae (2006): Carl Barks and the Disney Comic Book. Jackson, MS: University Press of Mississippi. S. 206.
  4. Øystein Sørensen: Die Schätze des Kublai Khan, in Don Rosa Collection 3.
  5. 5,0 5,1 paTrick Martin: Außeranatische!!! In: Der Donaldist 151.
  6. https://cbarks.dk/theinfluencersbd.htm