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Benutzer:Sir Donnerbold/Der "kleine" Kommentar (Archiv)

Aus Duckipedia
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Inhaltsverzeichnis

Der "kleine" Kommentar (Archiv)[Bearbeiten]

Um meine überaus lange Benutzerseite etwas zu verkürzen, findet ihr hier in chronologischer Reihenfolge ein paar meiner älteren "kleinen" Kommentaren. In dieser Rubrik möchte ich einfach mal "kurz" und knapp meine Sicht der Dinge aus der Welt von Disney kund tun. Okay, dafür sind auch Foren da, aber nicht jedes Forum ist für jedes Thema geeignet. Also nutze ich meine Seite hier in der Duckipedia.

Meine Kommentare sind mal nachdenklich, mal ernsthaft, mal heiter und lustig, aber immer persönlich und informativ. Ich schenke mir nichts und werde keine objektive Beleuchtungen bieten. Die bekommt ihr in so seriösen Zeitungen wie diese eine mit vielen Fotos, vor allem von leicht bekleideten Frauen. Nein, ich meine nicht die FAZ...

Wie auch immer, ich hoffe ihr habt Spaß an dieser netten Rubrik.

Euer, Sir Donnerbold.

3.April 2006: Hollywood Pictures- Reloaded[Bearbeiten]

Thema meines ersten Kommentares: Die Rückkehr eines Logos...


Letztes Wochenende startete ein neuer Horrorfilm in den USA. Er ist an Jugendliche gerichtet. Das ist nichts besonderes. Er ist ab 13 Jahren freigegeben. Das ist nicht unbedingt typisch für einen Horrorfilm, aber nichts außergewöhnliches. Er läuft unter dem Hollywood Pictures Logo...

Moment? Fällt euch etwas auf? Nun, ich sage euch, was euch auffallen sollte: Hollywood Pictures ist ein mehr oder weniger verstorbenes Filmlabel. Die Schwesterfirma von Touchstone Pictures. Neben einigen Erfolgen und hoch angesehenen Werken ist das Projekt eines dritten Filmlabels bei Disney gescheitert. So kam es, dass vor einigen Jahren der letzte Film erschien, auf dem das Logo mit der Spyinx prangte. Dies war sozusagen ein Rätsel für Cineasten.

Und nun kommt das Label zurück. Da fragt sich der Fachmann (und Leute, die mit ihrer Freizeit sonst nichts anstellen können): Macht dies Sinn? Nun ja, ich bin ja ein großer Disney-Fan, aber das mit Hollywood Pictures ist so eine Sache. Ich habe nichts gegen das Label. Aber auch nichts für es, zumindest in seiner alten Form. Es wurde gegründet um Filme für Erwachsene zu bieten. Öh... Moment mal, hatte man dafür nicht Touchstone Pictures gegründet? Dies ist das Problem: Es gab keine echten Unterschiede zwischen den Labeln. Nur die Chefetage war anders, und somit wurden die Entscheidungen, was produziert wird davon abhängig. Das war es damals.

So war das Scheitern von Hollywood Pictures nicht verwunderlich, es war halt unnötig. Nicht falsch verstehen, ich fand viele Filme des Labels gut. Den Spruch "If it's the spyinx, it stink's" finde ich völlig schwachsinnig, aber dennoch muss ich sagen, dass das Label nicht sein musste. Gut, man wollte die beiden kreativen Leiter Touchstones trennen und somit fördern, aber das hätte bestimmt auch

Und Disney sagte zu Hollywood Pictures: Please: Stay Alive!!!

anders geklappt. Als Hollywood Pictures langsam verschwand, kamen Filme der Künstler des Studios unter Touchstone heraus, und man hat nichts gemerkt.

Doch nun kommt die Spyhinx zurück. Nun auch mit einem echten Konzept! Ähnlich wie Dimension Films sollen dort "Genre Filme" erscheinen. Auch die können große Erfolge werden, aber sie werden nicht auf ein breites Publikum zugeschnitten. Auf Horrorfans, Männer zwischen 18 und 25, Frauen über 40, auf Horrorfans, ... Die Palette ist recht groß.

Und somit wird Disney, wieder, zum Filmstudio mit den meisten Marken. Doch nun unterscheiden sie sich. Der, erfahrene, Zuschauer kann am Logo erkennen, was ihn erwaret. Und das gefällt mit.


Viel Erfolg, Hollywood Pictures!

5. April 2006: Faszination Sport- Anpfiff![Bearbeiten]

Heute mal ganz sportlich: Der "kleine" Kommentar (© Disney)

Die Faszination Sport lässt die Gesellschaft einfach nicht los: Der typische Deutsche ist ja eh ein Vereinstier, und unter den Vereinen erfreuen sich die Sportvereine besonderer Beliebtheit. Einige Sportvereine, so wie der Fußballverein Bayern München oder der Basketballverein Dallas Mavericks, sind sogar so beliebt, dass Leute die den Sport niemals ausüben und keine Verwandte im Verein haben dennoch bei jedem Spiel mitfiebern als gäbe es kein morgen.

Und da sind wir bereits beim nächsten Punkt: Sport ist nicht nur sehr beliebt um sich die Zeit abzutöten, noch mehr Kalorien zu verbrennen und seine Klamotten mal tüchtig voll zu schwitzen, nein, Sport wird auch sehr gerne passiv erlebt: Sportübertragungen sind regelmäßige Quotenbringer im Fernsehen: Ob der RTL Dauerbrenner Formel 1, Boxfights mitten in der Nacht bei der ARD oder eine der beiden Olympiaden, immer wieder bannt es Millionen von Menschen vor den Fernseher. Und dieses Jahr besonders: Denn nach der WOK WM 2006 kommt die Fußball WM 2006, und das auch noch in Deutschland (also wird unsere Mannschaft keine weite Heimreise nach einigen Spielen haben und der Pokal muss auch nicht durch den Zoll).

Sportevent 2006: Fußball WM, auch in Entenhausen ( © Disney/Konami)

Doch sogar getürkte Wettkämpfe finden ihre Freunde. Nein, ich rede nicht vom Wrestling und auch nicht von Spielen mit Schiris, die im Café King Stammgäste sind. Ich rede von Sportfilmen, denn dort erlebt man keine Sportler, sondern Schauspieler. Hollywood ist vom Sportgenre außerordentlich fasziniert, und vor allem die Disney Company. Aber warum? Nun, Sportfilme vermitteln einige der Grundwerte, die Disney in seinen Filmen gerne als Moral verpackt an den Zuschauer übermittelt: Teamgeist, Disziplin und Spaß an dem, was man tut.

Doch Disneys Einstieg ins Sportgenre war rein komödiantisch. Da man bei Missgeschicken im Sport gerne lacht (von Fußballern im orangenen Trikot die lockige, zukünftige Fußballtrainer anspucken über in den Schnee fallende Skiflieger bis hin zu explodierenden Motoren in jeder Art von Sport), dachte man bei Disney, dass die verrückte Truppe der Fab Five perfekt für die Welt des Sports geschaffen sei. Und so absolvierten Micky, Donald und Co schon sehr früh einen Wettkampf gegen Hollywood Stars: In Mickey's Polo Team übte die wilde Truppe Walt Disneys Lieblingssportart aus.

Als der sportlichste sollte sich Goofy herausstellen. Dieser demonstrierte dem amüsierten Zuschauer seine Künste in zahlreichen Sportarten. Ski, Tennis, Basketball, Zehnkampf... in der How to...-Reihe blieb kaum ein Sport unverschont, nichtmal Schlafen! Doch nachdem Goofy das A bis Z des Sports rauf und runter betete schien man bei Disney das Interesse an Sport verloren zu haben. Lediglich in den beiden Filmen, die Vorbild für Flubber waren (also Der fliegende Pauker und Der Pauker kann's nicht lassen) gab es kurze Szenen auf einem Sportfeld, und auch Käpt'n Blackbeards Spuk-Kaschemme ist eher spärlich mit Sportszenen besät, auch wenn diese dafür zum besten des Films gehören. Richtig los ging es erst wieder, als ein toller Käfer auf der Rennstrecke und in den Kinocharts Platz 1 eroberte. Von da an besuchten die Disney Studios das Genre Sport wieder öfter. Mit Big Boy und Gus drehten sich ganze Komödien um die Welt des Sports. Auf seltsamste und witzigste Arten und Weisen deklassierten Underdogs anerkannte Teams. Den Höhepunkt sollte Disneys Sportkomödie in den 90ern ereicht haben: Mit der Mighty Ducks-Trilogie überraschte Disneys das Kinopublikum und sogar sich selbst. Die genialen Komödien über eigenwillige Eishockey-Kids aus Michigan kam so gut an, dass man sich entschloss eine

Enten fliegen zusammen! (© Disney)

Eishockeymannschaft zu gründen. Nun befand sich Disney in dem ältesten Gebiet des Sports: Dem Sport machen. Und der neu gegründete Verein wurde so beliebt, dass sich Kappen und Shirts mit seinem Logo auch in Ländern verkauften, wo man die Spiele der Mighty Ducks gar nicht sehen konnte.

Auch eine Baseballmannschaft wurde gekauft, nun aber aufgrund des Erfolgs eines anderen Spielfilms: Angels - Engel gibt es wirklich, eine wunderschöne Mischung aus Disney-Komödie und Disney-Rührstück. Natürlich in der Welt des Sports angesiedelt.

Mit Cool Runnings von 1993 schließlich betrat Disney das Feld der Sportfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Doch erst 7 Jahre später verloren Disneys Sportfilme den Zusatz Komödie: Das Rassen- und Sportdrama Gegen jede Regel erzählt die inspirierende, dramatische, spannende und interessante Geschichte eines Collage-Footballteams, das aus schwarzen und weißen Spielern bestand. In den 70ern alles andere als selbstverständlich. Und aufgrund des, verdienten, Erfolges von Gegen jede Regel begann Disney seine sportlichen Tätigkeiten neu zu überdenken. Aus einer Lach- und Freuveranstaltung die dem Schulsport mit lustigen Lehrern und Mitschülern glich wurde ein riesiges Ereignis, dass die Menschen berührt.

Aber nicht alles änderte sich dadurch: Alle Sportfilme haben von jeher das Problem, dass sie Kritikern zu vorhersagbar und formelhaft sind. Mehr als Liebesfilme und Actioner! Die Verlierermannschaft findet ein Talent( ein Maskottchen/ einen neuen Mut, gewinnt immer öfter, vor dem großen Spiel passiert etwas schlimmes, alles scheint verloren. Dann gewinnt die Mannschaft doch, meistens mit dem letzten Punkt, Tor, Korb, Touchdown, Birdie, Rülpser oder Kopfschuss vor Abpfiff.

Disneys und Bruckheimers neuste Sportaktivität: Spiel auf Sieg, ab dem 6.4.06 im Kino. (© Disney/ Bruckheimer))

Zugleich erweisen sich Sportfilme, vor allem beim US-Publikum, als sehr beliebt. Warum auch nicht. Man erlebt selbst wenn man ihn alleine sieht ein Gefühl von Teamgeist. Die Filme sind bewegend, spannend und unterhaltsam. Aus manchen kann man sogar lernen. Und die Kameraeinstellungen übertreffen die statischen Fernsehübertragungen bei weitem!

Ja, sogar ich als Sportmuffel, der nur Schulsport macht und Sportübertragungen nur im Falle einer Fußball WM oder EM sowie einer Wok Sport Übertragung eines Blickes würdigt bin vernarrt in Sportfilme. Sie haben ein gewisses etwas und die wirklich guten unter ihnen kann man immer und immer wieder ansehen. Bei den Mighty Ducks komm ich aus den Lachanfällen nicht mehr heraus, die Cool Runnings sind cooler als cool und wenn ich wieder Gegen jede Regel verfolge packt es mich jedesmal. Diese Filme sind absolut top.

Und deshalb werde ich mir auch den aktuellen, neuen Sportfilm von Disney ansehen: Spiel auf Sieg. Und da er auch noch von Jerry Bruckheimer produziert wird, der den Disney Sportdrama Trend auslöste bin ich mir sicher, dass ich wieder höchst zufrieden sein werde!

und morgen... Der Rest vom Spiel...


6. April 2006: Faszination Sport- Das Spiel geht in die Verlängerung[Bearbeiten]

Heute startet also Disneys neustes Sportdrama in den deutschen Kinos. Aber was, wenn der Film nicht in einem Kino in eurer Nähe startet? Nun, bevor ihr verzweifelt, weil ihr auf die Verquickung von Disney und Sport verzichten müsst, lasst euch sagen: Auch außerhalb der Kinos findet ihr Disney in Verbindung mit Sport!

Großes Sportepos... im Taschenbuchformat (© Disney)

Zum einen wären da die Fernsehfilme. Diese kann man als Bindeglied zwischen den Disney Sportkomödien und den Sportdramen sehen, denn auf dem Disney Channel laufen regelmäßig leichte Komödien und rührende Dramen im schönen Wechsel. Auch im Sportmilieu. Zum anderen wären da die Sportcomics. Sportcomics haben es in meinen Augen schwerer als Sportfilme, wenn es darum geht, gegen andere Filme/Comics anzukämpfen. Warum? Nun, Filme leben von der Bewegung, von den Darstellern, der Hintergrundmusik. Sportfilme können dynamischer geschnitten werden als Sportübertragungen und die Musik macht alles spannender. Sportfilme sin allein technisch schon mal weitaus besser als der "echte" Sport. Und da Fiktion die Realität austricksen kann, sind Spiele in Filmen stets spannend. Im Stadion nicht zwingend.

Gut, auch Comics sind zumeist fiktiv. Aber die anderen Vorteile gegenüber de "echten" Sport fehlen. Dafür aber haben Sportcomics die typischen "Sportfilmklischees", und somit "echten" Comics augenscheinlich (!) unterlegen.

Nun, einen guten Sportcomic zu machen ist aber dennoch nicht unmöglich. Vor allem die Italiener haben bewiesen, dass sie fähig sind Comics zu schreiben, die mit Sport zu tun haben und wirklich lesenswert sind. Da Sportcomics, ebenso wie Sportfilme, aber auch gewisse Dimensionen brauchen (episch dargestellter Sport berührt das Publikum einfach mehr), ist auch klar, das die wirklich guten Sportcomics auch vor mehr als einer LTB-Generation erschienen sind...

Und wer zu faul zum lesen ist, kann sich auch Interaktiv am Sport beteiligen. Neben einem Mario Kart 64 Klon namens Mickey's Speedway U.S.A., der den Spieler quer durch die Vereinigten Staaten jagt gibt es eine gesamte Sportspielserie von Konami, in der man mit Donald, Micky und Co. Basketball, Fußball, American Football und noch vieles mehr spielen kann.

Und all das, ohne sein T-Shirt voll zu schwitzen!

So, und hier eine kleine Auswahl von Disneys Sportfilmen und -comics. Selbst Sportmuffel wie mich sollte diese Liste anspornen mal den Hintern in die Höhe zu schwingen und selbst was Sport zu machen. Und wenn nicht, dann ist sie aber ein guter Anreiz mal wieder einen guten Film oder einen guten Comic zu verfolgen...

Disneys Kinofilme und der Sport (Auswahl)
Touchstone, Miramax und Hollywood Pictures:
Disneys Fernsehfilme und der Sport (Auswahl):
'Air Bud und der Sport:
Dieser Hund kann einfach alles. Freut euch auf Air Bud 7: Bowling, Air Bud 8: Minigolf, Air Bud 9: Hallen-Halma und Air Bud 10: Der Retter der Welt! ( © Disney)

Dieser süße, kleine, mittlerweile bestimmt sehr alte Golden Retriever absolvierte bislang folgende Sportarten:

  • Basketball
  • American Football
  • Fußball
  • Baseball
  • Volleyball
  • Nachwuchs zeugen
Sportcomics (Auswahl):


In diesem Sinne: Sport ist der gesündeste Weg seinem Körper zu schaden! Lasst uns einfach nur zugucken...

Euer Sir Donnerbold

12.April 2006: Die Chartshow, die Eintagsfliege und das Lebensmotto[Bearbeiten]

Nachdem uns in 21 Folgen unter anderem die 50 erfolgreichsten Alben, Kinofilme, Sommerhits und Rockstars in Deutschland gezeigt wurden präsentiert die Ultimative Chartshow mit Oliver Geissen auf RTL heute Abend um 20.15 Uhr die erfolgreichsten Werbehits. "Welche Lieder, die aus der Werbung stammen haben sich am besten verkauft", das ist also die Frage, die sich die RTL-Zuschauer heute stellen werden.

Garantiert nicht dabei: "Love Song" von K-OS, denn die Werbung, aus der dieser Song stammt läuft erst seit wenigen Wochen: Der Eintagsfliegenwerbespot. Für alle die den Spot nicht kennen: Er zeigt einige Eintagsfliegen, die ihr Leben genießen. In jedem Moment machen sie schöne Dinge und erfreuen sich ihres, kurzen, Lebens. Der Sprecher des Spots fragt sich, wie es wäre, wenn wir, die länger leben, jeden einzelnen Moment in unserem Leben genießen könnten.

Doch wie diejenigen, deren Leben länger als einen Tag dauert, diese Lebenseinstellung der Eintagsfliege auf ihr Leben übertragen können, das kann uns dieser Spot nicht verraten. Und was macht der geneigte Duckipedianer, wenn er von der Werbung ratlos sitzen gelassen wird? Genau, er sucht Rat bei Disney!

Er probiert's mal mit Gemütlichkeit

Disney weist auf eine lange Tradition von Lebensweisheiten zurück. Ein Beispiel, das vielen als erstes einfallen dürfte ist zugleich der Liedtitel eines Evergreens: Probier's mal mit Gemütlichkeit, das Lebensmotto von Balu aus dem Dschungelbuch. Balu ist mit Sicherheit jemand der sein Leben genießt. Er hat keinen Stress und keine Verpflichtungen. Doch ist Balus Leben ein erfülltes Leben? Er lässt sich faul durchs Leben treiben und erlebt fast nichts. Er kann zwar machen, was er will, aber er will ja fast nichts.

Die Einstellung dieses Bären ist zwar gut, um ab und an zu entspannen, aber sein ganzes Leben lang nichts tun ist auch nicht zwingend das Wahre. Man erlebt zu wenig. Gehen wir mal zu anderen Vorbildern bei Disney... Da gäbe es zum Beispiel Goofy, der auch gerne in den Tag hinein lebt, und keiner geregelten Tätigkeit nachgeht. Er hilft seinen Freunden Micky und Donald, macht etwas Sport... Ja, Goofy hat schon eine realistischere Vorstellung von "in den Tag hinein leben", aber eine Idealvorstellung ist es noch lange nicht. Dann hätten wir noch Donald Duck: Donald geht auf Abenteuerreisen, liebt aber seine Hängematte. Als Phantomias sorgt er für Gerechtigkeit und seine eigene Selbstverwirklichung, zugleich ist er aber eigenwillig. Man kann schon mal sagen, das Donald wenigstens alle Facetten des Lebens austestet. Doch macht er das meiste aus dem Moment? Und genießt er sein Leben? Hat er dafür nicht zuviel Stress mit seiner Familie, seinen vielen Berufen, seinem Liebesleben und vor allem seinem Temperament?


Das mag vielleicht zutreffen, aber nur auf sein Alltagsleben. Doch es gibt immer ein zweites Leben, eins neben dem regulären. Meistens ist dieses andere Leben, das man ab und an führt mit einem ganz bestimmten Freundeskreis verbunden, Freunden, die einen so nehmen wie man ist, und die man selbst auch so nimmt wie sie sind. Man versteht sich einfach, ohne darüber nachzudenken warum. Bei diesen Freunden kommt einfach ein anderes Lebensgefühl und Selbstverständnis auf. Und somit auch ein anderer Lebensstil.

Sie wissen wie man den Tag genießt: Die drei Caballeros

Bei Donald Duck sind diese Freunde José Carioca und Panchito. Sie bilden zusammen das Trio der drei Caballeros. Und sie kommen, wenn síe zusammen sind, dem Lebensstil der Eintagsfliege sehr nahe. Sie singen, tanzen, erleben Abenteuer, scherzen, verlieben sich Hals über Kopf und sie zelebrieren ihre Freundschaft geradezu. Eigentlich ein beneidenswertes Leben, doch der arme Donald hat dieses Leben halt nur als dieses spezielle Leben mit einem bestimmten, besonderen Freundeskreis, und nicht als sein reguläres. Dafür hat aber Swingy aus Aristocats ein solches Leben als seinen Alltag: Er und seine Straßenkatzen ziehen durch die Weltgeschichte, machen mal Halt, spielen ihre freudenreiche Musik und ziehen weiter. Sie leben einfach in den Tag hinein.

Doch viele Leute, die in den Tag hinein leben werden gesellschaftlich verächtet. Sie produzieren nichts (außer Lebensfreude) und haben deshalb "keinen Wert für die Gesellschaft". Manche sind sogar auf der kriminellen Seite des Lebens: Piraten zum Beispiel. Sie stehlen, plündern, rauben, brandschatzen und reißen sich, kurz gesagt, ihre schwarze, dreckige Seele aus dem Leib. Aber sie genießen ihr Leben, wenigstens die romantisierten Piraten aus der Literatur und dem Film. Aber auch hier muss man zwischen gut und böse unterscheiden. Piraten wie Captain Jack Sparrow aus Fluch der Karibik ergaunern sich verdienterweise die Sympathien einiger "rechtschaffener" Bürger. Doch auch sie haben Probleme. Sie werden Opfer einer Meuterei oder verlieren mehrere Schiffe hintereinander. Doch dabei wollen sie gar keine Probleme bereiten, sondern nur eins: Ihre Freiheit, um somit ihr Leben zu genießen.

Timon und Pumbaa: Die perfekte Mischung aus aktiv und passiv?

Nun sind all diese Beispiele aber wieder sehr aktiv. Doch dieser gewisse Schuß Passivität ist auch vonnöten um das Leben auszukosten. Klar, eine Eintagsfliege hat nicht die Zeit um einfach nur dazuliegen und nichts zu machen, aber wir durchaus. Wir können es der Eintagsfliege also nicht ganz genau nachmachen. Ein bisschen von Balus Motto sollte durchaus Einfluss auf unser Leben finden. Vielleicht das beste Beispiel für ein solches Leben nach Vorbild der Eintagsfliege sind Timon und Pumbaa. Ihr Motto Hakuna Matata bedeutet nämlich, dass man sich keine Sorgen machen soll, aber es bedeutet nicht, so wie Balus Motto, dass man nichts machen soll. Und ist dies nicht möglicherweise die richtige Einstellung: Warum soviel Zeit für unnötige, negative Emotionen verschwenden? Das Erdmännchen-Warzenschwein Duo lebt es uns wirklich sehr gut vor: Sie haben die nötige Passivität und diese Entspannungsmentalität (siehe Der König der Löwen), doch wie man in ihrer eigenen Fernsehserie sieht sind sie zugleich sehr aktiv und reisen rund um die Welt, schlemmen, machen spaßige, aktive Dinge und musizieren.

Man sieht, es ist unfassbar schwer die richtige Balance zu finden, um das Leben voll auszukosten. Und deshalb kann man schnell aus dem Tritt kommen und ehe man sich versieht hat man sich in eine Ecke manövriert, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Der gefühlvolle Film Garden State schildert treffend, wie ein junger Mann aus seinem phlegmatischen, ohnmächtigen Leben wieder herausfindet. wie man dies vollbringt: Nun, es braucht immer einen Stein des Anstoßes. In der Realität kann es ein Freund, eine Freundin sein, die große Liebe, vielleicht ein bewegendes Kunstwerk (Bild, Foto, Buch, Film...) oder einfach nur ein Moment, in dem man in sich geht und über sein Leben nachdenkt.

In Filmen ist dieser Wendepunkt oft ein einschneidendes Erlebnis. Kenai aus Bärenbrüder zum Beispiel musste erst in einen Bären verwandelt werden um Respekt, Liebe und Freundschaft zu entdecken. Während dem fröhlichen Lied "Willkommen" ist eine Zäsur, eine emotionale Stelle, in der Kenai endlich zur Erkenntnis kommt.

Das Ende eines Zip-A-Dee-Doo-Dah-Tages

Wie auch immer ihr zu eurem Glück findet, genießt es so lange wie es möglich ist. Und vielleicht ist irgendwann wieder so einer dieser Zip-A-Dee-Doo-Dah-Tage, an denen man einfach ein Lied auf den Lippen haben muss und gemeinsam mit anderen fröhlich in den Sonnenuntergang geht.

Bis bald.

17. April 2006: Big Budget: Die teuersten Filme der Walt Disney Company[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Größe eines Films zu bestimmen. Zum einen an der Anzahl großer Stars. Große Stars sind daran zu erkennen, dass ihr Name in Trailern vor beziehungsweise auf Plakaten über dem Namen des Films zu sehen sind. Demnach hat Face off zwei Stars (Travolta/Cage), Bruce Allmächtig dagegen einen, nämlich Jim Carrey. Man kann einen Film aber auch als groß bezeichnen, wenn er lang ist. Demnach müsste der größte Film aller Zeiten The Cure for Insomnia mit sage und schreibe 5220 Minuten Laufzeit sein.

Oder aber man beurteilt einen Film nach seinen Kosten. Und das machen wir hier. In meinem mehrteiligen Kommentar namens "Big Budget" möchte ich euch die teuersten Filme der Disney Company vorstellen. Und anschließend auch die Liste der teuersten Filme überhaupt.

Was ist teurer: Ein Spielfilm oder ein Walt Disney Meisterwerk? Ist das familiäre Flagschiff Walt Disney Pictures Spitzenreiter im hohen Budget aufstellen, oder doch Touchstone? Und wieviel kostet ein Jerry Bruckheimer Streifen mit extra viel Krach-Bumm?

Wir werden es sehen...!

Walt Disney Pictures, 2002

Die erste Fortsetzung zum Weihnachtshit von 1994 kostete Disney 65 Millionen Dollar, mit denen man nicht nur Tim Allens höhere Gage sondern noch ausgefeiltere Sets für den Nordpol bezahlte.

Gefühlvolle Komödie, mit der Bruce Willis vom Actionheld-Image wegkommen wollte

Walt Disney Pictures, 2001

Auch wenn diese gefühlvolle Komödie so kostenintensiv war wie Santa Clause 2 war, so sieht man es ihr nicht an. Keine aufwendigen Sets und keine großen Special Effects. Es muss an der Gage gelegen haben...

Touchstone, 2000

Wieder 65 Millionen Dollar, wieder Bruce Willis. Wieder die Gage?

Buena Vista International (Germany) GmbH, 2000

Auch hier war es wohl hauptsächlich die Gage, die den Film teuer machte. Doch nun ging sie an Mel Gibson, und Disney musste keinen Cent zahlen: Dieser Film wird lediglich von Disneys Tochterfirma Buena Vista vertrieben, und das auch nur in manchen Ländern.

Touchstone, 1999

Dieser Film ist ein zeitgenössisches Drama über eine wahre Begebenheit. Also nix mit Spezialeffekten und teueren Kostümen. Aber wenn man einen Film mit Al Pacino und und Russell Crowe macht, kann man da niedrige Gagen erwarten?

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 1997

Der erste Zeichentrickfilm in dieser Liste. Das antike Comedyepos von Ron Clements und John Musker bietet einige große Sequenzen, darunter zwei riesige Kämpfe. Und wenn dann jeder Gott auf einen Heiligenschein besteht, dann kann man schnell auf 70 Millionen Budget kommen.

Touchstone, 1999

Eine „Rom-Com“, also eine romantische Komödie, hat wenig Möglichkeiten den Produzenten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Sie spielen im hier und jetzt, verzichten auf Actionsequenzen und man muss wenn überhaupt nur sehr wenige Computerspezialisten an den Film lassen. Wenn man aber ein Erfolgsteam an den Film lässt, dass im selben Genre und selben Jahrzehnt bereits einen großen Erfolg für sich verbuchte, ja dann... Regisseur Garry Marshall und Hauptdarsteller Julia Roberts und Richard Gere von Pretty Woman in einer weitren Rom-Com. Und wer denkt, er käme günstiger weg als bei der ersten mit diesem Team geht in die Ecke und schämt sich!

Touchstone, 1996

Ein Action Thriller mit Mel Gibson. Regie führte Ron Howard, der 12 Jahre zuvor Disney mehr oder weniger vorm Filmstudiobankrott rettete, indem er mit Splash den ersten Touchstone Pictures-Film drehte. Ja, da kann man 70 Mio. Dollar zahlen.

Touchstone, 2002

Ein Mystery-Drama-Thriller, das nur einige kurze Effektaufnahmen beinhaltet und hauptsächlich innerhalb eines Gebäudes spielt wird flugs zu einem 70 Mio. Dollar Blockbuster, wenn der Erfolgsregisseur M. Night Syamalan fürihn zuständig ist, und man Mel Gibson vor der Kamera haben möchte.

Touchstone/Jerry Bruckheimer, 2002

Actionkomödien sind selten eine kostengünstige Sache, erst recht nicht wenn man einen Oscarprämierten Hauptdarsteller hat und die andere Hauptrolle von Chris Rock verkörpert wird, jemand der für Amis das ist, was Michael Mittermeier für Deutsche ist... Bad Company ist zugleich auch der erste Jerry Bruckheimer Film in dieser Liste. Und bestimmt nicht der letzte.

Falsches Spiel mit Roger Rabbit: 3 Jahre lang der teuerste Film aller Zeiten

Touchstone, 1988

Dieser Mischfilm brachte nicht nur mit einem großen Knall den Zeichentrickfilm zurück in die Riege der Blockbuster und erinnerte Erwachsene daran, dass Cartoonfiguren nicht automatisch „4 Kids Only“ bedeuten, nein, er war 3 Jahre lang der teuerste Film aller Zeiten (wenn man die Inflation ignoriert).

Touchstone/Jerry Bruckheimer, 1997

Verfolgungsjagden, Explosionen, Blut, Schießereien und Zerstörungswut. Wo Jerry Bruckheimer einen Actioner drehen lässt, da muss der Regisseur auch mal viel Verkehr regeln. 75 Millionen Dollar buchstäblich in der Luft zerrissen.

Hollywood Pictures/Jerry Bruckheimer, 1996

Und erneut der Blockbuster Produzent Bruckheimer. Zusammen mit Michael Bay produziert er regelmäßig reinste Materialschlachten. Wen wundert dann das Budget?

Walt Disney Pictures, 1999

Ich möchte ja nicht gehässig wirken, aber... sehen wir uns mal um: The Rock, Con Air und Inspector Gadget haben also gleich viel gekostet? Hallo?! Den ersten beiden sieht man die Kosten an, das sind gigantische Filme, aber Inspector Gadget? An den Effekten kann es nicht liegen, denn davon haben die anderen beiden auch sehr viele...

Miramax, 2005

Ein klassischer Actionthriller nach den Regeln der alten End-80er Schule. Und Bruce Willis in der Hauptrolle. Irgendwie scheint sich Herr Willis in dieser Liste wohl zu fühlen...

Touchstone, 2004

Ein großer Abenteuerfilm, der auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider spielte er in den USA seine Kosten nicht wieder ein.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 1994

Ein wahrhaft episches Meisterwerk mit gigantischen Szenen und majestätischen Songs. Klar, dass das Budget enorm ist, zumal ja auch noch das Buffet für Timon und Pumbaa bezahlt werden musste.

Miramax, 2003

Ursprünglich war Miramax eine künstlerisch anspruchsvolle Independentkino Filmschmiede für Künstler mit dünner Geldbörse. Doch nach Eine wie keine kam das Mainstreamkino ins Repertoire und nach Der englische Patient wurden die Budgets regelmäßig üppiger. Cold Mountain ist der direkte, geistige Nachfolger und mit 80 Mio. Dollar Budget so kostspielig wie früher sämtliche Miramax Produktionen eines Jahres zusammen gerechnet. Für das Budget von Cold Mountain könnte man den bislang günstigsten Miramax Film Clerks 2962 mal drehen!

Walt Disney Pictures, 1998

Gefühlvolles, großes Abenteuer mit einem Riesenaffen, der direkt einmal eine Menge Computerspezialisten verlangt. Man sieht die 80 Millionen Dollar!

Actionkult: Face/Off

Touchstone, 1997

Großer Actionkracher mit Nicolas Cage und John Travolta mit massig Explosionen und durchgestylter Kamerachoreographie von Regielegende John Woo. Und wenn man bedenkt, dass ‚“Schweinchen Babe in der großen Stadt“ genauso teuer war... Welcher Film ist sein Geld wohl mehr wert, mh?

Touchstone, 1998

Eine Abenteuerliebeskomödie mit Harrison Ford. Im Vergleich zu den bisherigen 80 Millionen Dollar Filmen sieht dieser hier auf dem Bildschirm aber recht klein aus.

Walt Disney Pictures, 1997

Remake eines schwarz-weißen Disney Klassikers. Mit Robin Williams und jeder Menge Computeranimation. Zwei Kostenfaktoren die sich aber auch lohnen.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 2000

Der erste Film im neuen Jahrtausend (ja, ich weiß, manche sagen es fingt erst 2001 an...) weist jede Menge neue Techniken auf und wurde zwischen anderen Meisterwerken gedreht.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk, 2002

Große Sci-Fi Szenen, viele verschiedene Farben und jede Menge Zerstörungswut von Stitch. Ja, man sieht dem Film sein Geld an und er ist es mehr als nur wert.

Miramax, 2005

Eigentlich war das Budget niedriger veranschlagt, doch während der Produktion kam es zu großen Streitigkeiten, die den Dreh lange verzögerten. Dennoch sieht der Film auch nach hohem Budget aus, also lassen wir das mal gelten.


Mehr hohe Budgets... bald!

18. April 2006: Big Budget – Bigger, longer, more expensive[Bearbeiten]

Und weiter geht es mit den teuersten Filme der Disney Company!

Buena Vista International (Germany) GmbH, 2003

Jim Carrey und Morgan Freeman in einem Film? Holt die großen Gehaltsschecks heraus! Und den Rest kann man für ein paar Effekte ausgeben...

Hollywood Pictures, 1995

Sylvester Stallone, Actionkracher, Zukunftssetting. Und als PG-13 Film geplant, der dann aber doch ein R Rating bekam. Ratet mal... genau! Dieser Film spielte in den USA 34.693.481 Dollar ein!

Touchstone, 1997

Harrison Ford, dieses Mal aber in einem Actionfilm, in dem auch geschossen wird und einige Stunts vorkommen. Da sind 85 Millionen schnell ausgegeben.

Touchstone Pictures/Jerry Bruckheimer, 1998

Ein realistischer Actionthriller von Jerry Bruckheimer mit Will Smith in der Hauptrolle. Verfolgungsjagden, Explosionen und viel moderne Technik. Und schon sind wir beo 85 Millionen Dollar. Aber man sieht sie und sie sind gut ausgegeben worden.

Walt Disney Pictures, 2000

So lustig der Film sein mag... wofür brauchte man hier 85 Millionen Dollar? Gut, Tiere sind ein unberechenbarer Faktor beim drehen, aber... Naja, dennoch ein guter Film.

Touchstone und Miramax, 2005

Drei Studios, Miramax, Touchstone und Universal, teilten sich die Kosten an diesem Drama. Also doch noch ein Schnäppchen.

Buena Vista International (Germany) GmbH, 1995

Als die Produzenten merkten, dass der neuste Stirb langsam Teil teurer wird als erwartet, teilten sie die Kosten mit anderen Produzenten. Sie sollten die Hälfte der Kosten übernehmen und dafür die Non-US-Einahmen erhalten. Dieser Teil aber spielte weltweit mehr als in den USA ein. Ein gutes Geschäft.

Ach ja, Bruce Willis spielt auch wieder mit.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 2001

Ein großes Action-Abenteuer-Fantasy-Epos sollte zu Walt Disneys 100. Geburtstag die Kinowelt wachrütteln. Und auch wenn das Geld gut angelegt war und der Film wirklich klasse ist... naja... ein Erfolg wurde es leider nicht.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 1998

Das Meisterwerk von 1998 hat das selbe gekostet wie das von 2001. Und auch wenn man dieses hohe Budget dem Film nicht ansieht, so ist er wesentlich erfolgreicher gewesen.

Touchstone, 2000

Die zweite Verfilmung einer Disneyparkattraktion und dazu noch die erste, die im Kino lief. Um dem E-Ticket-Ride Gefühl der Attraktion gerecht zu werden verlangte der Film nach der bestmöglichen Technik. Und schon sind 90 Mio. Dollar ausgegeben. Und dennoch sei gesagt: Dies ist kein effektgeladener Action-Sci-Fi-Film, sondern mehr ein Spacedrama.

Walt Disney Pictures/Pixar, 1999

Als DTV geplant, als erfolgreicher Kinofilm der in manchen Augen das Original übertraf in die Geschichte eingegangen. Zum Glück wurde der Film ins Kino gebracht, denn ein 90 Mio-Videofilm wäre bestimmt zu skurril, als dass er erfolgreich wird.

Touchstone, 1999

Robin Williams in einer gefühlvollen Tragikomödie. Und da Williams teilweise als Roboter daherkommt, benötigt man ein solches Budget.

Walt Disney Pictures/Pixar, 2004

Ein großes Actionspektakel mit Humor und Dramatik... als Trickfilm? Ja! Brad Bird sei Dank!

Touchstone, 2004

Großer Westernfilm. Gemeinsam mit Hidalgo unverständlicherweise zum Totalflop 2004 geworden.

Walt Disney Pictures/Pixar, 2003

Um die berauschende Unterwasserwelt vortrefflich darzustellen benötigt es schon etwas mehr Speicherplatz... und Budget.

Das teure Epos wurde bei den Oscars leider übergangen

Miramax, 2002

Der teuerste Martin Scorsese, einer der letzten Filme mit ausladendem Megaset und ein weiteres Miramax-Epos. Das wird mit 10 Oscar Nominierungen belohnt. Nur war der Stoff wohl zu düster um auch mit einem Oscar prämiert zu werden.

Walt Disney Pictures/Jerry Bruckheimer, 2004

Die Story befand sich jahrelang in der so genannten „Development Hell“. Doch dann engagierte Disney Jerry Bruckheimer für dieses Projekt. Der Film wurde ein Erfolg. Und dank Bruckheimers Hang zur Superlative, was bei seinen Filmen auch einfach dazugehört, wurde daraus auch eine 100 Millionen Dollar Produktion.

Touchstone, 1997

Großes Käfergemetzel mit, vor allem in Deutschland, missinterpretiertem Humor. Und da der Film ja ein großer Sci-Fi Kriegsfilm ist sollte man nicht über das Budget klagen. Sonst gibt’s Dresche!

Walt Disney Pictures (Walt Disney Pictures), 1996

Ein guter, dunkler Film. Und da der Zeichenstil etwas bombastischer ist als der von Pocahontas zum Beispiel wurden die Kosten größer. Nur eine Frage habe ich: Wieso war Atlantis günstiger, obwohl er noch ne Schippe epischer war? Mh, vielleicht gabs im Jahr 2001 70mm Film im Sonderangebot, und normales Bildformat war 1996 etwas teurer...?

Walt Disney Pictures (Walt Disney Pictures), 2001

Komödien haben einen großen Vorteil gegenüber Action-Abenteuern: Sie sind günstiger in der Produktion... Gut, in diesem Fall nicht. Liegt aber an der Produktionsgeschichte, die so wirr war, dass sie einen eigenen Film bekam. Dessen Filmrechte von Disney gekauft wurden. Und weshalb er nicht mehr gezeigt wird.

Die Filme mit einem Budget über 100 Millionen Dollar folgen demnächst...

19.April 2006: Big Budget: Jetzt erst recht![Bearbeiten]

Und nun, das große Finale der Big Budget Trilogie:

Touchstone/Jerry Bruckheimer, 2000

Und noch einmal Nicolas Cage, dieses Mal inmitten von heißen, blank polierten Schlitten und an der Seite von Angelina Jolie. Sommerfilme mit schnellen Flitzern gehören zum Mannsein dazu. Und damit es solche Filme gibt, geben die Produzenten gerne mal ein paar Dollar mehr aus.

Walt Disney Pictures, 2004

Das Remake des berühmten Klassikers wurde zum dritten teuren Spielfilm-Flop Disneys im Jahr 2004.

Megaflop Jahr 2004. Muuuuh!

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 2004

2004 war wirklich kein gutes Jahr für Disney- ein weiterer teurer Flop (und in meinen Augen war dieser hier auch berechtigt)


Walt Disney Pictures/Pixar, 2001

Bezaubernd detailliert und bunt: Die Monsterwelt von Pixar. Da haben doch bestimmt allein Sulleys Haare das Budget gesprengt...


Miramax, 2005

War Gangs of New York noch der teuerste Martin Scorsese, so wurde er kurz darauf von der epischen Howard Hughes Biographie überholt.


Touchstone/Jerry Bruckheimer, 2004

Ein wahrhaftiges Mittelalter-Epos, dessen hohes Budget allein aus den Ausgaben für Kostüme, Drehorte und Kampfsequenzen draufging. Kein einziger Star-Gehaltsscheck verteuerte die Produktion: In den USA war damals nur Keira Knigthley bekannt, aber die Dreharbeiten begannen vor ihrerm Popularitätsschub aufgrund von Fluch der Karibik.

Touchstone, 1999

Auch wenn er 5 Jahre älter und 5 Mio. Dollar teurer ist: Der 13. Krieger hat vieles mit King Arthur gemein. Nicht nur das Genre, nein: Beide Filme hatten heftige Probleme in der Produktion und wurden entschärft. Doch King Arthur hatte das Glück von Jerry Bruckheimer produziert zu werden: Er setzte sich beim Studio für den Regisseur und seine Vision ein. Deshalb gibt es vom Arthus-Film eine Uncut DVD. Von diesem Film aber nicht.

(SPOILER: Es gibt noch eine Gemeinsamkeit: In beiden Filmen werden abgetrennte Köpfe durch die Gegend getragen!

SPOILER ENDE )

Walt Disney Pictures/Jerry Bruckheimer, 2003

Namenhafte Stars, zahlreiche Kostüme, große Actionsequenzen und jede Menge Spezialeffekte. Es zahlte sich aus! Mehr zum Film gibt es hier

Teures Epos... das mehr oder weniger in Vergessenheit geriet

Walt Disney Pictures, 2000

Die Produktion des Films dauerte ewig und drei Tage. Die Computeranimationen waren aufwendig. Und der Film war sogar ein erfolg. Zwar nicht der erhoffte, aber dennoch.

Nur denkt heute jeder, der Film wäre ein Flop gewesen. Tja, Pech gehabt.

Miramax, 2003

Seefahrerepos = teuer. Zum Glück war es eine Koproduktion. Also ein Schnäppchen.

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 2002

Ein gigantisches Sci-Fi-Fantasy Abenteuer mit epischen Ausmaßen, allerhand Spezialeffekten, teuren technischen Tricks, bombastischem Score und... wenig Erfolg an den Kinos. Warum? Der Film ist großartig! Naja, wenigstens waren die DVD Verkäufe mehr als nur überzeugend... Und einen weiteren Trost gibt es noch obendrein: Pinocchio, Fantasia und Bambi werden heute zu Recht als Meilensteine der Filmkunst (nicht bloß der Trickfilm- nein, der allgemeinen (!) Filmkunst) gefeiert, spielten damals aber nichtmal ihre Kosten ein... Wer weiß? Vielleicht kann ich meinen Enkeln stolz erzählen, dass ich dieses Meisterwerk, diesen Kultfilm im Kino gesehen habe...

Touchstone/Jerry Bruckheimer, 1998

Nochmal 140 Millionen, nochmal das Weltall... nun aber ein riesiger Erfolg. Dieser epische Mega-Action-Blockbuster stürmte die Kinos und wurde vom Publikum gefeiert. Und wurde somit zum dato erfolgreichsten Film der Walt Disney Company. Dafür musste man auch für zahlreiche Explosionen, Sets, Spezialeffekte und noch mehr Spezialeffekte zahlen.

Ach, das ist übrigens der letzte Bruce Willis Film in dieser Liste. Es sei denn er versteckt sich irgendwo in einer großen Szene der nächsten drei...

Walt Disney Pictures (Walt Disney Meisterwerk), 1999

Das teuerste an Tarzan wird wahrscheinlich der Entwurf der völlig neuen Deep Canvas gewesen sein, die den realistischen Dschungellook und die elaborierten Kamerafahrten ermöglichte.

Oder Tantor war zu lange am Buffet. Denn eins ist klar: Tarzans Garderobe wird nicht Schuld an den hohen Produktionskosten sein!

Touchstone/Jerry Bruckheimer, 2001

Man nehme zahlreiche Kostüme, teure Sets, noch teurere Spezialeffekte und lässt dann Michael Bay Regie führen. Wenn man dann die ganzen Explosionen bezahllt hat, sollte einem klar sein: Der Film wird nicht günstig. Der zweitteuerste Film der Disney Company ist ein 3-Stunden-Epos und einer von zwei Filmen des Unternehmens, dem man eine 3-Disc-DVD gönnte.

Der teuerste Disney Film aller Zeiten! Die Chroniken von NARNIA !!!

Walt Disney Pictures/Walden Media, 2005

Mehrfach als die teuerste Produktion aller Zeiten aus dem Hause Disney angepriesen: Das erste Fantasy Epos aus einer potentiell 7 teiliegen Reihe. Neben den gigantischen Sets, den Kostümen und den Effekten gab es aber noch etwas, dass die Chroniken noch teurer als Pearl Harbor machte: Um den Kinderdarstellern den Dreh zu erleichtern, filmte man weitgehend chronologisch. Das ist nicht immer kostengünstig, verbesserte aber das Ergebnis.


Und nun, wie versprochen: Die 10 teuersten Filme aller Zeiten:

10.: Der Polarexpress (2004): 170 Mio. Dollar

9.: Wild Wild West (1999): 170 Mio. Dollar

8.: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003): 175 Mio. Dollar

7.: Waterworld (1995): 175 Mio. Dollar

6.: Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (2005): 180 Mio. Dollar

5.: Troja (2004): 185 Mio. Dollar

4.: Harry Potter und der Feuerkelch (2005): 200 Mio. Dollar

3.: Spider-Man 2 (2004): 200 Mio. Dollar

2.: Titanic (1997): 200 Mio. Dollar

und auf Platz 1: King Kong (2005): 207 Mio. Dollar

Und wenn man die Inflation berechtigt?


  1. Cleopatra (1963) $286,400,000
  2. Titanic (1997) $247,000,000
  3. Waterworld (1995) $229,000,000
  4. Terminator 3(2003) $216,400,000
  5. Spider-Man 2 (2004) $210,000,000
  6. King Kong (2005) $207,000,000
  7. Wild Wild West (1999) $203,400,000
  8. Speed 2: Cruise Control (1997) $198,800,000
  9. The 13th Warrior (1999) $190,700,000
  10. Troja (2004) $184,300,000

Das war es dann auch von dieser kleinen Reihe. Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht das alles hier zu vefolgen. Reaktionen, Kritik und Lob sind erwünscht. Es sei im voraus gesagt, dass an der Arbeit zu Der "kleine" Kommentar meine Arbeit an der Duckipedia NICHT leidet. Die Arbeit hieran erledige ich parallel zu anderen Dingen, die Recherchen zu den nächsten Artikeln sind am laufen!

So.. und zum Abschied eine kleine Vorschau auf zwei weitere Filme, die bald auf der Big Budget Liste sein werden:

Fluch der Karibik 2 und Fluch der Karibik 3 mit einem Budget von jeweil zwischen 150 Millionen und 200 Millionen Dollar!

Nun dann... Bis bald! Euer Sir Donnerbold. (Dann auch wieder mit weniger hohem Budget!)

15. Mai 2006:"Psst, nichts sagen! Diese Stimme kenne ich doch irgendwoher!"[Bearbeiten]

"Hey Schrotty, haste schon das neuste gehört? Wir werden von Promis gesprochen!" - "Oje, Kork, hoffentlich nicht von diesen Bullyparaden Leuten!"

Daniel Brühl, Bettina Zimmermann, Rick Kavanian, Christian Tramitz, Oliver Kalkofe, Mario Barth, Nadja Tiller, Michael Schumacher, Niki Lauda, Mika Häkkinen, die Rennsport-Kommentatoren Heiko Wasser und Christian Danner, Franziska van Almsick und Cora Schumacher. Nein, dies ist nicht die Preisträgerliste des deutschen Fernseh- und Sportpreises, sondern ein Auszug aus der Synchronsprecherliste des kommenden Pixar-Renners Cars. Kaum wurde diese Liste veröffentlicht, begann eine erneute Diskussion unter Deutschlands Disney-Fans: Sind Promi-Synchros gut oder schlecht? Cars ist sicherlich ein extremes Beispiel für eine Promi-Synchro, jedoch sei auch gesagt, dass dies ein Film mit einem wahrlich großen Figurenrepertoire ist. Man könnte eine ganze Tiefgarage mit den Figuren füllen. Viele dieser Figuren sind im Film kaum zu hören, und diese werden mit Schauspiel-Neulingen wie dem Herren Schumacher besetzt. Sozusagen als Cameo. Da geht es nicht um Schauspielkünste, sondern um einen akustischen Wiedererkennungswert, der als Gag gewertet werden kann. Leute wie Daniel Brühl dagegen sind keine unbeschriebenen Blätter in Sachen Schauspiel- und Synchronisationsarbeit: Brühl sprach bereits Kenai in Bärenbrüder, Rick Kavanian sollte vielen als Mike Myers bekannt sein und Christian Tramitz ist den meisten als Marlin, der besorgte Fischvater aus Findet Nemo ein Begriff.

Dennoch hagelte es bereits Kritik. Man solle doch lieber Synchronisationsprofis ans Mikro holen. Doch, wie berechtigt ist diese Kritik? Berühmte Stimmen wie Edgar Ott und Thomas Fritsch gehören Leuten, die ebenfalls prominent sind oder es zumindest Mal waren. Dennoch käme niemand auf die Idee, Das Dschungelbuch als einen Film mit "Promi-Synchro" (mittlerweile fast schon zum Schimpfwort mutiert) abzustempeln.

"Warum bezeichnet meine Synchros nie als Promi-Synchro?!"

Stattdessen beschimpft man viele neue Trickfilme mit diesem Terminus. Vor allem in jüngster Zeit beobachten Filmfans diesen Trend. Egal ob Findet Nemo mit Erkan & Stefan, Christian Tramitz, Anke Engelke und Jean Pütz aufwartet, oder Die Unglaublichen den deutschen Kinogänger mit Stimmen schockierte, die von Promis stammen, die ihren Figuren zum verwechseln ähnlich sehen (Markus Maria Profitlich und Herbert Feuerstein sehen tatsächlich so aus, als wären sie die Vorlagen zu ihren Charakteren): Immer wieder gab es große Kritik, meistens allerdings im Vorfeld, nicht nachdem der Film erschien. Doch warum? Ist es falsch, Prominente für einen Film zu benutzen? Kritik im nachhinein ist völlig legitim, das macht man auch, wenn ein Schauspieler in einem Realfilm nicht mit seiner "Stammstimme" besetzt wurde und mag angehen. Doch im Vorfeld zu meckern, nur weil man die Namen auf der Sprecherliste kennt, finde ich unfair. Manche der Prominenten machen ihren Job nämlich sehr gut. Andere wiederum nicht, aber deshalb ist Promi-Synchro an sich ja nicht schlecht. Sie ist genauso wie das Besetzen mit "echten" Sprechern: Mal gelungen, mal nicht.

Allerdings möchte ich den Kritikern nicht den Mund verbieten. Es wird wohl immer eine Streitigkeit bleiben, wie man Trickfilme zu übersetzen hat. Das hört bei der Sprecherwahl nicht auf. Auch beim übersetzen der Texte liegt die Reaktion des Publikums auch oft nur am Zufall. Mal ist man nah am Original und erntet Lob, mal ist man fern vom Original (Das Dschungelbuch) und erntet Lob. Oder man kriegt Ärger. Es ist schwer vorherzusagen wie das Publikum denkt, und dies macht auch einen gewissen reiz des Showgeschäfts aus, weshalb ich die Kritiker nicht mundtot machen möchte. Aber: Ich beschwere mich über Kritiker, die in Promi-Synchros eine Unsitte der Neuzeit sehen. Denn dieser "Trend" ist althergebracht. Ob Bully als Lama, Otto als Drache, Hildegard Knef als Baum, Hella von Sinnen als Hyäne oder Harald Juhnke als Albatross: Promis sind länger im Animationsgeschäft als der Computer!


Übrigens: Nicht nur wir Deutschen besetzen Filme mit Promis. Die Amis benutzen seit den 60er Jahren bekannte Stimmen, um ihre Filme aufzupeppen.

Allerdings haben die Leute auf der anderen Seite des großen Teichs. Naja, die haben auch eine Ausrede: Amerikaner haben nur wenig Synchro-Profis...

Auf wiederhören, euer Sir Donnerbold.


14. Juni 2006: Autos mit halbvollem Tank[Bearbeiten]

Erneut auf der Nummer Eins: Pixar... zwar ohne neuen Rekord, aber wen juckt's... Außer die jammernden Kritiker und die hämische Konkurrenz?

Es ist immer noch nicht geschehen, doch die Kritiker benehmen sich so, als wäre es so weit: Pixar hat einen Flopp an der Hand. Das neue Werk Cars spielte weit weniger ein als die letzten Pixar-Filme und auch wenn die lobenden Kritiker den Film weiterhin in den Himmel loben, so gibt es auch ein paar Kritiker, die nicht völlig zufrieden sind. Die Geschichte über Lightning McQueen nahm in den ersten drei Tagen immerhin 60,1 Millionen Dollar ein. Somit hat der Film den zweiterfolgreichsten Junistart hingelegt, den viertbesten Start 2006 und es sollt sicher sein, dass die Kosten bei weitem eingeholt werden.

Doch mit diesem Einspiel bewegt sich Cars unter dem Level von Findet Nemo und Die Unglaublichen was die Kritiker auf Hochtouren bringt. Pixars Glückssträhne sei beendet, heißt es. Disney habe zuviel für das Studio aus Emeryville bezahlt. Ich finde das übertrieben. Nicht jeder Film muss den Vorgänger übertreffen. Es störte mich schon, als Pocahontas, Der Glöckner von Notre Dame und Hercules kritisiert wurden, weil sie weniger einnahmen als Der König der Löwen. Hallo? Erstens war Simba wohl eher ein Ausnahmefall und zweitens haben die besagten Filme immer noch viele Millionen eingebracht.

Ich finde, Pixar sollte sich nicht grämen und die Kritiker nicht so laut maulen. Cars ist bereits jetzt ein Erfolg und wenigstens ist der Druck auf die Pixar-Leute zum Teil gesunken: Nicht jeder Film muss alle zum staunen bringen.

Mal sehen, wie es Ratatouille ergehen wird.

Und ich düse wieder davon, und zwar mit Vollgas...



8. August 2006: Der Countdown beginnt bald, und vieles endet[Bearbeiten]

Die 100 besten Momente der Disney Filmgeschichte sind nominiert, und zwar hier. Noch dürft ihr alle mitmachen. Schickt mir einfach bis zum 11. August, 23.59 Uhr eure Liste. Die genauen Regeln könnt ihr auf der verlinkten Seite durchlesen. Und während sich das Zeitfenster für die Teilnahme am Countdown langsam dem Ende nähert, rückt auch meine Ferienzeit unaufhaltsam dem Ende entgegen. Noch schlimmer wird es, wenn man bedenkt, dass dies meine letzten Sommerferien waren. Morgen beginnt das 13. und letzte Schuljahr. Währenddessen heißt es lernen, wiederholen und sich mit seinen Freunden vergnügen. Teilweise zum letzten Mal, denn nach dem Abitur werden sich einige vom Winde verwehen lassen.

Ja, es war bislang ein gutes Jahr, und nun geht es langsam in die kritische Phase. Deshalb, und weil ich auch noch einen gewissen Countdown auswerten muss, werde ich wohl in den nächsten tagen weniger machen können. Wenn der Countdwon vorbei ist und ich mich an die wilde 13 gewöhnt habe, werde ich wieder mehr tun. Allerdings versuche ich bereits in den nächsten Tagen endlich Fluch der Karibik 2 aufzustocken und vielleicht noch eine Liste zu erstellen.

Viele Grüße, Sir Donnerbold, der hiermit anscheinend ein zu kopierendes Erfolgsrezept aufgebaut hat ;-)

10. August 2006: Zwei Gruppen schlagen sich, ach, in der Masse der Disney-Comic Fans[Bearbeiten]

Die Menschheit lässt sich ohne Probleme in zwei Gruppen einteilen: Weiblich und Männlich. Das wäre weiter ohne ledigliche Bedeutung, würde der Mensch daraus keine Regel machen: Alles wird in zwei Gruppen eingeteilt, die in fast allen Fällen, wie auch beim "Vorbild" der Einteilung zwischen Mann und Frau, auch noch verfeindet sind. Und selbstverständlich ist der Mensch davon überzeugt, dass es gerade zwei Gruppen sein müssen. Denn ansonsten hätte Gott/ die Natur/ der Mann im Mond/ das Schicksal/ Mama Kartoffel/ das fliegende Spagettimonster/ Bob oder wer auch immer dafür verantwortlich ist nicht zwei Gruppen erschaffen, sondern nur eine. Oder auch drei. Und so kommt es, dass der Mensch von Kind auf an entscheiden muss, zu welchen Gruppen er gehört. Und immer sind zwei in der Auswahl: Raucher oder Nichtraucher? Gläubig oder Ungläubig? Coca Cola oder Pepsi?

Vor allem meine Generation wurde bereits in der Grundschule vor viele Fragen gestellt: Christina oder Britney? Backstreet Boys oder Take That? Pringles oder Chio Chips? Kaum zu einem vollmündigen Kinofan herangereift geht es weiter: Eine der wenigen festen Institutionen wo es seit der Kreidezeit nur eine Gruppe gab wurde infiltriert und nun hört man selbst im Kino dieses Wort "oder": Aus "Popcorn" wurde "Nachos oder Popcorn"!!! Ja, über all gibt es verfeindete Gruppen, die sich bekämpfen. Doch während es kaum überrascht, wenn ein "Britney-Mädchen" nach einem verpatztem Date einem "Christina-Jungen" die Coca (nicht Pepsi !!!) Cola ins Gesicht schüttet, und dieser mit spitzen und ranzigen Nachos zum Gegenangriff startet, so erwartet man das alles nicht in der vermeintlich friedlichen Welt der Disney-Comic-Fans.

Doch sogar bis dort drängte sich das Schubladendenken. Ja, bei Comicmessen gibt es zwei Stände (oder zumindest zwei Bereiche am großen Stand), an denen sich zwei verschiedene Gruppen versammeln:

Die Generation(en) MM und die LTBler!

Doch es besteht ein Unterschied zwischen dem Kampf der Gruppen MM und LTB und den vorher genannten: Die Entscheidung zwischen so unwichtigen Dingen wie "Apple oder Microsoft", "Pro 7 oder RTL", "Sommer oder Winter" und "Mann oder Frau" bestimmt nicht das Leben und kann auch korrigiert werden. Doch ob man ein LTBler oder ein Angehöriger der Generation(en) MM ist entscheidet sich sehr früh und unbewusst, hat aber einen ungeheuren Einfluss auf die eigene Zukunft und den Charakter.

Der Zwist ist dementsprechend groß: Für die LTBler sind "die Anderen" naive Kindsköpfe die sich mit einem Heftchen abgeben, dass weniger Wert auf Comics als auf seltsame Redaktionsseiten und alberne Extras legt. Die Generation(en) MM beschimpfen ihre Widersacher damit, dass sie feige Spießer sind, die nicht zu ihrer Comicleidenschaft stehen. Schließlich "tarnt" sich ihre Lieblingspublikation mit dem Titel "Taschenbuch". Vom Namen einer Figur oder dem Wort "Comic" keine Spur. Für die Hefte lesenden Leute sind die großen Comicmeister Carl Barks, Don Rosa, Paul Murry, Tony Strobl und Vicar in Verbindung mit einem Bastelbogen das reinste Paradies. Der in Büchern vertiefte Disney-Fan dagegen vergöttert Giovan Battista Carpi, Giorgio Cavazzano, Massimo De Vita, Romano Scarpa und Guido Scala, liebt die Buchrücken seiner Comics und verzichtet dankend auf Schnick-Schnack wie Furzkissen, Glitzerfolien und Neonfarben.

Der LTB-sozialisierte Comicleser ist lange, abenteuerliche Geschichten mit Dramatik gewohnt, erfuhr schon im Kindesalter das italienische Temperament. Der MM-erzogene dagegen kann basteln und weißt mehr Humor auf, schafft für Kurzweil und kann sich gedulden, schließlich muss er immer eine Woche auf die Fortsetzung der besten Geschichten warten.

Oder sind die LTBler in Wahrheit gewalttätige, zornige Querolanten die ihre Verwandschaft mit Besen und Salzgewehr verfolgen? Sind alle aus Generation(en) MM unkultivierte, lesefaule Menschen, die keine Geschichte über 30 Seiten verfolgen wollen und mit miesen Streichen ihren Freundeskreis vergraulen?

Nun, es könnte aber auch so sein, dass die einen Dank Literaturparodien weltoffen sind, die anderen dank der internationalen Herkunft der Autoren (USA und Egmontland) eher tolerant anderen Völkern gegenüber sind...

Wahrscheinlich wird niemals jemand es schaffen unparteiisch zwischen beiden Publikationen zu wählen. Auch nicht mit Hilfe der "Schwesterpublikationen": Viele die aus dem MM Alter raus sind steigen auf das (TG)DD(SH) um, und das LTB Logo prangt auf dicken Schmökern in vielen erfolgreichen Sonderreihen.

Und ich? ich bin zwar LTB-sozialisiert und kehre regelmäßig in die Welten aus alten Bänden zurück, meine Lieblingszeichner sind aber aus der MM: Barks, Rosa, Vicar (wenn man ihm mal nen guten Autor gibt) und viele weitere. Bin ich etwa eine eigene, dritte Gruppe? Ohje, das könnte das Gleichgewicht des Universums zum kippen bringen...


Und was ist mit euch? Was denkt ihr über die Gruppen der Taschenbuch und Micky Maus Leser? In welche Gruppen gehört ihr? Gibt es weitere Klischees über die feindliche Truppe? Meldet euch doch mal...

16. Oktober 2006: Das Jahr der Monster[Bearbeiten]

Nicht immer lässt sich die Arbeitsmoral oben halten. In den vergangenen Wochen hinderten mich Klausuren, Abschlussfahrten und ein Disneyland Resort Paris Urlaub daran, in der Duckipedia meine vollen Kräfte zu verausgaben. Aber immerhin konnte ich einige dringend nötige Aktualisierungen durchziehen. Nun aber kehre ich langsam zum gewohnten Arbeitsmuster zurück . und da darf eine neue Ausgabe des "kleinen" Kommentars nicht fehlen. Und um so weiter zu machen, wie ich aufgehört habe, möchte ich erneut meine Gedanken schweifen lassen. Das Thema, mit dem ich mich beschäftigen möchte ich dieses Mal allerdings nicht der ewige Zweikampf, der die Menschheit am Leben erhält, sondern schlichtweg das Jahr 2006.

Ich finde Jahresrückblicke ja sehr interessant und mache auch selbst gern welche, doch in Mitten der zahlreichen Jahreszusammenfassungen im Dezember würde meine bescheidene Meinung nur untergehen - also gibt es bereits jetzt meinen Jahresrückblick.

Auffällig (und damit meine ich bei weitem nicht "schlecht") ist, dass sich 2006 in einigen Bereichen überraschend wenig denkwürdiges getan hat. Wenn man berücksichtigt, dass sich grausame Ereignisse wesentlich besser ins Gedächtnis einbrennen und ein gesamtes Jahr einfacher überschatten können als "nette" Ereignisse (Beispiel 2001: woran erinnert ihr euch besser: an den 11. September oder an den Popularitätsschub und die bessere Sendezeit der Bullyparade?), verwirft man sogar als Verfasser eines Jahresrückblickes schnell den Gedanken "schade, dass so wenig passiert ist" und kann sich eines Lächelns ob dieser Tatsache nicht verwehren.

So ist im Themenkomplex Politik die Welt natürlich nicht stehen geblieben, aber sensationelles kann man hier nur mit der Lupe sowie einem leicht zu beeindruckendem Gemüt finden. Bush will wieder Krieg mit einem "Schurkenstaaten", hat es aber zum Glück noch nicht vollbracht seine Meinung durchzusetzen, Osama Bin Ladens Tod kann nicht bewiesen werden und die große Koalition ist nicht gerade großartig, aber auch weit davon entfernt unmöglich zu sein.

Von allen Themen, die man in der Tagesschau verfolgen konnte sticht am ehesten noch der Fall Natasha Kampusch heraus, doch dieser gehört eher in die Kategorie Zeitgeschehen. Und um weiterhin auf dem hohen heute-Niveau zu bleiben sei noch aus dem Bereich Gesellschaft und kulturpolitisches die hitzige Diskussion über das Eva-Prinzip zu nennen.

Doch all dies ist weder für die Duckipedia relevant, noch hat es wirklichen Einfluss auf unser Alltagsleben gehabt. Viel interessanter ist, im Hinblick auf die vorhin genannten Aspekte, doch die Musik im Jahre 2006. Allerdings ist dort genauso wenig passiert wie in den drei vorher genannten Komplexen. Der Zahn der Musikpiraterie nagt immer stärker am Musikbusiness. Wer mal die deutschen (amerikanischen, französischen, britischen,...) Top 100 verfolgt hat wird mit Erstaunen festgestellt haben müssen, dass sich dort fast nichts mehr bewegt. Lieder sind ewig lange in den Charts und dennoch sind sie keine Hits, die eine gesamte Nation bewegen. Es ist einfach nichts geschehen, weil nichts mehr verkauft wird. Klar, man muss ein Jahr nicht an seinen Charts messen und Musik muss nicht verkauft werden um gut zu sein, aber Dinge, die man nur selber gut findet und die kaum bekannt sind, die sind keine großen Themen.

Die Lieder die mein Freundeskreis und ich selber gut finden sind nichts für dieses Jahr spezifisches, sondern etwas, dass für diese Gruppe steht. Aber kommerziell erfolgreiche Musik, die ist es, während der in 20 Jahren über das nun laufende Jahr gesprochen wird. Egal mit wem, denn fast jeder kennt sie.

Aber womit soll eine große, bunt zusammen gewürfelte Truppe denn 2006 verbinden? Noch nicht einmal wirklich "interessante" (bzw. nervige) Negativhits gab es. Tokio Hotel nervt schließlich schon seit 2005 und ist somit ein alter Hut.

Allein zwei Ereignisse sind in der Musikwelt 2006 wirklich denkwürdig gewesen, doch diese waren keine Neuerungen, sondern bloß Änderungen. Zum einen war da Nelly Furtado, die mit ihrem neuen Album ihre Vergangenheit als folkloristische, anspruchsvolle Alternativmusikerin hinter sich gelassen hat und sich sexier und mainstreamiger auf die Tanzflächen Europas gestürzt hat. Ob das eine Verbesserung oder Verschlechterung war, bleibt jedem selbst überlassen.

Beeindruckender war nur noch Lordi, die finnische Monsterband, die mit ihrem Rocknostalgiesong "Hard Rock Halleluja" in die Fußstapfen solcher leider nicht mehr all zu bekannten Rockgrößen wie Alice Cooper, Iron Maiden oder Kiss getreten sind und sogleich mal den punktemäßig größten Sieg in der Eurovision Song Contest Geschichte geholt haben.

In ihren Videos zum aktuellen Album terrorisiert Lordi immer wieder gern Jugendliche in High Schools (beim Grand Prix Titel waren Cheerleader dran, bei Who's your Daddy ein Junge der nach dem Ball mit seiner Freundin fummeln möchte), aber neu waren Lordi nicht. Die Monster gibts schon länger. Aber sie waren dennoch mit Abstand das Musikhighlight 2006.

Beim Sport kam man 2006 nicht um die FIFA Fußball WM herum. Die sportlichen Ereignisse waren dabei in meinen Augen weniger beeindruckend als die Tatsache, dass Deutschland es geschafft hat das Monster der Vergangenheit zu besiegen und zum Patriotismus zurückzufinden. Doch auch Poker hat dieses Jahr dank zahlreicher Internetseiten und Stefan Raab eine Monsterhand bewiesen und konnte mit wenig Einsatz groß abräumen. Poker ist populärer denn je und hat zahlreiche neue Fans gewonnen.

Doch, wen überrascht es, das interessanteste Themengebiet war auch 2006 für mich der Bereich Film. Fluch der Karibik 2 übertraf alle Erwartungen und wurde zum dritterfolgreichsten Film aller Zeiten. Die Seemonsterpiraten um Davy Jones und Tia Dalma bereicherten Jack Sparrows geheimnisvolles Karibikuniversum auf einmalige Art und Weise und lieferten so den besten Film des Jahres.

Poker, Lordi und Fluch der Karibik 2 - das ist mein Jahr 2006, das ist das Jahr der Monster.

25. Oktober 2006: Kabinett der Kuriositäten[Bearbeiten]

Darf ich vorstellen: Dick und Doof!

Ich möchte euch heute zwei gute Bekannte von mir vorstellen: Dick und Doof. Während Dick der sympathischere von den beiden ist, muss man bei Doof sehr vorsichtig sein. Aber darum geht es gerade nicht. Es geht viel mehr um folgendes: Dick und Doof sind beides begeisterte Kinogänger. Man könnte fast sagen, sie sind die durchschnittlichen Kinogänger schlechthin.

Und Dick und Doof lieben es, wenn sie eine gewisse Erwartungshaltung haben können, wenn sie einen Film sehen. So erwarten sie von einem Jerry Bruckheimer Film gute Action, von einem David Lynch Streifen erwarten sie, dass sie ihn nicht verstehen und von einem Michael Moore Film erwarten sie, dass sie sich heftig darüber streiten.

Und so wie es Dick und Doof geht, so geht es auch vielen anderen Kinogängern. Dies beweist die Geschichte immer wieder. So floppte der mittlerweile zum Kultklassiker avancierte Fight Club, da die Trailer einen brutal-dummen Hau-Drauf-Film versprachen. Die Erwartungshaltung verfehlte völlig die Realität und so gingen die Leute, die hätten reingehen sollen nicht rein, und die, die rein gingen waren entweder positiv überrascht oder verstanden den Film nicht.

Ähnlich verlief es auch mit The Village. Anstatt eines Mega-Horror-Schocker-Mosnter-frisst-teenager-auf-Films erwartete die Zuschauer etwas ganz anderes. Und schon hagelte es verwirrte Enttäuschungen.

Filme, die anders sind, als man es erwartet hat oder erwarten musste sind interessant. Und oftmals kurios. Wenn zum Beispiel in einem Film von Walt Disney gezeigt wird, wie ein nackter Mann durch die Gegend läuft und dabei seine Genitalien in die Kamera hält, und der selbe Typ im selben Film Mäuse fängt, um sie zu kochen und zu essen, dann ist der Film kurios. Und er lässt die Erwartungshaltungen gegenüber Disney Filme gegen die Wand laufen. Mit Vollgas.

Leider am Publikum vorüber gezogen: Wenn die Wölfe heulen

Unseren durchschnittlichen Kinogängern Dick und Doof gefällt so etwas überhaupt nicht. Aber es gibt Leute, die so etwas lieben. Solltet ihr zu ihnen gehören, dann empfehle ich euch ein Ausflug in Disneys ganz eigenes "Kabinett der Kuriositäten".

Wo es sich befindet? In den 70er und 80er Jahren! Zu dieser Zeit befand sich der Disney Konzern in einer Identitäts- und Erfolgskrise. Beim verzweifelten Versuch, sich dem damaligen Kinogeschmack anzupassen entstanden Filme, die Disney heute zu seinen Schwesterfirmen Miramax, Touchstone Pictures oder Hollywood Pictures schieben würde.

Darunter das stille, intellektuelle Naturdrama Wenn die Wölfe heulen. Damals erfreute es zwar Kritiker, aber am Publikum ging es, so still wie es halt ist, unbemerkt m Publikum vorbei. Heute würde Miramax mit einer ausgeklügelten kampagne einen Oscar-Kandidaten aus dem Film machen.

Oder wie findet ihr das hier:

Disney veröffentlicht seit mehreren Jahren immer harmloser werdende, weichgespülte Komödchen, die Kinder auf keine dumme Ideen bringen und den Eltern keinen Grund zur Beschwerde liefern. Disney, das sollte bedeuten: Danach kann jeder gut einschlafen. Sogar mein paranoider, dreijähriger Bruder, der in allem und jedem das Böse sieht und sich deshalb vor Angst in die Hosen macht.

Im neusten Film von Disney geht es um eine Gruppe Astronauten, die eine vermeintlich verlassene Raumstation nahe eines bedrohlichen schwarzen Lochs entdecken. Doch der Film mit dunkler Atmosphäre läuft weiter, und unsere Helden entdecken, dass ein verschrobener Wissenschaftler auf der Station ist, der eine Horde von willenlosen Robotersklaven erschaffen hat. Nur um seinen Gottkomplex zu befriedigen. Aber das ist noch nicht alles: Wie sich herausstellt, sind die Roboter Androiden, die der Käpt'n der Raumstation aus getöteten Crewmitgliedern hergestellt hat! All dies ist dank modernster Spezialeffekte täuschend realistisch gehalten.

So erging es dem Publikum von 1979, als es Das schwarze Loch gesehen hat.

Ja, die damalige Zeit war sehr interessant. Und kurios. Vielleicht zu kurios. Disney behandelt die Filme aus dieser Zeit wie schwarze Schafe. So schwarz, dass man sie von der eigenen Farm trieb, hin zu dem kleinen Hirten namens Anchor Bay.

Wer also ein Kabinett der Kuriositäten haben möchte, sollte diese Liste abarbeiten. Bedenkt dabei aber, dass ihr die Filme im zeitgeschichtlichen Kontext betrachten müsst. Heute werden die Filme nur wenige schockieren oder überraschen.

Mehr über das Kabinett der Kuriositäten gibt es im Artikel Dark Ages, an dem ich gerade arbeite. Bis dahin...

Euer Sir Donnerbold...


26. Oktober 2006: Wenn die Mischfilme zweimal klingeln...[Bearbeiten]

Da ich mich ein bisschen von der duckipedianischen und auch der nicht-duckipedianischen Arbeit des heutigen Tages erholen möchte, sitze ich gerade entspannt in meinem Schreibtischstuhl und überschaue die News über Walt Disney Pictures.

Und irgendwie... gibt es kaum etwas interessantes. Da durchforstet man das Internet, und was ist? Alle spannenden News des heutigen und gestrigen Tages habe ich bereits auf der Duckipedia Hauptseite gelesen. Und das schreibe ich jetzt nicht, um Eigenwerbung zu machen, sondern weil es stimmt.

Die für mich interessanteste Meldung betrifft einen zukünftigen Film. Denn bei Disney scheint im Moment der Mischfilm wieder ganz groß im kommen zu sein. Nachdem man vor wenigen Monaten erst mühselig von Zeichentrick auf Computeranimation umgestellt hat, Pixar ins Maus-Haus geholt hat (und Disney Fans seit dem mit der Frage "Ist die Maus nun auch Herr von Pixar, oder ist die Lampe jetzt Herr der Maus?" auf Trapp hält), lernte, dass die teuer erworbenen Kreativen aus dem irrsinnigen und irrsinnigen Studio in Glendale Zeichentrickfilme liebt und schließlich nach langem Suchen mehrere Projekte aus dem Archiv, hinein in den Terminplan der nächsten Filme und wertvolle Mitarbeiter wieder von der Straße ins Studio geholt hat, will Disney die Beliebtheit gezeichneter Figuren testen, in dem sie nicht einen ganzen Film über zu sehen sind, sondern nur Stückchen weise.

Das hätte Disney aber auch kürzer haben können. Ein Blick auf die eigene Vergangenheit hätte genügt. 1988 kehrte der Zeichentrickfilm nach all den Schwanengesängen und Unkenrufen mit einem Knall zurück. Und einem Hasen. Und einer hasenscharfen Frau.

Falsches Spiel mit Roger Rabbit schaffte den ultimativen Spagat. Er sprach das moderne Kinopublikum an. Sowohl im jugendlichen, als auch im erwachsenen Alter. Er sprach die Kinonostalgiker an, die in Erinnerungen an die guten alten (Car)Toons schwelgen wollten. Und er bot interessante, neue Aspekte und Figuren.

Das ewig lang hin und her geschobene Projekt Verzaubert (Enchanted) kehrte in Mítten der hitzigen Diskussionen über CGI, Disney und Pixar endlich aus der Development Hell ins Reich der Lebenden zurück, wurde in die Produktion geschickt und soll nun Disneys Erfolgserlebnis für Weihnachten 2007 werden.

Dabei wiederholt sich die Vergangenheit, aber auf sehr subtile Art und Weise. So ist Disney im Moment aufgrund seiner sehr stark, aber nicht komplett reduzierten Zeichnertruppe nicht fähig, alles selber zu machen.

Wie damals.

Also holen sie u.a. James Baxter. Wie damals. Und der Film ist eine Hommage an ein "verstorbenes Genre". Wie damals.


Nach all diesen Zufällen wollte man nun anscheinend absichtlich aus der Vergangenheit lernen.

Und so holte man Robert Zemeckis (Regisseur von Falsches Spiel mit Roger Rabbit) und macht ihn und sein Studio für die Animation einer Figur in einer realen Umgebung zuständig. Der Plot des Films klingt recht erwachsen. Unterschied: Damals war's der Humor, nun der (hoffentlich vorhandene) Intellekt.

Es könnte ein intelligenter, melancholischer und sehr realistischer Film werden, in dem die Animation als Stilmittel benutzt wird. Der Junge fühlt sich ausgegrenzt und ist deshalb als einziger animiert. Doch sobald er sich in der Welt zurechtgefunden hat, passt er sich seiner Umgebung an und wird "ein richtiger Junge." Oder umgekehrt, und die Welt passt sich ihm an.

Worauf ich jedenfalls hinaus möchte: Sollte das Team hinter dem Film nur künstlerische Ambitionen haben, könnte das ganze ein Film wie "Die reifeprüfung" oder "Garden State" werden. Nur vielleicht ohne deutliche Drogen- und Sexszenen.

Sollte man aber hoffen, ein Massenpublikum zu begeistern, wird der Film irgendwo zwischen zwei Stühlen fallen und nicht in die Tiefe der Psyche abtauchen. Dafür mehr in die Untiefen des Humors.

Deshalb bin ich so gespannt. Man kann aus diesem Film ein Desaster machen, aber auch ein Juwel.

Worüber ich rede? Über Animated American. Einen Mischfilm über einen jugendlichen, (animierten) Jungen in einer "echten" Welt, dessen Freundin ohne sich bei ihm zu melden umzieht und der sich gezwungen sieht, mit den klassischen Selbstfindungsproblemen zu kämpfen.

Dumme Komödie oder intellektuelles Drama a la Garden State?

Time will tell...

29. Oktober 2006: Totgesagte leben immer länger[Bearbeiten]

Nicht ganz tot, aber auch nicht wirklich lebendig... Hollywood Pictures

Nicht nur der Highlander ist unsterblich. Auch manche Totgesagte wollen einfach nicht auf diejenigen hören, von denen sie dem Tode geweiht wurden. So zum Beispiel Nintendo, dessen Untergang bereits Mitte der 90er prophezeit wurde, als der Nintendo 64 weiterhin auf Cartridges setzte und nicht auf so seltsame Platte Scheiben wie die Playstation.

Oder der Zeichentrickfilm: Bereits bei der Geburt als kurzlebig bezeichnet überlebte er zahlreiche Krisen, sei es Walt Disneys Umorientierung auf Dokus, später Spielfilme, später Disneyland oder die miesen 80er Jahre oder den momentanen CGI Boom.

Doch all das soll uns heute nicht weiter jucken. Ich möchte unser Augenmerk stattdessen auf Hollywood Pictures lenken. Ihr erinnert euch vielleicht noch an diesen "kleinen" Kommentar?

Nun, seitdem ist viel geschehen. Stay Alive floppte an den Kinokassen und Disney gab die Idee auf, Hollywood Pictures wieder zu beleben. Kein neuer Film für dieses Filmstudio ging in Produktion. Doch nun hat man sich wieder um entschieden. Der für Touchstone Pictures produzierte Thriller The Invisible wurde laut Poster und Kinotrailer nun zu Hollywood Pictures verfrachtet. Die Idee dahinter ist nicht etwa, dass man einen Film in der Versenkung verschwinden lassen will, indem man ihn zu einem halbtoten Studio rüberreicht, sondern eine an sich sehr intelligente. Denn wie das Plakat stolz behauptet stammt der Film von den Produzenten von The Sixth Sense.

Doch dies ist nicht die einzige Parallele. Denn der Überraschungshit von 2000, den Spyglass Entertainment für Hollywood Pictures in die Kinos brachte wagte dank dem damals unbekannten M. Night Shyamalan den Spagat zwischen Drama, Thriller und übernatürlichem Grusel. Der Trailer zu The Invisible verspricht einen Film, der in die selbe Kerbe schlägt: Still, mit einem beunruhigend realistischen Ton und viel psychologischer Tiefe für die Hauptfigur, die aufgrund der übernatürlichen Situation, in der sie steckt, ein belastendes Drama zu tragen hat. Ich empfand The Sixth Sense nie als Gruselfilm, sondern stets als ein intelligentes und paraphänomenales Drama über einen Jungen, der seine Gabe bislang nur als hohe Bürde erlebt hat und einen Psychologen, der ebenfalls Konflikte zu bearbeiten hat. Der Thriller-Aspekt von The Sixth Sense beschränkt sich für mich auf die packende Atmosphäre. Doch genau dies war das geniale. Aus irgendeinem Grund nahm die halbe Welt diesen Film aber als schaurigen Gruselthriller auf. Jahre später machte Shyamalan mit The Village - Das Dorf einen Film, der dem selben Genre angehört. Nur dieses Mal wurde der Film so beworben, wie man den Sinnesfilm aufnahm. Und prompt gabs Ärger...

Aber ich schweife ab. Jedenfalls scheint der nächste Hollywood Pictures Film genauso zu werden wie The Sixth Sense - tiefgehendes Drama, gepaart mit schaurig-realistischer Atmosphäre und einer tüchtigen Prise Geisterstory. Den selben Fehler wie bei The Village begeht man nun aber nicht. Zum einen entspricht der Trailer (vermutlich) mehr dem eigentlichen Genre und zum anderen wird man wohl kaum wieder einen so philosophischen Film drehen.

Verantwortlich zeichnet sich übrigens Batman Begins Autor David S. Goyer als Regisseur des Geisterdramas.

Was sich die Chefetage des Maus-Hauses wohl verspricht? Vermutlich, dass ein Film im Geiste (muhahahahaha) von The Sixth Sense das Studio zur alten Form bringt. Oder, noch besser, zu einer wirklich guten Form.

Wie schon bei dem letzten Wiederbelebungsversuch von Hollywood Pictures gönne ich es dem Studio, zu den Lebenden zurück zu kehren, vor allem weil es nicht wie ein kleiner, dummer Touchstone-Zwillingsbruder in der Gegend rumsteht, sondern eine eigene Identität hat. Oder zumindest haben soll.

Nun, ich mach mich dann mal wieder aus dem Staub...

3. November 2006: I'm no Superman![Bearbeiten]

"Guten Tag, ich bin ihr Doktor: John Dorian! Und das hinter mir ist meine geisteskra... kompetente Ansammlung von Kollegen. Ich wünsche ihnen einen schönen Aufenthalt hier im Sacred Heart!

Morgen ist es so weit: Pro Sieben strahlt endlich die Episoden der vierten Staffel von Scrubs - Die Anfänger aus. Lange bangten die Fans, doch nun hat es ja Gott sei Dank geklappt.

Warum es so genial ist, dass [ Scrubs ] wieder läuft? Nun, das liegt daran, dass diese Serie schlichtweg das beste ist, was jemals den Weg ins Fernsehen gefunden hat. Scrubs ist keine aufwändige 45-minütige Action-, Abenteuer-, Krimi-, Mystery- oder Dramaserie. Nein, Scrubs ist eine der "klassischeren" 20 bis 25 minütigen Serien, die vom eigenen Sender nicht so sehr in den Vordergrund geschoben werden wie die spektakuläreren, längeren Serien. Aber dennoch übertrumpft Scrubs alles bislang da gewesene.

Denn dieser großartigen Serie gelingt in noch nie gesehener Perfektion Komik mit Dramatik zu verbinden. Jeder von uns kennt Sitcoms, die in einem moralischen Ende gipfeln, um den Zuschauern die von einem Charakter gelernte Lektion über Liebe, schlechte Scherze, Drogen, Mord oder auch einfach nur den Gebrauch von Haushaltsgeräten noch einmal unter die Nase reiben.

Und jeder von uns kennt Dramen, die durch witzige Einzeiler und einer Prise Slapstick lockerer werden. Doch bislang waren Dramen nie zum totlachen. Und bislang hat es keine Comedyserie auf atemberaubende Weise geschafft tiefsinnig und dramatisch zu werden, ohne aus ihrer Rolle zu fallen oder zu dick aufzutragen.

Doch 2001 sollte sich alles ändern und seit dem schafft es ein und die selbe Serie immer und immer wieder. Aber Scrubs verbindet nicht nur Humor mit Dramatik und Tiefsinn, sondern auch verschiedene Ebenen dieser Bestandteile. Denn neben herrlich erfrischendem und zum Teil bitterböse bissigem Dialoghumor und etwas klassischeren Sitcom-Sprüchen vereint Scrubs noch intelligente Ironie, großartig getimten Slapstick, gemeinen Sarkasmus, noch gemeineren Zynismus, beeindruckende Geisteskrankheit, Selbstironie, reinen Blödsinn und ab und an auch schön eingefügte Parodien, die in vielen Serien ja leider stümperhaft eingebaut werden.

Auf der ernsteren Seite dagegen bietet Scrubs mal klassisch-tragische Dramatik, philosophisches Gedankengut, massig Möglichkeiten zur Identifikation mit den Charakteren, Gelegenheiten zur Selbsterkenntnis und in vielen der schönsten Momenten der Serie künstlerisch wertvolle Verwendungen verschiedener Filmtechniken, die mal für sich sprechen, mal andere Gesichtspunkte der Serie beeindruckend verstärken.

Und wie schafft diese Serie diesen spektakulären Spagat? Indem sie den überreizt geglaubten Schauplatz "Krankenhaus" nimmt (und dabei mehr Wert auf den Teil Krank legt, als auf das Haus) und die noch junge Idee einer Comedyserie im Single-Camera-Stil und die im Fernsehen selten genutzte Technik des Ich-Erzählers kombiniert, geniale Autoren und diesen die Möglichkeiten gibt Schauspieler(n)/innen Rollen zu verkörpern, die sie geradezu lieben.

Durch die größeren Möglichkeiten einer (nicht vor Publikum aufgezeichneten) Single-Camera-Serie kann Scrubs nämlich voll ausholen. Nun ist es möglich, dass J.D., die Hauptfigur, zu dem Geschehen Kommentare abgibt, sei es mit seiner inneren Stimme oder seinen zahlreichen, abgedrehten Tagträumen.

Dies kann das Drama verstärken (wenn JD nachdenklich ist), aber auch die Komik mehrfach multiplizieren.

Deshalb kann man Scrubs entweder allein oder mit Freunden gucken und sich auf die Gags konzentrieren um abzulachen, aber man kann Scrubs auch mit dem Partner/der Partnerin (oder allein) gucken und sich von den Lebensweisheiten erwärmen lassen.

Doch wenn Scrubs so genial ist, wieso kommt dann jetzt erst die vierte Staffel? Nun, die Antwort liegt in verdammt schlechtem Timing:

Die erste Staffel war so erfolgreich, dass Pro Sieben direkt im Anschluss die zweite zeigte, die eigentlich erst später geplant war. Nach vier Folgen überlegte es sich Pro7 aber anders. Nach einiger Zeit startete man die Serie erst mit wenig, dann mit mehr Werbung, doch dann zog man "The Swan" vor. So entschied sich Pro Sieben, die Serie nach mehreren Monaten täglich am Nachmittag weiterzuführen - die Wiederholungen liefen mäßig, erst die neuen Folgen liefen gut. Das war Pro Sieben aber zu spät, weshalb man vier Folgen vor Schluss der dritten Staffel abbrach.

Nun liefen die letzten Folgen der dritten Staffel und die vierte steht endlich vor der Tür - sollte Pro7 endlich wieder zufrieden sein, wird die fünfte direkt im Anschluss laufen.

Und auch wenn ich gerade erst die australischen DVDs mit deutschem Ton gesehen habe, ich werde wieder einschalten, wenn Scrubs läuft. Die vierte Staffel überbietet in meinen Augen nochmal die ersten drei Staffeln und bietet noch mehr Humor, mehr Tiefsinn und alles verbindet sich wesentlich flüssiger.

  • dramatische Schwarzblende, lustige Abspannmusik einspiel*

4. Dezember 2006: Kleine Juwelen erzeugen große Freude[Bearbeiten]

Sie waren nie wirklich weg, doch sie wurden immer rarer und rarer: Die Kurzfilme aus dem Disney Studio - früher Disneys einziges Medium, später von Fans geliebte, unterhaltende Kunst neben den großen Meisterwerken, dann fast vergessen. Seit den 60er Jahren macht Disney kaum Kurzfilme, nur einige Lehrfilme, vornehmlich künstlerische Projekte, 20-minüter und... Micky Monstermaus.

Doch nun sind sie zurück, die kleinen Juwelen aus den Disney-Studios: Die Cartoons.

Schon vor einiger Zeit kam das Gerücht auf, dass in disneyinternen Kreisen bestätigt wurde. Nun meldet die New York Times, dass momentan 4 Cartoons kurz vor der Produktion stehen:

-How to install your Home Theatre (Goofy zeigt, wie man ein Heimkino installiert)

-The Ballad of Nessie (Nessie, wer sonst?)

-Golgo’s Guest (Ein Russe trifft einen Alien)

-Prep and Landing (Zwei Elfen bereiten ein Haus auf den Besuch vom weihnachtsmann vor)

Diese Filme werde je nach Stil als Zeichentrick-, Computeranimations- oder Mischfilm produziert.

Aber warum ist die Rückkehr der alten Cartoons nun so toll? Um das zu erklären, muss ich weit ausholen:

Man kann es sich heutzutage ja gar nicht mehr vorstellen, aber es gab eine Zeit, da waren die Filmstudios, darunter Disney, nicht in Freizeitpaks involviert, Merchandising war ein Nebenverdienst, Fernsehen gab es nicht, und Filme konnte man höchstens dann wieder sehen, wenn sie tatsächlich im Kino wiederaufgeführt wurden.

Dem nicht genug, während sämtliche Filmstudios Spielfilme, Kurzfilme und teilweise Zeichentrickfilme produzierten, kamen jahrelang nur kurze Zeichentrickfilme aus den Disney-Studios. Ich denke, DAS zeigt doch, wie gut die Filmchen sind, von 1923 (oder sagen wir mal 1928, da in diesem Jahr der Erfolg erst so richtig groß wurde) bis 1937 definierten sich die Disney-Studios nur durch Vorfilme (okay, Merchandising gab es auch schon, aber eher in knappen Rahmen, erst recht wenn man es an jetzigen Standards misst), aber sie waren ungefähr so erfolgreich wie heute. Und auch als Disney mit den langen Zeichentrickfilmen begann, waren die "Classic Cartoons" (wie sie mittlerweile genannt werden) wahre Juwelen, die ähnlich populär waren, wie die langen Produkte der Studios.

Vielleicht kann man sogar sagen, sie waren noch populärer, denn die beliebtesten und bekanntesten Charaktere stammen aus eben diesen kurze Filmen: Micky, Donald Duck, Goofy und Pluto waren nationale Symbole (davon können mittlerweile alle in der Filmbranche, inklusive Disney, nur noch träumen; einen solchen Status erreichten keine Filmcharaktere mehr). Doch Disneys Perfektionismus trieb die Kosten der Filme in die Höhe, weshalb nach und nach weniger Kurztrickfilme produziert wurden.

In den 50ern nahm Micky seinen Hut (genau genommen war "The simple Things" aus dem Jahr 1953 der vorerst letzte Film), nach dem Abschied von Walts Alter Ego gab es noch bis 56 jährlich neue Donald Cartoons, doch schließlich war in den 60ern Schluß. Die Kurzfilme mit max. 9 Minuten Laufzeit ab 1960 kann man an zehn Fingern abzählen.

Dabei waren die Kurzfilme stets ein perfektes Trainingsgebiet für die Disney Künstler: Man lernte, wie man Charaktere sympathisch hält, wie man Farben künstlerisch einsetzt, mit den Tonformaten und den Kopierverfahren der damaligen Zeit umgeht (die Farben auf der Leinwand sind nicht die, die man beim colorieren verwendet hatte. Die Disney Company "erfand" eigene Farbtöne für die eigenen Figuren,...), und vor allem wurden die eigenen Kameratechniken ausprobiert. Die Multiplanekamera hatte ihre Jungfern"fahrt" in "The Old Mill", um schließlich in Schneewittchen Anwendung zu finden. So konnte Disney das Publikum immer wieder neu zum Staunen bringen.

Doch nun genug der Filmgeschichte:

Dank der Rückkehr der Kurzfilme im großen Stil können sich die kreativen Köpfe bei Disney wieder austoben und -testen. Das kann nur von Vorteil sein - selbst wenn deshalb der Kinobesuch 5 Minuten länger dauert.

The End

A Sir Donnerbold Comment

21. Dezember 2006: Was bringt uns das Kinojahr 2007?[Bearbeiten]

Auch wenn es sehr interessant wäre, so kann man nun mal nicht in die Zukunft blicken, jedoch kann man Vermutungen anstellen, vor allem wenn man einige Informationen darüber hat, was nächstes Jahr denn so passieren soll.

Und auch wenn wohl niemand weiß, wie all die Filme, die nächstes Jahr erscheinen wirklich sind, so kann man anhand der Ankündigungen zumindest einschätzen, wie 2007 aussehen wird. Und ich muss sagen, dass 2007 ein wirklich gutes und abwechslungsreiches Kinojahr werden könnte.

Hier sind meine bisherigen Kinoerwartungen für 2007:

Ein mysteriöser und dramatischer Historienthriller über zwei konkurrierende Illusionisten - in den USA lief der Film sehr erfolgreich und begeisterte die Kritiker. Sollte die Acadamy dieses Jahr was besser drauf sein, könnte es sogar ein paar Oscar-Nominierungen geben. Das muss ich sehen!
  • Mein Führer (11. Januar)
Helge Schneider als Adolf Hitler - entweder geschmackloser Schwachsinn oder herrlich bissige Befreiung vom engen Korsett, dass Deutschland tragen muss, wenn es um dieses Thema geht. Mal sehen...
Die Filme über die wilden Fußballjungs wurden immer besser - aber für einen Kinobesuch wird es mir wieder nicht reichen. Ich freue mich auf die DVD.
  • Kings of Rock - Tenacious D (8. Februar)
Wenn die Band hinter dem selbst ernannten besten Song der Welt einen Film über ihre, sich in Wahrheit anders zugetragene, Gründung macht... was hält mich dann bitte davon ab ins Kino zu gehen?
  • Schräger als Fiktion (8. Februar)
"Frat Pack" Mitglied Steve Carrell als Mann, der eine Erzählerstimme in seinem Kopf hat - nein, das hat nichts mit Scrubs zu tun, sondern ist eine schräge Komödie über einen Mann, der glaubt dass sein Leben ein Roman ist... der mit seinem Tod endet. Was tun? Ins Kino gehen!
Historiendrama/-krimi nach einer wahren Begebenheit. Wieso ist der Hauptdarsteller der Superman-Fernsehserie gestorben? Klassischer Miramax-Stoff, mal wieder einen Blick wert.
Walt Disney Pictures-Sportfilm. Läuft also eh nur in wenigen Kinos, wovon sich garantiert keines in der Nähe befindet. Aber auf die DVD kann man sich schon freuen.
Walden Media hat mit Das Geheimnis von Green Lake und Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia wissen, wie man Jugendliteratur verfilmt. Dieses Wissen setzen sie für ihren nächsten Fantasyfilm ein, dessen Trailer sehr überzeugend wirkte. Immer her mit dem Film.
  • The Number 23 (15. März)
Jim Carrey spielt wieder eine ernste Rolle: Ein Mann entdeckt ein Buch, dass sein Leben verändert und dreht langsam, aber sicher durch. Ein weiterer Film für Fans der Zahl 23, der Zahl die sich überall befindet und auf die Illuminaten hinweißt. Wahnsinn, Carrey und 23 - das reicht doch schon um ins Kino zu gehen, oder?
  • Neues vom Wixxer (22. März)
Mitten in meiner Abiphase kann eine deutsche Komödie nicht schaden - die Fortsetzung der Edgar Wallace Parodie mit Pastewka und Kalkofe ist mit Sicherheit erfrischend.
  • TMNT (22. März)
Die mutierten Schildkröten sind zurück - und die bisherigen Bilder sind einfach mies. Hoffentlich wird der Film den Kröten gerecht.
Disneys zweite und eventuell letzte Chance zu beweisen, dass sie in der Lage sind gute CGI Filme zu machen - sollten American Dog und Rapunzel doch noch in CGI Format kommen habt Disney noch ein paar Chancen mehr, aber ich denke es kann schon jetzt klappen.
Tim Allen, Martin Lawrence und John Travolta in einer Touchstone Pictures Actionkomödie über Motorradrocker. Das muss ich sehen.
  • Spider-Man 3 (3. Mai)
Der düstere dritte Teil der bislang überzeugendsten Superhelden-Spielfilm-Saga. Teaser und Trailer sind genial, die Grundidee sowie die Poster auch. Wäre da nicht ein gewisser anderer dritter Teil wäre es wohl 'der Film des Monats...
  • Fluch der Karibik 3 (24. Mai)
Auch wenn der offizielle deutsche Titel noch nicht bestätigt wurde, die Reise ans Ende der Welt und darüber hinaus ist bereits jetzt der größte Anwärter auf den Titel "Mein neuer Lieblingsfilm".
Ich weiß nicht, wie oft ich bis dahin Fluch der Karibik 3 gesehen haben werde, aber der neue Film der Produzenten von The Sixth Sense wird auf jeden Fall mein erster Hollywood Pictures-Kinobesuch und hoffentlich nicht mein letzter - der Trailer verspricht einen intelligenten, dramatischen und spannenden Geisterfilm. Geheimtipp 2007?
  • Stirb langsam 4 - Live Free or Die Hard (28. Juni)
Jippe-kaa-yaa-yeah, Schweinebacke! Bruce Willis, der heimliche König des hohen Budgets kehrt in seine Paraderolle zurück. Der Trailer schockt mit einem sehr seltsamen und nach billig-CGI-riechendem LKW und lockt großartiger Action. Ab ins Kino - und für euch mit Abi '07er muss ich wohl sagen "solange ihr Zeit habt, bevor es mit Arbeit/Studium losgeht".
  • The Transformers (5. Juli)
Ein von Spielberg coproduzierter Michael Bay-Film über riesige Roboter, die auf der Erde einen Krieg austragen - wenn ich ehrlich bin klingt es nicht nur saublöd, sondern auch noch dämlich und öde. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren... Aber wie ich das Schicksal kenne wird Bay nach dem genialen. aber unterschätzten Die Insel nun zum Ausgleich erfolgreichen Schrott abliefern.
  • Die Simpsons - Der Film (26. Juli)
Die Simpsons - die einzig normale, gelbe Familie im weltweiten Fernsehen bahnt sich den Weg ins Kino. Die Neugier muss befriedigt werden - ab ins Lichtspielhaus.
Der neue Pixar verspricht einen charmanten, süßen Hauptcharakter und hat mit Brad Bird ein kleines Genie als Regisseuer. Das Design überzeugte bereits im Teaser - Kinobesuch garantiert und dann wird sich zeigen, ob Pixar Die Unglaublichen in meiner Gunst und Findet Nemo beim Einspielergebnis übertrumpfen kann.
  • Eugen Allmächtig (9. August)
Während sich die dritten Teile von Spiderman und Fluch der Karibik um den Titel des teuersten Films aller Zeiten kloppen dürfen, krallt sich die Fortsetzung von Bruce Allmächtig den Titel der teuersten Komödie aller Zeiten - der ehemalige Nachrichtensprecher Eugen (in Bruce Allmächtig hieß er noch Evan) wird von Gott (Morgan Freeman) dazu auserkoren eine Arche zu bauen. Nicht nur, dass Hollywood die Ideen ausgehen (Die Arche Norman hatte so ziemlich den selben Plot), nein, nun gehen auch noch Gott die Ideen aus... soll als nächstes ein Zimmermannssohn gekreuzigt werden? (*Blick gen Himmel, entschuldigung sag und es wieder zurücknehmen wollen*) Der Film scheint dennoch recht witzig zu werden und deshalb werde ich ihn mir ansehen.
  • Lissi und der wilde Kaiser (20. September)
Ich mochte die Sissi Sketche schon in der Bullyparade am wenigstens, deshalb werde ich den Film umgehen. Allen anderen wünsche ich viel Spaß.
Nachdem Disney die alten Non-Disney-Serien Inspektor Gadget, George der aus dem Dschungel kam und Der Onkel vom Mars ins Kino brachte nun also Underdog - da ich von der Serie nur die Scrubs-Version des Titelliedes kenne, bin ich was zurückhaltend.
Die Fortsetzung von Das Vermächtnis der Tempelritter bringt uns Nicolas Cage und Jerry Bruckheimer in ihrer mittlerweile fünften Zusammenarbeit. Ein Jubiläum das man im Kino sehen sollte.
Disney is back to the roots: Ein Musical-Mischfilm. Ein Muss!


Bis demnächst...


27. Dezember 2006: MeP - Musik 2006[Bearbeiten]

Spätestens nach Weihnachten ist die große Zeit des Zurückblickens angebrochen - Jahr für Jahr.

Und auch dieses Jahr finden zahlreiche Jahresrückblicke statt - auch in der Duckipedia. Kevin ist schon fertig, ZicheFan plant ihn noch. Und ich? Ich bin seit langem fertig: Bereits Ende Oktober blickte ich auf das "Jahr der Monster" zurück. Und um die Idee hinter diesem Jahresrückblick aufrecht zu halten, werde ich nun, noch vor den Oscars und Grammys, einfach mal die Bestleistungen des Jahres prämieren.

Mir ist klar, dass meine Favoriten nicht jedermanns Favoriten sein müssen. Aber die Jury hinter dem Oscar stellt ja auch ihre Meinung dar. Ob Hans Müllermeierschmidt aus Kleinbuchenau diese Meinung teilt interessiert auch niemanden.

Genauso wie alle anderen Kommentare soll dieser Kommentar einfach meine Meinung offen darlegen und alle Leser dazu anregen, auf meiner Diskussionsseite ihre Meinung zu meiner Meinung kundtun.

Wie auch immer, schmeißt euch in eure schönsten Sonntagssachen und verfolgt mit mir das Ereignis des Musikjahres - zumindest des Musikjahres meiner Benutzerseite.

Meine eigene Preisverleihung - Musik 2006

Der Preis, den jeder haben will, aber kaum einer bekommt

Beginnen wir mit einer audiovisuellen Kategorie, dem besten Videoclip. Und um Gerechtigkeit zu schaffen zwischen Deutschland und dem Rest der Welt, vornehmlich den USA und Großbritannien, wird auch gleich mal eingeteilt zwischen national (meist niedrigeres Budget) und international.

  • Bester Videoclip - national

Klarer Gewinner: Rammstein mit "Mann gegen Mann" - Kamerachoreographie und originelle Idee unterstützen hier den harten und vor allem lauten Song perfekt. Und wie immer stellt sich auch hier die Frage: Wie viel davon meinen die Jungs von Rammstein Ernst und was ist Ironie?

So, und nun der Blick nach draußen. Welcher internationale Song hat den besten Videoclip - international? In Frage kommen folgende:

  • Gnarls Barkley - "Crazy"
Eine geniale Idee, die technisch perfekt ausgeführt wurde und somit für ein schönes Video sorgte, dass man sich gerne öfter anguckt.
  • Lordi - "Would you love a Monsterman 2006"
Extra zu Halloween 2006 herausgebrachtes Remix des alten Lordi Songs mit einem besonders schaurigen Clip. Zu schaurig für die deutschen Musiksender - der Clip wurde aufgrund seiner Gewalt und seinen angeblich Angst erregenden Bilder ins Nachtprogramm verbannt. Frauenfeindliche Videos dagegen darf man schon am Frühstückstisch sehen...
  • Nelly Furtado - "Promiscuous"

Im Rhythmus der Musik geschnittene Ausschnitte einer Party, eines Telefongesprächs und einer Musiksession. Dabei spielt der Clip mit der Farbästhetik und wechselt von leicht braunstichigen und überbeleuchteten Bildern zu blauen, grünen und roten. Und dabei wird ein ständiges Hin und Her vermittelt.

Und der Gewinner ist... Nelly Furtados "Promiscuous". Während Gnarls Barkleys Clip irgendwann an Faszination verliert, vermittelt der Clip von Furtado die Aussage der Lyrics und macht beim Zuschauen einfach Spaß. Nicht nur mit Farbästhetik wird gespielt, sondern auch dem Tempo, das mal schneller, mal langsamer, mal genau wie im wahren Leben ist und irgendwie beeinflusst es die Art, wie man Partys beobachtet. Originell und zum immer wieder anschauen. Schön, schön, schön.

Kommen wir nun zur besten Liveperformance.

Dieses Jahr überraschte "LT United" mit einer der seltsamsten Tanzeinlagen in der Geschichte des Eurovision Song Contests. Die "200 Sachen" hatten eine originelle Bühnenshow, als sie Sekt zum Frühstück bestellten und "Farin Urlaub"s Live Album of Death setzte sich aufgrund des schön scheppernden Sound in den Köpfen fest.

Doch die beste Liveperformance 2006 hat "Lordi" geboten. Bombastische Pyrotechnik, schaurige Masken und dennoch notensichere Gitarrenriffs und dröhnende Schlagzeugbeats. Der Eurovision Auftritt ist einfach Kult und muss prämiert werden.

Kommen wir nun zur Kategorie "Beste(s) Gruppe/Band/Orchester".

Nominiert sind:

  • Seeed
Partymusik mit augenzwinkernden Texten, die auch Tanzmuffel in Bewegung bringt.
  • Bon Jovi
Die erfolgreiche Tournee bewies, dass diese Gruppe immer noch weiß, was massenkompatibler Rock ist.
  • Lordi
Dank dem ESC sind sie endlich richtig berühmt geworden - das nutzen sie sogleich mal aus und lehrten den jungen Teenies, was passiert, wenn man Old School Rock im Stil von Alice Cooper und Co. mit dunkleren Stimmen und gruseligen Masken paart.

Große Spannung möchte ich nicht lange aufbauen. Ich denke ihr könnt ahnen, dass die Gewinner die finnischen Rockmonster sind. Und so ist es auch... Hoffentlich beißen sie der Statue nicht den Kopf ab...

Damit beenden wir unsere Preisverleihung vorerst. Bleibt an den Bildschirmen, denn bald geht es um die wichtigen Preise in den Kategorien Bestes Lied, Bestes Album und Beste(r) Künstler(in)!

28. Dezember 2006: MeP - Musik 2006 (die Hauptkategorien)[Bearbeiten]

Und schon geht es weiter hier, mit der Kategorie Bester Künstler

In Frage kommen:

  • Justin Timberlake - für sein stilsicheres Album, seine galanten Outfits und Clips sowie sein freundliches Verhalten in Interviews-
  • Farin Urlaub - für seine Liveauftritte und das Anfang des Jahres aktuelle Album.
  • Robbie Williams - für sein mutiges, unkonventionelles Album und die Live erbrachten Leistungen

Und der Gewinner ist... Justin Timberlake. Auch wenn sein neues Album in meinen Ohren meilenweit hinter dem alten Album ist, so hat er durch Auftritten mit älteren Songs an Punkten gut gemacht.

Spannender ist die Suche nach der Besten Künstlerin:

  • Christina Aguilera - erfrischendes neues Album und souveräne Auftritte
  • Christina Stürmer - solide Leistungen einer deutschsprachigen Poprockerin müssen einfach belohnt werden
  • Nelly Furtado - die ehemalige Alternativefolkloristin mit intellektuell anspruchsvollen Liedern legte dieses Jahr ein spektakuläres Comeback hin

Und die Gewinnerin ist... Nelly Furtado! Ihr neues Image als sexy Pop/Dancekünstlerin war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, doch die Tanzbarkeit von Maneater und Promiscoues sprach für Furtado. Zudem hat sie auch ein paar schöne Popballaden auf ihr Album gezaubert, so dass die alte Nelly nicht völlig verschwindet. Klasse Sängerin mit guten Liedern - klarer Sieg.

Und schon stürmen wir die drei Topkategorien. Und für alle, die diese Preisverleihung zu schnell ging: Die nächsten Preise (TV und Film) werden etwas ausführlicher behandelt. Keine Sorge.

Doch nun wird es Zeit für das beste Album:

Nominiert sind "Loose" von Nelly Furtado und "Arockalpyse" von Lordi. Die Vorzüge des Furtado Albums habe ich an sich schon erklärt - es verbindet eine neue, schnellere, tanzwütige Nelly mit der alten Frau Furtado. Lordis Arockalypse währenddessen bringt einen Monstertouch in den Sound des 70er und 80er Jahre Rocks. Da in mir mehr kleine Rocker als kleine Popdancer toben und man das Lordi-Album komplett ohne ein Lied überspringen zu müssen hören kann ist der Sieger... Lordi!!!

Doch nun wird es wirklich spannend... wir suchen nun das (meiner Meinung nach) beste Lied national und international.

Die Nominierten national:

  • Zehn - Farin Urlaub
  • Mann gegen Mann - Rammstein
  • Das letzte Streichholz - Oomph!
  • Ding - Seeed

und international...

  • Hard Rock Halleluja - Lordi
  • Who's your Daddy - Lordi
  • Maneater - Nelly Furtado
  • Promiscuous - Nelly Furtado

die Spannung steigt... wer gewinnt... es ist wahrlich knapp... doch die Gewinner stehen fest... Ding und Hard Rock Halleluja stehen stellvertretend für das Jahr 2006...

..."hoffentlich sind die anderen Awards spannender..."...

Wer hat das gesagt? Naja, egal, bald gehts weiter...

29. Dezember 2006: MeP - TV 2006[Bearbeiten]

Bevor es bald als großes MeP Highlight die Filmpreise gibt, ist es nun Zeit für die TV Preise.

Und um TV-getreu zu sein, straffen wir alles, um die Quote zu erhöhen... zum Glück wurde uns für die Kino-MePs ein höheres Budget vertraglich zugesichert...

Quack Pack Donald TV 2006.JPG
  • Beste Non-Disney-Trickserie: Drawn Together
  • Beste TV-Serien DVD Box: Scrubs - Die Anfänger Staffel 4 (australische Version)
  • Bester Nebendarsteller: John C. McGinley als Dr. Cox in Scrubs - Die Anfänger
  • Beste Nebendarstellerin: Mira Furlan als Rousseau in Lost
  • Beste Moderation einer Wissens-/Politsendung: Frank Plasberg
  • Beste Wissens-/Politsendung: Hart aber fair
  • Bestes TV Event: Wok WM 2006
  • Bester Comedian: Dieter Nuhr
  • Bestes im TV übertragenes Bühnenprogramm: Paranoid
  • Beste Darstellerin in einer Hauptrolle: Marcia Cross als Bree in Desperate Housewives
  • Bester Darsteller in einer Hauptrolle: Zach Braff als J.D. in Scrubs - Die Anfänger
  • Beste neue Unterhaltungsshow: Schlag den Raab
  • Beste Unterhaltungsshow: Wetten, dass...?
  • Beste Moderation einer Unterhaltungsshow: Hape Kerkeling
  • Bester Alleinunterhalter: Thomas Gottschalk
  • Beste Serie national:
Stromberg

gegen Pastewka Der Gewinner ist ganz knapp: Pastewka

  • Beste Serie international:
Lost
Desperate Housewives
Scrubs - Die Anfänger
Malcolm mittendrin

und der Sieger lautet mit klarem Abstand: Scrubs - Die Anfänger

Ich hoffe ihr seit auch dabei, wenn demnächst die spektakulären Film-MePs verliehen werden!

30. Dezember 2006: Das kenne ich doch irgendwo her...?[Bearbeiten]

Der letzte geniale Kinofilm 2006: Déjà Vu

Produzent Jerry Bruckheimer präsentiert einen Film von Regisseur Tony Scott, dem wohl populärsten und erfolgreichsten Anhänger visueller High Tech-Spielereien. Das ganze ist ein spannender und intelligenter Thriller über moderne Überwachsungsmethoden. Wieso kommt mir das nur so bekannt vor? Habe ich etwa ein Déjà Vu?

Nein, denn es handelt sich hierbei nicht um den Actionthriller Der Staatsfeind Nummer Eins mit Will Smith in der Hauptrolle, der uns eine realistische Ausgangslage zeigt und sie zum Zwecke der Kritik und Unterhaltung zu einem Gewaltspektakel hochstilisiert. Hierbei handelt es sich um einen ganz anderen Film: Déjà Vu.

Produzent Jerry Bruckheimer präsentiert einen Film von Regisseur Tony Scott, dem wohl populärsten und erfolgreichsten Anhänger visueller High Tech-Spielereien. Das ganze ist ein spannender und intelligenter Thriller mit einem brillianten Denzel Washington in der Hauptrolle. Wieso kommt mir das nur so bekannt vor? Habe ich etwa ein Déjà Vu? Nein, denn es handelt sich hierbei nicht um den U-Boot-Triller Crimson Tide mit Gene Hackman in einer weiteren Hauptrolle, der uns eine realistische Ausgangslage zeigt und sie zum Zwecke der Kritik und Dramatik noch weiter überspitzt. Hierbei handelt es sich um einen ganz anderen Film: Déjà Vu.

Das Déjà Vu ganz anders ist als der normale Actionthriller aus Hollywood bewies schon der erste Trailer. Im Trailer wiederholen sich einige Elemente, was sich bei einem Film mit diesem Titel auch perfekt anbietet. Doch das wahrlich originelle an diesem Trailer war seine Stille. Er erzeugte eine gewisse Spannung und er zeigte auch einige explosive Bilder, aber er baute keine Hochdruckspannung auf und protzte mit bombastischen Actionszenen. Stattdessen war die Musik hypnotisch und dramatisch und ein Sprecher mit ruhiger Stimme begleitete die Zuschauer fast den ganzen Trailer lang - sehr ungewöhnlich. Für die heutige Zeit und erst recht für dieses Genre.

Der letzte geniale Kinofilm 2006: Déjà Vu

Déjà Vu ist auch ganz anders als der normale Actionthriller aus Hollywood. Tony Scott verwendet seinen visuell beeindruckenden Stil auf geschickte Weise, während die ruhig erzählte und dennoch hochspannende Geschichte den Zuschauer in ihren Bann zieht. Denzel Washington erfüllt die Leinwand mit seiner Präsenz und auch die anderen Darsteller sind mehr als nur überzeugend. Klug hinterlegte Hinweise lassen das Publikum erst ratlos zurück, bis es gegen Ende meint alles verbunden zu haben und denkt es hätte nun den Film verstanden.

Wer dann genauer nachdenkt oder nochmal ins Kino geht, zweifelt wieder - ist alles wirklich so, wie es scheint? Die Vermutung liegt nahe, dass im Film Fehler sind oder man etwas falsch verstanden hat. Und dann verbindet man die Hinweise erneut, ähnlich wie es im Film geschieht.

Wer genauer hinschaut und sich auf das Déjà Vu einlässt wird noch sehr lange Freude am Kombinieren der Hinweise haben. Und seine eigenen Theorien aufstellen.

Bis man schließlich bemerkt, dass Déjà Vu ganz anders ist als der normale Actionthriller aus Hollywood. Die Autoren haben sich sehr viel bei diesem Film gedacht und einen komplexen und zugleich unterhaltsamen Thriller geschaffen, hinter dem noch viel mehr steckt als man denkt. Der Film erzeugt eine gewisse Spannung und er zeigte auch einige explosive Bilder, doch das Hauptaugenmerk liegt auf der dichten Atmosphäre und der genialen Geschichte.

Leider scheint der Film die Kritiker in den USA überfordert zu haben - Hinweise wurden als Filmfehler beschimpft. Die Grundidee als unrealistisch - dabei ist innerhalb des Films alles glaubwürdig und plausibel. Dass so etwas in der Realität nicht funktioniert ist klar - kaum ein Thriller und kein Actionfilm ist in der Realität so machbar. Wer also im Kino wieder etwas denken möchte, sich aber nicht sofort in einen hochanspruchsvollen Experimentalfilm setzen möchte, dessen arroganter Regisseur jeden der Verblödung beschuldigt, der die Aussage der Schatteneffekte nicht entschlüsseln kann ist hier richtig. Déjà Vu ist ein intelligenter, großartig produzierter Thriller mit beeindruckenden Darstellern, toller Optik und spannender Geschichte. Nachdenken, mitfiebern, rätseln.

3. Januar 2007: MeP - Kino 2006[Bearbeiten]

Der Preis des Abends...

Jo: Hallo und herzlich willkommen zur Verleihung der MePs in der Kategorie Kino 2006. Zwar nach dem Ende des Jahres, aber noch vor den Golden Globes und den Oscars präsentieren wir ihnen diese sensationelle Preisverleihung. Ich habe es im Gefühl - diese Awards werden bald wegweisend sein. Für Hollywood, den Filmkritikern und auch für andere Preise. Da bin ich mit ganz sicher. Ich bin übrigens ihr freundlicher Kommentator und werde die für die meisten Personen nur schwer verständlichen Ereignisse auf der Bühne kommentieren und erklären. Doch bevor wir auf den roten Teppich schalten möchte ich meine Kollegin Keira zu Wort kommen lassen. Guten Abend Keira.

Keira: Hi, Jo. Du hast dich ja überhaupt nicht in Schale geworfen! Das hier ist ein großes Event, da kann man schon verlangen, dass du dich mit deiner Kleidung an den Kodex hältst.

Jo: Das sind doch wohl eher Richtlinien und keine Regeln...

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Keira: Wie auch immer... ich werde hier für die professionelle Note im Kommentar sorgen, während mein werter Kollege für die missglückten Versuche, Kurzweil einzubringen zuständig ist.

Jo: Sehr charmant...

Keira: Du weißt wie ich es meine. Jedenfalls werde auch ich das Geschehen kommentieren. Falls sie sich fragen, weshalb wir befürchten, dass nicht jeder das auf der Bühne Gesagte verstehen könnte... nun, der diesjährige Moderator ist niemand geringeres als Donald Duck. Das mag ja viel Glamour haben, ist aber manchmal sehr unverständlich.

Jo: Ich werde nie verstehen, warum manche Personen Probleme haben, das zu verstehen, was dieser begnadete Star mit seiner glockenreinen Stimme alles erzählt...

Keira: Naja, er hat in den letzten Tagen auch viel gearbeitet und ist deshalb auch was heiser, also sind die Zweifel an seiner Verständlichkeit berechtigt. Außerdem können wir froh sein, denn sonst hätten wir ja nichts zu tun, nicht wahr? Schalten wir dann mal runter auf den roten Teppich. Unser rasender Reporter Crush ist live vor Ort und fängt für uns die wichtigsten Promis und die seltsamsten Möchtegernpromis mit den schönsten Kleidern ab. Hallo Crush?!

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Crush: Hey, Dudes. Und Lady-Dudes. Ich bin hier am roten Teppich und guck mir hier die ganzen Promis an, wow! Hier geht die totale Celebrity-Action ab. Voll die berühmten Gesichter hier und die Kleider, glitzer, glitzer, glitzer! Man merkt, die gesamte Branche weiß, wie wichtig der heutige Abend ist. Oh, hey, da kommt Paris Hilton. Fragen wir sie doch mal, was sie sich von diesem Abend hier verspricht...

Hey, Paris! Warum bist du an diesem total coolen Abend dabei? Wem gönnst du eine der voll coolen MeP-Statuen?

Paris Hilton: Äh? Statuen? Ich dachte hier wäre irgendeine Promi-Feier mitsamt Handtaschenverkauf, auf die ich mich mogeln könnte.

Crush: Öh... nein! Da liegst du voll falsch, ey!

Paris Hilton: Och nee, dann entdecken mich hier bestimmt keine Promi-Fotografen. Und mein Geld kann ich hier auch nicht sinnlos verschwenden... äh.. Moment mal... womit habe ich mein Geld eigentlich verdient...?

Crush: Sorry...! Da kann ich dir leider auch nicht helfen... Leute, lasst uns mal einen richtigen Prominenten suchen.

Jo: Ja, bitte. Wir wollen unseren Zuschauern doch was bieten...

Crush: Tja, Dude, das würde ich gerne, aber hier ist ja niemand mehr.

Jo: Wirklich...? Nun... vielleicht sind die ganzen Stars schon im Auditorium. Guck doch mal nach.

Crush: Dass kann aber noch was dauern, Dude...

Jo: Versuche es einfach mal... oder... mhm, naja, es geht eh bald los...

Keira: Ja, da hast du vollkommen Recht. Und, oh, ich höre auch schon das Orchester spielen... und, ja... die Showbeleuchtung ist auch an. Ich glaube es geht gerade los!

Jo: Und da kommt er auch schon, der Moderator dieser großen Gala: Donald Duck!

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Donald Duck: Hallo, und herzlich willkommen zu unserer heutigen Show. Mann, o, mann, war das ein Jahr. 2006 war das Jahr der großen und teuren Produktionen. Um es mit einem Song zu beschreiben...

Keira: Donald hat so eben die Zuschauer begrüßt und beginnt gerade zu singen...

Jo: Wunderschön!

Keira: Vielen Dank, du bist auch sehr, öh, nett.

Jo: Ich meinte Donalds Gesang!

Keira: Das ist wohl ganz klar eine reine Ansichtssache.

Jo: Jetzt sei bitte mal kurz ruhig, ich will Donald hören.

Donald: ...All we need ist lightning with power and migh...

Keira: Was singt der da?

Donald: ...My head's in the game, but my heart's in the song...

Jo: Klingt nach einem Medley aus den größten Hits des Jahres... denk ich.

Keira: Ich will ja nichts sagen, aber ich denke mal, dass Donald nicht wirklich für eine Gesangskarriere gemacht ist. Ehrlich. Er sollte lieber weiterhin schauspielern. Und mal sehen, vielleicht ist er auch ein guter Moderator.

Donald: ...dieses Jahr war wirklich seltsam. Hollywood hat seit langem die reinste Panik vor der Filmpiraterie, und nun sind plötzlich Filmpiraten die erfolgreichsten und beliebtesten Helden des Jahres...

Keira: So eben hat Donald einen Witz gemacht...

Jo: Willst du das nun die ganze Zeit über sagen? Die Zuschauer bekommen ja überhaupt nichts mit!

Keira: Mecker' hier nicht die ganze Zeit rum, sonst verrate ich den Zuschauern, was du auf der Weihnachtsfeier so alles angestellt hast.

Jo: Was für dich peinlicher wäre als für mich... ich gewinne dadurch doch nur, wenn die Leute erfahren, dass wir zwei...

Keira: Ja, ja, ist ja schon gut. Wir sollten Professionalität bewahren! Also, Contenance, und schön den ersten Ward abwarten.

Jo: Was genau jetzt wäre. Allerdings ist es eine relativ unspektakuläre Kategorie. Es ist die Kategorie Beste audiovisuelle Technikkombination. Nominiert sind in dieser Kategorie Déjà Vu und Crank. Keira, was denkst du, welcher Film gewinnt?

Keira: Nun, ich tippe auf... mhm... das ist wirklich eine schwierige Frage. Déjà Vu ist typisch Tony Scott - ein hypnotisches, packendes Gesamtwerk. Aber [Crank]] vermittelt mit seinem visuellen Stil, seinem Ton und seiner Technik das Gefühl, das die Hauptfigur hat, einfach perfekt. Der Film fühlt sich wirklich so an, als wäre man selbst unter Drogen.

Jo: Woher weißt du, wie man sich unter Drogeneinfluss fühlt?

Keira: Lindsay Lohan hat es mir erst kürzlich auf einer Promiparty erzählt. Die wollte einfach nicht aufhören... und dann hat sie mich gefragt, ob ich ihr ein Date mit Orlando Bloom und Johnny Depp arrangieren könnte... GLEICHZEITIG!

Jo: Diese Frau hat einen enormen Niveauzerfall hinter sich. Hast du auch die Geschichte darüber gehört, dass sie im Disneyland Park heimlich Marihuana geraucht hat? Schrecklich...

Keira: Ja, da stimme ich dir zu.

Jo: Oh, mist. Jetzt haben wir die Laudatio von Preisverleihungsdauergast Billy Crystal verpasst...

Keira: Aber dafür steht nun der Gewinner fest! Es ist... Crank!

Jo: Ein durchaus verdienter Sieg. Die visuellen und akustischen Mittel wurden künstlerisch eingesetzt, dienen der Spannungsförderung und sind zudem extrem witzig. Dieser erste Gewinner an diesem Abend hat den Preis zurecht bekommen.

Keira: Und es war eine der wenigen Kategorien, in denen Fluch der Karibik 2 nicht nominiert ist.

Jo: Lass mich raten. Du denkst und hoffst, dass der Film hier die selbe Nummer abzieht wie Der Herr der Ringe 3 damals bei den Oscars?

Keira: Wäre doch recht logisch. So beweißt sich diese Preisverleihung als Satire auf die stumpfsinnigen und teilweise sehr eintönigen Preisverleihungen Hollywoods. Dann wären die MePs kein schlechter Witz mehr, sondern mäßige Satire. Hätte Stil-

Jo: Du hast heute irgendwie einen gemeinen Tag, kann das sein?

Keira: Ich halte mich bloß ans Drehbuch.

Jo: Das hätte ich mal lesen sollen...

Keira: Der Satz stand aber nicht im Skript!

Jo: Ach?

Keira: Ähm, wie auch immer. Kommen wir zur nächsten Kategorie.

Jo: Deren Laudatio auch schon angefangen hat, also sollten wir uns beeilen. Die aktuelle Kategorie ist...

Keira: Bester Kurzfilm und wie wir gerade sehen, geht der Preis an One Man Band. Herzlichen Glückwunsch!

Jo: Ein sehr origineller und witziger Film mit schönem Design.

Keira: Auf die nächste Kategorie bin ich ja besonders gespannt. Es ist der einzige negativ Award am heutigen Abend. Es ist der Preis für die Größte Enttäuschung des vergangenen Kinojahres. Lass uns mal reinhören, wie Donald die Nominierten vorliest!

Donald: ...nominiert sind: Miami Vice - für einen Actionfilm zu langweilig, für eine intelligente Psychostudie zu dumm. Da Vinci Code - viel Trubel und Diskussion für einen konventionellen Film irgendwo zwischen Drama und Thriller. Und Die Arielle DVD in Deutschland - so viel Ärger, und zur Strafe nimmt man auch noch das Bonusmaterial weg.

Jo: Wow, das kann verdammt knapp werden...

Donald: Und der Gewinner ist: Miami Vice

Jo: Jap, damit bin ich sehr zufrieden. Das beste am Film war der Song "Numb/Encore". Danach ging es steil bergab.

Keira: Und nun auf zu der ersten Kategorie, in der Fluch der Karibik 2 nominiert wurde. Ich hoffe ja auf einen Sieg.

Jo: Du hast auch große Chancen zu gewinnen, immerhin bist du zweimal nominiert. Deshalb kann der Film auch kaum einen Herr der Ringe 3 hinlegen... es sei denn es werden zwei Preise in dieser Kategorie verliehen. Was unwahrscheinlich ist... oh, die Nominierten werden vorgelesen... lass uns zu hören!

Donald: ...für Bester Kuss: Keira Knightley und Orlando Bloom in Fluch der Karibik 2. Keira Knightley und Johnny Depp, ebenfalls für Fluch der Karibik 2. Und...

Keira: Ich bin so aufgeregt!

Jo. Das kann ich ja verstehen, aber unsere Zuschauer hören dich. Die haben jetzt bestimmt die letzten Nominierten verpasst!

Donald: ...and the winners are... Keira und Johnny!

Jo: Oh mein Gott, dass wird die Will/Elizabeth Shipper endgütig gegen mich aufbringen... Keira, geh du in Ruhe runter und bedanke dich für deinen Preis, ich suche derweil einen Ort, an dem ich mich nach der Preisverleihung in Sicherheit bringen kann... Obwohl? Es hat niemand gehört, dass ich "JA!" geschrieen habe, oder? Das Mikro war aus, oder... argh, Mist... jetzt haben sie es gehört... och nö... Naja, vielleicht kann mich Sir Donnerbold irgendwo verstecken... der saß ja in der Jury, der wird Ahnung haben... obwohl... ach... egal... ist das Mikro etwa immer noch an?

Keira: Und um meine Rede kurz zusammen zu fassen: Danke an das ganze Team!

Werden die Kommentatoren endlich die Klappe halten? Wie viele Preise wird Fluch der Karibik 2 erhalten? Und wo steckt der Sinn dieser Sache? Ein paar Antworten und noch mehr Fragen... BALD!

10. Januar 2007: MeP - Kino 2007 (II)[Bearbeiten]

10 Minuten später

Jo: Funktioniert der Ton wieder? Sind wir auf Sendung? Na klasse. Dann wollen wir mal schnell die sechs vergangenen Kategorien zusammenfassen, die wir nun dank Tonausfall verpasst haben.

Keira: es waren nur fünf Kategorien!

Jo: Okay, fünf. Also, machen wir mal schnell. Der Beste Kampf ist Jack gegen Will gegen Norrington aus Fluch der Karibik 2.

Keira: Die Beste Requisite ging ebenfalls an Fluch der Karibik 2.

'Jo: Genauso wie der Preis Beste Kostüme. Und auch das Beste Make-Up.

Keira: Und nicht zu vergessen Bester Ton.

Jo: Nun aber auf zur nächsten Kategorie. Es ist der Wettkampf um den besten Tonschnitt.

Keira: Und diese Kategorie ist spannender als man denken kann.

Jo: Nominiert sind: Déjà Vu, Crank und X-Men 3.

Keira. Jetzt hast du ja reingequatscht!

Jo: Joh, aber nur in die Bekanntgabe der Nominierten, nicht in die eigentliche Laudatio zur Kategorie.

Keira. Doch, hast du. Gerade eben.

Jo: Ha, ha. Nun, da unsere Zuschauer jetzt eh nichts wichtiges mehr mitbekommen... was denkst du, wer gewinnt?

Keira: Nun, ich denke, dass Crank hier gewinnen wird. Bei diesen seltsamen Technikpreisen ist es ja immer gleich - ob man nun eine audiovisuell beeindruckende Präsentation bringt oder den Ton gut schneidet, dass ist doch alles recht ähnlich. Der beste Tonmix übrigens auch...

Jo: Naja, das sehe ich nicht so. Wenn alle Technikpreise gleich wären, würde Fluch der Karibik 2 ja auch in dieser Kategorie gewinnen - dabei ist er nichtmal nominiert.

Keira: Vielleicht dachte die Jury, dass die Preisverleihung ansonsten langweilig werden würde...

Jo: Naja, zumindest gewinnt eine Jerry Bruckheimer-Produktion. Der Preis ging nämlich gerade an Déjà Vu!

Keira: Oh, das überrascht mich.

Jo: Soviel dazu, dass du das Skript gelesen hast...

Keira: Habe ich auch. Habe die Kategorie wohl irgendwie anders in Erinnerung gehabt. Aber dafür kann ich dir verraten, dass der Preis für den Besten Tonmix an Fluch der Karibik 2 geht.

Jo: Na toll, nun hast du uns die Spannung geklaut. Dann können wir ja gleich über den Preis für den besten Trailer reden...

Keira: ...der auch an Fluch der Karibik 2 geht? Und zwar verdienterweise, weil es der epischste und actionreichste Disney-Trailer aller Zeiten und auch der beste Trailer des Jahres war...

Jo: Keira, jetzt sei leise, nun müssen unsere Zuschauer bis zum Preis für den besten Abspann warten, bis es für sie spannend wird.

Keira: Okay, okay. Ich bin ruhig.

Jo: Du wirst also nicht verraten, dass Cars gewinnen wird?

Keira: Du hast das Drehbuch also doch gelesen?!

Jo: Ähm, nö. Aber ich wollte wissen, ob der Film denn gewinnt. Und anhand deiner Reaktion konnte ich gerade ablesen, dass ich mit dieser Vermutung richtig lag.

Keira: So hast du aber noch mehr Spannung aus dieser Preisverleihung genommen.

Jo: Wieso, die Mikros waren doch aus... oh... doch nicht... ups... Ich dachte die wären aus, weil gerade gesungen wird da unten, und... ach, neee... ist ja doof.

Keira: Ja. Du hast eine der spannendsten Kategorien verdorben. Da hättest du ja gleich verraten können, dass Johnny Depp auch den Preis für die Beste komödiantische Performance und die für die Coolste Darstellung gewinnt und somit die Favoriten Hook aus Cars beziehungsweise Statham für Crank schlä... hups!

Jo: Und somit ist die MeP Gala für die besten Filmleistungen 2006 endgültig zu einer uninteressanten, langweiligen und vorhersagbaren Veranstaltung verkommen.

Keira: Wie die Golden Globe Verleihungen der letzten 4 Jahre?

Jo: Schlimmer. Wie die Oscarverleihungen der letzten 4 Jahre und die letzten achtundneuzig deutschen Vorentscheidungen zum Grand Prix d' Eurovision de la Chanson zusammen!

Keira: Du übertreibst... als Guildo Horn und Stefan Raab dabei waren war es wenigstens ein Lied lang lustig.

Jo: Okay, stimmt. Aber mich nervt es, das wir fast immer so abstinken. Und dann hat 2005 (oder war es 2004?) auch noch eine Kopie von Dschings Khan gewonnen - Ralph Siegels einzig brauchbarer Grand Prix-Titel, der dann auch noch so einen undankbaren Platz gemacht hat.

Keira: Aber die Gewinner der letzten Jahre waren doch verdient. Diese seltsamen Monster und die eine Griechin da..

Jo: Ich sag ja immer: Solange die Amis da nicht gewinnen ist alles in Ordnung.

Keira: Wir Briten bekommen in letzter Zeit übrigens viel zu wenig Punkte.

Jo: Ja, das stimmt. Ihr, Frankreich und schockierender weise sogar auch früherer Dauerfavorit Irland, ihr schneidet alle richtig mies ab. Naja, mal sehen was dieses Jahr passiert.

Keira: Ja, da bin ich auch sehr gespannt.

Jo: Keira, weißt du was?

Keira: Ja, Jo?

Jo: Wir haben gerade die gesamte Kategorie Beste Effekte verplappert.

Keira: Als wenn der Gewinner jemanden überrascht hätte. Fluch der Karibik 2 war einfach zu genial. Die Effekte waren das beste, was man momentan aus einem Computer rausholen kann.

Jo: Ja, da hast du auch wieder recht. Aber wir sollten uns nun mehr auf die eigentliche Preisverleihung konzentrieren.

'Keira: Stimmt

Werden sie es auch endlich tun? Time will tell...

14. Januar 2007: MeP - Kino 2007 (III - Das Ende)[Bearbeiten]

30 Minuten später

Keira: Okay, dass der Film die Beste Art Direction, die Beste Regie, das beste On Screen Team und die Beste DVD hat, da war ich mir auch sicher. Aber das Fluch der Karibik 2 dank mir auch die Beste Story hat, das überrascht mich dann doch etwas.

Jo: Sei nicht so bescheiden. Das war doch wohl klar. Öh... wieso bist du an der Story beteiligt?

Keira: War ein Scherz.

Jo: Aha... wie auch immer... Kommen wir zur Kategorie Dichteste Atmosphäre...

Keira: Es schockiert mich, dass einige den Da Vinci Code dafür nominiert haben. Der Film war ein normaler 08/15 Thriller, nichts mit dichter Atmosphäre...

Jo: Mich überrascht mehr, dass Fluch der Karibik 2 nicht nominiert wurde. Der wurde doch fast überall nominiert!

Keira: Vielleicht ist das Taktik...?

Jo: Was für'ne Taktik soll das denn sein? Naja, wie auch immer, der einzig wahre Gewinner ist eh...

Donald: Déjà Vu]!

Keira und Jo: Ja, das wollte ich auch gerade sagen! Außerdem sollte der Film den Preis für...

Jo: ... die besten Opening Titles bekommen, die sind einfach genial, auch wenn sie schlicht sind. Sie passen perfekt zum Film!

Keira: Den Preis wird Déjà Vu auch noch gewinnen, genauso wie Bestes Drehbuch, Bestes Intro, Bester Schnitt und Beste Kameraführung!

Jo: Ja, aber den Intropreis teilt er sich mit Fluch der Karibik 2 und den Schnittpreis mit Crank! Upps, haben wir wieder was verraten!

Keira: Am besten, wir rufen beim Sender an, sagen, sie sollen die Preisträger einblenden und dann anstelle der Preisverleihung lieber eine Wiederholung von Verliebt in Lotta in Love classics senden.

Jo: Gute Idee!


die Moral von der Geschicht': Preise hat man, oder nicht


neee Quatsch! Es sollte die Inkonsequenz der Fernsehsender, nervende Kommentatoren, lahme Preisverleihungen und unnötige Beiträge kritisieren.... oder etwa nicht?

25. Januar 2007: WALL*E und interne Wettstreit*e[Bearbeiten]

©Disney Pseudowarnung! Dieser Kommentar spielt ein Zerrspiel mit der Realität - er nimmt echte Fakten und schweift später in die Überlegungen und Meinung des Autors ab. Er ist sozusagen ein Spiegelbild des Innersten seines Autors. Außerdem verrät er das Ende von Fluch der Karibik 2 sowie die Genres von The Village und Déjà Vu!
Robby nach Haus' telegraphieren...

Lassen wir die ganzen Preisverleihungen doch einfach mal bei Seite und blicken wir stattdessen, im Gegensatz zu vielen anderen, in die ferne Zukunft der Pixar Studios. Nach Ratatouille wird sich das Studio mit der kleinen Lampe im Logo den Robotern widmen - denn das nächste Projekt namens WALL*E wird unter anderem diesen süßen kleinen Blechkasten beinhalten, den wir hier links sehen. Viel mehr ist über den Film noch nicht bekannt, fest steht einzig und allein, dass der Film Menschen, die sich Sonderzeichen-Tastenkombinationen nicht merken können zur Weißglut bringt - das Zeichen zwischen dem zweiten "L" und dem ersten "E" ist nämlich ein dicker, runder Kreis, den wohl keiner auf seiner Tastatur finden wird.

Aber dies ist nur nebensächlich. Viel interessanter sind die zahlreichen noch unbestätigten, aber von verlässlicher Seite stammenden Gerüchte über WALL*E. So soll der Film von niemand geringerem als dem Findet Nemo-Regisseur Andrew Stanton geleitet werden. Ein weiteres Gerücht ist, dass der Film im Superweitformat "gedreht" wird und von verliebten Robotern handelt. Mein Lieblingsgerücht ist allerdings folgendes: Der Film soll nur minimalen Dialog beinhalten - oder sogar gar keinen. Die Geschichte von WALL*E soll nämlich hauptsächlich visuell erzählt werden. Den Rest zum Gesamteindruck werden dann wohl beinahe oder gar völlig allein die Geräuschkulisse und der Soundtrack beitragen müssen. Ich finde dieses Gerücht faszinierend und sobald es offiziell bestätigt wird, werde ich WALL*E bis zu seinem Kinostart einen Stammplatz auf meiner "Most Wanted"-Hitliste einräumen. Denn dieses Unterfangen, dass ich fast schon Experiment nennen möchte, ist sicherlich sehr spannend und es wird für mich reizvoll sein zu beobachten, wie man bei Pixar die Idee umsetzen möchte.

Sollte sich all dies als wahr herausstellen, möchte ich den Leuten im Hauptsitz der Disney Company zu ihrem Mut und Experimentierfreudigkeit gratulieren. In den letzten Monaten und vielleicht sogar Jahren hat Disney nämlich immer mehr riskiert: Mit Fluch der Karibik (2003) betrat man das Feld der PG-13 Filme unter dem familienfreundlichen Namen Walt Disney Pictures, mit Fluch der Karibik 2 (2006) ließ man eine gute Figur eine andere gute Figur töten und mit Animated American (20??) könnte Disney möglicherweise das erste philosophische Coming-of-Age-Mischfilm-Drama in die Kinos bringen. Nicht zu vergessen seien an dieser Stelle der erste Disney-Trickactionfilm Die Unglaublichen (2004) und die geduldige Wiederbelebung von Hollywood Pictures (seit 2006).

Nun könnte also ein großer, aufwändiger, gefühlsbetonter und computeranimierter Stummfilm in die Kinos kommen. Es ist zwar möglich, dass die Gerüchte nur heiße Luft sind, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass diese Gerüchte der Wahrheit entsprechen.

Wie ich darauf komme? Nun, das erste Indiz sind die Quellen dieser Gerüchte, allesamt angesehene Disney Blogs, geführt von Menschen, denen es nicht um Ruhm geht, sondern darum zu informieren. Das zweite Indiz: Pixar selber. Seit Toy Story 1995 die Welt der Animation revolutionierte versuchen die Genies aus Emmeryville mit jedem Film seriöser, erwachsener und experimenteller zu werden. Die erste Spielzeuggeschichte wollte noch vom Disney-Musical-Standard abweichen, hat schließlich jedoch einige Musiknummern aufzuweisen und eine recht konventionelle Buddy-Komödienhandlung. Das große Krabbeln ging schon ein bisschen weiter und verbannte den Titelsong in den Abspann um etwas Abenteuerflair in den Film einzubringen - sozusagen das familienfreundlichere und fantasylose Gegenstück zu Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt. Außerdem führte man gestellte Pannen ein. Aus der heutigen Filmwelt nicht mehr wegzudenken.

Und so ging es dann weiter: Ob durch mehr Filmzitate (Toy Story 2) , fantasievollere Welten mit emotionaleren und stilleren Momenten (Die Monster AG und Findet Nemo), mehr Action ohne den Verstand zu verlieren (Die Unglaublichen) oder weniger Humor und einer Moral, die mehr auf Arbeitstätige abzielt als auf Kinder sowie einer visuell völlig abgefahrenen Kombi aus Realismus und Fantasie (Cars), die Animatoren und Autoren bei Pixar legen immer mehr Wert darauf, als Künstler verstanden zu werden und nicht "nur" als Unterhaltungskünstler. Da ist eine Geschichte ohne Dialog (oder nur mit einem Minimum aus Dialog) mehr als nur denkbar. Es ist eine konsequente Weiterentwicklung. Vielleicht wird der Film wieder länger als die bisherigen Pixar-Filme, komplett ohne Sprache oder Songtexte - und der letzte emotionale Moment besteht aus einer Großaufnahme und einem kurzen, knappen Satz. So kann ich mir den Film bereits vorstellen, als kleine Weiterentwicklung der Monster AG, einem witzigen und dialogreichen Film, der schlussendlich emotional wird und dessen letzte Szene aus einem Wort besteht. WALL*E wäre ein hauptsächlich emotionaler Film mit einem Hauch Humor und ebenfalls nur einem Wort oder einem kleinen Satz...

Pixar nutzt seine Kurzfilme bekanntermaßen zu Übungszwecken, sowohl technisch als auch künstlerisch. Dies gilt für die Handlung in den selben Maßen wie für die Umsetzung. Die meisten Pixar-Kurzfilme verzichten völlig auf Dialog, sind aber dennoch beliebt und unterhaltsam - es ist geradezu eine Herausforderung für Pixar, es in voller Spielfilmlänge zu versuchen.

Ein bisschen hat es aber auch den Anschein, als ob einige Disney-Mitarbeiter vor einigen Jahren bei einem Konzerntreffen eine Wette abgeschlossen hätten und nun mit voller Seele darauf erpicht wären sie zu gewinnen. Der Inhalt dieser Wette? - Wer schafft es die Marketingabteilung Disneys mit seinen nächsten Filmen am meisten zu stressen und zur Verzweiflung zu bringen? Natürlich ist diese Idee absurd, doch sie bietet sich geradezu an.

Einer der Teilnehmer an diesem gemeinen Spiel war dann wohl auch M. Night Shyamalan, der nach seinen erfolgreichen Thrillern (die persönlich eh allesamt eher als Suspense-Dramen bezeichnen würde) mit The Village einfach mal ein "philosophisches und gesellschaftskritisches Drama inklusive Politparabel mit einer hauchzarten und unschuldigen Liebesgeschichte und lyrischen Bildern" inszeniert hat, das in Kunst- und Programmkinos wohl einen perfekten Platz gefunden hätte.

Die Kopfschmerzen der disney'schen Marketingabteilung müssen wohl besonders unangenehm gewesen sein. So unangenehm, dass man letztlich das Handtuch warf und The Village als das komplette Gegenteil seiner wahren Identität verkaufen wollte - und zwar als brutalen "Zombie-Monster-Mutant-haut-puritanischem-Tennie-die-Rübe-ab-Schocker-Splatter".

Naja, wenn ich es so recht bedenke war es wohl doch eher der Verstand, den man beiseite warf, und nicht das Handtuch.

Mit seinem darauf folgenden Film wollte sich der mit einer großen Fantasie ausgestattete Inder wohl endgültig den Sieg sichern. Die Verwirrung in Disneys Marketingabteilung muss riesig gewesen sein, als man ihnen eröffnete, dass Das Mädchen aus dem Wasser ein Warner Bros. Film sein wird. Aber zu diesem Zeitpunkt hat das Werbezentrum Disneys wohl seinen Verstand wiedererlangt und nicht etwa gefragt "Und wie bewerben wir nun das?", sondern sich schlicht dazu entschlossen ihn gar nicht zu bewerben. Warum denn auch.

Somit wurde Shyamalan disqualifiziert, doch es gibt noch andere Aspiranten auf den Sieg. Hohe Chancen sollte dabei Jerry Bruckheimer haben: Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt scheint zunächst ein Geschenk des Himmels für jede Marketingabteilung zu sein: Immerhin ist der Film die Fortsetzung des seinerzeit erfolgreichsten Disney- und Bruckheimer-Filmes aller Zeiten (Fluch der Karibik) und des derzeitig erfolgreichsten Films beider Studios (Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2). Doch mit dem Tod Jack Sparrows am Ende des zweiten Films, machte Bruckheimer den Marketingexperten einen gewaltigen Strich durch die Rechnung:

Die Hauptfigur der beiden Filme und der populärste sowie beliebteste Charakter dieser Filmreihe ist nun scheinbar tot. Wie soll man nun bitte die Fortsetzung bewerben. Ohne sie funktionieren die Trailer und Poster einfach nicht, sie würden den meisten Zuschauern zu uninteressant erscheinen. Doch wenn er auftaucht (falls er das überhaupt noch kann), dann wird heftig gespoilert. Und dann soll Am Ende der Welt nun auch noch der düsterste und mystischste Teil der Reihe werden...

Jerry hat es tatsächlich geschafft und die sonst so geschickte Werbemaschinerie Disneys überfordert: Es ist Ende Januar, der Film startet Ende Mai und es ist bislang kein einziges Promotionmittel draußen. Keine Poster, keine Plakate, kein Trailer, nicht einmal ein Teaser. Anscheinend ist Am Ende der Welt so schwer zu bewerben, dass Disneys PR-Abteilung entweder vor lauter Schock in ein Koma gefallen ist, Selbstmord begannen hat, vor lauter Anstrengung kollektiv in einen Tiefschlaf fiel oder einfach explodiert ist.

Aber auch mit Déjà Vu hat Jerry die Leute bei Disney verwirrt und zur Verzweiflung gebracht. Um dies zu erreichen, beidente er sich dem Shyamalan-Trick: Ein Film, der zuerst nach einer für ihn typischen Produktion anmutet (also ein Action.Kracher sein sollte), ist in Wahrheit ein als Blockbuster verpackter, atmosphärisch dichter Thriller mit Lovestory und einer tüchtigen Portion Nerd-Movie/Experimentalfilm. Hinzu kommt, dass das ganze mit einigen Twists aufwartet: Wenn man den Film, als das bewirbt, was er schlussendlich ist, dann nimmt man die Spannung weg, wenn man ihn als das bewirbt, was er zunächst darstellt, dann setzt man falsche Erwartungen. Zwar hat es das Marketing irgendwie geschafft, gute Trailer zusammenzustellen, doch mindestens zehn Kaffeemaschinen sollte der Film auf dem Gewissen haben. Denn Überstunden mussten die Werbeleute wegen dieser Sache bestimmt machen.

Doch den Sieg wird am Ende wohl Pixar davontragen: Die Unglaublichen war ein Actiontrickfilm. Nach den Totalflopps Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt und Der Schatzplanet, deren Versagen oftmals der PR und eher seltener den Filmen selbst zugeschrieben wurde, hat dies wohl das eine oder andere Werbeherz zum Stillstand gebracht haben. Cars war da nicht anders - je länger man den Film sieht, desto besser sieht er aus, doch in einem Ausschnitt von zwei Minuten wirkt er nicht, weil sich der Zuschauer nicht an die Autos mit Augen gewöhnen kann. Und einen Film, dessen Darsteller zu 99,99% Autos sind zu bewerben, ohne die Autos zu zeigen ist beinahe unmöglich - und auf jeden Fall noch dümmer, als ihn dennoch mit ihnen zu bewerben.

Disney tat es trotzdem, indem man (neben echten Trailern) einen der so beliebten und erfolgreichen "Rückblick-Trailer" erstellte, der knapp zur Hälfte aus Ausschnitten alter Filme der Verantwortlichen besteht - in diesem Falle Toy Story, Das gr. Krabbeln, Monster AG, Nemo und Die Unglaublichen. Nach Ausschnitten aus diesen Filmen wurden die titelgebenden Cars gezeigt, möglichst ohne ihre Augen.

Nur zur Info: Der letzte Film der Disney Company, der unter anderem einen solchen "Guck mal, was diese Leute schon gemacht haben... ach, und hier das neue"-Trailer hatte war The Village. Wenn ihr also wieder mal einen solchen Trailer seht, geht in den beworbenen Film! Diese Produktionen sind, wie die Geschichte zeigt, allesamt sehenswert und schon allein deshalb interessant, weil sie die Marketingabteilungen überfordern und zu solch unkreativen mitteln greifen lässt.

Und dann ist da noch Ratatouille - Insider ließen Anfang dieses Jahres verlauten, dass in der PR-Abteilung gerade die Köpfe rauchen, weil man immer noch nicht weiß, wie man einen Film über eine Ratte, die sich in Küchen und Restaurants herumtreibt unter die Leute bringen soll.

Wenn dies schon so schwer ist, ich wäre gern dabei, wenn die Marketingabteilung die Aufgabe erhält, einen modernen "Stummfilm" namens WALL*E bewerben soll, der von verliebten Robotern handelt und im Superbreitbildformat gezeigt wird.

Spätestens dann wird Pixar den Sieg inne haben!

Wahrscheinlich möchte man bei Pixar aber in Wahrheit seine künstlerische Seele austoben. Und Animatoren, egal ob beim Zeichentrick, in der Effektebranche oder die, die gesamte Filme am Computer erstellen, sind alle gleich: Sie lieben die Herausforderung und je schwerer etwas zunächst scheint, desto attraktiver ist es für sie. Bestes Beispiel ist in diesem Zusammenhang wohl Der Schatzplanet, der wahre Traum der Regisseure und Autoren Musker und Clements, eine künstlerisches Quell in dem sich Glen Keane und John Ripa labten und die Art Directors dem Paradies nahe waren. Aber das Publikum... den meisten Trickfilmfans und Experten hat es gefallen, der durchschnittliche Kinogänger hat den Film ignoriert.

Ich für meinen Teil habe jedoch Vertrauen in Pixar und auch in Disney - WALL*E wird das wohl aufregendste Experiment der letzten zwanzig Jahre.

31. Januar 2007: Seit Jahren irgendwo zwischen Leben und Tod[Bearbeiten]

Nicht jeder Film der Disney Company, dessen Plakat mit Totenköpfen wirbt muss gleich ein Erfolg werden. Dies musste Primeval schmerzvoll feststellen...

Es ist eine für Disney so ungewöhnliche Geschichte des Misserfolgs: 1990 mit dem spinnerten Gruselthriller Arachnophobia gestartet, sollte Hollywood Pictures die kreative Energie des einstigen Touchstone Pictures-Mitverantwortlichen Ricardo Mestres optimal zur Geltung bringen.

Doch das Glück war ihm nicht hold. Hollywood Pictures kam nicht wirklich aus dem Starterblock hinaus und sollte sich zum Appendix der Disney Studios entwickeln - das kleine etwas irgendwo hinter dem populären Flagschiff Walt Disney Pictures, dem modernen Blockbusterhause Touchstone Pictures und dem anspruchsvollen Miramax Films-Studio. Sogar der kleine Bruder von Miramax, Dimension Films sollte sich mit seiner kruden Mischung aus bewusst trashiger Kinderunterhaltung, Horrorfilmen und Genrekino als insgesamt erfolgreicher herausstellen. Nicht, dass Hollywood Pictures gar keine Erfolge aufweisen konnte. Quiz Show holte sich einige Oscar-Nominierungen, Steinzeit Junior brachte die Karriere des "amerikanischen 90er-Jahre, MTV-Generation-Stars" Pauly Shore in Gang und Während du schliefst... war ein sehr solider Lovestoryerfolg. Und nicht zu vergessen, es war Mestres, der Jerry Bruckheimer einen Exklusivvertrag unterschreiben ließ - allerdings war Michael Eisner ebenfalls stark daran beteiligt, Bruckheimer zu Disney zu holen und später sollte Bruckheimer schließlich zum populäreren Touchstone Pictures-Studio wechseln.

Der wohl größte und auch letzte Erfolg von Hollywood Pictures war der Geisterfilm The Sixth Sense, ironischerweise ein weiterer Gruselthriller, ein Film aus dem Genre, mit dem alles begann.

...denn mit dem US-Einspielergebnis von Primeval könnte man nicht einmal das Catering-Budget von Fluch der Karibik 2 bezahlen.

Anscheinend war dies wohl dann auch der bezeichnende Unglücksgriff, denn Hollywood Pictures schien von Beginn an verflucht. Nachdem es sich mehr oder weniger selbst ins Koma versetzt hat, versucht der Disney-Konzern seit 2006 einen Wiederbelebungsversuch. Doch Hollywood Pictures steckt nun in der transzendentalen Zone zwischen Leben und Tod fest - Stay Alive (ab Februar in Deutschland als DVD-Premiere erhältlich) war ein Rohrkrepierer und auch der von Touchstone Pictures herübergeholte Tierhorrorschocker Primeval hat sich selbst umgelegt: Gerade einmal 10 Millionen Dollar spielte der Film in den USA ein, internationale Starttermine sind rar gesät und sonderlich viele Kopien werden wohl auch nicht eingesetzt.

Bereits zum dritten Mal berichte ich nun über den aktuellen Stand von Hollywood Pictures, doch viel hat sich nicht geändert: Das Studio ist zum Scheitern verurteilt, hier wird mehr Erfolg abgetötet als Menschen in den Filmen des zum Horror- und Gruselfilm-Studio mutierten, kleinen Zwillingsbruders von Touchstone Pictures.

Nun, nachdem sich auch Primeval, ein brutaler Tierhorrorfilm mit dem Deutschen Jürgen Prochnow, ins Aus manövriert hat, stellt sich nun die Frage: Was wird mit diesem Studio nun geschehen? Einen Hoffnungsträger gibt es noch, das Sixth Sense nicht unähnliche, dennoch aber sehr originell wirkende Kinoerlebnis The Invisible.

Sollte dieser Film ebenfalls elendig an der Kinokassen verrecken, wird man sich nicht wundern müssen, wenn bald jemand aus Disneys Führungsetage auf das Studio losstürmt und es killt...

10. Februar 2007: Gespielte Trickfilme[Bearbeiten]

Micky wäre gerne Zauberer anstelle des Zauberers

Walt Disney Pictures soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden - das wurde 2006 bekannt, als der Konzern feststellte, dass der letzte waschechte und vor allem weltweite Publikums- und Kritikererfolg von Touchstone Pictures irgendwann 2002 anlief, während die größeren Produktionen für Walt Disney Pictures mit Lob überhäuft wurden, großen Erfolg hatten und das Image des Studios verbesserten, dass nun weiterhin eine sehr große Bandbreite an Filmen veröffentlicht - doch nun weiß auch die breite Masse davon.

Nie hat man Disneys Plan, mehr auf das zu setzen, was auch unter Disneys Namen läuft, so sehr vor Augen geführt bekommen wie diese Woche. Robert Zemeckis gründet nun ein Disney-Studio, dessen Filme unter Walt Disney Pictures veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass es mittlerweile mehrere Studios geben, die exklusiv für dieses Studio produzieren. Da wäre Walt Disney Feature Animation, das Haus, aus dem die Meisterwerke stammen. Und dann wäre da Pixar, das Haus, aus dem die Meisterwerke kommen, auf deren DVD-Hülle nicht groß Meisterwerk steht. Außerdem gibt es das DisneyToon Studio, auch bekannt als interessantes Experiment, das weniger massenkompatible Ideen umsetzen und ihnen so eine Plattform geben sollte, jedoch auf Abwegen geriet und hauptsächlich kommerzielle Cheapquels produzierte, jetzt jedoch zu den Wurzeln zurückkehren könnte und nicht zuletzt die eigene Spielfilmproduktion von Walt Disney Pictures - und halt das noch namenslose neue Studio.

Im großen Newssturm dieser Woche wurde unter anderem das Projekt John Carter of Mars als eine Kooperation zwischen Pixar und dem neuen Studio angekündigt. Demnach wurde der Paramount Pictures-Spielfilm zu einem Walt Disney Pictures-Spielfilm, zu einem Pixar + neues Studio - Animationsfilm. Sehr interessanter "Lebens"wandel.

Doch gestern und heute erreichten uns die mit interessantesten Ankündigungen Disneys seit längerem: Spielfilme von Aladdin und Der Zauberlehrling.

Was mit Aladdin passieren wird ist wohl sehr leicht vorherzusagen: Da Disney seit einigen Jahren auf dem Abenteuertrip ist, wird der Film wohl sehr auf das orientalische Flair setzen und sich sicherlich auch in einige Kampf und Magieszenen mit Dschafar hineinsteigern. Der Dschinni dagegen wird sicherlich etwas klassischer dargestellt, als es im Meisterwerk von 1992 der Fall war. Das ist aber nicht unbedingt schlecht, denn wenn der Spielfilm alles genauso machen würde, müsste man ihn ja gar nicht erst sehen. Bei 101 Dalmatiner - Dieses Mal sind die Hunde echt hat ja auch kein einziger der gepunkteten Vierbeiner gesprochen. Warum sollten nun bei Aladdin - Dieses Mal sind die Sandkörner echt (oder wie der Film auch immer heißen mag) ein blau gefärbter Robin Williams auftauchen?

Aufgrund des Abenteuergenres, dem der neue Aladdin sicherlich angehören wird, werden wir sicherlich auch auf Songs verzichten müssen. Wo nun die Puristiker anfangen zu heulen und zu klagen, muss ich sagen, dass dies einfach sein muss. Sonst wären sich beide Filme zu ähnlich und das wäre ja eher schlecht. So gut Aladdin sein mag, genau den selben Film noch einmal brauchen wir einfach nicht.

Allerdings hoffe ich auch, dass man bei Disney nicht auf die Idee kommt, die Romantik rauszuwerfen. Klassischer Abenteuerstoff funktioniert nicht ohne Romantik - und das Meisterwerk von '92 bot genug Gefühl, an dem man sich inspirieren lassen kann.

Was aus dem Zauberlehrling wird, das kann ich noch nicht voraussagen. Zwischen düsterem Fantasystück und heiterer Mär, zwischen epischen und familiären Ausmaßen kann alles auftauchen. Auch über die Fähigkeiten von Nicolas Cage als Produzent kann ich nicht urteilen - hier wird die Einschätzung noch warten müssen. Aber bislang klingt es jedenfalls interessant.

20. Februar 2007: Dörka Dörka Dörka Muhammed Dschihad[Bearbeiten]

Einer der letzten klassischen Produzenten, Disneys Goldgrube und Hollywoods Überproduzent Jerry Bruckheimer

Keine Sorge, dass hier soll kein religionskritischer oder gar hetzerischer und reißerischer Artikel werden - die Überschrift ist lediglich ein Zitat aus 'Team America: World Police, einer Satire über Actionfilme, George W. Bush und übertriebenen Pazifismus. Die Darstellung von Menschen aus vorwiegend islamisch-gläubigen Staaten als dämliche, aber kaltblütige Gangster wird in diesem Film köstlich auf die Schippe genommen. Genauso wie die Vorstellung zahlreicher Amerikaner von anderen Sprachen - und so sprechen die Franzosen nur in Sätzen wie "Oh, mon dieu" und Araber sagen halt nur "Dörka Dörka Dörka, Muhammed Dschihad. Oh, Muhammed Dschihad!" In Wahrheit wird nicht diese Glaubensrichtung (Moslem) beziehungsweise Nationalität parodiert, sondern ihre Darstellung.

Warum ich das ganze nun raus hole? Weil nun auch Disney und Jerry Bruckheimer einen Film über islamische Terroristen machen - man könnte also nun eine sehr klischeehafte, actionfilmtypische Darstellung erwarten, so wie wir sie aus Hollywood kennen - und wie sie in Team America parodiert wird. Aber bei Disney und Bruckheimer vertraue ich auf eine vergleichsweise differenzierte Darstellung - als bekannte, weltumspannende Organisation kann man unmöglich irgendwen beleidigen. Erst Recht nicht Religionen oder ganze Staaten. Da drehen wieder alle durch und das gibt nur Ärger. Außerdem basiert der Film auf einem Artikel eines anerkannten Journalisten - dumme Stereotypen sind somit ausgeschlossen.

Nun, wo wir uns sicher sind, dass der Film nicht völlig stupides Schwarz-Weiß Gemale wird, ist es an der Zeit darüber nachzudenken, was uns bei Jihadists in Paradise - so der Titel des Films - erwarten wird.

Der Film behandelt, basierend auf dem Artikel von Journalist Mark Bowden, die Taten der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf und vor allem von ihrem Führer Aldam Tilao auf den Phillippinen. Die Medien wurden auf die Gruppierung aufmerksam, als sie in einem Taucherpark ein Boot mit 20 Passagieren entführten und einen von drei an Bord befindlichen Amerikanern enthaupteten. Aldam Tilao kidnappte schließlich die anderen zwei Amerikaner, ein Missionarspaar, und jagte sie über ein Jahr lang durch einen nahe gelegenden Dschungel.

Klingt nach ziemlich hartem Tobak und allem anderen als typisches Popcornkino? Ja, das ist richtig - Bruckheimer ist in den letzten Jahren auf den Geschmack gekommen und legt mehr Anspruch in seine Filme - ob Rassendramen wie Gegen jede Regel, als Actionthriller getarnte Experimente wie Déjà Vu oder Kriegsfilme wie Black Hawk Down als Ersatz für das romantisierte und epische Pearl Harbor.

Diese Entwicklung finde ich sehr interessant, da es Abwechslung in das von mir so geliebte Filmrepertoire Bruckheimers bringt. Ihr seid dennoch noch nicht vom Film überzeugt? Wie, ihr zweifelt, weil er auf einem Zeitungsartikel basiert?

Nun, da kann ich euch beruhigen - es wird nicht der erste Film mit einer solchen Quelle sein.

Bereits der vorhin erwähnte Black Hawk Down basiert auf einem Artikel - sogar auf einem Artikel vom selben Journalisten wie Jihadists in Paradise. Auch die fetzige Rom-Com Coyote Ugly basiert auf einem Zeitungsartikel - und der Kultklassiker Saturday Night Fever.

Zeitungsartikel-basierte Filme sind also schon recht alt und auch durchaus in der Lage sehr gut zu sein. Außerdem: Zu einer Zeit, in der eine der erfolgreichsten Kinoreihen aller Zeiten auf einer Wildwasserbahn basiert sollte man sich über nichts mehr wundern - na gut, über Filme, die auf einer Zutatenliste eines Kaugummis basieren kann man sich wundern, aber bis das geschieht ist noch was Zeit hin.

Und wie sieht mein Fazit aus? Nun, Jerry Bruckheimer alleine ist ja schon immer gut, dazu noch ungewöhnliche Quellen kann nie schaden und Bruckheimer, der neue Wege erkundet (Gegen jede Regel, Fluch der Karibik, ...) - die Zeichen stehen großartig. Allerdings klingt der Inhalt noch was ungewöhnlich - klingt nach sehr viel Blut und großem Hin- und Her. Das schreit nach einem Regisseur, der sich sehr auf das erzählerische konzentrieren kann, ohne die visuellen Reize aus dem Auge zu verlieren. Ridley Scott vielleicht?

Bis genaueres feststeht freu ich mich erst einmal mehr auf Bruckheimers andere Filme, die bald kommen: National Treasure: The Book of Secrets (die Fortsetzung des Überraschungserfolges Das Vermächtnis der Tempelritter), Prince of Persia: Sands of Time (Disneys großer Wunsch nach einem neuen Action-Abenteuer-Comedy-Mix mit einem PG-13 Rating) und natürlich der wohl größte und spektakulärste Film, den Walt Disney Pictures, die Walt Disney Company und Jerry Bruckheimer je gemacht haben: Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt.


1. März 2007: "Die Nullziger" oder: Disneys Suche nach dem reifsten Jahr[Bearbeiten]

23. September 2000: Die Disney Company veröffentlicht in den US-amerikanischen Kinos einen Jerry Bruckheimer-Film. Bislang noch keine Besonderheit, wenn man es so liest. Doch es handelte sich dabei um einen Film für Walt Disney Pictures... der Actionkönig veröffentlicht etwas unter dem Hauptstudio Disneys? Um was für einen Film kann es sich dabei nur handeln?

Es war Gegen jede Regel - der Film, der alles veränderte. Disneys Sportfilme wurden nun zu ernsthaften Dramen, Jerry Bruckheimer produzierte immer mehr für Walt Disney Pictures und seitdem sucht Walt Disney Pictures das reifste Jahr...

Gegen jede Regel ist einer der besten Disney-Filme aller Zeiten: Denzel Washington brilliert in seiner Rolle, die Story ist spannend, bewegend und auch inspirierend, die Regie stark und die Kameraführung dynamisch. Dieses herrliche Sport- und Rassendrama war zu Recht der Überraschungserfolg der USA im Jahr 2000.

Besser konnte Disney seine Suche nicht beginnen: Seit Gegen jede Regel veröffentlicht das Studio alljährlich Filme, die eher ein älteres Publikum ansprechen, aber dennoch für Familien geeignet sind. Das ist nichts neues, Disney produziert öfters solche Filme, doch die Filme mit erwachsenen Themen häufigen sich in den '00er Jahren auffällig. Ob Dramen, Actionfilme oder Abenteuer der Extraklassen, das Haus der Maus bringt seine Filme in eine neue Richtung. Nicht, dass Disney vorher kindisch war oder auf Familienfilme beschränkt, ganz im Gegenteil. Seit Walt Disney Pictures zu Beginn der 90er Jahre wieder aus Touchstones Schatten gelangte war die Palette der veröffentlichten Filme sehr breit und abwechslungsreich - allerdings so sehr, dass kein klarer Trend zu erkennen war. Doch nun ist der Trend klar, und er gefällt.

Aber wann kamen die reifsten, erwachsensten Disney-Filme ins Kino? 2000 kam neben dem großartigen Drama auch Fantasia 2000 in die Kinos, die große Bühne für technische Experimente und künstlerische Freiheit.

2001 kam mit Plötzlich Prinzessin ein zwar sehr familiengerechter, hauptsächlich aber von Teenagern geliebter Film raus, der somit teilweise in diese Wertung geht. Mehr wiegen aber die Walt Disney Meisterwerke aus diesem Jahr. Mit Ein Königreich für ein Lama nahm man sich selbst auf den Arm (noch bevor Shrek es machen konnte) und mit Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt veröffentlichte man einen zum Zeichentrick gewordenen klassischen Abenteuerspielfilm, wie ihn Disney in den 50er bis 70er Jahren gedreht hätte - nur aufwändiger und actionreicher. Atlantis floppte zwar an den Kinokassen und mutierte erst auf DVD zum Erfolg, ist aber deshalb nicht minder interessant als andere Meisterwerke. Viel mehr gehört Atlantis in meinen Augen zu den am meisten unterschätzten Disney-Filme der letzten 50 Jahre. Wenn nicht gar überhaupt.

Doch erst 2002 ging das Rennen um den Titel des reifsten Jahres in die wirklich heiße Phase. Nicht nur, dass die Dreharbeiten zu einem weiteren, ebenfalls revolutionären Film begannen, nein, mit Lilo & Stitch veröffentlichte man die perfekte Symbiose aus frechem, wilden Humor und ergreifenden Emotionen - während Der Schatzplanet die Zuschauer in eine Welt entführte, in der Action, Technik und Kunst eins werden. Leider wurde von diesen beiden großartigen Machwerken nur Lilo & Stitch einer größeren Masse zugänglich, die meisten sind dagegen vor lauter Blindheit an Der Schatzplanet vorbeigegangen. Auf dem Spielfilmsektor veröffentlichte Walt Disney Pictures mit Die Entscheidung - Eine wahre Geschichte das erste von vielen Sportdramen, die in die großen Fußstapfen von Gegen jede Regel treten sollten und mit Doe Country Bears erschien ein Spielfilm, von dem Disney wenigstens dachte, dass er aufgrund seiner Bandfilmsatire und Popkulturanspielungen der Renner bei den Erwachsenen sein müsste, während die kleinen über zwei, drei kleinere Gags lachen und sich erstaunt die Bären angucken. Dem war aber nicht so: Das Projekt Themenparkattraktionenverfilmung sollte erst 2003 erfolgreich auf der Leinwand umgesetzt werden.

Zunächst aber startete Das Geheimnis von Green Lake in den Kinos, eine sehr ambitionierte kleine Literaturverfilmung irgendwo zwischen Drama, Komödie, jugendgerechtem Coming-of-Age-Film und Abenteuer. Die atmosphärisch dicht erzählte und originelle Geschichte gehört ebenfalls zu Disneys besten Spielfilmen und schafft es viele Botschaften zu vermitteln ohne irgendwie o zu wirken, als hätte man den erhobenen Zeigefinger ausgepackt. Ein wirklich schöner und spannender Film für die ganze Familie über... joa... sagen wir mal 12.

Doch wie viele konnten damals ahnen, dass nicht dies Disneys bester Spielfilm des Jahres wird? Denn in der Blockbuster-Hochsaison startete der bis dahin größte und bombastischste Disney-Film aller Zeiten: Fluch der Karibik. Ich denke es ist mittlerweile nicht mehr nötig meine Liebe zu diesem Film auszudrücken. Und auch seine Auswirkungen sollten hinlänglich bekant sein. Besonders interessant für uns ist im Hinblick auf dieses Thema natürlich, dass dieser PG-13 Film das Studio zu neuen Ufern führte und endlich mit einem Paukenschlag bekanntmachte, dass Disney nun mit System häufiger in anderen Genres herumwildert. Ebenfalls zu erwähnen: Die Teenie-Komödie Freaky Friday und Disneys neuer Trend zu IMAX-Dokus. Bärenbrüder setzte schließlich den Meisterwerke-Trend fort: Ambitioniert, anspruchsvoll, mehr oder minder erfolglos.

In den darauf folgenden Jahren kamen weitere Abenteuerfilme (Das Vermächtnis der Tempelritter), Dramen (Spiel auf Sieg) und Fantasyfilme (Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia).

Doch das möglicherweise reifste Jahr der 00er könnte noch auf der Mathe stehen: 2008!

Bislang wurden ausschließlich Filme angekündigt, die Teil der "für ein erwachsenes Disney"-Initiative sein könnten: Neben einer Mexiko-Variante von Antarctica und einer aufwändigen Fantasykomödie sowie den zweiten Narnia-Teil erwarten uns noch mehr Filme:

Das Logo der neuen Disney/Bruckheimer-Koproduktion

So etwa eine Robert DeNiro/Merryl Streep Politkomödie und der bereits angekündigte dialogarme, fantasievolle Pixar-Streifen WALL*E.

Wie wir nun wissen, wird die Geschichte sehr originell, liebevoll und dazu noch satirisch. Freut euch auf eines der filmischen Machwerke mit dem größten Potential in diesem Jahrzehnt!

Nun offiziell bekannt gegeben wurde außerdem, dass Walt Disney Pictures in Jerry Bruckheimers Vertrag festlegen ließ, dass die Prince of Persia-Filme mindestens ein PG-Rating, besser ein PG-13-Rating bekommen müssen. Nur zur Erinnerung: Bei Fluch der Karibik hoffte Disney noch auf ein PG-Rating, bekam aber ein PG-13 - nun wollen sie aber solch eine Freigabe. Endlich ist auch bekannt, dass der erste Film der möglichen Kinoreihe Prince of Persia: Sands of Time im Sommer 2008 starten soll, wenn nichts dazwischen kommt.

Und dann ist da schließlich das Spielfilmremake von Schneewittchen und die sieben Zwerge. Der Film soll in China gedreht werden - also dort, wo er auch spielt: Denn die neue Version von Schneewittchen entführt eine junge, englische Prinzessin ins China des Jahres 1880. Als sie in große Probleme gerät, sucht sie Zuflucht und gerät so in die rettenden Arme von sieben kleinwüchsigen Shaolin Mönchen. Das ganze soll ein Martial-Arts-Action-Abenteuer werden - unter der Regie des Kampfchoreographen Woo-ping Yuen, der bereits für die Kampfszenen in den Kill Bill-Filmen und der Matrix-Trilogie zuständig war. Das Drehbuch dagegen stammt von Michael Chabon, dem Pulitzerpreisträger, der das Drehbuch von Spiderman 2 schrieb.

Klingt vollkommen verrückt und skurril? Ja, durchaus. Und viel mehr klingt es bekannt: Ein Schneewittchen-Film mit Martial-Arts-Szenen und Querverweis auf Kill Bill... Pulp Disney, anyone?

Jedenfalls klingt Snow and the Seven (so der Titel des Films) nach einem Heidenspaß, zumal Yuen zahlreiche Anspielungen auf das original Meisterwerk einbauen möchte und zahlreiche Martial-Arts-Stars engagieren will. Und spätestens nun glaube ich, dass der Film zu Touchstone Pictures verschoben werden könnte...

Wenn nicht, dann könnte 2008 Disneys reifstes Jahr werden... vorerst.

12. März 2007: Die Chartshow, die Skandale und der Sinn dahinter[Bearbeiten]

Seit Ende Januar lief jede Woche am Freitag Abend auf RTL die ultimative Chartshow. Einst eine sensationell erfolgreiche Eventshow, verkam die Sendung mit Oliver Geißen immer mehr zu RTLs Quotensorgenkind. Doch die wöchentliche Ausstrahlung bewirkte etwas, womit man nicht gerechnet hätte: Nachdem die monatliche Ausstrahlung zu einer Übersättigung und sinkenden Quoten führte, resultierte die wöchentliche Ausstrahlung in besseren Quoten, manchmal war die Chartshow gar in der werberelevanten Zielgruppe die erfolgreichste Sendung des Tages.

Für Quotenexperten mag es ein Skandal sein, dass RTL mit dieser unkonventionellen Taktik erfolgreich davonkam. Schon ironisch, dass Skandalsongs auch das Thema einer der Ausgaben waren. Diese Ausgabe war sicherlich sehr interessant, vor allem weil das musikalische Spektrum sehr breit gefächert war (von Lordi über Robbie Williams bis hin zu Paul McCartney war alles dabei), doch teilweise waren die "Skandale" lächerlich: Daniel Lopez sagte "Nein" zu Bohlen und Lordi sieht gruselig aus - tolle Skandale. Gefühltermaßen am häufigsten konnte man folgenden Skandal antreffen: "Der bayrische Rundfunk spielte das Lied nicht - zu obszön." Ja, die Lederhosen- und Dirndlträger waren schon immer ein moralisch gesehen engstirniges Völkchen.

Von solchen Skandalen mit schmutzigen Wörtern oder übertriebener Nacktheit sollte Disneys doch frei sein, oder? Von wegen. Auch Disney-Filme lösten des öfteren Mal Skandale aus. Der erste große Disney-Skandal fand 1954 statt, als The Vanishing Prairie, eine Disney-Naturdokumentation, in den Kinos startete. In New York wurde der Film gebannt, da in ihm gezeigt wird, wie ein Büffeljunges geboren wird. Walt Disney regte sich darüber auf und fragte erzürnt, ob die New Yorker Regierung wirklich will, dass die Kinder in New York tatsächlich denken sollen, dass Kinder vom Storch gebracht werden. Später wurde die Entscheidung rückgängig gemacht und die Doku durfte gezeigt werden,

Ein anderer Disney-Skandal ereignete sich 1967, als der Satiriker Paul Krassner sein Bild "The Disneyland Memorial Orgy" veröffentlichte - als verspäteter Kommentar zu Walt Disneys Tod. Laut Aussage des Zeichners verstarb mit Walt der Gott der Disney-Figuren. Und somit ihr moralischer Wächter. Und so zeichnete er strippende, Geschlechtsverkehr ausübende, urinierende und Drogen nehmende Disney-Figuren vor den Toren Disneylands. Kein Wunder, dass der Disney-Konzern Amok lief und den Herren Krassner am liebsten zum Teufel geschickt hätte. Man konnte sich jedoch außergerichtlich mit dem Publizisten Sam Ridge einigen und so geriet das Bild - beinahe - in Vergessenheit.

Die meisten Disney-Skandale traten erst Jahre später auf: Die Menschen wurden immer schärfer auf Skandale und dank der größeren Abdeckung durch die Medien konnten sie sich viel schneller verbreiten... Doch dazu erst ein anderes Mal mehr!