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Rahmengeschichte

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Die Vor- und Rahmengeschichten waren ein Phänomen, welches für die ersten Lustigen Taschenbücher typisch war. Es handelte sich dabei um eine Einleitung sowie Verbindung der einzelnen Geschichten, wodurch der Eindruck einer zusammen hängenden Story entstand.

Die Geschichte der Rahmengeschichten[Bearbeiten]

I Classici di Walt Disney - Prima Serie[Bearbeiten]

Cover des Heftes „I Classici di Walt Disney“, No. 1, von 1957, in dem sich die erste Rahmengeschichte befand (© Disney)
Startseite der allerersten Rahmengeschichte im Band „I Classici di Walt Disney“, No. 1; bei uns in den LTBs 60 und 55 abgedruckt (© Disney)

Zu Weihnachten des Jahres 1957 entschloss man sich in Italien, Geschichten, welche bereits im „Topolino“ erschienen waren, in einer neuen Heftreihe wieder aufzulegen. So entstand das Magazin I Classici di Walt Disney. Es enthielt die Geschichten „Paperino e il Conte di Montecristo“ („Der Schatz des Grafen von Monte Cristo“, LTB 55), „Paperino e i tre moschettieri“ („Donald und die drei Musketiere“, LTB 60), „Paperin di Tarascona“ („Donald als Löwenbändiger“, LTB 55) sowie „Paperino Don Chisciotte“ („Don Quichotte“, LTB 60). Und diese vier Geschichten wurden durch eine Rahmengeschichte zusammengehalten: Gian Giacomo Dalmasso textete und Giovan Battista Carpi zeichneten eine Geschichte über Donald, der seinem Onkel ein paar Bücher kauft, diese jedoch gefallen dem Onkel nicht, und so erzählt Donald ihm jene vier Geschichten.

Nächste Weihnachten war das des Jahres 1958, und wieder erschien eine solche Ansammlung von Geschichten, diesmal aus dem Micky-Universum, unter dem Namen „I Classici Moderni di Walt Disney“. Dieses Album wurde später in Deutschland unter dem Namen "„Micky auf Gespensterjagd“, LTB 62, abgedruckt. Wiederum wurden die vier Geschichten, „Topolino e il doppio segreto di Macchia Nera“ („Das doppelte Geheimnis des Schwarzen Phantoms“), „Topolino e il terrore dei mari“ („Der Schrecken des Meeres“) und „Topolino e i grilli atomici“ („Micky und die gigantischen Grillen“) durch eine Rahmengeschichte, wieder von Carpi, zusammengehalten. Auch im Jahre 1959 gab es zu Weihnachten ein solches Heft, doch schon ein halbes Jahr später gab es anlässlich der Olympischen Spiele in Rom eine Sonderedition, und nun wurde aus dem ursprünglich saisonalen Heft endgültig eine regelmäßige Heftreihe, welche erst halbjährlich, dann dreimal im Jahr und schließlich vierteljährlich herauskam. Zwei Dinge waren für diese Heftreihe dennoch immer prägnant: erstens waren es stets Geschichten (oft Fortsetzungsgeschichten), welche bereits im „Topolino“ erschienen waren, und zweitens wurden alle Geschichten durch eine Rahmengeschichte zusammen gehalten.

Diese Rahmengeschichten konnten, als es immer mehr Veröffentlichungen pro Jahr gab, nicht „mehr nebenher“ produziert werden, daher stellte man Zeichner ab, welche sich ausschließlich auf das Zeichnen von Rahmengeschichten sowie Zwischensequenzen zwischen ehemaligen Fortsetzungsgeschichten kümmerten. Der erste dieser Zeichner war Giuseppe Perego, der erstmals die Rahmengeschichte im Heft I Classici di Walt Disney No. 5 zeichnete; getextet wurden die Geschichten von Gian Giacomo Dalmasso. Dies sollte sich bis Heft 70 nicht mehr ändern; Ausnahmen waren nur I Classici di Walt Disney No. 16 und I Classici di Walt Disney No. 23 (von Giovan Battista Carpi gezeichnet), I Classici di Walt Disney No. 58 (von Marco Rota gezeichnet) sowie die Hefte I Classici di Walt Disney No. 45, I Classici di Walt Disney No. 54 und I Classici di Walt Disney No. 68, die Sportereignisse (Olympia und Fußball-WM) beschrieben und keine Rahmengeschichte enthielten. I Classici di Walt Disney No. 71, das im November 1976 erschien, war das letzte Heft dieser Reihe und ein neuer Zeichner der Rahmengeschichten gab hier sein Debüt: Giancarlo Gatti.

I Classici di Walt Disney - Seconda Serie[Bearbeiten]

Im Juni 1977 erschien erstmals die Nachfolgereihe der „ersten Serie“. Band 1 war noch ein bloßer Nachdruck von I Classici di Walt Disney No. 3, doch stand schon beim zweiten Band wieder neues Material aus dem Topolino zur Verfügung. Die Reihe erschien monatlich; es wurde, immer abwechselnd, ein Band aus der „Prima serie“ nachgedruckt und ein neuer Band erstellt. In diesen neuen Bänden arbeiteten dann auch das alte Gespann Dalmasso / Perego zusammen, doch bis zu einem Drittel der Rahmengeschichten der Bände, die zwischen 1977 und 1981 erschienen, zeichnete Giancarlo Gatti. Die letzte Rahmengeschichte erschien im I Classici di Walt Disney – seconda serie No. 56, Zeichner war hier Sergio Asteriti. Nach dem Tod von Dalmasso und der Pensionierung von Perego (1981/82) verzichtete man endgültig auf die Rahmengeschichte – lediglich noch einmal, zu den Olympischen Spielen 1984, erschien der Band I Classici di Walt Disney – seconda serie No. 91 mit einer Rahmengeschichte.

Die Rahmengeschichte in Deutschland[Bearbeiten]

Die erste „deutsche“ Rahmengeschichte (© Disney)

In Deutschland wurde erstmals 1967 ein Band der „Prima Serie“ abgedruckt: I Classici di Walt Disney No. 22, hierzulande eher bekannt als LTB 1 – „Der Kolumbusfalter und andere Geschichten“. Selbstverständlich wurde dabei auch die Zwischengeschichte mit veröffentlicht.

Die ersten LTBs waren 1:1-Nachdrucke der italienischen Originale, dies hieß, dass man auch die Rahmengeschichte mit abdruckte. Erstmals wich man von dieser Linie im LTB 23 ab, als man eine Geschichte von Murry abdruckte und dafür zwei Drittel der Rahmengeschichte strich. Dies fiel jedoch kaum auf. In Band 55 gab es dann allerdings eine Premiere mit zweifelhaftem Ruhm: erstmals waren Geschichten aus zwei CWD-Heften abgedruckt. Anstatt jedoch die Rahmengeschichten wegfallen zu lassen, beließ man sie bei den Stories, die abgedruckt wurden, was hieß, dass es im LTB 55 zwei Rahmengeschichten gab. Diese Praxis, mehrere Rahmengeschichten abzudrucken, führte in folgenden Bänden zu einem heillosen Durcheinander, da die Rahmengeschichten oftmals nicht zueinander passten, teilweise sogar die Rahmengeschichten unterschiedlicher Zeichner genommen wurden. Schlimmstes Negativbeispiel war LTB 77, in dem DREI unterschiedliche Rahmengeschichten enthalten waren. Die letzte reguläre Rahmengeschichte „am Stück“ erschien im LTB 79, das letzte Rahmengeschichten-„Fragment“ im LTB 88.

Viermal wurden danach nochmals Rahmengeschichten im LTB veröffentlicht: im LTB 97 zu den Olympischen Spielen (siehe „Trivia“), im LTB 352 bzw. LTB 353 als Sommerspecial und im LTB 390 und im LTB 455 zu Ehren von Donalds 75. bzw. 80. Geburtstag.

LTBs mit vollständigen Rahmengeschichten (sowie ihre italienischen Entsprechungen)[Bearbeiten]

dazu kommen:

Trivia[Bearbeiten]

  • Die Vorgeschichten haben eine Vorgeschichte: Bereits 1953 wurden im Almanacco Topolino 1954 die Geschichten durch eine zwölfseitige Rahmenhandlung zusammengehalten: Nicht Dalmasso, sondern Guido Martina war hier der Autor, und Romano Scarpa versuchte sich erstmals im Zeichnen von Micky und Donald.
  • Insgesamt wurden 95 Rahmengeschichten, im Original „Prologo“, produziert. Davon zeichnete Perego 81, Gatti zeichnete neun, drei wurden von Carpi gezeichnet, und jeweils eine zeichneten Sergio Asteriti und Marco Rota.
  • Bei der Rahmengeschichte des LTB 27 ist die deutsche Übersetzung etwas seltsam: Donald ruft die Polizeiwache an (laut Zeichnungen) und redet mit einem Steakhaus (laut Text), wo ein Polizist (laut Zeichnungen) antwortet, dass sie ausgebucht seien (laut Text). (Quelle: inducks.org)
  • Die Rahmengeschichte des LTB 97 (Olympisches Allerlei) erschien erstmals 1984 in dem Band I Classici di Walt Disney - seconda serie No. 91. Die Zeichnungen waren von Gatti, das Script von dem zwei Jahre zuvor verstorbenen Dalmasso. Ebenso war die Geschichte bereits 4 Jahre alt, wurde also nicht extra für die Spiele 1984 konzipiert, sondern in einer Zeit, als noch regelmäßig Vorgeschichten produziert wurden. Des Rätsels Lösung: 1980 boykottierten viele Staaten die Olympischen Spiele in Moskau. Obwohl Italien sich nicht an dem Boykott beteiligte, wollte man die Geschichte nicht veröffentlichen, da man sie nur schwer hätte ins Ausland verkaufen können. So verschwand die Rahmengeschichte im Giftschrank und wurde erst vier Jahre später zur nächsten Olympiade wieder veröffentlicht (bei der Veröffentlichung im LTB 97 fehlten zwei Seiten am Ende, daher steht diese Rahmengeschichte nicht in der obigen Liste).
  • Es wurde nur eine komplette Rahmengeschichten von Gatti in Deutschland veröffentlicht (LTB 50). Alle anderen Rahmenhandlungen von ihm in den LTB's sind nur Fragmente, oder es fehlten Seiten.