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Cap und Capper

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US Poster von 1981 (© Disney)

Cap und Capper (beziehungsweise The Fox and the Hound im englischsprachigen Original) ist das 24. Walt Disney Meisterwerk und feierte seine Weltpremiere am 10. Juli 1981. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Daniel Mannix.

Handlung[Bearbeiten]

Nachdem die Mutter des jungen Fuchses Cap erschossen wurde, wird er von einer Witwe aufgenommen, die sich um ihn kümmert wie andere um einen Haushund. Zudem freundet sich Cap mit einigen anderen Tieren an, darunter eine alte Eule, die sich um ihn kümmert wie eine Großmutter, und der Nachbarswelpe Capper, der einem Jäger namens Amos Slade gehört. Die zwei spielen oft zusammen und schwören sich für immer Freunde zu bleiben. Doch der bisherige Jagdhund von Slade altert langsam aber sicher, und deshalb möchte er Capper zu einem vollwertigen Jagdtier erziehen.

Cap und Cappers unbeschwerte Kindheit (© Disney)

Einige Zeit später sieht der alte Jagdhund Cap und Capper gemeinsam auf der Farm von Slade spielen, woraufhin er Cap über den Hof jagt. Amos versucht Cap zu erschießen, wird aber von der Witwe Tweed aufgehalten. Slade nimmt sich deshalb vor Cap so bald wie möglich zu töten. Einige Zeit später beginnt die Jagdsaison. Slade nimmt seine zwei Hunde auf seinen Truck und fährt hinaus in die Wildnis, wo er einerseits jagen und andererseits Capper zum Jagdhund trainieren möchte. Als sie Monate später zurückkehren versucht Cap mit seinem Freund Capper ein Gespräch zu führen, doch dieser wimmelt ihn ab. Er sei jetzt ein richtiger Jagdhund und sie könnten keine Freundschaft führen. Cappers "Lehrer", der alte Hund Chef, erwacht und jagt Cap, welcher auf eine Zugstrecke flieht. Ein Zug kommt, woraufhin sich Cap duckt. Chef dagegen wird von dem Zug angefahren und schwer verletzt. Capper schwört Rache für ihn an Cap.

Witwe Tweed erkennt, dass sie nicht länger für Cap sorgen kann und entlässt ihn in ein Naturreservat. Dort lernt Cap die schöne Fuchsdame Trixi kennen und lieben. Allerdings möchte Amos Slade seinen Schwur, Cap zu töten, endlich erfüllen. Er geht in das Reservat und legt Fußfallen aus. Zusammen mit Capper spürt er Cap auf. Eine Jagd durch das gesamte Reservat beginnt, wobei die drei einen Bären aufwecken und erregen. Dieser greift Capper an, doch Cap beschützt seinen Freund und stürzt den Bären einen Wasserfall herunter. Slade bekam all dies nicht mit und zielt mit seinem Gewehr auf Cap, worauf sich Capper zwischen den Gewehrlauf und Cap wirft. Slade sieht bei diesem Anblick endlich davon ab Cap zu erschießen, und Cap und Capper verabschieden sich für ein letztes Mal um in Frieden getrennte Wege zu gehen. Slade dagegen verletzt sich an einer seiner Fußfallen und muss mit Hilfe von Witwe Tweed nach Hause kehren. Dort werden sie gute Freunde.

Produktionsgeschichte und Rezeption[Bearbeiten]

Verließ während Cap und Capper die Disney Studios: Don Bluth

Der wohl interessanteste Fakt an der Produktionsgeschichte von Cap und Capper ist die Tatsache, dass ein Großteil der Künstler während der Produktion das Disney Studio verlies: Im September 1979 ging Don Bluth aufgrund seines Unmutes bezüglich der überstrapazierten "Disney Formel" und der ständigen Verzögerungen des Projektes Taran und der Zauberkessel neue Wege. Kurz darauf verließen sieben Zeichner, 4 Assistenten und zwei weiterere Künstler, die allesamt mit Bluth befreundet waren ebenfalls die Walt Disney Company und folgten ihm erst zu "Aurora Productions" um letztendlich "Don Bluth Productions" zu gründen.

Da dies bedeutete, dass knapp ein Viertel der damaligen Angestellten von Disneys Zeichentrickabteilung gekündigt hatte kamen die zur Zeit in Produktion befindlichen Projekte ins Schleudern. Taran und der Zauberkessel wurde noch weiter verschoben und musste erneut überarbeitet werden und Cap und Capper kam erst im Sommer 1981 ins Kino, obwohl er als Weihnachtsfilm des Jahres 1980 geplant war. Die Öffentlichkeit war gespannt auf das Ergebnis, schließlich schlug die Meldung über Don Bluth und seine Kollegen große Wellen. So sagte Bluth unter anderem, dass er Disney verließ, weil dort nur noch das selbe gemacht wird, nur halt mit leicht geänderten Gesichtern. Zudem kritisierte er, dass man jegliche Bedeutung aus der Vorlage strich um eine süße Story anstelle einer bedeutungsvollen zu erhalten.

Letztendlich wurde Cap und Capper zu einem mäßigen Erfolg, sowohl bei den Kritikern und bei den Einspielergebnissen. Größtenteils wurde der Film als unterhaltsam und solide gelobt, mit besonderer Erwähnung des eher untypischen Endes und seiner Aussage gegen Vorverurteilung. Auch die Leistungen der noch jungen Zeichner fanden großen Anklang, doch zugleich kritisierte man ihn für die zu starke Verniedlichung der Vorlage und zu auffälliges Zurückbesinnen auf die alten Formeln der anerkannten Disney Erfolge.

Stab und weitere Filmangaben[Bearbeiten]

Lack of Education von Jim Stafford
A Huntin' Man von Jim Stafford
Appreciate The Lady (Sei ein Kavalier) von Jim Stafford
Goodbye May Seem Forever (Leb wohl, das heißt sich trennen) von Richard Rich (Musik) und Jeffrey Patch (Text)
  • Länge: 83 Minuten
  • FSK: o.A.

Weitere Filminformationen[Bearbeiten]

  • Einer der wenigen Filme, an denen Tim Burton während seiner kurzen Karriere als Disney Animator mitarbeitete.
  • Ursprünglich sollte Chef sterben um Capper einen stärkeren Grund für Rache zu geben. Aufgrund der starken Kontroversen die man schon bei Bambi auslöste, änderte man dies aber wieder, ähnlich wie schon bei Susi und Strolch. Den Tod von Caps Mutter strich man aber nicht heraus, da diese nur kurz im Film vorkommt und somit keine emotionale Bindung besteht.
  • Glen Keane sollte den Kampf gegen den Bären animieren. Die Storyboardvorlage fand dieser jedoch zu harmlos, so dass er erstmal im Alleingang das Storyboard neu zeichnete. Ursprünglich wollte er dies mit Kohlestift statt Bleistift machen, doch das Produktionsbudget sah dies nicht mehr vor, da der Film bereits zu teuer wurde.
  • Wolfgang Reitherman brachte den Hausfuchs seines Sohnes mit, um den Zeichnern eine Vorlage zu bieten.
  • 1995 mussten die deutschen Sprecher von Cap und Capper, Thomas Danneberg und Randolf Kronberg fünf Takes neu sprechen. Daraus entstand das Gerücht Disney wolle eine Freigabe ab 0 Jahren sichern und könne dies nur mit einer Neusynchronisierung. In Wahrheit war die FSK sicher, doch man fürchtete sich vor möglichen Protesten, da die alten Stellen vielleicht die "political Corectness" verletzen könnten.
  • In einer späteren deutschen Synchronfassung wurde der Name der Füchsin von Trixi in Vixey, dem originalen amerikanischen Namen, geändert.


Offizielle Walt Disney Meisterwerke

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) • Pinocchio (1940) • Fantasia (1940) • Dumbo (1941) • Bambi (1942) • Saludos Amigos (1942) • Drei Caballeros (1944) • Make Mine Music (1946) • Fröhlich, Frei, Spaß dabei (1947) • Melodie Tanz Rhytmus (1948) • Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte (1949) • Cinderella (1950) • Alice im Wunderland (1951) • Peter Pan (1953) • Susi und Strolch (1955) • Dornröschen (1959) • 101 Dalmatiner (1961) • Die Hexe und der Zauberer (1963) • Das Dschungelbuch (1967) • Aristocats (1970) • Robin Hood (1973) • Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh (1977) • Bernard und Bianca (1977) • Cap und Capper (1981) • Taran und der Zauberkessel (1985) • Basil, der große Mäusedetektiv (1986) • Oliver & Co (1988) • Arielle, die Meerjungfrau (1989) • Bernard und Bianca im Känguruhland (1990) • Die Schöne und das Biest (1991) • Aladdin (1992) • Der König der Löwen (1994) • Pocahontas (1995) • Der Glöckner von Notre Dame (1996) • Hercules (1997) • Mulan (1998) • Tarzan (1999) • Fantasia 2000 (1999) • Ein Königreich für ein Lama (2000) • Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) • Lilo & Stitch (2002) • Der Schatzplanet (2002) • Bärenbrüder (2003) • Die Kühe sind los (2004) • Himmel und Huhn (2005) • Triff die Robinsons (2007) • Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008)  Küss den Frosch (2009)  Rapunzel – Neu verföhnt (2010) • Winnie Puuh (2011) • Ralph reichts (2012) • Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013) • Baymax – Riesiges Robowabohu (2014) • Zoomania (2016) • Vaiana (2016) •