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Fantasia

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Fantasia
Fantasia
Fantasia - 1940.jpg
© Disney • Quelle: duckipedia.de
Uraufführung: 13. November 1940
Deutsche Uraufführung: 10. Oktober 1952
Produzent: Walt Disney
Regisseur: Ben Sharpsteen und Samuel Armstrong
Drehbuch: Joe Grant und Dick Huemer
Musik: Leopold Stokowski (Musikalische Leitung und Dirigenz)
Länge: 125 Minuten

Fantasia ist nach offizieller Zählung der dritte abendfüllende Zeichentrickfilm aus den Walt Disney Studios und somit auch das dritte "Walt Disney Meisterwerk". Das Besondere an diesem Spielfilm und auch seiner Fortsetzung aus dem Jahr 2000 ist die Kombination von unterschiedlichen, teils abstrakten Zeichentrick-Episoden mit klassischen Musikstücken, die anstelle gesprochener Dialoge die Handlungen akustisch begleiten. Er gilt als Walt Disneys persönliches Meisterwerk und wurde 1942 nachträglich mit einem Ehrenoscar für Disney ausgezeichnet. Fantasia feierte am 13. November 1940 seine US-Premiere im Broadway Theatre in New York. In Deutschland wurde Fantasia erst 10. Oktober 1952 uraufgeführt. Regie führten Ben Sharpsteen und Samuel Armstrong.

Hintergrundgeschichte[Bearbeiten]

1938 begann Walt Disney mit der Arbeit an seinem dritten Projekt in Spielfilmlänge, dessen Arbeitstitel zunächst Concert Feature (auf Deutsch: "Konzertfilm") war und erst 1940 als fertiger Film „Fantasia“ genannt wurde. Der Spielfilm wurde parallel mit dem Meisterwerk Pinocchio (1940) produziert; Walt Disney hätte damals am liebsten jedes Jahr zwei abendfüllende Zeichentrickfilme veröffentlicht. Die Produktion von Fantasia hatte 2,28 Millionen Dollar gekostet und spielte bis heute rund 76 Millionen US-Dollar ein, in den 1940er Jahren blieb der Zeichentrickfilm jedoch zunächst ein Flop.

Inhalt[Bearbeiten]

Präsentiert wurden mehrere Zeichentrickfilme ohne Rahmenhandlung, die durch klassische Musikstücke inspiriert sind. Am Dirigentenpult steht der Dirigent Leopold Stokowski, in einer Szene schüttelt Micky Maus ihm die Hand. Die einzelnen Sequenzen verlaufen wie folgt: Zum Orgelwerk Toccata und Fuge d-moll, BWV 565, werden abstrakte Formen generiert.

Auf die Melodie eines Stücks aus der Nussknacker-Suite von Pjotr Iljitsch Tschaikowski tanzen Fliegenpilze. Zu der Musik des Zauberlehrlings von Paul Dukas tritt Micky Maus als Zauberlehrling auf, der die von ihm verhexten Besen nicht mehr unter Kontrolle bekommt. Mit dem „Frühlingsopfer“ (Le Sacre du Printemps) von Igor Strawinsky entsteht das Leben auf der Erde, die Dinosaurier treten in Erscheinung und verschwinden schließlich wieder.

Zur Symphonie Nr. 6 von Ludwig van Beethoven, der Pastorale, tummeln sich Zentauren und andere mythische Gestalten in einer idyllischen Landschaft. Der Tanz der Stunden von Amilcare Ponchielli wird mit von tanzenden Krokodilen, Elefanten und Nilpferden illustriert, das Ballett der leichtfüßigen Nilpferde. Die dämonische Nacht auf dem kahlen Berge von Modest Mussorgski geht nahtlos in den Zug der Nonnen zum Ave Maria von Franz Schubert über.

Am Anfang und zwischen den verschiedenen Teilen sieht man die Schatten des Orchesters, der mit verschiedenen Farben gestaltet wurde. Der Dirigent steht auf einer kleinen Treppe vor dem Orchester. Außerdem erklärt eine Stimme den nächsten Teil des Filmes.

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • New York Film Critics Circle Award für Walt Disney, 1940
  • Ehrenoscars der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für Walt Disney, William E. Garity und J.N.A. Hawkins für einen herausragenden Beitrag zur Nutzung des Tones im Film, sowie für Leopold Stokowski und seine Mitarbeiter für die einzigartige Visualisierung von Musik, die der Betrachtungsweise des Films als Unterhaltung und als Kunstform diente, 1942
  • DVD Exclusive Award für das DVD-Zusatzmaterial, das mit der DVD-Erscheinung von Fantasia veröffentlicht wurde, 1942

Medien[Bearbeiten]

DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Keine der bisher erhältlichen DVDs enthält den Film in seiner ursprünglichen Schnittfassung, da einiges an Filmmaterial nicht mehr verfügbar war. Mit größter Mühe gelang es jedoch, eine Schnittfassung zu erstellen, die Walt Disneys ursprünglicher Version am nächsten kam. Diese Schnittfassung ist jedoch nur auf der originalen US-DVD zu finden, die als Original Uncut Version beworben wird. Alle anderen DVD-Fassungen, wie auch die deutsche Fassung, enthalten eine Filmversion, die weitere Schnitte aufweist.

Bisher Erschienene DVDs[Bearbeiten]

  • The Fantasia Collection (3-DVD-Set) von Walt Disney Home Video, 2000 (umfangreiches Zusatzmaterial, jedoch nur englischer Ton) - Regionalcode 2 (Großbritannien)
  • The Fantasia Anthology (3-DVD-Set) von Walt Disney Home Video, 2000 (umfangreiches Zusatzmaterial, englischer Ton, Original Uncut Version) - Regionalcode 1 (Amerika/Kanada)
  • Erscheinung in der Special Collection von Walt Disney Home Video, 2002

Soundtrack[Bearbeiten]

Soundtrack-Alben[Bearbeiten]

  • Walt Disney's Fantasia (2-CD-Set) von Disneyland und Buena Vista Records, Burbank 1982 (CD-001 / DIDX 723 & DIDX 724 - digitale Neuaufnahme unter der Leitung von Irwin Kostal)
  • Walt Disney's Fantasia - The Original Motion Picture Soundtrack (2-CD-Set) von Pickwick, Walt Disney Records und Buena Vista Records, 1990 (CD020 & 021 / DSTCD 452 -digital restaurierte Originalaufnahme mit dem Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Leopold Stokowski)

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Thomas und Ollie Johnston: Disney Animation - The Illusion of Life (mit 575 Seiten) von Abbeville Press, New York 1981 (ISBN 0-89659-698-2)
  • John Culhane: Walt Disney's Fantasia von Abradale Press, Abrams und Times Mirror, New York 1987 (ISBN 0-8109-8078-9)
  • Elmar Biebl, Dirk Manthey, Jörg Altendorf, ...: Die Filme von Walt Disney - Die Zauberwelt des Zeichentricks (2. Auflage mit 177 Seiten) von Milchstraße, Hamburg 1993 (ISBN 3-89324-117-5)
  • Christopher Finch: The Art of Walt Disney - From Mickey Mouse to the Magic Kingdoms (mit 458 Seiten) von Abrams, New York 1993 (ISBN 0-8109-8052-5)
  • Leonard Maltin: The Disney Films (3. Auflage mit 384 Seiten) von Hyperion, New York 1995 (ISBN 0-7868-8137-2)

Videospiele[Bearbeiten]

Offizielle Walt Disney Meisterwerke

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) • Pinocchio (1940) • Fantasia (1940) • Dumbo (1941) • Bambi (1942) • Saludos Amigos (1942) • Drei Caballeros (1944) • Make Mine Music (1946) • Fröhlich, Frei, Spaß dabei (1947) • Melodie Tanz Rhytmus (1948) • Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte (1949) • Cinderella (1950) • Alice im Wunderland (1951) • Peter Pan (1953) • Susi und Strolch (1955) • Dornröschen (1959) • 101 Dalmatiner (1961) • Die Hexe und der Zauberer (1963) • Das Dschungelbuch (1967) • Aristocats (1970) • Robin Hood (1973) • Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh (1977) • Bernard und Bianca (1977) • Cap und Capper (1981) • Taran und der Zauberkessel (1985) • Basil, der große Mäusedetektiv (1986) • Oliver & Co (1988) • Arielle, die Meerjungfrau (1989) • Bernard und Bianca im Känguruhland (1990) • Die Schöne und das Biest (1991) • Aladdin (1992) • Der König der Löwen (1994) • Pocahontas (1995) • Der Glöckner von Notre Dame (1996) • Hercules (1997) • Mulan (1998) • Tarzan (1999) • Fantasia 2000 (1999) • Ein Königreich für ein Lama (2000) • Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) • Lilo & Stitch (2002) • Der Schatzplanet (2002) • Bärenbrüder (2003) • Die Kühe sind los (2004) • Himmel und Huhn (2005) • Triff die Robinsons (2007) • Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008)  Küss den Frosch (2009)  Rapunzel – Neu verföhnt (2010) • Winnie Puuh (2011) • Ralph reichts (2012) • Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013) • Baymax – Riesiges Robowabohu (2014) • Zoomania (2016) • Vaiana (2016) •