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Cinderella

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Cinderella
Cinderella
Disney princess Cinderella.jpeg
© Disney • Quelle: Title Card
Uraufführung: 15. Februar 1950
Deutsche Uraufführung: 21. Dezember 1951
Produzent: Walt Disney
Regisseur: Clyde Geronimi
Drehbuch: Ken Anderson
Musik: Paul J. Smith und Oliver Wallace
Länge: 72 Minuten

Cinderella ist nach offizieller Zählung das 12. Disney-Meisterwerk und somit auch der 12. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt Disney Productions. Grundlage für den Film ist das Märchen "Cendrillon" von Charles Perrault. Der Film erlebte seine US-Premiere am 15. Februar 1950, in deutschen Kinos startete der Film ab dem 21. Dezember 1951 unter dem Titel "Aschenputtel", der seit der deutschen VHS-Veröffentlichung 1992 allerdings nicht mehr verwendet wird. Regie führte Clyde Geronimi.

Handlung[Bearbeiten]

Die gute Fee hilft Cinderella. (© Disney)

Cinderella ist noch jung, als ihre Mutter stirbt. Ihr Vater beschließt erneut zu heiraten, da er der Ansicht ist, Cinderella brauche eine Mutterfigur. Schließlich heiratet er die boshafte Gräfin Tremaine, diese bringt ihre beiden Töchter Anastasia und Drizella mit in die Ehe. Als Cinderellas Vater stirbt, wird sie von ihrer Stiefmutter und ihren Schwestern dazu genötigt, als Dienstmädchen zu agieren. Morgens bis abends wird sie von den Dreien durchs Haus gescheucht und kommt kaum zur Ruhe. Aber wenigstens hat sie noch die Tiere, die ihr zur Hand gehen, wo sie nur können. Eines Tages wird mit der Post eine Einladung zu einem Ball am königlichen Hof gesendet. Anastasia und Drizella sind ganz versessen darauf hinzugehen. Und erstmals traut sich auch Cinderella zu fragen, ob Sie mit dürfe. Ihre Stiefmutter stellt ihr ein Ultimatum, wenn sie alle ihre Aufgaben bis zum Abend erledigt habe, dürfe sie mit. Die drei geben Cinderella jedoch so viel Arbeit, dass sie kaum noch die Möglichkeit hat, ihr Kleid für den Ball umzunähen. Doch ihre Freunde, die Mäuse und Vögel, sind sofort dabei und helfen Cinderella. Als ihre Stiefschwestern sie dann in dem wunderschönen Kleid sehen, sind jene neidisch und reißen es in Fetzen. Cinderella ist unendlich traurig, doch eine gute alte Fee kommt ihr zur Hilfe und zaubert ihr nicht nur ein neues Kleid herbei, sondern auch eine Kutsche, um rechtzeitig zum Ball erscheinen zu können. Der Zauber besteht jedoch nur bis Mitternacht. Cinderella tanzt auf dem Ball mit dem Prinzen und als die Kirchturmuhr zwölf schlägt, kann sie gerade noch fliehen, verliert dabei aber ihren gläsernen Schuh. Der Prinz möchte Cinderella wieder sehen und sogar heiraten, also muss jedes Mädchen im Königreich den Schuh anprobieren. Derjenigen, der dieser passt, wird der Prinz sein Jawort geben. Da Cinderella darüber sehr glücklich scheint und die Stiefmutter vermutet, dass Cinderella der Schuh passt, sperrt sie sei ein, bis die zwei Mäuse Karli und Jack den Schlüssel holen und Cinderella befreien. Sie möchte den Schuh anprobieren, doch er zerbricht als die Stiefmutter dem Diener das Bein stellt und dieser mit Schuh zu Boden fällt. Cinderella zückt jedoch den anderen Schuh aus ihrer Tasche, der selbstverständlich passt, und so darf sie mit auf das Schloss. Sie fahren mit der Kutsche dort hin, um schließlich zu heiraten.

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Konzeptbild von Mary Blair, ca. 1947/1948.

Cinderella sollte ursprünglich die Rückkehr des abendfüllenden animierten Spielfilms, der klassische Geschichten (wie zuletzt Bambi (1942)) erzählt, darstellen. Denn vor der endgültigen Veröffentlichung des neuen Märchenfilms, 1950, wurden nur billige Filmpakete, die beispielsweise aus mehreren Cartoons zusammen oder durch eine Rahmenhandlung verbunden bestanden, produziert, letzte vor Cinderella waren Musik, Tanz und Rhythmus (1948) und Die Abenteuer von Ichabod und Mr. Toad (1949). Als die intensivere Produktion des Films 1945 begann, fand im Disney-Studio eine große Casting-Veranstaltung statt, bei der sich über 400 Schauspieler und Schauspielerinnen für die wichtigsten Hauptrollen, Cinderella und den Prinzen, bewarben. Die große Auswahl ermöglichte es den Regisseuren Clyde Geronimi, Hamilton Luske und Wilfred Jackson eine ihrer Ansicht nach optimale Besetzung zusammen zu stellen. Das Ergebnis war die Aufteilung von Sprache und Gesang bei den Protagonisten, so spricht Ilene Woods zum Beispiel Cinderella, während ihr Körpermodell Helene Stanley auch ihre Singstimme ist. Nach der kompletten Rollenverteilung begannen erste Aufnahmen der Körpermodelle für die Figuren, dabei fingen die Zeichner und Konzept-Künstler des Studios an, die Charaktere zu entwickeln. Ihre Ergebnisse wurden regelmäßig an das Story-Team, das aus 9 Mitarbeitern (unter anderen auch Ken Anderson, Winston Hibler, Bill Peet und Ted Sears) bestand, weiter gegeben. Diese versuchten anfangs die Rolle des Prinzen noch weiter in die Handlung zu verknüpfen und ihm dadurch eine wichtigere Gesamtbedeutung zu geben. Man verwarf viele Ideen für diesen komplizierten Charakter wieder und orientierte sich schließlich mehr am Vorbild aus Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937). Trotzdem wirkt der Prinz aus Cinderella im Endergebnis aktiver. Das Team, das die Handlung für den Film und die Story Boards entwickelte, kreierte ungewöhnlich viele Szenen und auch geplante Musik-Sequenzen, die Walt Disney, der die Story-Entwicklung regelmäßig überprüfte, persönlich herausstrich oder umändern wollte. Eine ähnliche Beteilligung war verstärkt zuletzt bei Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) der Fall. 1946 waren die Story-Boards für den Animationsfilm fertig gestellt und es wurde am endgültigen Drehbuch gefeilt. Nun begann man auch die intensivere Arbeit am Komponieren der Songs und der Filmmusik, diese Aufgabe wurde an Mack David, Al Hoffman, Jerry Livingston, Paul J. Smith und Oliver Wallace vergeben. 1947 waren alle Tonaufnahmen, sowie der Soundtrack komplett, sodass man feste Figurenmodelle entwarf und das Animieren begann. Die wichtigsten Chefzeichner waren zu dieser Zeit Marc Davis, der gemeinsam mit Eric Larson Cinderella animierte, Milt Kahl, der für die gute Fee verantwortlich war, und Frank Thomas, der Gräfin Tremaine zeichnen musste. Parallel wurden die Hintergründe gestaltet, die auf den Konzepten der Künstlerin Mary Blair, die sich an diesem Projekt besonders engagierte, basierten. Der Gebrauch der teuren Multiplane-Kamera war ziemlich beschränkt, denn obwohl das Studio nach dem Krieg wieder stabiler war, durfte das Budget von 2,9 Millionen US-Dollar keinesfalls überschritten werden. Es war so schon riskant hoch. Wäre der Erfolg des Films so bescheiden wie der der Episodenfilme aus den 1940er Jahren, hätte das Studio wahrscheinlich in Insolvenz gehen müssen.

Hintergrundinformationen[Bearbeiten]

Vor der Veröffentlichung[Bearbeiten]

Animationszeichnung von Eric Larson, ca. 1949. (© Disney)
  • 1922 wurde Cinderella bereits von Walt Disney als Cartoon verfilmt.
  • 1937 fing man im Disney-Studio an, die ersten Drehbücher zu entwerfen.
  • Schließlich begann die Produktion zögernd erst 1943 und wurde 1945 verstärkter fortgesetzt. In dieser Zeit ging es dem Studio wegen der Verluste innerhalb des Krieges finanziell eher kritisch.
  • Die Produktion des Filmes dauerte insgesamt sieben Jahre und benötigte ca. 300 Zeichner und ca. eine Million Animations-Zeichnungen. Die insgesamten Kosten von 2.9 Millionen US-Dollar waren außergewöhnlich hoch.
  • Die Chemiker des Disney-Labors verbrachten mehrere Monate nur mit der Austarierung der Farben, um die Charaktere und Szenen möglichst realgetreu darzustellen.
  • Die Figurenentwickler versuchten sich bei der Figur der Cinderella sehr nah an der beliebten Schneewittchen aus Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) zu orientieren, wahrscheinlich auch aufgrund des großen Erfolges dieses Films.
  • Walt Disney wollte seit Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) immer eine Szene, in der die Prinzessin mit dem Prinzen in einem Sternenhimmel tanzt, so auch bei Cinderella, doch diese Szene konnte erst später in Dornröschen (1959) realisiert werden.
  • Mit dem Prinzen, Cinderella und ihrer Stiefmutter gibt es nur drei Figuren, die sehr menschenähnlich sind. Die restlichen Figuren sind sehr übertrieben und cartoonartig dargestellt. Sehr wichtig war auch, dass Cinderella schön, aber dabei auch menschlich ist, so dass der Zuschauer sich optimal mit ihr indentifizieren kann.
  • Es sollte ursprünglich eine Szene geben, in der sich Cinderella über ihre Stiefschwestern lustig macht, diese wurde jedoch wieder gestrichen, da Walt Disney wollte, dass sie nicht schadenfroh oder gar bösartig wirkte.

Nach der Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Der Film rettete das Disney-Studio mit seiner Veröffentlichung vor dem Ruin
  • Der Spielfilm wurde 1951 für drei Oscars, in den Kategorien Beste Filmmusik, Bester Song und Bester Ton-Schnitt, nominiert.
  • In Deutschland hieß der Film vor seiner VHS-Premiere 1992 Aschenputtel. Seitdem ist der Film unter dem US-Titel Cinderella bekannt.
  • In Österreich wurde der Film unter dem Titel Aschenbrödel am 5. Dezember 1952 erstveröffentlicht.
  • 2005 kam das Gameboy Advance Spiel Cinderella Magical Dreams heraus.

Musik[Bearbeiten]

Die Filmmusik wurde von Paul J. Smith und Oliver Wallace komponiert. Die Lieder stammen von den Musikern Mack David, Al Hoffman und Jerry Livingston, die beim Musikverlag Tin Pan Alley beschäftigt waren. Hier ist eine Auflistung der Songs aus dem Soundtrack des Filmes:

  • "Cinderella"
  • "A Dream is a Wish your Heart makes"
  • "Oh, Sing Sweet Nightingale"
  • "The Work Song"
  • "Bibbidi-Bobbidi-Boo"
  • "So This is Love"

Synchronisation[Bearbeiten]

Rolle Originale Synchronisation Deutsche Synchronisation
Cinderella Ilene Woods Eva-Ingeborg Scholz
Stiefmutter Eleanor Audley Friedel Schuster
Drisella Rhoda Williams Erika Goerner
Anastasia Lucile Bliss Alexa von Poremsky
König Luis Van Rooten Eduard Wandrey
Großherzog Luis Van Rooten Karl Meixner
Prinz William Phipps Harry Wüstenhagen
Prinz (Gesang) Mike Douglas unbekannt
Gute Fee Verna Felton Anneliese Würtz
Jaques Jimmy MacDonald Walter Bluhm
Karli James MacDonald Erwin Biegel
Bruno, der Hund Jimmy MacDonald Jimmy MacDonald
Luzifer, der Kater June Foray June Foray

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

US-Cover der 1. DVD-Auflage von Cinderella innerhalb der Platinum Edition, 2005. (© Disney)
  • Die Erstveröffentlichung des Zeichentrickfilms fand am 14. März 1950 in den USA statt.
  • Insgesamt folgten 5 Wiederaufführungen; 1957, 1965, 1973, 1981 und 1987.
  • 1988 wurde der Film erstmals als die erste komplett animierte Disney-Produktion auf VHS veröffentlicht, jedoch in geschnittener Form.
  • Eine 2. Auflage der VHS erschien 1995 innerhalb der Walt Disney Masterpiece Collection, diesmal wurde der originale ungeschnittene Film verwendet.
  • Die erste Veröffentlichung auf DVD erfolgte am 4. Oktober 2005 mit der Einführung des Animationsfilms in die damalige DVD-, und VHS-Reihe Platinum Edition.
  • Die nächste DVD-Veröffentlichung, mit der der Film auch erstmals auf Blu-Ray Disc erscheinen soll, ist für Oktober 2012 innerhalb der Diamond Edition geplant.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Rezeption in den USA[Bearbeiten]

Oscarverleihung 1951[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Spezialpreis bei den Filmfestspielen von Venedig (1950)

Rezeption in Deutschland[Bearbeiten]

  • Goldener Bär und Publikumspreis der Berlinale 1951 für Besten Musikfilm
  • Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll

Stab und weitere Filmangaben[Bearbeiten]

  • Laufzeit: ca.74 Minuten/PAL
  • FSK: o.A.

Weiterführende Artikel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Walt Disney Meisterwerke

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) • Pinocchio (1940) • Fantasia (1940) • Dumbo (1941) • Bambi (1942) • Saludos Amigos (1942) • Drei Caballeros (1944) • Make Mine Music (1946) • Fröhlich, Frei, Spaß dabei (1947) • Melodie Tanz Rhytmus (1948) • Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte (1949) • Cinderella (1950) • Alice im Wunderland (1951) • Peter Pan (1953) • Susi und Strolch (1955) • Dornröschen (1959) • 101 Dalmatiner (1961) • Die Hexe und der Zauberer (1963) • Das Dschungelbuch (1967) • Aristocats (1970) • Robin Hood (1973) • Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh (1977) • Bernard und Bianca (1977) • Cap und Capper (1981) • Taran und der Zauberkessel (1985) • Basil, der große Mäusedetektiv (1986) • Oliver & Co (1988) • Arielle, die Meerjungfrau (1989) • Bernard und Bianca im Känguruhland (1990) • Die Schöne und das Biest (1991) • Aladdin (1992) • Der König der Löwen (1994) • Pocahontas (1995) • Der Glöckner von Notre Dame (1996) • Hercules (1997) • Mulan (1998) • Tarzan (1999) • Fantasia 2000 (1999) • Ein Königreich für ein Lama (2000) • Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) • Lilo & Stitch (2002) • Der Schatzplanet (2002) • Bärenbrüder (2003) • Die Kühe sind los (2004) • Himmel und Huhn (2005) • Triff die Robinsons (2007) • Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008)  Küss den Frosch (2009)  Rapunzel – Neu verföhnt (2010) • Winnie Puuh (2011) • Ralph reichts (2012) • Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013) • Baymax – Riesiges Robowabohu (2014) • Zoomania (2016) • Vaiana (2016) •