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Arielle, die Meerjungfrau

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Eines der Poster zur Erstaufführung (© Disney)
Arielle, die Meerjungfrau (US Titel: The little Mermaid) ist das 28. offizielle Walt Disney Meisterwerk und basiert auf dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Von Walt Disney Feature Animation erstellt und durch Walt Disney Pictures sowie Buena Vista Distribution vertrieben feierte der Film am 15. November 1989 seine Weltpremiere. In Deutschland wurde Er doch bis zur Wiederaufführung im Jahre 1998, von Warner Brothers vertrieben (Vermutlich einer der Gründe wieso Buenea Vista die Rechte an der alten Synchronisation verlor). Er wird häufig auch als der Film gefeiert, der die Disney Studios nach Flops wie Taran und der Zauberkessel wieder auf die erfolgreiche Schiene zurückführte.


Inhalt[Bearbeiten]

Ab 2006 gehört Arielle auch offiziell zur Platinum Edition (© Disney)
Der Film folgt der Geschichte der sechzehnjährigen Arielle, einer Meerjungfrau und Tochter Tritons, die mit ihrem Leben unter Wasser nicht vollauf glücklich ist. Entgegen der Warnungen ihres Vaters sucht sie zusammen mit ihrem Freund, dem Fisch Fabius im Meer immer wieder nach von Menschen stammenden Gegenständen, die sie der Seemöwe Scuttle zeigt. Arielle weiß genau, dass der Kontakt zwischen Meermenschen und normalen Menschen untersagt ist, dennoch ist sie fasziniert von dem Leben an der Oberfläche. Als sie jedoch wegen eines ihrer Ausflüge zu spät zum Unterwasserkonzert kommt, untersagt ihr Triton abermals, je wieder an die Oberfläche zu steigen.

Um von den Aktivitäten seiner Tochter unterrichtet zu werden, beauftragt er den Krebs und Komponisten Sebastian ein Auge auf diese zu werfen. Sebastian folgt Arielle und entdeckt schließlich eine unterirdische Höhle, wo diese ihr gesammeltes Zeug von den Menschen aufbewahrt. Doch aufgrund ihres Flehens verzichtet er darauf, dies Triton mitzuteilen.

Ohne es zu wissen, werden die Figuren dabei von der Meerhexe Ursula beobachtet, die in Arielles rebellischem Verhalten die Chance sieht, sich an ihrem Erzfeind Triton für die Verbannung aus Atlantica zu rächen und die Herrschaft über den ganzen Ozean zu übernehmen.

In der darauffolgenden Nacht schwimmen Arielle und Fabius trotz den Ermahnungen des Königs der Meere abermals zur Oberfläche. Dort beobachten sie ein Schiff, auf welchem gerade ein Fest in Gange ist. Es handelt sich um die Geburtstagsfeier des Prinzen Eric, der auf dem Rückweg in sein Königreich ist. Doch die ausgelassene Stimmung verschwindet abrupt, als ein schwerer Sturm aufkommt und das Boot zerstört. Die Mannschaft kann entkommen, bis auf Eric, der seinen Hund Max retten will. Die Aktion gelingt ihm, doch er fällt daraufhin ins Wasser und wäre ertrunken, wenn Arielle ihn nicht gerettet hätte. Sie bringt ihn an Land und verschwindet bevor er erwacht, doch der Prinz verfolgt sie noch lange in ihren Gedanken.

Am nächsten Morgen fällt ihr fröhliches Verhalten auch Triton auf, der daraus folgert, dass seine Tochter verliebt ist. Er ruft Sebastian zu sich, um den Namen des glücklichen Meermenschen zu erfahren, doch dieser muss ihm beschämt mitteilen, dass Arielle sich in einen echten Menschen verliebt hat. Voller Wut zerstört anschließend Triton die Höhle Arielles, mitsamt ihren Andenken an die Menschenwelt.

Ursula schlägt Arielle einen Pakt vor (© Disney)
Ursula beschließt nun aktiv in das Geschehen einzugreifen. Sie lässt ihre beiden Gehilfen Abschaum und Meerschaum (früher: Flotsam und Jetsam = engl. Treibgut) Arielle zu sich führen und erzählt dieser, dass sie volles Verständnis für ihre Probleme hat und ihr helfen kann. Die beiden schließen einen Pakt; Ursula verwandelt Arielle für drei Tage ihn einen Menschen, jedoch ohne ihre bezaubernde Stimme. Gelingt es ihr, Eric innerhalb von drei Tagen zu küssen, so erhält sie nicht nur ihre Stimme zurück, sondern bleibt auch auf Ewig ein Mensch. Versagt sie jedoch, so gehört ihre Seele Ursula. Nach anfänglichem Zögern willigt Arielle ein und unterschreibt einen Vertrag.

Ursula hält ihr Versprechen und verwandelt die Meerjungfrau in einen echten Menschen, die von Sebastian und Fabius an die Oberfläche gebracht wird. Am Strand wird sie daraufhin von Eric gefunden, der sie für eine Fremde hält, die ihre Stimme verloren hat. Obwohl er nimmt sie überhaupt nicht kennt, nimmt er sie mit zu seinem, Schloss.

Während Arielle das Leben mit ihrem Traumprinzen genießt, versucht sie mit ihren Freunden Scuttle, Sebastian und Fabius ihn dazu zu bringen sie zu küssen. Das gelingt tatsächlich beinahe, doch im letzten Moment gelingt es Abschaum und Meerschaum dazwischen zu kommen. Ursula, die sich überrascht von Arielles Erfolg zeigt, beschließt darauf, Eric selbst zu verführen. Dazu verwandelt sie sich in ein Mädchen namens Vanessa und nutzt Arielles geklaute Stimme für sich selbst. Eric ist von dieser Stimme so beeindruckt, dass er beschließt, Ursula sofort zu seiner Braut zu machen.

Gegen Ende des dritten Tages, wenn die Abmachung zwischen Ursula und Arielle ausläuft, findet die Zeremonie statt, während Arielle einsam in ihrem Zimmer im Schloss sitzt. Doch als die Seemöwe Scuttle zufällig Vanessa vor einem Spiegel sitzend beobachtet, so sieht er im Spiegelbild ihr wahres Gesicht; das der Meerhexe Ursula. Sofort macht er sich auf, den anderen von seiner Entdeckung zu berichten. Sebastian beschließt daraufhin, Arielle sofort zum Schiff zu bringen, wo die Hochzeit stattfindet und weist Scuttle an, die Hochzeit hinauszuzögern.

Dieser attackiert daraufhin mit anderen Vögeln Vanessa und hält sie so davon ab, Eric das Jawort zu geben. Bei diesem Kampf zerbricht auch die Muschel, die sie um den Hals trägt und in der Arielles Stimme gefangen ist. Daraufhin verwandelt Vanessa sich zurück in Ursula und Arielle erhält ihre Stimme zurück, woraufhin sie Eric küssen will. Doch just in diesem Moment geht die Sonne unter und Ursula nimmt Arielle in ihr Unterwasserversteck mit.

Was das ist? Ein Dingelhopper natürlich! (© Disney)
Dort wird sie von Triton erwartet, der von Sebastian bereits unterrichtet wurde und Ursula zwingen will, seine Tochter freizugeben. Doch der geschlossene Vertrag ist gültig und der König der Meere sieht keine andere Wahl, als sich selbst zu opfern und Arielle zu retten. Ursula hat ihr Ziel erreicht und wird nun Herrscherin des Ozeans.

In diesem Moment taucht Eric auf. Er ist Arielle gefolgt um ihr zu helfen und es gelingt ihm, Abschaum und Meereschaum zu töten. Voller Zorn wächst Ursula zu einer riesigen Kreatur und will den jungen Prinzen vernichten. Dabei steigt jedoch auch das Boot, welches beim Sturm versank, wieder auf und Eric benutzt es, um das spitze Ende in Ursulas Herz zu rammen. Mit einem Zornesschrei verschwindet diese und es bleibt nur ein Tintenfleck zurück.

Durch den Tod der Meereshexe sind die gefangenen Meeresbewohner wieder frei, unter ihnen auch Triton, der seinen Platz als König wieder einnimmt. Als er die große Liebe Arielles für Eric sieht, beschließt er ihr zu helfen und verwandelt sie abermals in einen richtigen Menschen. Sie und der Prinz sind nun endlich vereint und nur kurz darauf findet die Vermählung der beiden statt, woraufhin sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben.

Wichtige Gegenstände im Film[Bearbeiten]

  • Gabel
  • Pfeife
  • Statue
  • Muschel

Produktionsgeschichte[Bearbeiten]

Ein weiteres Poster zur Neuaufführung (© Disney)
Der Grundstein zu Arielle wurde bereits 1985 gelegt, als Ron Clements, der Co-Director von Basil, der große Mäusedetektiv, in einem Buchladen auf ein Buch mit einigen Geschichten von Hans Christian Andersen stieß. Während der Lesens des Märchens der kleinen Meerjungfrau, festigte sich in seinem Kopf die Idee eines dazugehörenden Animationsfilmes. Das Ganze gefiel ihm derart gut, dass er bereits kurze Zeit darauf ein kleines, zweiseitiges Drehbuch dazu vorlegte. CEO Michael Eisner und Jeffrey Katzenberg, der damalige Leiter von Walt Disney Pictures, zeigten sich sehr beeindruckt und gaben Clements grünes Licht für eine mögliche Veröffentlichung nach Oliver & Co.

Die Idee einer filmischen Umsetzung von Arielle war bei Disney keinesfalls neu. Bereits gegen Ende der 30er hatte man den Plan gefasst, einen Silly Symphony Cartoon zu dieser Thematik zu erstellen, was jedoch nach einigen Bedenken wieder aufgegeben wurde. An seiner Stelle fand ein anderes Märchen Andersens Verwendung: Das hässliche Entlein! Nichtsdestotrotz gab es bereits einige für den Arielle Cartoon fertiggestellte Bilder, die den Animatoren in den 80er Jahren als Inspiration dienten.

Nachdem Ron Clements den Segen der Studiobosse erhalten hatte, machte er sich zusammen mit seinem Freund John Musker daran, das kurze Script auszuarbeiten und einige der Grundideen zu verändern. So fiel die ursprünglich geplante Rolle der Großmutter Arielles gänzlich weg, während Ursula und Triton einen weitaus größeren Part zugestanden bekamen. Schlussendlich umfasste das Drehbuch rund 20 Seiten bis Clements vollständig zufrieden war. Er plante so schnell wie möglich mit der Umsetzung zu beginnen, doch Disneys Aufmerksamkeit lag zu dieser Zeit fast gänzlich auf Falsches Spiel mit Roger Rabbit und Oliver & Co..

1987 erhielt das Projekt dann durch die Beteiligung von Komponist Howard Ashman neuen Aufschwung. Er war für einige der gewichtigsten Veränderungen verantwortlich, unter anderem machte er auch aus der von Clements erdachten englischen Krabbe Clarence einen jamaikanisch angehauchte Krabbe und änderte auch die von ihm vorgetragenen Lieder dementsprechend, was man am deutlichsten bei Unter dem Meer sehen kann. Außerdem plante er mit Arielle die Rückkehr der Disneyfilme zum klassischen Musicalstil, der sich in den Filmen zu Walt Disneys Lebzeiten als äußerst populär erwiesen hatte. Um dieses Ziel zu erreichen, holte er Alan Menken an Bord, mit dem er zusammen sieben verschiedene Songs komponierte. Insofern markiert der Film nicht nur die Rückkehr des Musicals, sondern auch den Beginn einer äußerst fruchtbaren Karriere Menkens bei Disney, die ihm mehrere Auszeichnungen einbrachte.

Szene aus Arielle (© Disney)
Ebenfalls eine Tradition, die Disney mit diesem Film wieder aufleben ließ, war der Gebrauch von echten Schauspielern, die bestimmte Szenen des Filmes nachspielten um somit den Animatoren die Arbeit zu erleichtern. Jodi Benson und Sherri Lynn Stoner, sowie die junge Alyssa Milano (TV-Serie "Charmed") dienten dabei als Vorlage für Arielle und laut einigen Zeichnern war die Figur Ursula nach der Schauspielerin Divine geschaffen worden.

Ursprünglich sollte auch die Multiplane-Kamera in diesem Film wieder Verwendung finden, doch diese befand sich damals in einem schrecklichen Zustand und so wurde auf ihren Einsatz verzichtet. Statt dessen kann der erste Einsatz der digitalen Technik CAPS in der Hochzeitsszene bewundert werden. Es handelt sich dabei um eine spezielle Erfindung, die es ermöglicht, digital zu kolorieren. Sie findet sich auch in den folgenden Disneyfilmen immer wieder.

Nebst des ursprünglichen Studios in Glendale, Kalifornien eröffnete Disney neues Studio in Florida, das in die MGM-Studios von Walt Disney World integriert wurde. Obwohl der Park erst im darauffolgenden Jahr seine Pforten öffnete, begannen die Arbeiten im Studio bereits 1988. Es wurden dort einige Sequenzen für Roger Rabbit fertiggestellt und eben auch für Arielle

Je länger die Arbeiten an dem Film dauerten, um so rascher wuchs das Budget an und er erwies sich als wesentlich teurer, als die übrigen Filme dieser Zeit. Aus diesem Grund sah sich Ron Clements dazu gezwungen, einige Einschränkungen und Verbilligungen vorzunehmen. So wurden aus Geldgründen die meisten vorkommenden Luftblasen von Pacific Rim Productions gezeichnet, einer aus China stammender Firma mit Hauptsitz in Beijing.

Die hohen Kosten des Filmes liegen auch an den vielen Spezialeffekten, die in Arielle so zahlreich und aufwendig in Szene gesetzt wurden, wie es seit Fantasia nicht mehr geschehen war. Laut dem Verantwortlichen für die Effekte, Mark Dindal, wurden gesamthaft über eine Million Luftblasen verwendet und allein für die Szene mit dem Sturm brauchten zehn Zeichner ein ganzes Jahr.

Rezeption und Erfolg[Bearbeiten]

Obwohl Ron Clement mit dem Geschaffenen vollauf zufrieden war, so gab es im Vorfeld doch einige Befürchtungen, der Film könne scheitern und die Studios tiefer in eine Krise hineinziehen. Doch bereits am Startwochenende zerstreute Arielle mit einem Einspielergebnis von gut 10 Millionen Dollar die letzten Zweifel. Im ganzen wurden rund 111 Millionen in den USA und nochmals etwa 99 Millionen in anderen Ländern verzeichnet. Der Film erwies sich als eine wahre Goldgrube und überschattete mit seinem Grosserfolg die vorangegangenen Filme bei weitem. Die Einspielergebnisse waren so hoch, dass Disney den Film im Jahre 1997 abermals ins Kino brachte.

DVD von Arielle (© Disney)
Auch die Reaktionen der Kritiker können durchwegs als positiv eingestuft werden. Besonders die Leistung der Komponisten und der gut gelungene Zeichenstil wurden herausgestellt. Aber was fast noch wichtiger war: Der Film eroberte die Herzen und Ranglisten zahlreicher Disneyfans. Selbst heute wird er noch von vielen als Favoriten bezeichnet.

Während die letzten Disneyfilme bei Oscarverleihungen eher schlecht wegkamen, durfte Arielle zwei der begehrten Goldmännchen mit nach Hause nehmen; einmal für den Besten Score und für den Besten Song ("Unter dem Meer"). Auch bei weiteren Verleihungen wurde das 28. Walt Disney Meisterwerk grosszügig bedacht. Nebst einem Grammy und zwei Golden Globes sprang auch der BMI Music Film Award für Alan Menken heraus.

Zudem läutete Arielle das ein, was von vielen Fans als die Goldenen 90er bezeichnet wird. Von Die Schöne und das Biest über Aladdin bis hin zu dem für lange Zeit erfolgreichsten Animationsfilm aller Zeiten Der König der Löwen wurden alle Filme riesige Erfolge und brachten nebst einem Geldsegen auch mehrere Auszeichnungen für Disney ein.

Eine Folge des Erfolges, welche die Fans des Filmes weitaus weniger begeistert, sind nebst der 1992 erstmals gezeigten TV-Serie Arielle, die Meerjungfrau (31 Episoden) auch die daraus entstandenen DTV-Sequels. Am 19. September 2000 feierte der Film Arielle, die Meerjungfrau 2, Sehnsucht nach dem Meer seine Premiere, der die Abenteuer von Arielles Tochter Melody erzählt.

Ein Blick auf die Vorlage[Bearbeiten]

In "Die kleine Meerjungfrau" haben sämtliche Protagonisten keine Vornamen, sondern werden einfach mit "der Prinz", "der Meereskönig" usw. betitelt. Wie im Film ist die kleine Meerjungfrau fasziniert von der Menschenwelt und freut sich auf ihren sechzehnten Geburtstag, an dem sie das erste Mal zur Wasseroberfläche schwimmen darf. Gerne lauscht sie den Geschichten, die ihre Großmutter von den Menschen erzählt. Diese erzählt, dass die Meerjungfrauen zu Schaum auf dem Wasser werden, wenn sie sterben, aber dass die Menschen eine unsterbliche Seele haben. Wenn eine Meerjungfrau und ein Mensch sich ineinander verlieben, kann auch die Meerjungfrau eine unsterbliche Seele bekommen.

Als die kleine Meerjungfrau an ihrem sechzehnten Geburtstag an die Wasseroberfläche schwimmt, wird sie Zeuge eines gewaltigen Unwetters, in das das Schiff des Prinzen geraten ist. Sie bringt den Prinzen ans Ufer und verlässt ihn. Als der Prinz aufwacht, sieht er ein anderes Mädchen über sich, das zufällig vorbeigekommen ist und auch gleich wieder verschwindet.

Die Meerjungfrau kann den Prinzen nicht vergessen und begibt sich zur Meerhexe, um in einen Menschen verwandelt zu werden. Diese hat, anders als Ursula im Film, keine hinterhältigen Absichten und keinen Vertrag. Sie gibt ihr Beine und schneidet ihr dafür die Zunge ab, damit sie nicht mehr sprechen kann. So wie Ursula erklärt die Meerhexe, dass sie ja noch ihre schöne Gestalt und ihre Augen hätte, um den Prinzen zu betören. Aber anders als die Hexe im Film warnt sie sie auch vor allen Gefahren: Auf den neuen Beine könnte sie nicht gehen, ohne fürchterliche Schmerzen zu spüren. Und wenn der Prinz sich in eine andere verlieben würde, würde sie am Tage seiner Hochzeit sterben und zu Schaum auf dem Wasser werden.

Die kleine Meerjungfrau bekommt einen Zaubertrank, der sie in einen Menschen verwandelt. Der Prinz findet sie am Strand liegen und bringt sie ins Schloss. Vielleicht hätte sich der Prinz in die Meerjungfrau verliebt, wenn er nicht ins Nachbarkönigreich gereist wäre, um die Tochter des dortigen Königs kennen zu lernen. Denn diese war genau das Mädchen, das er nach seiner Rettung am Strand gesehen hatte und von dem er glaube, dass er ihm sein Leben zu verdanken hatte (im Film symbolisiert durch Vanessa).

Anders als Triton scheint sich der Vater der Meerjungfrau in diesem Märchen nicht sehr um seine Tochter zu sorgen. Hier sind es die Schwestern, die sie retten wollen und dafür ihre schönen Haare an die Meerhexe verkaufen. Dafür bekommen sie einen Dolch, den sie an die kleine Meerjungfrau weitergeben. Sie soll den Prinzen töten und wenn das Blut ihre Beine berührt, würden sie sich wieder in einen Fischschwanz verwandeln. Die kleine Meerjungfrau gibt dem Prinz stattdessen einen letzten Kuss, wirft das Messer ins Meer und springt hinterher.

Doch sie wird nicht zu schaum. Wegen ihrer guten Tat wird sie eine Art Geist, der noch einige Jahrzehnte durch die Luft schweben und gute Taten tun muss. Aber am Ende kann er ins Reich Gottes einkehren, wie die unsterblichen Menschenseelen.

Kontroversen[Bearbeiten]

Trotz des großen Erfolges und der vielen positiven Kritiken gab es einige umstrittene Dinge an Arielle. Als der Film auf VHS erschien, breitete sich das Gerücht aus, auf dem Cover sei ein Penis abgebildet worden, versteckt als einer der Türme im Hintergrund. Nur kurz nachdem dieser Vorwurf von einem jungen Mitglied einer christlichen Vereinigung laut wurde, nahm Disney alle erhältlichen Videos aus den Regalen und ersetzte das Cover durch ein neues. Doch die ganze Geschichte machte schnell die Runde und kam auch den Medien zu Ohren.

Ein zweites Gerücht das in die gleiche Richtung geht, behauptet, dass in der Hochzeitsszene in einer Einstellung der Priester eine Errektion bekommt. Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet erkennt man jedoch, dass die vermeintliche Errektion nichts weiter als das Knie unter der Robe ist. Arielle war dabei nicht der einzige Film, der ins Kreuzfeuer einiger Leute geriet. Auch Bernard und Bianca, Aladdin und Der König der Löwen mussten sich des Vorwurfs sexueller Referenzen erwehren (siehe auch Sexuelle Kontroverse).

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Stab und weitere Filmangaben[Bearbeiten]

jew. Songtitel der alten und neuen Synchronisation

Synchronisation[Bearbeiten]

Im Jahre 1998 veröffentlichte Buena Vista Deutschland eine Neusynchronisation der deutschen Arielle. Der Grund dafür liegt nicht klar auf der Hand, es heißt teilweise, dass Disney die Rechte an der ersten Synchronisation verloren habe, was jedoch von offizieller Seite niemals bestätigt wurde.

Solche Neusynchronisationen sind bei Disneyfilmen in Deutschland keine Seltenheit. Bereits in den 70er Jahren mussten beispielsweise Pinocchio und Dumbo diese Prozedur über sich ergehen lassen, Schneewittchens Gesang gab es schlussendlich gar in drei verschiedenen Fassungen. Bei keinem anderen Film hat die Angelegenheit jedoch soviel Protest hervorgerufen wie bei der kleinen Meerjungfrau. Fans beklagten sich über billige Texte und schwache Stimmen, die sich nicht mit den Ursprünglichen messen können und kreidet BVD sogar an, den Film verschandelt zu haben.

Inzwischen hat es der Wirbel der Entrüstung zu einer eigenen Petition (F.A.B.I.U.S.) und einer eigenen Website geführt, die sich offiziell für den Erhalt der alten Synchronisation einsetzt. Nennenswertes wurde in dieser Hinsicht jedoch noch nicht erreicht und die Chancen sind groß, dass wir bei der kommenden DVD-Veröffentlichung nur die neue Synchro vorfinden werden.

Deutsche Sprecher (erste Synchronisation)[Bearbeiten]

Deutsche Sprecher (zweite Synchronisation)[Bearbeiten]

Weitere Informationen[Bearbeiten]

  • Von vielen Fans geächtet: Arielle 2 (© Disney)
    Die Welt von Arielle, Atlantica, kommt in allen drei Teilen der Kingdom Hearts Serie auf, wo Arielle mit Sora, der Hauptfigur des Spiels, Donald Duck und Goofy gegen Ursula kämpft. Dabei passen sich die übrigen Charaktere der Unterwasserwelt an. Sora verwandelt sich in einen Meermann (mit dem Hinterteil eines Delfins), Donalds Beine werden zu Tentakeln und Goofy wird zu einer Wasserschildkröte.
  • Ursulas Tod basiert auf dem Tod des Haies in Der weiße Hai 2.
  • In Arielles Höhle findet sich auch das Gemälde Magdalena with the smoking flame aus dem 17. Jahrhundert vom Künstler Georges de La Tour.
  • Der volle Name von Sebastian lautet Horatio Thelonius Ignatius Crustatious Sebastian.
  • Als Ben Wright den Charakter Grimsby sprach, wussten nur die wenigsten Disneyfans, dass er bereits Roger in 101 Dalmatiner gesprochen hatte.
  • Die Namen von Arielles Schwestern lauten Aquata, Andrina, Arista, Adella, Allana und Attina.
  • In der griechischen Mythologie ist der Gott des Meeres Poseidon. Triton ist lediglich einer seiner Söhne.
  • Einige der Hintergründe, die während der Küss sie doch-Szene verwendet werden stammen aus dem Film Bernard und Bianca.
  • Die Szenen, bei denen Arielle auf einem Stein sitzt sind eine Referenz an die "Kleine Meerjungfrau Statue" in Kopenhagen.
  • In der Szene, in der Triton mit seinem Wagen zum Konzert fährt, sind auch Micky, Donald und Goofy unter den Meermenschen, an denen er vorbeifährt, zu sehen.
  • Arielle nutzte als letzter Disneyfilm den von Ub Iwerks erfundene xerography process, der erstmals in 101 Dalmatiner verwendet wurde.
  • Ein großer Teil von Arielles Erfolg wird ihrem Aussehen zugeschrieben.

Weiterführende Links[Bearbeiten]


Offizielle Walt Disney Meisterwerke

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937) • Pinocchio (1940) • Fantasia (1940) • Dumbo (1941) • Bambi (1942) • Saludos Amigos (1942) • Drei Caballeros (1944) • Make Mine Music (1946) • Fröhlich, Frei, Spaß dabei (1947) • Melodie Tanz Rhytmus (1948) • Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte (1949) • Cinderella (1950) • Alice im Wunderland (1951) • Peter Pan (1953) • Susi und Strolch (1955) • Dornröschen (1959) • 101 Dalmatiner (1961) • Die Hexe und der Zauberer (1963) • Das Dschungelbuch (1967) • Aristocats (1970) • Robin Hood (1973) • Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh (1977) • Bernard und Bianca (1977) • Cap und Capper (1981) • Taran und der Zauberkessel (1985) • Basil, der große Mäusedetektiv (1986) • Oliver & Co (1988) • Arielle, die Meerjungfrau (1989) • Bernard und Bianca im Känguruhland (1990) • Die Schöne und das Biest (1991) • Aladdin (1992) • Der König der Löwen (1994) • Pocahontas (1995) • Der Glöckner von Notre Dame (1996) • Hercules (1997) • Mulan (1998) • Tarzan (1999) • Fantasia 2000 (1999) • Ein Königreich für ein Lama (2000) • Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt (2001) • Lilo & Stitch (2002) • Der Schatzplanet (2002) • Bärenbrüder (2003) • Die Kühe sind los (2004) • Himmel und Huhn (2005) • Triff die Robinsons (2007) • Bolt – Ein Hund für alle Fälle (2008)  Küss den Frosch (2009)  Rapunzel – Neu verföhnt (2010) • Winnie Puuh (2011) • Ralph reichts (2012) • Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (2013) • Baymax – Riesiges Robowabohu (2014) • Zoomania (2016) • Vaiana (2016) •