Stammbaum der Ducks (Don Rosa)

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Don Rosas Stammbaum der Ducks
Der Stammbaum der Ducks (englisch Donald Duck Family Tree) wurde 1993 von Don Rosa im Auftrag Egmonts gezeichnet. Er zeigt die Familie Duck so, wie Don Rosa sie sieht, das heißt, mit allen Verwandten, die von Carl Barks, Don Rosas Vorbild, verwendet wurden. Dieser Stammbaum ist der heute bekannteste, allerdings bildet er bei weitem nicht die einzige Version der komplizierten Verwandtschaftsverhältnisse ab.


Stammbaum | Legende | Bild | Hintergrundinfos | Veröffentlichungen


Der Stammbaum



Legende

Die nachfolgende Liste bietet eine alphabetische Übersicht über die Figuren aus dem Stammbaum.

  • Bootsmann Bottervogel (Pintail Duck, * 1530; † 9. Dezember 1564): Donalds Vorfahre in Barks' Reise in die Vergangenheit
  • Dagobert Duck (Scrooge McDuck, * 1867): Reichster Mann der Welt und Donalds Onkel. Während Don Rosa Dagoberts Biographie schrieb (Sein Leben, seine Milliarden), kam er auf die Idee, den Stammbaum zu zeichnen.
  • Dankrade Duck (Downy O‘Drake, * 1830; † 1897): Dagoberts Mutter. Von Don Rosa erfunden und bereits in Das Geheimnis des Glückszehners gezeigt.[1]
  • Daphne Duck (Daphne Duck, * 1900): Gustavs Mutter und eben solch ein Glückspilz, sie und ihr Sohn haben am gleichen Tag Geburtstag. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.[2]
  • David Duck (Quagmire McDuck): Großonkel Dagoberts, der diesem eine die Sonnenfinsternis vorhersagende Taschenuhr vererbt hat, erwähnt in Barks' Die Erbuhr
  • David Fürchtegott Duck (*1710; †1776): Dagoberts Vorfahre in Barks' 13 Trillionen
  • Degenhard Duck (Quackmore Duck, * 1875): Donalds Vater, Sohn von Dorette Duck. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.[2]
  • Della Duck (Della Duck, * 9. Juni 1920): Mutter von Tick, Trick und Track und Zwillingsschwester Donalds, der Name stammt von Al Taliaferro
  • Dietbert Duck (Fergus McDuck, * 1830; † 1902): Dagoberts Vater. Die Figur wurde in Barks' privatem Stammbaum erwähnt, aber nur „Old Scotty McDuck“ genannt. Der Vorname stammt also von Don Rosa.[1]
  • Diethelm Duck (Angus „Pothole“ McDuck, * 1829): Dagoberts Onkel, 1850 nach Amerika ausgewandert, Mississippi-Dampfer-Kapitän, später Autor von Groschenromanen. Von Barks in Wettfahrt auf dem Mississippi erwähnt (in der deutschen Übersetzung wird daraus Dagoberts Großvater), allerdings nur „Pothole“ genannt. Don Rosa gab ihm einen richtigen Vornamen.[2]
  • Donald Duck (Donald Duck, * 9. Juni 1920)
  • Dortel Duck (Hortense McDuck, * 1876; †1950): Dagoberts Schwester, Donalds Mutter, hat ein vergleichbares Temperament. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.
  • Dussel Duck (Fethry Duck, * ca. 1920): Vetter von Donald und Gustav, erfunden von Dick Kinney und Al Hubbard, erster Auftritt: Der Gesundheitsapostel
  • Emanuel Erpel (Casey Coot, * 1860): erfolgloser Goldgräberkolege Dagoberts, verkauft diesem das Stück Land, auf dem Fort Entenhausen und später Dagoberts Geldspeicher stand. Von Don Rosa erfunden und erstmals in Der letzte Schlitten nach Dawson gezeigt.
  • Emelrich Erpel (Clinton Coot, * 1830; † 1910): Vater von Dorette Duck, Sohn von Emil Erpel, Gründer des Fähnlein Fieselschweifs, hat einen Kolonialwarenladen namens „Erpels Krämerladen“ besessen. Die Figur wurde von Don Rosa erfunden.
  • Emil Erasmus Erpel (Cornelius Coot, * 1790; †1880): Gründer von Entenhausen und Entdecker des Schlauen Buches. Erstmals von Barks in Der reichste Mann der Welt erwähnt.
  • Franz Gans (Gus Goose): Dorette Ducks Knecht, stammt aus dem Cartoon Donalds fetter Vetter
  • Gangolf Gans (Luke Goose): Der Vater von Franz Gans. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.[2]
  • General Golo Gans (Goostave Gander): Gustavs Vater. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.[2]
  • Gustav Gans (Gladstone Gander, * ca. 1920): Donalds glücklicher Vetter, erfunden von Barks, erster Auftritt in Die Wette
  • Gretchen Gogel (Lulubelle Loon): Die Mutter von Dussel und Wastel. Von Don Rosa für den Stammbaum erfunden, aber nie im Comic verwendet.[1]
  • Grubengustl Duck („Dirty“ Dingus McDuck): Großvater Dagoberts, ein einfacher Bergmann, erwähnt von Barks in Der Hund der Whiskervilles. Der Name stammt allerdings von Don Rosa.
  • Gunhilda Gans (Gertrude Gadwall): Mutter von Dorette Duck. Von Don Rosa für den Stammbaum erfunden und erst knapp 30 Jahre später von Marco Nucci erstmals im Comic verwendet.[2]
  • Hilmar Duck (Dabney Duck, * 1855; † 19xx): Donalds Großvater. Die Figur wurde in einer alten Geschichte von Bill Wright als Oma Ducks Jugendfreund erwähnt.[1]
  • Jakob „Jungerpel“ Duck (Jake McDuck, * 1832; † 19xx): Onkel von Dagobert. Tritt zum ersten mal in Barks' Weihnachten für Kummersdorf in Erscheinung.
  • Mathilda Duck (Matilda Duck, * 1871): Dagoberts Schwester, lebt in der Entenhausener Gegenwart auf der Duckenburgh, laut Don Rosa verheiratet mit Primus von Quack. Der Name entstammt Barks' privatem Stammbaum, Barks verwendete die Figur allerdings nie.[2]
  • Minchen Matz (Molly Mallard): Großmutter Dagoberts. Von Don Rosa für den Stammbaum erfunden, aber nie im Comic verwendet.[1]
  • Oma Duck (Elvira „Grandma Duck“ Duck, * 1855): Dorette Anette Lisette Duck, Donalds Großmutter, erfunden 1943 von Al Taliaferro
  • Sir Dagobert Duck (Malcolm McDuck, * 1530; † 1564): Dagoberts Vorfahre in Barks' Reise in die Vergangenheit
  • Sir Dämelak Duck (Sir Stuft McDuck; * 1110; † 1175): Dagoberts Vorfahre in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh, findet allerdings keine Erwähnung in der deutschen Übersetzung
  • Sir Daunenstert Duck (Sir Eider McDuck; * 880; † 946): Dagoberts Vorfahre in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh
  • Sir Donnerbold Duck (Sir Quackly McDuck; * 1010; † 1057): Dagoberts Vorfahre in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh
  • Sir Dümpelfried Duck (Sir Roast McDuck; * 1159; † 1205): Dagoberts Vorfahre in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh
  • Sir Dusseltrutz Duck (Sir Swamphole McDuck, * 1190; † 1260): Dagoberts Vorfahre in Barks' Das Gespenst von Duckenburgh
  • Teddy Duck (Eider Duck, * 1870): Der Vater von Dussel und Wastel. Donalds Onkel schenkt diesem im Barks'schen Original Der Falke Farragat einen Falken. In der deutschen Übersetzung ist es stattdessen sein Freund Abu Ben Agar.[1]
  • Tick, Trick und Track Duck (Huey, Dewey, and Louie Duck, * 1940)
  • Wastel Duck („Whitewater“ Duck, * ca. 1920): Donalds Cousin in Barks' Gar lustig ist die Flößerei!
  • Wilberta Wasserhuhn (Gretchen Grebe): Oma von Franz Gans. Von Don Rosa für den Stammbaum erfunden, aber nie im Comic verwendet.[2]
  • Wilhelmine Erpel (Fanny Coot): Die Mutter von Franz Gans. Der Vorname stammt von Al Taliaferro, der ihn in einem Zeitungsstrip 1938 verwendete. Rosa machte sie zu einer Verwandten von Oma Duck, damit Franz „überhaupt irgendwie mit Donald verwandt sein kann“.[2]
  • Willibald Wasserhuhn (Cuthbert Coot): Donalds Großcousin und Rancher, stammt aus Barks' Cowboy-Künste

Bild

Hier ist ein Bild des von Don Rosa gezeichneten Stammbaums.
Duck-Stammbaum.JPG


Hintergründe

Als Don Rosa mit der Arbeit an seiner Sein Leben, seine Milliarden-Comicreihe begann, wurde es für ihn notwendig, einen privaten Stammbaum zu erzeugen, da er ja mehrere Verwandte Dagoberts in diesen Geschichten einsetzte. Als Basis diente ihm eine Stammbaumskizze, die Carl Barks in den 1950er-Jahren angefertigt hatte und die mehrere Verwandte Donalds und Dagoberts erstmals namentlich aufführte. Barks' Stammbaum entstammten etwa Dortel und Mathilda Duck. Als Egmont erfuhr, woran Don Rosa arbeitete, bat der Verlag ihn, einen großformatigen Stammbaum als Beilage für Comichefte anzufertigen – mit dem bekannten Ergebnis.[3]

Während der Arbeit am Stammbaum musste Don Rosa natürlich einiges festlegen, was in Barks' Geschichten und in seinem Stammbaum nur angedeutet worden war. Er entschied etwa, Emil Erpel (engl. Cornelius Coot) zu einem Vorfahren Donalds zu machen, weil Barks in einem Zehnseiter Donalds Cousin Willibald Wasserhuhn (engl. Cuthbert Coot) verwendet hatte – der gleiche Nachname deutet auf eine Verwandtschaft hin.[3] Die Stellung Gustavs war ein weiteres Problem, da er in Segelregatta in die Südsee nicht als direkter Verwandter Dagoberts bezeichnet wird. Barks hatte in seinem Stammbaum Gustav als Kind verwaisen lassen, da sich seine Eltern bei einem Gratispicknick überfraßen, und Gustav anschließend von Mathilda adoptieren lassen, damit er trotzdem Dagobert als „Onkel“ anreden konnte. Don Rosa ließ – nach Rücksprache mit Barks – diese doch eher makabre Ergänzung weg.[3] Ein weiteres Problem ergab sich, als Egmont Don Rosa darum bat, Dussel mit auf den Stammbaum zu zeichnen, da er sehr populär ist. Für Don existiert Dussel, den Barks nie verwendete, jedoch nicht. Er machte ihn zu einem Bruder von Wastel Duck, betont jedoch immer wieder, dass Wastel für ihn ein Einzelkind ist.[3]

Einige Figuren fanden keinen Platz auf dem Stammbaum: Don wollte ursprünglich Primus von Quack als Ehemann von Mathilda mit auf den Stammbaum zeichnen – so wäre er legitimerweise Donalds Onkel. Barks selbst hatte Primus in einer Geschichte verwendet. Doch Egmont verbot ihm, Primus zu verwenden.[4] In einem für einen Fan erstellten Stammbaum (siehe unten) inkludierte er Primus. Auch Daisy und ihre Nichten Dicky, Dacky und Ducky sollten auf den Stammbaum. Don Rosa wollte Daisy zur Schwester von Tick, Trick und Tracks Vater machen, damit sie deren Tante sein konnte, strich jedoch den Teil am Schluss. In einigen Stammbaumversionen werden sie als „Freunde der Familie“ in einer Seitenleiste dargestellt.[4]

Deutsche Veröffentlichungen

Links

Duckipedia

Extern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Don Rosa: Die Entstehung des Duck-Stammbaums. In: Don Rosa Collection 4, S. 264.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 Don Rosa: Die Entstehung des Duck-Stammbaums. In: Don Rosa Collection 4, S. 265.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Don Rosa: Die Entstehung des Duck-Stammbaums. In: Don Rosa Collection 4, S. 259.
  4. 4,0 4,1 Don Rosa: Die Entstehung des Duck-Stammbaums. In: Don Rosa Collection 4, S. 260.