The Walt Disney Company

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Logo der Walt Disney Company (© Disney)

The Walt Disney Company (WDC), umgangssprachlich meist Disney genannt, ist ein US-amerikanisches Medienunternehmen mit Sitz in Burbank, Kalifornien. Es wurde 1923 von den Gebrüdern Walt und Roy Oliver Disney als Disney Brothers Cartoon Studio gegründet.

Chairman ist Susan E. Arnold, Chief Executive Officer (CEO), also Geschäftsführer, ist Robert A. Iger.

Die WDC ist, mit einem Umsatz von 55,6 Milliarden US-Dollar, bei einem Gewinn von 9,0 Milliarden US-Dollar laut den Forbes Global 2000, auf Platz 67 der größten Unternehmen der Welt (Stand 2017) und ist, mit einer Marktkapitalisierung von 178,0 Mrd. US-Dollar, das weltweit größte und wertvollste Medienunternehmen.

Hauptsitz der Walt Disney Company im kalifornischen Burbank

Struktur[Bearbeiten]

Die Walt Disney Company ist gegliedert in verschiedene Bereiche:

Dazu kommen noch Beteiligungen an verschiedenen Fernsehsendern wie etwa dem amerikanischen Sportsender ESPN oder bis 2021 die 50 %-Beteiligung am Sender Super RTL.

Management[Bearbeiten]

Robert A. Iger, Geschäftsführer seit 2005, Vorstandsvorsitzender seit 2012 und Präsident von 2000 bis 2012. (© Disney)

Board of Directors[Bearbeiten]

Chronologie Disney Management[Bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten]

→ siehe auch: Präsident der Walt Disney Company

Chief Executive Officers[Bearbeiten]

→ siehe auch: Geschäftsführer der Walt Disney Company

Chairmen of the Board[Bearbeiten]

→ siehe auch: Vorstandsvorsitzender der Walt Disney Company

Vice Chairman of the Board[Bearbeiten]

  • 1984–2003: Roy E. Disney
  • 1999–2000: Sanford Litvack (Co-Vice Chair)

Chief Operating Officer[Bearbeiten]

→ siehe auch: Chief Operating Officer der Walt Disney Company

Walt Disney Studio Entertainment[Bearbeiten]

Walt Disney Motion Pictures Group[Bearbeiten]

Die Walt Disney Motion Pictures Group ist für die Abteilung der Filmproduktion verantwortlich.[1] Sie hieß früher Buena Vista Motion Pictures Group, wobei Buena Vista für die Buena Vista Street in Kalifornien, wo der Sitz der früheren Disney-Studios war, steht[1]. 2007 wurde die Buena Vista Motion Pictures Group schließlich in Walt Disney Motion Pictures Group umbenannt.[1]

Walt Disney Pictures

→ Hauptartikel: Walt Disney Pictures

Walt Disney Pictures ist der Hauptproduzent von Live-Action-Spielfilmen innerhalb der Walt Disney Studios. Walt Disney Pictures wird, zusammen mit anderen zu Disney gehörenden Studio-Einheiten als eines der „Big Six“-Studios angesehen.[2] Filme von Walt Disney Animation Studios und Pixar Animation Studios werden ebenfalls unter dieser Marke veröffentlicht.[2] Waren Disney-Filme früher noch besonders bekannt als lustige, fröhliche und harmlose Unterhaltungsfilme, so sind, im Laufe der Zeit, auch „härtere“, für erwachsene Generationen bestimmte Filme entstanden. Paradebeispiel ist hier die Reihe Fluch der Karibik, die auch gleich die erfolgreichste Filmreihe der Walt Disney Pictures darstellt.[2]

Touchstone Pictures

→ Hauptartikel: Touchstone

Touchstone Pictures ist eine von Disney gegründete Filmproduktionsfirma, die 1984 etabliert wurde, um nicht nur das traditionelle Familienpublikum, sondern eben auch erwachsene Kinogänger und Filmfans zu erreichen.[3] Vom damaligen Disney-Chef Ron Miller wurde die Etablierung von Touchstone Pictures so erklärt: „Der Name Walt Disney Pictures auf einer Produktion wird signalisieren, dass der Film als Familienunterhaltung konzipiert ist, während der Name Touchstone diejenigen Filme kenntlich machen wird, die sich an andere Teile des Publikums wenden.“[3] Produziert wurden Filme wie Splash – Eine Jungfrau am Haken (erster Film von Touchstone), Zoff in Beverly Hills, Stirb langsam: Jetzt erst recht, Pretty Women, Sister Act, The Nightmare Before Christmas, Metro – Verhandeln ist reine Nervensache etc.

Pixar Animation Studios

→ Hauptartikel: Pixar

Nachdem Pixar und Disney schon seit 1991 kooperiert hatten und dabei auch kritische Töne von Steve Jobs, dem Chef von Pixar, öffentlich wurden, die darauf hindeuteten, dass man eigene Wege ohne Disney gehen wolle, kam es zwischenzeitlich zum Streit um Rechte an den Figuren (die mittlerweile Disney gehörten, die Pixar aber zurückerlangen wollte) und um Produktionsrechte an Filmen (wollte Pixar ebenfalls zurück)[4]. 2004 wurde die Zusammenarbeit gar beendet. Michael Eisner wollte Pixar die Rechte an Figuren und der Produktion von Filmen nicht zugestehen, und musste Disney, auch deswegen, verlassen[5][6] (siehe hierzu #Weitere Entwicklungen und Pixar#Zusammenarbeit mit Disney). Eisners Nachfolger Robert Iger nahm die Verhandlungen wieder auf. Auf Initiative von Apple-Gründer Steve Jobs, der 51 % der Pixar-Aktie hielt, übernahm Disney am 24. Januar 2006 die Pixar Animation Studios. John Lasseter wurde zum Vorsitzenden der Walt Disney Animation Studios, oberster Kreativvorsitz der kombinierten Disney-Pixar-Studios und kreativer Berater der Walt Disney Imagineering. Gemeinsam wurden Erfolgsfilme wie Toy Story, Toy Story 2, Ratatouille, Oben, Findet Nemo, Cars, Cars 2, Cars 3: Evolution, Findet Dorie und viele weitere produziert.

Disney Animation Studios

→ Hauptartikel: Walt Disney Animation Studios

Die Walt Disney Animation Studios sind die Zeichentrickabteilung (2 D-Animation) Disneys. Hier entstehen handgezeichnete Zeichentrickfilme, wie etwa Küss den Frosch (2009), Rapunzel – Neu verföhnt (2010), Die Eiskönigin – Völlig unverfroren (Frozen) (2013).

Ab 2003 wurden die Disney-Animationsstudios nacheinander geschlossen, da sich die Zeichentrickfilme als wirtschaftlich unerfolgreich herausstellten. Erst Anfang 2007 – nach vierjähriger Pause – wurden die Animationsstudios wiedereröffnet, auch auf Erwirken von John Lasseter, dem damaligen Chief Creative Officer[7]. Schon 2006 gab es erste Überlegungen, die Zeichentricksparte wiederzubeleben[8].

Marvel Studios

→ Hauptartikel: Marvel Studios

Am 31. August 2009 wurde bekannt, dass Disney die Marvel Studios übernehmen werde; der Kaufpreis soll bei 4 Milliarden US-Dollar liegen[9][10].

Lucasfilm

→ Hauptartikel: Lucasfilm

Im Oktober 2012 kaufte Disney George Lucas' Filmproduktionsfirma Lucasfilm (u.a. Indiana Jones-und Star Wars-Filme) für rund 4,05 Milliarden US-Dollar auf[11].

Lucasfilm hatte zu 100 Prozent dem Star-Wars-Schöpfer George Lucas gehört. Kathleen Kennedy, Co-Vorstand von Disney, wurde zur Chefin von Lucasfilm. Im Zuge der Übernahme kündigte Disney auch den siebten Teil von Star Wars für ein Startdatum im Jahr 2015 an. Kennedy ist bei diesem Film Koproduzentin, Lucas ist weiterhin als Berater an Bord.[12]

ehemalige Tochtergesellschaften:

  • ImageMovers Digital

→ Hauptartikel: ImageMovers

ImageMovers ist ein im Jahr 1998 von Robert Zemeckis gegründetes Produktionsunternehmen. Es produzierte mithilfe der Motion Capture-Technik unter anderem die kommerziell erfolgreichen Filme Der Polarexpress und Die Legende von Beowulf, bis es 2007 von der Walt Disney Company gekauft und in ImageMovers Digital umfirmiert wurde.

Am 12. März 2010 kündigte ImageMovers Digital an, im Januar 2011 den Betrieb einzustellen. ImageMovers Digital passte laut Alan Bergman, dem damaligen Präsidenten der Walt Disney Studios, nicht mehr in das Geschäftsmodell der Walt Disney Company[13][14]. Daraufhin handelte ImageMovers eigenmächtig einen Vertrag mit den Universal Studios aus und verließ die Disney-Gruppe.

  • Hollywood Pictures

→ Hauptartikel: Hollywood Pictures

Hollywood Pictures war ein 1990 gegründetes Filmstudio der Walt Disney Motion Pictures Group, die zur Walt Diseny Company gehört. Michael Eisner schuf es, um zum einen den jährlichen Spielfilm-Output zu vergrößern, zum anderen, um die kreativen Produzenten David Hoberman und Ricardo Mestres zu trennen, welche sich bei Touchstone einen Wettstreit lieferten. Mestres bekam den Vorsitzposten bei Hollywood Pictures, Hoberman den bei Walt Disney Pictures und Touchstone. 2007 wurde Hollywood Pictures geschlossen.

  • Miramax Films

→ Hauptartikel: Miramax

Miramax Films war eine US-amerikanische Filmproduktions- und Verleihgesellschaft. Miramax wurde 1979 von den Brüdern Harvey Weinstein (geboren 1952) und Bob Weinstein (geboren 1954) gegründet. Ursprünglich war Miramax zum Verleih von Filmen gegründet worden, die außerhalb Hollywoods entstanden: Fremdsprachige und vor allem sogenannte Independent-Filme, die in den 1980er Jahren keinen Zutritt zum starren Studio-System fanden und als kommerziell unattraktiv galten. Die Firma wurde 1993 für einen Preis von 75 Mio. US-Dollar von Disney aufgekauft. 2010 wurde Miramax Films an eine Investorengruppe um Ron Tutor verkauft[15].

  • 20th Century Fox

→ Hauptartikel: 20th Century Fox

Nachdem bereits seit Dezember 2017 Interesse an einem Kauf des Medienkonzerns 21st Century Fox mitsamt seiner Filmsparte 20th Century Fox bestand, wurde dieser für einen Kaufpreis von 71,3 Milliarden US-Dollar im März 2019 vollzogen.[16][17][18] Die Übernahme ist somit die teuerste in der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie.[19]

Walt Disney Studios Motion Pictures[Bearbeiten]

Die Walt Disney Studios Motion Pictures sind der Verleih- und Vertriebsarm der Walt Disney Company für Kino- und Fernsehfilme.[20] Sie ist somit für den Verleih und Vertrieb aller Filme zuständig, die von Filmproduktionsgesellschaften hergestellt werden, die Teil des Walt Disney Konzerns sind und in der Walt Disney Motion Pictures Group zusammengefasst sind.[20] Hieß bis 2007 Buena Vista International, der Name Buena Vista wurde jedoch, ähnlich wie Walt Disney Motion Pictures Group, aufgegeben.

Disney Music Group[Bearbeiten]

1998 gründete Disney unter dem Namen Buena Vista Music Group ein Tonträgerunternehmen, das folgende Plattenlabels beinhaltet:

Heute heißt das Tonträgerunternehmen Disney Music Group.

Media Networks[Bearbeiten]

Media Networks umfasst die Fernsehsender und Radio-Sender (-beteiligungen) bzw. TV-Produktionen, die Disney besitzt.

  • ABC Network
  • Fernsehsender

z.B.: Disney Channel, Disney Channel (Deutschland), Disney XD, Disney Junior, Disney Cinemagic, ESPN

  • Radio- und TV-Vertrieb

z.B.: ABC News Radio, Radio Disney, Disney-ABC International TV, Disney-ABC Domestic Television, ESPN

  • TV-Produktion

ABC Studios, Greengrass Productions, Walt Disney Television Animation

Walt Disney Parks and Resorts[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: Walt Disney Parks and Resorts

Diese Abteilung ist für die Planung, den Bau sowie die Organisation von Themenparks und Ferienresorts von Disney verantwortlich.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Das erste „richtige“ Disney-Studio in Los Feliz nahe Los Angeles, Sitz der Disney Company von 1923 bis 1926
Ein Foto der Walt Disney Productions, geschätzt in den 1940er Jahren, mit Walt Disney und seinem Auto im Vordergrund, in Burbank

Weitere Entwicklungen[Bearbeiten]

Im November 2003 verließen Roy Edward Disney, Neffe und Sohn der Unternehmensgründer Roy Oliver und Walt, und Stanley Gold im Streit mit dem langjährigen Unternehmenschef Michael Eisner das Unternehmen[22][23]. Sie warfen Eisner vor, die Kreativität und die Finanzen hätten unter seinem Führungsstil gelitten. So kritisierte Roy E. Disney, Eisner habe zu viele talentierte Manager verloren, weil er keinen Nachfolgeplan gehabt habe. Zudem habe er keine starken Beziehungen zu kreativen Partnern wie dem Pixar-Filmstudio gebildet.[23] Schließlich hatte die Disney Company unter Eisners Leitung Streit mit den Pixar Animation Studios, mit denen die Walt Disney Animation Studios bisher kooperiert hatten: Ab 1991 übernahm Pixar den kompletten kreativen Prozess und die Animation, Disney den Verleih und das Marketing, die Produktionskosten von beiden Studios sollten zu gleichen Teilen übernommen werden. Es kam zur erfolgreichen Produktion von Toy Story (1991). Die Disney Company nahm sich in der Produktionsphase dieses Films auch das Recht, Hinweise bezüglich der Handlung zu geben. Da sich aber herausstellte, dass die Hinweise der Disney-Manager dem Film mehr geschadet hätten als weiterzuführen, erhielt die Disney Company für die Zukunft nur noch beratende Funktion. Nach dem Erfolg von Toy Story wurde die Partnerschaft Im Jahr 1997 auf fünf weitere Filme im Laufe von zehn Jahren ausgeweitet, wobei Disney sämtliche Rechte an Filmen und Figuren erhielt und zudem 10 bis 15 Prozent der Einnahmen allein für den Verleih behalten durfte. Kurze Zeit später kam es zu Streitigkeiten: Toy Story 2, das anfangs als Videopremiere geplant war, wurde während der Produktion zu einem Kinofilm. Pixar wollte diesen Film daher zu den vertraglich vereinbarten Filmen hinzufügen, was Michael Eisner jedoch verweigerte.[4] Anfang 2004 forderte Pixar dann einen neuen Vertrag, nach dem Pixar alle Rechte an den Figuren aus seinen Filmen zurückbekommen und zudem sämtliche neue Filme selbst produzieren dürfe. Disney hätte dann nur noch 15 Prozent für den Verleih der Filme an die Kinos erhalten. Eisner verweigerte eine Zustimmung zu diesem Vertrag, was ihm viel Kritik einbrachte, und es kam zu besagtem Zerwürfnis mit Eisners Roy E. Disney, Stanley Gold und Steve Jobs, damaliger Leiter der Pixar-Studios. Im Oktober 2005 wurde Michael Eisner schließlich von seinem Posten verdrängt und von Robert A. Iger abgelöst.[5][6]

Unter Iger veränderte sich die Situation und es gelang wieder eine Annäherung an Pixar: Im 24. Januar 2006 wurde bekannt, dass die Walt Disney Company Pixar für 7,4 Milliarden US-Dollar übernehmen werde.[24] Als Teil der Übernahme wurde Pixar-CEO Steve Jobs als Mitglied in den Verwaltungsrat der Disney Company aufgenommen. Zudem wurde Jobs größter Einzelaktionär bei der Disney Company.

Am 11. Februar 2004 unterbreitete Comcast den Aktionären von Disney ein Kaufangebot in Höhe von 66 Milliarden US-Dollar[25], das Ende April 2004 wieder zurückgezogen wurde.[26]

Am 11. August 2008 wurde bekannt, dass die Disney Company im Animationsbereich einen Forschungsstandort zusammen mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Schweiz eröffnet. Dies ist das einzige Disney-Lab in Europa. Es sind mehrere Geschäftseinheiten des Walt-Disney-Konzerns involviert: Disney Animation and Live Action Studios, Interactive Games, Disney Interactive Media Group, ESPN und Pixar.[27]

Am 31. Dezember 2009 stimmten die Aktionäre des Comicverlages Marvel dem Kauf Marvels durch Disney für 4,3 Milliarden US-Dollar zu.[28]

Am 30. Oktober 2012 wurde bekannt, dass Disney die Lucasfilm Ltd. für 4,05 Milliarden US-Dollar kauft.[11]

2014 wurde bekannt gegeben, dass Robert Igers Vertrag als CEO bei Disney, der ursprünglich bis zum 3. Juni 2018 lief, bis zum 2. Juli 2019 verlängert wurde.[29][30][31] 2017 gab man bekannt, dass Iger danach für drei Jahre als Berater weiterhin für das Unternehmen tätig sein werde.[31][32] Während des Gewinnaufrufs der Walt Disney Company im ersten Quartal 2017 erklärte Robert Iger: „Wenn es im besten Interesse des Unternehmens ist, meine Amtszeit zu erweitern, bin ich dafür offen...“[33]

2015 wurde Tom Staggs neuer Chief Operating Officer von Disney. 2016 wurde bekannt gegeben, dass Staggs, der 26 Jahre lang bei der Walt Disney Company in verschiedenen Funktionen gearbeitet hatte, Disney verlassen werde. Staggs blieb jedoch bis Ende 2016 als Sonderberater Igers im Unternehmen.[34][35][36][37] Dabei soll Staggs, der oftmals als potentieller Nachfolger Igers für den Posten des CEOs gehandelt wurde[38][39][40], keine Zusicherungen für eine spätere Amtsübernahme des Posten Igers erhalten habe und Iger sich auch nicht für einen Verbleib von Staggs bei Disney eingesetzt hatte.

Am 14. Dezember 2017 wurde der geplante Kauf von Teilen der 21st Century Fox durch die Walt Disney Company bekannt gegeben.[41] Die Walt Disney Company wollte dabei für eine Summe von 52,4 Milliarden US-Dollar neben anderen Unternehmensteilen auch 20th Century Fox und Sky plc übernehmen. Comcast, ein Kabelnetzbetetreiber, Internetdienstanbieter und eine Telefongesellschaft, legte daraufhin allerdings ein höheres Angebot vor, sodass die Disney Company ihr Gebot auf auf 71,3 Mrd. US-Dollar erhöhte.[42] Die US-Wettbewerbsbehörden erteilten unter Auflagen die Genehmigung.[43] Auch die EU-Kommission prüfte die Übernahme unter den Gesichtspunkten der Fusionskontrollverordnung.[44] Zuvor sollen die Nachrichten und einige Sportkanäle von der 21st Century Fox abgespalten werden.[45] Im November 2018 wurde die Genehmigung der Übernahme unter der Auflage erteilt, dass die Disney Company ihre Anteile an europäischen Sendern wie A&E Germany, History und Crime & Investigation verkauft.[46][41] Am 20. März 2019 wurde die Übernahme schließlich vollzogen.[16][17][18] Dadurch gingen auch das Filmstudio 20th Century Fox und diverse Fernsehsender von Fox an Disney. Disney-CEO Robert Iger bezeichnete die Übernahme als „historischen Moment, der erheblichen langfristigen Wert für das Unternehmen und die Aktionäre schaffen wird“.[16][17] Die Übernahme ist bis dato die teuerste Firmenübernahme in der Geschichte der amerikanischen Filmindustrie.[19]

Im März 2018 entwickelte die Disney Company zusammen mit Samsung Micky- und Minnie-Maus-Emojis.[47]

Am 12. November 2019 ging in den USA ein Streamingservice der Walt Disney Company, Disney+, ans den Start.

Am 25. Februar 2020 trat Robert A. Iger überraschend von seinem Posten als CEO der Walt Disney Company zurück. Nach dem Start des Streamingservies Disney+ glaube er, dass nun der optimale Zeitpunkt sei, das Amt an einen neuen Vorstandschef zu übergeben, erklärte Iger.[48][49][50][51] Ihm folgte der bisherige Chef der Vergnügungsparksparte Walt Disney Parks, Experiences and Consumer Products, Bob Chapek, nach. Seinen Posten als Chairman der Walt Disney Company werde Iger bis zum Auslaufen der Vertrages Ende 2021 weiterhin ausüben und dann ebenfalls an Bob Chapek übergeben.[48]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Eintrag über die Walt Disney Company in der Wikipedia, abgerufen am 05.01.2019

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Wikipedia-Eintrag zur Walt Disney Motion Pictures Group, abgerufen am: 08.05.2018.
  2. 2,0 2,1 2,2 Englischer Wikipedia-Artikel zu Walt Disney Pictures, abgerufen am: 08.05.2018
  3. 3,0 3,1 Wikipedia-Artikel zu Touchstone-Pictures, abgerufen am 08.05.2018
  4. 4,0 4,1 Disney-Pixar split heightens pressure for new hits, The Hour, 30.01.2004, abgerufen am 19.12.2018
  5. 5,0 5,1 Robert Iger wird Disney-Chef, tagesspiegel.de, 15.03.2005, abgerufen am 19.12.2018
  6. 6,0 6,1 Martin Dowideit: Disney ohne Michael, Welt Online, 30.09.2005, abgerufen am 19.12.2018
  7. Disney returns to traditional animation, CBC News (archiviert im web-archive), 10.02.2007, abgerufen am 05.01.2019
  8. Charles Solomin: Pixar Creative Chief to Seek to Restore the Disney Magic, The New York Times, 25.01.2006, abgerufen am 05.01.2019
  9. Disney To Acquire Marvel Entertainment, thewaltdisneycompany.com, 31.08.2009, abgerufen am 05.01.2019
  10. Milliardenübernahme: Walt Disney kauft Kult-Comic-Schmiede Marvel, Spiegel Online, 31.08.2009, abgerufen am 05.01.2019
  11. 11,0 11,1 Disney to Acquire Lucasfilm Ltd., thewaltdisneycompany.com, 30.10.2012, abgerufen am 29.12.2018
  12. Disney kündigt neue "Star Wars"-Filme nach Übernahme an, Welt Online, 31.10.2012, abgerufen am 05.01.2019
  13. Disney Closing Zemeckis' Digital Studio, deadline.com, 12.03.2012, abgerufen am 05.01.2019
  14. Disney to Close Zemeckis' ImageMovers Digital Studio, awn.com, 12.03.2012, abgerufen am 05.01.2019
  15. Miramax Sale is Official; Disney Offloads the Label for $660M, slashfilm.com, 30.07.2010, abgerufen am 05.01.2019
  16. 16,0 16,1 16,2 Disney and 21st Century Fox Announce per Share Value in Connection with $71 Billion Acquisition, thewaltdisneycompany.com, 19. März 2019, abgerufen am 22. März 2019
  17. 17,0 17,1 17,2 Artur Stähr: Walt Disney: Übernahme von 21st Century Fox erfolgreich abgeschlossen, robots and dragons.de, 21. März 2019, abgerufen am 22. März 2019
  18. 18,0 18,1 Ingo Pakalski: Überahme: Disney zahlt für 21st Century Fox 71 Milliarden US-Dollar, golem.de, 20. März 2019, abgerufen am 22. März 2019
  19. 19,0 19,1 Alexander Friedrich: Ryan Reynolds bestätigt: Deadpool ist jetzt eine Disney-Prinzessin, moviepilot.de, 19.03.2019, abgerufen am 22.03.2019
  20. 20,0 20,1 Wikipedia-Artikel zur Walt Disney Studios Motion Pictures , abgerufen am: 08.05.2018
  21. Robert A. Iger Appointed CEO by Disney Board of Directors, thewaltdisneycompany.com, abgerufen am 21.11.2022
  22. Stanley Gold's letter of resignation to Walt Disney board, theguardian.com, 01.12.2003, abgerufen am 19.12.2018
  23. 23,0 23,1 Der letzte Erbe verlässt Walt Disney im Streit, Welt Online, 02.12.2003, abgerufen am 19.12.2018
  24. Thorben Gebhard: Disney übernimmt Filmstudio Pixar für 7,4 Milliarden US-Dollar, Quotenmeter, 25.01.2006, abgerufen am 19.12.2018
  25. n-tv Nachrichten: Comcast bietet für Walt Disney., 11.02.2004, abgerufen am 19.12.2018
  26. Comcast zieht Angebot zurück, computerwoche.de, 29.04.2004, abgerufen am 19.12.2018
  27. Mickey Mouse kommt an die ETH Zürich, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, archiviert im web-archive, 11.08.2008, abgerufen am 19.12.2018
  28. Marvel Shareholders Approve Disney Takeover, New York Times, 31.12.2009, abgerufen am 19.12.2018
  29. Marc Graser: Bob Iger to Remain Disney Chief through 2018, variety.com, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019
  30. Ben Fritz: Disney Extends CEO Bob Iger’s Contract Until 2018, The Wallstreet Journal, 02.10.2014, abgerufen am 15.01.2019
  31. 31,0 31,1 Lisa Richwine: Disney board extends CEO Iger's contract by one year, reuters.com, 23.03.2017, abgerufen am 15.01.2019
  32. Gregg Kilday: Disney's Dilemma: Can Bob Iger Ever Find a Successor?, hollywoodreporter.com, 29.03.2017, abgerufen am 15.01.2019
  33. Frank Pallotta: Disney's Bob Iger 'open' to extending tenure as CEO, cnn.com, 07.02.2017, abgerufen am 15.01.2019
  34. Brooks Barnes: Thomas Staggs, Disney’s Heir Apparent, Is Stepping Down, New York Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019
  35. Daniel Miller: Thomas Staggs, Disney's No. 2 executive, is leaving the company, Los Angeles Times, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019
  36. Dylan Byers: Disney's No. 2 exec Thomas Staggs leaving company, cnn.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019
  37. Statement from The Walt Disney Company, businesswire.com, 04.04.2016, abgerufen am 15.01.2019
  38. Daniel Miller, Meg James: At Disney, Staggs' elevation puts him as front-runner to succeed Iger as CEO, Los Angeles Times, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019
  39. Cynthia Littleton: Disney Promotes Tom Staggs to No. 2 Post, Positioning Him as Iger’s Successor, variety.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019
  40. Michal Lev-Ram: Will Tom Staggs be the next CEO of Disney?, fortune.com, 05.02.2015, abgerufen am 15.01.2019
  41. 41,0 41,1 Wikipedia-Artikel über 21st Century Fox, abgerufen am: 12.11.2018
  42. Megaübernahme von 21st Century Fox: Aktionäre machen Weg für Disney frei, heise online, abgerufen am: 12.11.2018
  43. US-Kartellwächter genehmigen Übernahme – Disney darf Fox kaufen – unter Auflagen, Spiegel Online, abgerufen am: 12.11.2018
  44. Vorherige Anmeldung eines Zusammenschlusses (Sache M.8785 — The Walt Disney Company/Twenty First Century Fox), EUR-Lex, abgerufen am: 12.11.2018
  45. Milliarden-Deal – Walt Disney kauft Teile von Fox-Konzern, Spiegel Online, abgerufen am: 12.11.2018
  46. Milliardenschwere Übernahme – Disney kauft Filmsparte von 21st Century Fox, Spiegel Online, abgerufen am: 12.11.2018
  47. Disney-Charaktere ab sofort als AR-Emoji auf Samsung Galaxy S9 und S9+ verfügbar, samsung.com, 16.03.2018, abgerufen am 09.04.2019
  48. 48,0 48,1 Pressemeldung des Disney-Konzerns
  49. Disney-Chef Bob Iger tritt überraschend zurück, Zeit Online, 26.02.2020, abgerufen am 09.03.2020
  50. Disney-Chef Bob Iger tritt zurück, Focus Online, 26.02.2020, abgerufen am 09.03.2020
  51. Disney-Chef Bob Iger tritt überraschend zurück, sueddeutsche.de, 26.02.2020, abgerufen am 09.03.2020