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Musik in den Meisterwerken

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Musik in den Meisterwerken. Dieser Artikel soll einen Überblick über die wichtigsten Lieder, Komponisten und ihre historische Bedeutung geben.

Die ersten abendfüllenden Spielfilme (1937-1942)[Bearbeiten]

Schneewittchen und die sieben Zwerge (1937)[Bearbeiten]

Szene aus "Schneewittchen und die sieben Zwerge", 1937. (© Disney)

Mit dem Meisterwerk "Schneewittchen und die sieben Zwerge" aus dem Jahre 1937 gelang es Walt Disney, seinen ersten großen Spielfilm zu produzieren. Er basiert auf dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm. Der Film wurde bereits bei seiner Premiere mit Standing Ovations gefeiert. Mit den Liedern "Someday my Prince will come" und "Heigh-Ho" gelang es dem Film sogar, mit einem Soundtrackalbum bedacht zu werden. Dies macht "Schneewittchen und die sieben Zwerge" zum ersten Film aller Zeiten, zu dem es ein Soundtrackalbum gab. Das Lied "Someday my Prince will come" wurde auch von der Jazz-Szene freudig aufgenommen und gecovert. Eine der bekanntesten Coverversionen stammt von Miles Davis, der sogar ein gleichnamiges Album aufnahm. Des Weiteren ergatterte dieses Stück Musikgeschichte den 19. Platz in der AFI's 100 Years... 100 Songs of Movie History-Liste. Die Zwerge traten später mehrfach in Cartoons auf und sangen ihren Klassiker "Heigh-Ho".

Pinocchio (1940)[Bearbeiten]

Vater Geppetto wünscht sich mit "Kleiner Mann aus Holz", dass Pinocchio lebendig wird. (© Disney)
1940 kam das zweite Meisterwerk "Pinocchio" in die Kinos. Regie führten Ben Sharpsteen und Hamilton Luske. Für die Musik waren Leigh Harline, Paul J. Smith und Ned Washington zuständig. Leigh Harline und Ned Washington schufen für den Disney-Film den Song "When you wish upon a Star". Dieser wurde 1985, nach der Gründung der Walt Disney Pictures, die Erkennungsmelodie für alle großen Disney-Filmproduktionen. 2005/06 wurde diese Erkennungsmelodie von Marc Mancina für das neue Logo der Walt Disney Pictures etwas überarbeitet und wird seit dem 2006er-Spielfilm "Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2" immer wieder verwendet. In der AFI's 100 Years... 100 Songs of Movie History-Liste erreichte das Lied Platz 9 und ist somit der höchstplatzierte Disney-Song in dieser Liste. Aber der Film enthielt noch weitere Lieder voller Wünsche und voller Gefühl; einer anderer bekannter Song ist Kleiner Mann aus Holz. Hier tanzt Vater Geppetto mit seiner fertigen Holzpuppe Pinocchio und wünscht sich einen kleinen Sohn, der genauso wie seine Holzpuppe ist. Das Lied Brauchst du nur zu pfeifen wurde schließlich des Öfteren in anderen Filmen und Theaterstücken als Zitat verwendet. Ein weiteres Beispiel ist das PC-Spiel Arcade America; hier spricht ein Poster zur Hauptfigur und rät ihm: "Wenn Du was benötigst, brauchst Du nur zu pfeifen. Du weißt doch wie man pfeift? Man spitzt die Lippen und bläst!"

Fantasia (1940)[Bearbeiten]

Micky Maus und Walt Disney feierten mit "Fantasia" 1940 den musikalischen Sieg der Fantasie. (© Disney)

Noch im gleichen Jahr kam Walt Disney's großes Wunschprojekt "Fantasia" in Kinos. Ursprünglich sollte der Film mit dem von Walt Disney favorisierten Fantasound ausgestattet werden, aber die damaligen finanziellen Probleme machte dies unmöglich. Erst im Jahre 1990 gelang es Komponist Alexander Rannie, dies zu verwirklichen. Der Film selbst besteht aus mit Zeichentricksequenzen untermalter Musik. Dabei wurde das Filmteam um Walt Disney's Traum vom Philadelphia Orchestra unterstützt. Auch große Komponisten wie Deems Taylor und Leopold Stokowski traten in diesem Meisterwerk auf und wiesen die Zuschauer auf das Programm hin.

Inhalt[Bearbeiten]

Den Anfang macht das Stück "Toccata und Fuge in d-moll, BWV 565" vermutlich aus der Feder von Johann Sebastian Bach. Die Musik wird mit abstrakten Bildern untermalt. Genauso bekannt sind die Szenen aus dem Stück der "Nussknacker-Suite" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, dank der tanzenden Fliegenpilze. Am Stück selbst wurden allerdings Teile entfernt und umgearbeitet. So fehlen beispielsweise auch die Ouvertüre und der Marsch der Zinnsoldaten. Weitere Teile wurden einfach neu zusammengesetzt.
Der Teufel aus "Fantasia" macht deutlich das es in diesem Film neben der Fröhlichkeit um auch die düstere Seite des Lebens geht. (© Disney)
Der bekannteste Teil des Films ist "Der Zauberlehrling" ("The Sorcerer's Apprentice"). Dieser Teil beruht auf dem berühmten Gedicht Der Zauberlehrling von Johann Wolfgang von Goethe. Aus dieser Ballade entwickelte Paul Dukas schließlich seine Sinfonie, die für diesen Teil des Films verwendet wurde. Hier übernahm schließlich Micky Maus höchstpersönlich die Rolle des törichten Zauberlehrlings. Ludwig van Beethoven liefert mit seiner 6. Sinfonie schließlich die Vorlage für einen weiteren, bekannten Fantasia-Teil. Hier geht es um die Mythologie der alten griechischen Götter. Im Mittelpunkt steht ein Fest, das zu Ehren des Gottes Bacchus abgehalten werden soll. Allerdings werden sie hierbei durch Zeus gestört. Auch die tanzenden Nilpferde gingen in die Disney-Historie mit ein. Sie tanzen ein allegorisches Ballett nach der Musik "Der Tanz der Stunden" von Amilcare Ponchielli. Den Abschluss bilden zwei besondere Musikstücke; zum Einen "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" aus der Feder von Modest Mussorgski. In diesem Stückteil bemächtigt sich ein Dämon, der Herrschaft eines Friedhofes und feiert mit den Toten den Hexensabbat. Der zweite Stückteil gehört Franz Schubert mit dem kirchlichen Lied "Ave Maria", dieses Lied vertreibt die Dämonen der Nacht und auf dem Friedhof herrschen wieder Ruhe und Frieden. Ursprünglich sollte der Film noch den weiteren Teil "Blue Bayou" beinhalten, allerdings wurde er auf Grund der Länge wieder "heraus gekürzt". Noch heute ist "Fantasia" der längste Zeichentrickfilm der Disney-Studios.

Dumbo (1941)[Bearbeiten]

Die Rosa Elefanten aus "Dumbo", 1941. (© Disney)

1941 kam schließlich das vierte Meisterwerk "Dumbo" in die Kinos. Für die Musik erhielten Frank Churchill und Oliver Wallace im Jahre 1942 einen Oscar für die beste Filmmusik. Die bekanntesten Stücke aus dem Spielfilm sind "Der Storch", "Das Lied der Arbeiter", "Pink Elephants" und "Ich sah noch nie, wie ein Elephant fliegt". Für Das Lied der Arbeiter gab es Jahre später heftige Kritik aufgrund von rassistischen Inhalten des Liedes. Hierbei wurde vor allem die Textzeile Wir arbeiten Tag und Nacht, wir sind glücklich, wenn wir arbeiten als rassistisch und sehr artverwandt mit dem Spruch "Arbeit macht Frei!", der bei jedem Konzentrationslager der Nazis zu lesen war, angesehen. Auch die "Pink Elephants"-Szene wurde in 60er und 70er Jahre als Drogenrauschszene ausgelegt. Viele nahmen an, dass die Zeichner und Drehbuchautoren Joe Grant und Dick Huemer bei der Entwicklung dieser Szene LSD oder sonstige Drogen konsumiert haben. Ähnliche Vorwürfe gab es später beim Zeichentrickfilm "Alice im Wunderland" (1951), jedoch hätte Walt Disney, als strenger Produktionsleiter, Drogen im Studio niemals zugelassen. Disney persönlich hatte die Produktionsentwicklungen genauestens und regelmäßig überprüft und kontrolliert, er hatte all seine Disziplinierungen und Vorstellungen von Ordnung durchgesetzt, so ließ er Frauen und Männer und ihre Arbeits-Abteilungen innerhalb des Studios trennen oder schrieb seinen Mitarbeitern beispielsweise vor, dass sie sich zu rasieren hatten.

Bambi (1942)[Bearbeiten]

Szene aus "Bambi", 1942. (© Disney)

Mit dem Film "Bambi" aus dem Jahre 1942 kam ein weiteres Meisterwerk voller Musik in die Kinos. Für die Musik zeigte sich Edward H. Plumb verantwortlich. Er kreierte unter anderem das Musikscore für den Tod von Bambis Mutter. Dieser Musikscore inspirierte unter anderem den Komponisten John Williams zur Melodie des Films Der weiße Hai. Plumb komponierte neben dem auch die Musikstücke Love is a Song und Let’s sing a gay little Spring Song ("Frühling").

Projektfilme im Zweiten Weltkrieg (1942-1945)[Bearbeiten]

Donald Duck, José Carioca und Panchito Pistoles sind zusammen die Drei Caballeros. (© Disney)

Für den Spielfilm "Saludos Amigos" startete Walt Disney gemeinsam mit Nelso Rockefeller die Good Will Tour in Südamerika. Ziel und Zweck dieser Tour war es, mit dem Filmteam Eindrücke für den Film zu gewinnen und zweitens gute Beziehungen zwischen den USA und den südamerikanischen Staaten herzustellen, denn die US-Regierung befürchtete, die Nazis könnten sich mit südamerikanischen Staaten verbünden. Der Film selbst enthält die unterschiedlichsten Samba-Rhythmen. Des Weiteren wurde das Lied "Saludos Amigos" von dem Komponisten Charles Wolcott und dem Texter Ned Washington eine Oscar-Nominierung für den Besten Filmsong. Kurioserweise erhielt den Oscar Ary Barroso für das Lied Aquarela do Brasil aus dem Film "Brasilianische Serenade". Dieses Lied wurde auch in "Saludos Amigos" verwendet. Der Spielfilm war neben dem der erste Kinoauftritt der Figur José Carioca. Bereits ein Jahr später, 1943, sollte die Fortsetzung "Drei Caballeros" produziert werden. Auch hier war Samba-Musik wieder der Mittelpunkt des Films. Unterstützt wurden die Drei Caballeros von den realen Schauspielerinnen Carmen Molina und Aurora Miranda. Schon in "Fantasia" (1940) gab es erstmals Realfilm-Sequenzen, genauso in "Saludos Amigos" (1942). Bei "Drei Caballeros" wurde eine Mischfilm-Technik verwendet, die es ermöglichte Animationen mit Realfilm-Aufnahmen zu kombinieren. Schon in den 1920er Jahren ließ Disney diese Kunst für die "Alice Comedies" anwenden. Jetzt, 1944, gab es ganz neue Techniken und Methoden, die beeindruckende Szenen, in denen reale Schauspieler in einer Zeichentrick-Kulisse mit Cartoon-Figuren tanzen, erschaffen konnten. Die Figuren José Carioca und Panchito Pistoles besingen im Film ihre Heimat und ihr Leben. In den USA erschien das Meisterwerk erst am 3. Februar 1945.

Episodenfilme in der Nachkriegszeit (1946-1949)[Bearbeiten]

Make Mine Music (1946)[Bearbeiten]

Ein weiterer Musikfilm, nach "Fantasia" (1940) war "Make Mine Music" aus dem Jahre 1946. Genau wie "Fantasia" besteht die Fortsetzung "Make Mine Music" aus mehreren Segmenten, die animierte Interpretationen von insgesamt 10 Musikstücken darstellen. Im Gegenteil zum Konzertfilm "Fantasia" wird in dem achten Meisterwerk die Musikauswahl nicht nur auf klassische Stücke, wie von Bach oder Beethoven, beschränkt. Erstmals wurde auch moderne Musik zur Untermalung der zusammengestellten Kurzfilme genutzt. Neben dem ist der Episodenfilm das einzige Meisterwerk, welches z. B. in Deutschland noch nie veröffentlicht wurde; es ist also auch nicht deutschsprachig auf DVD erschienen.

Inhalt[Bearbeiten]

Das erste Segment der musikalischen Zusammenstellung war ursprünglich "The Martins and the Coys", bei der US-amerikanischen DVD-Veröffentlichung, im Jahr 2000, wurde dieser Kurzfilm jedoch herausgeschnitten. Ein weiterer bekannterer Teil des Films ist "Blue Bayou", der 1940 ursprünglich für "Fantasia" produziert wurde. Hier geht es um einen Kranich, der zur Musik von Clair de Lune zusammen mit anderen Kranichen in einer Mondnacht fliegt. Zunächst kommt die moderne Musik-Vertretung in "All the Cats join in" zum Einsatz. Zu dieser modernen und jungen Musikrichtung des damals modernen Jazz, tanzen Jugendliche in einem Tanzclub, dabei ist die künstlerische Auslassung, die auch die flippige Art der Musik wiederspiegeln sollte, höchst bemerkenswert. Als Nächstes folgt die tragische Ballade "Ohne dich", gesungen von Andy Russell. Mit dieser Vorstellung eines sehr poetischen Songtextes werden zur vermittelten Stimmung und Handlung Bilder gezeigt, die sie wiederspiegeln sollen. Der nächste Kurzfilm ist "Casey at the Bat", in dem es um einen Baseball-Spieler geht, der den Ball nicht mehr trifft. Auch hier wird wieder ein moderner, zurzeit passender Schwenk geliefert, der die Atmosphäre in "Fantasia" wahrscheinlich genau wie "All the Cats join in" gestört hätte. Hier nach folgt das Musikstück "Two Silhouettes", in dem zur Stimmung passende Figuren zur Ballet-Musik tanzen. Ein weiterer bekannter Teil des Films ist die Geschichte um "Peter und der Wolf", der mit der Musik von Sergei Prokofiev ausgestattet wurde. Es folgt ein weiterer moderner Part; "After you're gone". Zu der jazz-artigen Musik von Benny Goodman und seinem Orchester, das auch an der Musik zu "All the Cats join in" arbeitete, tanzen animierte Instrumente, die Persönlichkeiten entwickeln. Auch der Kurzfilm "Johnny Fedora and Alice Blue Bonnett", der von den Andrews Sisters musikalisch untermalt wurde, gehört zu den Highlights des Episodenfilms. Das Finale bildet die Geschichte um einen Pottwal, der gerne singen möchte. Dieser Filmteil heißt "The Whale Who Wanted To Sing At the Met" und stellt ebenso eine Parodie auf die Oper dar.

Fröhlich, Frei, Spaß dabei (1947)[Bearbeiten]

Auch das neunte Meisterwerk, "Fröhlich, Frei, Spaß dabei" von 1947, ist genau wie "Fantasia" (1940) und "Make Mine Music" (1946) ein weiterer Episodenfilm. Diesmal befinden sich in der Zusammenstellung allerdings nur zwei Kurzfilme, die diesmal erstmals mit einer Rahmenhandlung vereint wurden. Ähnlich wurde dieses Verfahren ansatzweise schon 1944 bei "Drei Caballeros" benutzt. In der Rahmenhandlung wurden ein weiteres Mal Animationen mit Realfilm-Szenen vermischt. In den Kurzfilmen zählt die Übermittlung der Handlung; es handelt sich bei "Fröhlich, Frei, Spaß dabei" also um kein Musikfilm, trotzdem gibt es natürlich einige Songs. Die musikalische Leitung teilten sich Eliot Daniel, Paul J. Smith und Oliver Wallace. Innerhalb der Rahmenhandlung singt Jiminy Grille, aus "Pinocchio" (1940), das Lied "I'm a Happy-Go-Lucky Fellow", welches 1940 ursprünglich für "Pinocchio" erdacht wurde. Die nächste Musik-Einlage ist die musikalische Erzählung der Geschichte von "Bongo", die Sängerin Dinah Shore übernimmt. Ein weiteres bekanntes Lied aus dem Animationfilm ist "My, what a happy Day", welches im zweiten Kurzfilm von einer singenden Harfe interpretiert wird.

Musik, Tanz und Rhythmus (1948)[Bearbeiten]

Mit "Musik, Tanz und Rhythmus" aus dem Jahre 1948 kam schließlich der 3. große Musikfilm der Disney-Studios in die Kinos. Diesmal werden 7 Segmente, in denen die Musik die Hauptrolle übernimmt vorgestellt. Die Musikstücke sind relativ unterschiedlich und nicht nach einer bestimmten Richtung orientiert, wie die Vorgänger "Fantasia" (1940) und "Make Mine Music" (1946). Wieder gab es Realfilmszenen, die mit den Animationen kombiniert wurden, so bekam unter anderem Luana Patten, die auch schon in "Fröhlich, Frei, Spaß dabei" (1947) mitwirkte, wieder eine Rolle. Später wurden viele der Cartoons einzeln wiederveröffentlicht.

Inhalt[Bearbeiten]

Besonders bekannt ist hieraus der Cartoon "Once Upon a Wintertime" in dem auch das Lied "Jingle Bells" verwendet wird. Der darauffolgende Kurzfilm ist "Bumble Boogie", dessen Musik von Freddy Martin und seinem Orchester im Jazz-Stil gehalten. Als Nächstes wird "The Legend of Johnny Appleseed" vorgestellt. Danach folgt "Little Toot" mit Musik der Andrews Sisters; in den USA ist dieser Kurzfilm einer der bekanntesten des Episodenfilms. Mit "Trees" wird sehr poetisch und lyrisch durch die Jahreszeiten geführt. Auch Donald Duck und José Carioca haben wieder gemeinsam mit dem Aracuan einen Auftritt; hier in dem Cartoon "Blame it on the Samba", in dem es natürlich um die heißen Samba-Rhythmen und Donalds Liebe zu dem merkwürdigen Aracuan-Vogel geht. Der Abschluss des Musikfilms ist eines der Highlights des zehnten Meisterwerkes; "Pecos Bill". Hier agieren auch reale Schauspieler in einer Zeichentrick-Kulisse.

Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte (1949)[Bearbeiten]

Der Kopflose Reiter aus "Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte", 1949. (© Disney)

Für "Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte", von 1949, übernahm in dem Sleepy Hollow-Teil Bing Crosby die Rolle des musikalischen Erzählers, der über Ichabods Leben berichtete. In dem zweiten Teil des Episodenfilms, "The Wind in the Willows", war Basil Rathbone der Erzähler. Die Gesamtmusik wurde von Oliver Wallace komponiert.

Fünf klassische Meisterwerke (1950-1959)[Bearbeiten]

Cinderella (1950)[Bearbeiten]

Das Lied "Bibbidi-Bobbidi-Boo" aus Cinderella, 1950. (© Disney)

1951 kam der Film "Cinderella" in die Kinos. Dieser Zeichentrickfilm wurde mit 3 Oscars für den Besten Ton-Schnitt, den besten Original Music Score (der besten Filmmusik) und Besten Song bedacht. Der beste Song war hier "Bibbidi-Bobbidi-Boo", in dem Cinderella ihr neues Abendkleid erhält. Geschrieben und erdacht wurde das Lied von Al Hoffman, Mack David und Jerry Livingston. Das Lied wurde schließlich oftmals gecovert unter anderem auch von Perry Como and The Fontane Sisters. Der Mangazeichner Akira Toriyama verbeugte sich vor diesem Lied in dem er die Figur Majin Buu für seine Dragonball Saga schuf. Auch der Ausdruck "Bibbidi-Bobbidi-Boo" wird häufiger von der Guten Fee in dem computer-animierten Spielfilm "Shrek 2" beiläufig verwendet. Der Song schaffte es in die Charts und konnte sich damals auf Platz 14 platzieren. Des Weiteren enthielt der Film auch die bekannten Lieder "A Dream Is a Wish Your Heart Makes", "So This Is Love" und "Oh, Sing Sweet Nightingale", die ebenfalls für die Atmosphäre des Films sorgten.

Alice im Wunderland (1951)[Bearbeiten]

Alice besingt mit den Blumen den "Goldnen Abendstern". (© Disney)

Mit dem 13. Meisterwerk "Alice im Wunderland" kam 1951 ein verrückter und psychedelischer, aber in manchen Szenen auch trauriger Disneyfilm in die Kinos. Die Musik diente in diesem Film als Ausdrucksform für die Achterbahn der Gefühle. Um dieses zu bewerkstelligen wurden zwischen 30 und 40 Songs geschrieben, von denen die meisten wieder verworfen wurden. Erst mit der Hilfe von Oliver Wallace und Frank Churchill wurden die ersten Ideen in die Tat umgesetzt. Auch Tin Pan Alley arbeitete an den Songs mit, da er eine gewisse Erfahrung mit den sogenannten "Novelty Songs" (Songneuheiten) hatte. Die Disney-Studios wollten mit den unterschiedlichsten und verrücktesten Mitteln außergewöhnliche Songs schaffen. Ein Ergebnis hiervon ist das Lied "Viel Glück zum Nicht-Geburtstag", in dem das irrsinnige Wort Nicht-Geburtstag herausgestellt wurde. Ein weiteres Ergebnis dieser Novelty Songs ist das Lied "Wir malen die Rosen rot", in dem man die verrückte Idee umsetzt, weiße Rosen mit Farbe zu bemalen. Etwas schicksalhafter ist die musikalische Geschichte von "Das Walross und der Zimmermann", die von Zwillingen Zwiedeldei und Zwiedeldum erzählt wird. Hier wird geht es darum, wie Austern ihren Tod im Mittagsmahl finden. Ein weiteres bekanntes Lied ist das Lied vom "Goldenen Abendstern", in dem Alice mit den Blumen über den Abendstern singt, allerdings wird sie auch kurz darauf von den Blumen verspottet und verstoßen, weil sie anders ist als die Blumen. Ein musikalischer Wunsch von Alice ist das Lied "In einer Welt voller Glück", mit diesen Lied träumt sie sich in die Welt des Wunderlands hinein und muss am Ende der Geschichte feststellen, dass es auch in einer verrückten Welt wahnsinnig viele Probleme und die Einsamkeit gibt. Mit 19 Songs ist Alice im Wunderland mit Abstand der Disney-Animationsfilm mit den meisten Gesangseinlagen. Allerdings dauern einige davon nur wenige Sekunden, weshalb das nicht so sehr auffällt.

Peter Pan (1953)[Bearbeiten]

"Peter Pan" aus dem Jahre 1952 war bereits das 14. Meisterwerk aus dem Hause Disney und wurde mit vielen Songs unterlegt. Einer der bekanntesten ist der Song "You Can Fly!", der von The Mellomen gesungen wurde. Das Lied "The Second Star to the Right" wurde eigentlich mit anderem Text als Titelsong für "Alice im Wunderland" (1951) geschrieben, aber dann doch nicht verwendet. Dieses Lied sangen The Jud Conlon Chorus und The Mellomen gemeinsam. Besonders kritisch wurde der Song "What Made the Red Man Red?" aufgenommen, der von Candy Candido und The Mellomen gesungen wurde. Es wurde als rassistisch aufgefasst, weil die Indianer in dem Film stereotypisch charakterisiert wurden. Die männlichen Indianer erröten während dieses Liedes auf der Jagd nach dem weiblichen Geschlecht.

Susi und Strolch (1955)[Bearbeiten]

Die wohl berühmteste Szene aus Susi und Strolch (1955) wurde mit dem Lied "Bella Notte" unterlegt. (© Disney)

Mit dem 15. Meisterwerk "Susi und Strolch" verbinden die Kinobesucher die berühmte Kussszene, die von dem Pizzabäcker und seinem Assistenten mit dem Liebeslied "Bella Notte" untermalt wird. Verantwortlich für das Lied zeigten sich Peggy Lee und Sonny Burke, die für die 5 zentralen Liedern des Films zusammenarbeiteten. Für den Song des Siamesisches Katzenliedes übernahm sie sogar die Stimmen der Katzen Si, Am, Darling und Peg. Für den Musikscore zeigte sich Oliver Wallace verantwortlich. Er arbeitete unter anderem das Weihnachtslied "Stille Nacht" in das Musikstück "Peace on Earth" um. Um die fünf Hauptlieder aus der Feder von Peggy Lee gab es schließlich Jahrzehnte später einen Gerichtsprozess wegen der Kopie des Films auf Videokassetten. Peggy Lee gewann schließlich den Prozess, konnte aus den Liedern das Urheberrecht behalten und bekam schließlich Lizenzgelder für die fünf Lieder zugesprochen.

Dornröschen (1959)[Bearbeiten]

Das Lied "Once Upon a Dream" aus Dornröschen, 1959. (© Disney)
Musikalisch in Dornröschen ist vor allem der Musikscore bedeutsam, Beispiele hierfür sind "The Burning of the Spinning Wheels" und "Battle with the Forces of Evil". Aber die Songs "Once Upon a Dream" und "Skumps (Drinking Song)" blieben den Zuschauern ebenfalls in lebhafter Erinnerung. "Once Upon a Dream" wurde mehrfach gecovert unter anderem auch von Emily Osment für den Disney Channel.

Günstigere Produktionen durch Einsatz des Xerox-Verfahrens (1961-1967)[Bearbeiten]

Cruella De Vil weiß wirklich was sie will. (© Disney)

Der Film "101 Dalmatiner" von 1961 hielt für die Zuschauer eine besondere Überraschung bereit, mit dem neuen Zeichenstil der Xerographie wurden eckige und karikaturartige Figuren in die Filmwelt eingeführt. Besonders Cruella De Vil gilt dank ihres überzeichneten Charakters, als besonders bösartig. Diese besondere Bösartigkeit führte dazu dass sie sogar ihren eigenen Song erhielt. Mel Leven komponierte schließlich diesen Song und führte es dank des Sängers Bill Lee in die Disney-Musikgeschichte ein. Für die Orchestermusik des Films sorgte Franklyn Marks.

Die magische Melodie, die diesen Ort umgibt, geht dem Zuschauer nicht mehr aus dem Kopf. (© Disney)

Das 18. Meisterwerk "Die Hexe und der Zauberer" feierte 1963 seine Kinopremiere, dies war der letzte Kinostart den Walt Disney noch miterleben durfte. An der Filmmusik arbeiteten Robert Sherman, Richard Sherman, George Bruns und Franklyn Marks zusammen. Besonders heldenhaft wirkt in diesem Film der Musikscore zum Ritterturnier, bei dem der neue König auserkoren werden soll. Auch die Szene in der Arthus das Schwert aus dem Stein zieht, wurde mit einem Chor als akustisches Ethos komponiert. Das Lied "Ja, so ist der Lauf der Welt" brachte Arthur bei, dass es im Leben nicht immer einfach ist. Desweiteren stellt sich Madame Mim hier auch musikalisch vor. Im Intro wird die Geschichte vom Schwert im Stein erzählt. Mit dem Lied "Higitus Figitus" begann Merlin zu zaubern. Das Lied über ein "Geistverwirrendes Spiel" ist der Liebe gewidmet.

Auch die Werbung wies die Kinobesucher auf dieses Musikalische Festival hin (© Disney)

Mit dem Meisterwerk "Das Dschungelbuch" aus dem Jahre 1967 kam ein weiterer Disney-Klassiker in die Kinos. Dies war der letzte Film an dem Walt Disney noch aktiv beteiligt war, trotz seiner Mitarbeit, durfte er diesen Kinostart nicht mehr miterleben. Für die Lieder waren Richard Sherman, Robert Sherman und Terry Gilkyson verantwortlich. Der Musikscore wurde von George Bruns umgesetzt. In der Deutschen Fassung wurden sämtliche Lieder von Heinrich Riethmüller übersetzt und von Deutschen Stimmen wie z.B. Edgar Ott und Klaus Havenstein vertont. Besonders bekannt wurde unter anderem das Lied "Probiers mal mit Gemütlichkeit", weil es die Gemütlichkeit und Lebensfreude verkörperte. In der deutschen Fassung sang dieses Lied Edgar Ott der die Rolle von Balu dem Bären übernahm. Das Lied wurde für den Oscar als bester Filmsong nominiert. Der militärische Marsch von Colonel Hathi parodiert die bekannten Marschlieder des Militärs. Kaas Hypnosesong "Traue mir" wurde ursprünglich für das Musical "Mary Poppins" (1964) geschrieben und für das neue Meisterwerk umgearbeitet. Ebenso unvergesslich dürfte das Duett zwischen Balu und King Louie "Ich wär so gern wie du" dem Kinopublikum im Gedächtnis geblieben sein. Dieses fröhliche Lied bildet für den Film den zentralen Mittelpunkt und Mogwli kann schließlich durch diesen Trick aus den Händen des Affenkönigs befreit werden. Die Musik von Terry Gilkyson wurde von Walt Disney als zu düster empfunden, dennoch ist mit der Ouvertüre des Films ein Stückchen seiner Arbeit zu hören. Klaus Havenstein bastelte einige Zeit später aus dem Lied "Ich wär so gern wie du" eine neue Schlagerversion, die sich für einige Zeit in den deutschen Charts hielt. Dies war nicht die einzige Veröffentlichung der Dschungelbuch-Hits, auf der CD Dance Now 5 aus den 90er Jahren ist beispielweise ein Medley aus den Liedern "Ich wär so gern wie du" und "Probiers mal mit Gemütlichkeit" als Bonus-Track zu hören. Der Animationsfilm ist in Europa erstaunlicherweise beliebter als in Amerika.

Frühe Produktionen nach dem Tod Walt Disneys Tod (1970-1977)[Bearbeiten]

Katzen brauch'n furchtbar viel Musik... (© Disney)

Das 20. Meisterwerk "Aristocats" wurde von zahlreichen Künstlern unterstützt. Die Songs wurden von den Sherman Brothers, Terry Gilkyson und weiteren Komponisten geschrieben. Das Introlied, "The Aristocats (Aristocats)", wurde in der amerikanischen Fassung von Maurice Chevalier gesungen. Dieser befand sich damals eigentlich schon im Ruhestand, aber er wollte unbedingt für Disney arbeiten und begründete dies mit folgender Erklärung: "Ich hätte es für niemand anderen getan und für keine Summe von Geld, ich habe es nur für die Ehre getan, meine Liebe und Bewunderung zum einzigartigen Walt auszudrücken." In der deutschen Fassung übernahm seinen Part der berühmte Schlagersänger Paul Kuhn. Des weiteren ist erwähnenswert, dass der Jazzsänger und Trompeter Louis Armstrong das Körpermodell für Scat Cat (Swingy) war und ihn eigentlich auch sprechen und singen sollte, aber er sagte dieses Engagement ab und so übernahm Scatman Crothers seine Rolle. Ein weiteres bekanntes Stück dieses europäisch geprägten Films ist das Lied "Katzen brauch'n furchtbar viel Musik...". Der Song "Thomas O'Malley" wurde von Terry Gilkyson geschrieben.

1973 kam "Robin Hood" in die Kinos. Ein Jahr später wurde der Song "Love" für den Oscar als Bester Filmsong nominiert. Geschrieben wurde das Lied von Floyd Huddleston und George Bruns. Ein weiteres bekanntes Stück ist das Lied "The Phony King of England", das von Johnny Mercer geschrieben wurde. Gesungen hat es Phil Harris. Die Figur des Barden Alan-a-Dale, der hier von einem Hahn gespielt wird, beruht auf der Geschichte von Robin Hood und wird hier als Musikalischer Geschichtenerzähler eingesetzt. Sein Song "Oo De Lally", der von Roger Miller gesungen wurde, durchstreift den ganzen Film.

"Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh", aus dem Jahre 1977, ähnelt von der Machart den "Package Movies" aus den 1940er Jahren, da er nur eine Zusammenstellung mehrerer Cartoons ist. Dieses Verfahren wurde wohl kurzfristig wiederbelebt, da erst jetzt, 10 Jahre nach Disneys Tod, der Verlust, den das Studio erlitt, wirklich zu spüren war. "Aristocats" (1970) und "Robin Hood" (1973) waren um 1967 wenigstens schon in Planung gewesen. Das 22. Meisterwerk enthält viele Songs. Für die Rahmenhandlung wurden zusätzlich neue Musikstücke komponiert. Mit dem "Winnie Puuh-Song" schufen die Sherman Brothers einen wiederkehrenden Ohrwurm. Es wurde Winnie Puuhs Markenzeichen. Auch Tigger erhielt von den Sherman Brothers sein eigenes Lied mit dem Song "The Wonderful Things About Tiggers". Weitere bekannte Songs sind "Heffalumps and Woozles" und "A Rather Blustery Day".

Späte Produktionen nach Walt Disneys Tod (1977-1988)[Bearbeiten]

Mit dem Film "Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei" kam 1977 ein weiteres Meisterwerk in die Kinos. Schon mit "Susi und Strolch" (1955) oder "101 Dalmatiner" (1961) versuchte man es mit Geschichten, die in der Gegenwart spielen. Jetzt, nach dem man mit dem Verlust Disneys versuchte die Themen zu ändern, war es soweit die Arbeit an Handlungsentwicklungen der neuen Produktionen um zu stellen. Für den Musikscore des neuen Spielfilms war Artie Butler verantwortlich. Die Songs wurden von Carol Connors, Ayn Robbins und Sammy Fain komponiert. In diesem Film übernahmen die Hauptcharaktere nicht den Gesang, sondern die Erzählerstimme. Die Synchronsprecherin Shelby Flint sang außerdem drei weitere Songs des Films, wobei für das Lied "Someone's Waiting for You" für den Oscar nominiert wurde. Das Lied am Ende des Films "For Penny's a Jolly Good Fellow" wurde durch das amerikanische Volkslied "For He's a Jolly Good Fellow" inspiriert.

"Best Friends" aus "Cap und Capper", 1981. (© Disney)

1981 folgte der Spielfilm "Cap und Capper". Hier wurde der Musikscore in die Hände von Buddy Baker gelegt. Besonders bekannt wurde aus dem Film vor allem der Song "Best of Friends" der in Deutschland unter dem Namen "Wer eure Freundschaft sieht" bekannt wurde. Der Komponist Richard O. Johnston schrieb die Musik und Stan Fidel den Text dazu. Ein weiterer bekannter Song ist das Lied "Appreciate The Lady" ("Sei ein Kavalier").

1985 folgte das 25. Meisterwerk "Taran und der Zauberkessel". Dieser Animationsfilm ist der erste unter dem Label der neu gegründeten Walt Disney Pictures. Hier wurde vor allem auf dem Musikscore von Elmer Bernstein gesetzt und nicht auf Gesangsstücke. Dieser Film ist eines der wenigen Meisterwerke, in dem es wenige Gesangsstücke gab. Nach der Gründung der neuen Produktionsfirma verhoffte man sich mehr Erfolg, indem man die Voraussetzungen eines Disneyfilms umstellt. Da aber jedoch seit 1977 kein großer Erfolg mehr kam, nennt man diese Zeit in der Disney-Historie auch das "Black Age" des Studios. Das "Black Age" sollte sich auch noch fortsetzen.

"Basil, der große Mäusedetektiv" aus dem Jahre 1986 setzte musikalisch auf seinen Bösewicht Professor Rattenzahn. Ihm ist das Lied "Oh Rattenzahn" gewidmet, das in der amerikanischen Originalfassung von Vincent Price gesungen wurde. Er diente Rattenzahn auch als Körpermodell. Ein weiterer bekannter Song ist "Goodbye, machts gut", der auch von der bösen Ratte gesungen wurde. In der deutschen Fassung übernahm seine Rolle Edgar Ott. Auch eine kleine Hommage an die Dixieband Firehouse Five Plus Two ist in dem Film zu finden, da sie in einem Spielzeugladen als Spielzeugkapelle zu sehen sind.

In Oliver und Co. (1988) wurde die Trendmusik der späten 1980er Jahre für ein modernes Musical verarbeitet. (© Disney)

1988 sollten mit "Oliver & Co." die Meisterwerke entstaubt und modernisiert werden. Dies schlug sich neben der neuzeitlichen Sprache auch in der Musik deutlich nieder. Die Originalmusik wurde von J.A.C. Redford verfasst, die Musikalische Leitung wurde den Carole Childs in die Hände gelegt. Der Film begann mit dem Lied "Once Upon a Time in New York City", der von Barry Mann komponiert wurde. Der Text stammt von Howard Ashman. Für Howard Ashman war dies sein erster Song für Disney. Gespielt und gesungen wurde es von Huey Lewis. Das Lied "Was soll ich mich ärgern?" stammt aus der Feder von Dan Hartman und Charlie Midnight. Das Lied wurde von Billy Joel gesungen, der auch in der amerikanischen Fassung die Synchronstimme von Dodger übernahm. In der deutschen Fassung wirkte der Schlagersänger Jürgen Drews als Dodgers Gesangsstimme mit. Dieses Lied wurde für den Golden Globe für den Besten Original Song nominiert. Das Lied "Perfect Isn't Easy" wurde von Bette Midler gesungen. Geschrieben wurde es von Barry Manilow, Jack Feldman und Bruce Sussman. Ein weiteres Lied das durch die Unterstützung eines Stars entstand ist das Lied Buscando Guayaba von Rubén Blades geschrieben und gesungen wurde. Kurz nach der Veröffentlichung des Films konnten bei McDonald's Weihnachtliche Musikalische Ornamente mit den Hauptfiguren Oliver und Dodger erworben werden. Dies war der Beginn einer langjährigen Vereinbarung von gemeinsamen Aktionen mit lizenzierten Produkten.

Die besten Jahre der Walt Disney Pictures (1989-1994)[Bearbeiten]

Arielle, die Meerjungfrau (1989)[Bearbeiten]

Arielle und Ursula verhandeln über ihre Stimme und über das Menschsein. (© Disney)
Der Zeichentrickfilm "Arielle, die Meerjungfrau" aus dem Jahre 1989 war das 28. Meisterwerk aus den Disney-Studios und führte sie wieder auf die Spur des Erfolges zurück. Dies wird von Filmhistorikern gerne als Disney Renaissance bezeichnet. Bereits in den 30er Jahren wurde ein Silly Symphony-Cartoon über die Geschichte der kleinen Meerjungfrau geplant, aber nicht in die Tat umgesetzt. Stattdessen wurde der Cartoon "Das hässliche Entlein" produziert. Erst 1985 beschäftigte sich Ron Clements mit der Geschichte und bekam die ersten Ideen zum Film. Nach dem schließlich 2 Jahre vergangen waren kam Howard Ashman hinzu und gab durch Musik, der Produktion und der Ideensammlung zu Arielles Geschichte neuen Auftrieb. Der Musikscore wurde von Alan Menken komponiert. Ursprünglich sollte die Krabbe Sebastian englisch versnobt wirken. Aber Lieder wie "Unter dem Meer", machten aus ihm eine Krabbe, die das Leben genießt und sehr wohl zu feiern weiß. Das romantische Liebeslied "Kiss the Girl", das von Sebastian gesungen wurde, sollte Prinz Erik zum alles entscheidenden Kuss animieren. Ursulas Lied "Poor Unfortunate Souls" besingt die armen Seelen, die in ihre Arme gelangt sind. Der Lohn für die Arbeit an der Musik waren ein Grammy und zwei Golden Globes. Der Musikscore wurde mit dem BMI Music Film Award ausgezeichnet.

1998 kam in Deutschland eine neue Synchronfassung des Films in die Kinos. Diese wurde von zahlreichen Fans negativ aufgenommen. Auch die deutschen Fassungen der Songs wurden umgearbeitet und von anderen Synchronsprechern-/sängern übernommen. Beispielsweise wurde Ute Lemper die Arielle's Gesang übernahm durch Naomi Van Dooren ersetzt. Auch die Neusynchronisation von Sebastian der zuvor von Joachim Kemmer und später von Ron Williams synchronisiert wurde, gehört zu den größten Änderungen des Films. Dies fiel den Fans sehr negativ auf und aus diesem Grund wurde die Internetpetition F.A.B.I.U.S. gegründet.

Bernard und Bianca im Känguruhland (1990)[Bearbeiten]

Mit "Bernard und Bianca im Känguruhland" kam 1990 die Fortsetzung von "Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei" (1977) in die Kinos. Die Musik wurde von Bruce Broughton komponiert. Besonders bekannt sind hier die Lieder "Answering Faloo's Call" und "Bernard the Hero". Zum Film erschien das Soundtrackalbum The Rescuers Down Under. Der Spielfilm passt von seinem Erfolg und seiner Bedeutsamkeit in der Filmgeschichte nicht wirklich in die "Disney Renaissance", war aber, da er zu einem Großteil digital produziert wurde eine gute Möglichkeit für Computer-Experimente, bevor an dem wohl besten aller Meisterwerke, "Die Schöne und das Biest" (1991), gearbeitet wurde.

Die Schöne und das Biest (1991)[Bearbeiten]

"Die Schöne und das Biest", 1991. (© Disney)

1991 kam das Meisterwerk "Die Schöne und das Biest" in die Kinos. Die Musik wirkte auf das American Film Institute so beeindruckend das der Film zu den 25 bedeutendsten amerikanischen Musicalfilmen hinzugezählt wurde. Die Musik wurde hauptsächlich von Alan Menken und Howard Ashman geschrieben. Howard Ashman konnte die Kinoveröffentlichung nicht erleben. Er schrieb zusammen mit Alan Menken Belles Lied "Unsere Stadt". Hier besingen sämtliche Dorfbewohner ihre Gedanken über Belle. Das Lied "Die Schöne und das Biest" wurde von Angela Lansbury gesungen. Hier tanzen Belle und das Biest gemeinsam im Ballsaal, der extra für sie hergerichtet wurde. Diese Version des Liedes wurde mit dem Oscar als Bester Originalsong ausgezeichnet. Im Abspann des Filmes wird dieser Part als Duett von Céline Dion und Peabo Bryson übernommen. Für Howard Ashman wurde es das letzte Lied seines Lebens, er starb am 14. März 1991 an AIDS. Das Lied wurde live bei den 64th Academy Awards und bei den Grammy Awards des Jahres 1993 aufgeführt. Insgesamt wurde es drei Mal mit Platin bedacht. Außerdem landete das Lied auf den 9. Platz der Hot 100 Singles Sales aller Zeiten. Ein weiteres bekanntes Lied wird kurz vor der berühmten Ballszene von allen Angestellten des Biests mit dem Lied "Be Our Guest" besungen. Auch dieses Lied stammt aus der Feder von Alan Menken und Howard Ashman. Dieses Lied wurde für den Oscar als Bester Originalsong nominiert und von seinen Mitstreiter "Die Schöne und das Biest" ausgestochen. Es ist auch auf der 10. Disney Sing Along Songs-DVD und VHS enthalten. Weitere bekannte Lieder sind "Gaston" und "The Mob Song". In dem "Mob Song" wird von den Dorfbewohnern der Tod des Biestes gefordert. 1992 wurde außerdem Richard Kaufman und die Nürnberger Symphoniker für ihre Arbeit am Musikscore mit den Grammy als Best Pop Instrumental Performance ausgezeichnet. Der Film inspirierte außerdem die Symphonic-Metal-Band Nightwish zu ihrem Hit Beauty and Beast. "Die Schöne und das Biest" war bis 2009 der einzige Animationsfilm, der jemals für den Oscar in der Kategorie Bester Film nominiert wurde. Noch heute ist es der einzige Zeichentrickfilm, der eine solche Leistung hervorgebracht hat.

Aladdin (1993)[Bearbeiten]

A Friend like me aus Aladdin, 1993. (© Disney)

1993 folgte das 31. Meisterwerk mit dem Film "Aladdin". Für die Musik waren Alan Menken, Howard Ashman und Tim Rice. Howard Ashman arbeitete während der Produktion von "Die Schöne und das Biest", 1991, auch an "Aladdin" mit, als er starb übernahm seine Aufgabe Tim Rice. Howard Ashman schuf das Lied "Arabian Nights". Für diesen Song gab es auch Kritik vom American-Arab Anti-Discrimination Committee, da die Textzeile "Where they cut off your ear, if they don't like your face. It's barbaric, but hey, it's home." (Wo sie deine Ohren abscheiden, wenn sie dein Gesicht nicht mögen. Es ist barbarisch, aber hey, dies dein Zuhause) als rassistisch ausgelegt werden konnte. Aus diesem Grund wurde das Lied später neuaufgenommen und in dieser Zeile wurde schließlich die Hitze als barbarisch bezeichnet. Gesungen wurde "Arabian Nights" von Bruce Adler in amerikanischen Fassung und von Bernd Klinzmann in der Deutschen Fassung. Hier wurde die als rassistisch geltende Textzeile gleich mit der Beschreibung der Hitze bei der deutschen Premiere abgewandelt. Das Lied "One Jump Ahead" begleitet Aladdin bei seiner Diebestour durch den arabischen Markt und wird von Brad Kane gesungen. Geschrieben wurde es von Tim Rice, der sich an dem Lied für den Film geschriebene Lied "Babkak, Omar, Aladdin, Kassim" orientierte. Doch anders als "One Jump Ahead" fand das Lied "Babkak, Omar, Aladdin, Kassim" nicht in den Film. Dschinnis (Robin Williamss) Lied "Friend Like Me" von Howard Ashman wurde als letztes Lied aus der Feder von Howard Ashman für den Oscar für den Besten Original Song nominiert. Für seine Arbeit an diesem Song orientierte er sich an der Musik der Cab Calloway Band aus den 40er Jahren. Sie wurden durch Art und Weise wie sie musikalische Geschichten erzählen, für das Lied "Friend Like Me" entscheidend. Das Lied "Prince Ali" wurde wieder von Dschinni (Robin Williams) gesungen. Auch für dieses Lied war Howard Ashman verantwortlich. Hier wird ein Festzug abgehalten und Dschinni parodiert hier erstens die berühmte Sängerin Ethel Merman in dem er sich kurz mit einem Anzug und einem sich drehenden Poggostick präsentiert. Des Weiteren parodiert er hier auch die Kommentatoren der Thanksgiving Parade in Amerika mit der Textstelle:"Don't they look lovely, June?" (Sind sie nicht toll, June?). Das Lied selbst wurde nochmals verwendet und von Tim Rice textlich umgearbeitet. Dieses mal singt Dschafar (Jonathan Freeman) seine Version des Liedes und enttarnt Aladdin mit einigen Zaubersprüchen. Brad Kane und Lea Salonga sangen gemeinsam das Liebesduett "A Whole New World", das von Alan Menken komponiert wurde und von Tim Rice den Text bekam. Später wurde das Duett von Peabo Bryson und Regina Belle im Studio aufgenommen und als Single verkauft. Diese Version schaffte es den Whitney Houston Hit "I Will Always Love You" nach 14 Wochen von Platz 1 der Amerikanischen Singlecharts zu verdrängen. In Deutschland bekam das Lied den Namen "Ein Traum Wird Wahr" und wurde von Peter Fessler und Sabine Hettlich gesungen. Indien ist das einzige Land in dem das Lied nur von einem Sänger und nicht von einem Duett vertont wurde. In Indien sang Sonu Nigam die Liedversion "Sapno Ka Jahan" zu Deutsch "Das Land der Träume". Die französische Filmversion wartete mit Paolo Domingo und Karine Costa auf. Hier sangen sie das Lied unter dem Titel "Ce rêve bleu" zu Deutsch "Der blaue Traum".

Der König der Löwen (1994)[Bearbeiten]

Die Geburt von Simba wird mit dem Lied "Circle of Life" gefeiert. (© Disney)

1994 folgte der Film "Der König der Löwen", der Musikscore wurde von Hans Zimmer geschrieben. Die Songs wurden von Elton John, Tim Rice und Lebo M geschrieben. Der Film selbst beginnt mit dem Lied "Circle of Life", das von Elton John und Tim Rice geschrieben wurde. Gesungen wurde das Lied von Carmen Twillie und Lebo M. Lebo M singt am Anfang des Films die isiZulu Laute. "Circle of Life" wurde für den Oscar für den Besten Original Song nominiert. Ein Großteil seiner Mitbewerber stammte aus diesem Film; "Can You Feel the Love Tonight" und "Hakuna Matata". Das nächste große Lied aus diesem Film ist wurde von Jason Weaver, Laura Williams, Rowan Atkinson und einem großen Chor gesungen und hieß "I Just Can't Wait to Be King". Das beschrieb die Ungeduld von Simba und wurde später von mehreren Fans parodiert. Die Ska und Funk Band Suburban Legends spielt diesen Song häufiger auf der Disneyland-Tomorrowland Terrace.

Die Hyänen marschieren für Scar wie die Soldaten in dem deutschen Propagandafilm "Triumph des Willens" für Adolf Hitler. (© Disney)

"Hakuna Matata" wurde neben den bereits genannten Liedern auch für den Oscar als Besten Original Song nominiert. Elton John und Tim Rice schrieben dieses fröhliche Lied, das dazu anregt seine Sorgen auch mal zu vergessen. Timon und Pumbaa wurden in Amerika von Nathan Lane und Ernie Sabella vertont. In der deutschen Fassung wurden sie von Ilja Richter und Rainer Basedow synchronisiert. Der Song schaffte es auf den Platz 99 der Hundert beliebtesten Filmsongs aller Zeiten. Der Spruch "Hakuna Matata" kommt aus der Swahili-Sprache und bedeutet "Es gibt keine Sorgen.". Während das Lied "Hakuna Matata" die fröhliche Seite des Lebens zeigte, zeigte das Lied "Be Prepared" wie Proganda funktioniert. Hier übernahm in der amerikanischen Fassung Jeremy Irons den Gesang des Bösewichts Scar. In Deutschen Fassung sang diesen Part Thomas Fritsch und schwor die mitsingenden Hyänen auf seine neue Herrschaft des Schreckens ein. In der Amerikanischen Fassung übernahmen hier die Cheech Marin, Jim Cummings und Whoopie Goldberg die Rolle der Hyänen. In der Deutschen Fassung übernahmen Frank Lenart, Hella von Sinnen und Jim Cummings ihre Rollen. Das stramme Marschieren der Hyänen ist dem deutschen Nazi-Propaganda-Film "Triumph des Willens" von Leni Riefenstahl nachempfunden und verdeutlicht nochmals wie stark die Macht von Scar über die Hyänen ist. Das Lied "Can You Feel the Love Tonight" wurde schließlich mit einem Oscar und dem Golden Globe für den Besten Original Song ausgezeichnet. Niketa Calame, Kristle Edwards, Joseph Williams, Sally Dworsky, Nathan Lane und Ernie Sabella sangen das einfühlsame Lied im Film. Im Abspann übernimmt ihren Part Elton John. Auch Elton John wurde mit dem Grammy für die Best Male Pop Vocal Performance bedacht. Die musikalische Leitung von Hans Zimmer wurde mit dem Oscar für den Besten Original Score ausgezeichnet. Hans Zimmer schrieb hierfür die Stücke "Under the Stars", "...To Die For" und "This Land".

Nach der Disney-Renaissance (1995-2000)[Bearbeiten]

Pocahontas (1995)[Bearbeiten]

Pocahontas besingt in dem Lied "Colors of the Wind" das Problem zwischen Ureinwohner und Eindringling. (© Disney)

Mit "Pocahontas" kam das 33. Meisterwerk in die Kinos. Für die Musik zeigte sich Alan Menken verantwortlich. Hierbei gelang es den Verantwortlichen mit dem Chorstück "The Virginia Company" Mel Gibson zum Singen zu bringen. Ein weiteres bekanntes Lied des Films ist "Colors of the Wind", das von Judy Kuhn gesungen wurde. Dieses Lied wurde mit dem Oscar für den Besten Song ausgezeichnet. Es wurde vom Komponisten Alan Menken und dem Musiktexter und Komponisten Stephen Schwartz in Zusammenarbeit geschrieben. Im Abspann ist die Stimme von Vanessa Williams zu hören, die mit diesem Lied eine Goldene Schallplatte in Empfang nehmen durfte. Das Lied "Savages" wurde in 2 Teile gestückelt und von den Indianern und Weißen gesungen. Im Film wird hierbei auf das Rassenproblem hingewiesen, währenddessen in späteren Singleauskoppelungen der Text etwas umgeändert wurde. Das Lied "If I Never Knew You" ist das große Liebeslied des Films und stellt eine Brücke zwischen den Kulturen dar. Dieses Lied war im Film eigentlich auch als Musikscore zu hören. Der Musikscore stammt komplett aus der Feder von Alan Menken. Ein besonders wichtiges Stück hieraus ist "Grandmother Willow". Hier wird veranschaulicht wie Pocahontas mit dem Geist von Großmutter Weide spricht.

Der Glöckner von Notre Dame (1996)[Bearbeiten]

Richter Frollo besingt das "Höllenfeuer". (© Disney)

"Der Glöckner von Notre Dame" wurde 1996 veröffentlicht. Alan Menken und Stephen Schwartz ließen sich vom Gregorianischen Choral-Gesang in der Römisch-katholischen Kirche leiten und verwendeten für ihren Musikscore das Grundschema, dieses Chorals. Es besteht aus einstimmigen, unbegleiteten, liturgischen Gesang in Lateinischer Sprache. Dadurch wirkte die Musik des Films düsterer. Die Melodie des ersten Liedes "Die Glocken von Notre Dame", das in der deutschen Fassung von Heinz Rennhack und einem großen Chor gesungen wurde bildet den Grundstein für zwei weitere Lieder. Das erste Lied wird von Quasimodo mit "Himmelslicht" besungen. Das zweite Lied wird vom Erzbischof und Richter Frollo (Tony Jay) übernommen. Er besingt in dem Lied "Hellfire", die für ihn verbotene Liebe zu Esmeralda und das Höllenfeuer, das über sie herabbrechen soll. Dabei verwendet er die Lateinischen Begriffe wie "Mea Culpa", das auf Deutsch so viel wie meine Schuld bedeutet. Dies ist somit das erste Meisterwerk, indem die Sakrale und lateinische Sprache ihren Einzug gefunden hat. Das Lied "Out There" ist ein Duett zwischen Frollo und Quasimodo. Hier versucht Frollo, dass Vertrauen von Quasimodo zu erschleichen. Das Lied beginnt mit Frollos Worten: "Die Welt ist schlecht. Die Welt ist böse. In ganz Paris kannst du nur mir allein vertrauen. Ich bin dein einz'ger Freund." In der Deutschen Fassung singen hier Klausjürgen Wussow und Hendrik Bruch gemeinsam über Paris und über das Vertrauen. In der amerikanischen Fassung sind Tony Jay und Tom Hulce zu hören.

Esmeralda tritt in Fürbitte für andere ein. (© Disney)

Das Lied "Gott deine Kinder" beschreibt, um was die Gemeindemitglieder einer Kirche bitten und um was Esmeralda bittet. Sie betet in Fürbitte für die Hungrigen und Geächteten und fragt, ob Gott auch die Zigeuner liebt. Heidi Mollenhauer sang in der amerikanischen Fassung dieses Lied, allerdings wird die Deutsche Fassung von zahlreichen Disney-Fans als schönste Version überhaupt gewertet. Sie wurde von Ute Lemper gesungen. Zu den wenigen fröhlichen Liedern des Films gehört das Lied "Topsy Turvy", das von Clopin (Paul Kandel) gesungen wurde, zeigt wie ganz Paris den größten Narren feiert und wie Quasimodo zu diesem Narren ausgewählt wird. Der Musikscore wurde mit dem BMI Film Music Award ausgezeichnet und für den Oscar und den Golden Globe nominiert.

Wann kann Meg ihren Hercules endlich in die Arme schließen? (© Disney)

Hercules (1997)[Bearbeiten]

1997 kam mit Hercules das 35. Meisterwerk in die Kinos. Die Musik stammt aus der Feder von Alan Menken und David Zippel. "The Gospel Truth" ist das Intro des Films und späterer Produktionen. Hier besingen die Musen Hercules' Lebensgeschichte. Alan Menken schrieb für den Film das Lied "Go the Distance", das im Film von Michael Bolton gesungen wurde. In der spanischen Fassung übernahm Ricky Martin den Gesang. In der deutschen Fassung ist Dominik Auer zu hören. Bei der Oscar-Verleihung wurde das Lied von "My Heart will go on" aus dem Spielfilm "Titanic" knapp geschlagen. Megara singt den Song "I Won't Say (I'm in Love)" und bringt damit ihre Liebe für Hercules zum Ausdruck. Allerdings möchte sie dies aus Angst vor Hades nicht zugeben. Ursprünglich wurde das Lied von Susan Egan, später wurde ihre Version von Belinda Carlisle und The Cheetah Girls gecovert. Das Lied "A Star Is Born" zeigt die Marketing-Maßnahmen rund um den Helden Hercules. Der letzte bekannte Song ist im Abspann mit dem Lied "Shooting Star" von Boyzone zu finden.

Mulan (1998)[Bearbeiten]

"Mulan" basiert auf der Legende von Hua Mulan, die sich während des Krieges wie Fa Mulan als Mann kleidete und an Stelle ihres Vaters in den Krieg zog. Die Musik zu diesem Film schrieb Jerry Goldsmith, der hier die komplette Musikscore übernahm.

Jackie Chan sang das Lied "I'll Make a Man Out of You" in der Kantonesischen Sprache und in Mandarin. (© Disney)

Das Lied "Reflection" wurde im Film von Lea Salonga gesungen. Für die Popversion des Liedes wurde Christina Aguilera engagiert. Das Lied "I'll Make a Man Out of You" wurde von Matthew Wilder und David Zippel geschrieben. Hier wird musikalisch beschrieben wie aus armseligen Memmen, wahre Männer werden können. Gesungen wurde das Lied im Chor wobei die Stimme von Li Shang hier den größten Teil als Drillmeister einnahm. In der Deutschen Fassung übernahm seinen Part Stefan Erz, während er in der chinesischen Fassung von Jackie Chan synchronisiert wurde. Das Lied "True to Your Heart" wurde von Stevie Wonder und 98 Degrees vertont. "Mulan" war vor dem Animationfilm "Tarzan" (1999) das letzte Musical, da in "Tarzan" die Songs nur aus dem Off kamen und nicht von den Charakteren gesungen wurden.

Tarzan (1999)[Bearbeiten]

Tarzan fühlt sich unter seinen Artgenossen wie ein Fremder. (© Disney)

1999 feierte das 37. Meisterwerk "Tarzan" seine Premiere. Für den Musikscore war Mark Mancina zuständig, die Filmsongs wurden von Phil Collins geschrieben und gesungen. Er sang die Lieder auch in Englisch, Deutsch, Spanisch und Französisch ein. Das bekannteste Lied hieraus ist "Two Worlds". Hier wird die Verbindung zwischen Tarzan und den Kulturen der Menschen und der Affen beschrieben. Das zweite Lied "You’ll Be In My Heart" landete in Amerikanischen Singlecharts auf Platz 21 und konnte sich dort ganze 20 Wochen lang halten. In Großbritannien blieb der Song auf Platz 17 für 6 Wochen. Phil Collins schrieb das Lied "Trashin' The Camp", hier werden sehr einfache Elemente wie das Tippen einer Schreibmaschine und das Klirren von Geschirr als Melodie verwendet. Der Text besteht hauptsächlich aus "Doo Bad Shi Doo". Zwei Szenen während dieses Liedes verweisen auf andere Musikalische Disneyproduktionen. Die erste Szene ist das Einblenden der leblosen Teekanne Madame Pottine aus dem Film "Die Schöne und das Biest" (1991), die andere Referenz ist das kurz auftauchende Skelett aus dem 1929er-Cartoon "The Skeleton Dance". Das Lied wurde Phil Collins und *NSYNC neuaufgenommen und vermarktet. Der Song "Strangers Like Me", beschreibt wie Tarzan sich unter den Menschen fühlt, einsam wie ein Fremder. Auch Jane Porter fühlt sich in der Welt von Tarzan nicht wohl. Das Lied landete in deutschen Singlecharts auf Platz 29 und konnte sich dort für 11 Wochen halten.

Fantasia 2000 (2000)[Bearbeiten]

Diese Buckelwale schwimmen zur Musik von Ottorino Respighi. (© Disney)

Das Jahr 1999/2000 gehörte auf dem Sektor der Meisterwerke voll und ganz der Musik. Es wurde der Film "Fantasia 2000" produziert, der die Ideen des ersten Films, "Fantasia" (1940), fortsetzen sollte. Roy E. Disney regte diese Fortsetzung bereits seit 1990 an. Zusammen mit James Levine suchte er die Musik für den zweiten Teil aus. So kam eine unverkennbare Mischung heraus, die auf dem Geschmack von Roy E. Disney und James Levine basiert. Während in "Fantasia" kein einziges Klavier zum Einsatz kommt, ist es in "Fantasia 2000" gleich mehrfach zu hören. Musikalisch unterstützt wurden sie vom Chicago Symphony Orchestra. In fast allen Kurzfilmen übernahm James Levine den Posten des Dirigenten. In den Kurzfilmen mit Micky und Donald ist aber die Dirigentenarbeit von Peter Schickele zu hören. Für die Anmoderation der einzelnen Stücke wurden Künstler wie Steve Martin, Bette Middler, Quincy Jones und Angela Lansbury engagiert.

Inhalt[Bearbeiten]

Der Film beginnt episch mit Ludwig van Beethoven's 5. Sinfonie in c-Moll. Hier bewegen sich abstrakte Papierschmetterlinge durch die Lüfte und reagieren nach Mickey-Mousing-Prinzip auf die Musik. Der zweite Filmteil ist dem Lied Die Pinien von Rom von Ottorino Respighi gewidmet. Dieses Lied wurde beispielsweise von Roy E. Disney ausgesucht. Hier schwimmt eine Buckelwalfamilie durch das Meer und durch die Lüfte. Die Musik erhebt diese Giganten des Meeres förmlich in die Höhen. Die Pixar Animation Studios und John Lasseter halfen bei den Computer-Animationen in dieser Episode der musikalischen Zusammenstellung.

Das hektische Treiben während der 1930er Jahre sollte in "Rhapsody in Blue" wiedergespiegelt werden. (© Disney)

Das Lied "Rhapsody in Blue" aus der Feder von George Gershwin, ist ursprünglich die Vermischung zweier Musikgenres, die sich eigentlich beißen. Nämlich zwischen der Klassik und dem Jazz. Geschrieben wurde das Lied 1924 und galt damals bahnbrechend. Genauso bahnbrechend wurde die Geschichte der Figuren dieses Segments ausgearbeitet. Die Geschichte spielt während der Wirtschaftskrise der 30er Jahre und begleitet einige Figuren durch ihren Alltag. Der Zeichenstil wurde an die Zeichnungen von Al Hirschfield angepasst.

Donalds großer Auftritt in "Fantasia 2000", 2000. (© Disney)

Die Geschichte "Der Standhafte Zinnsoldat" von Hans Christian Andersen wurde mit der Musik aus dem Klavierkonzert Nr. 2 in F-Dur op. 102 von Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch untermalt. Das "Karneval der Tiere-Finale" stammt aus der Feder von Camille Saint-Saëns und ist eine Hommage an das Stück "Tanz der Stunden" aus dem Original, "Fantasia". Während im "Tanz der Stunden" Nilpferde durch die Gegend tanzten, spielen hier Flamingos mit einem Jojo und bringen damit ihre Artgenossen in Rage. Nach diesem fröhlichen Auftritt der Flamingos wird der Original-Kurzfilm "The Sorcerer's Apprentice" von 1940 aus "Fantasia" nochmals wiederholt. Danach bekommt auch Donald Duck seinen großen Auftritt. Er spielt hier Noah und versucht die Arche Noah mit Tieren zu befüllen. Dabei verliert er seine große Liebe Daisy Duck aus den Augen. Diese Sequenz wird mit der Marschmusik der Pomp and Circumstance Marches – Märsche 1, 2, 3 und 4 von Edward Elgar untermalt.

Die Feuervogel Suite von Igor Strawinski wurde in der Version des Jahres 1919 präsentiert. (© Disney)

Der letzte Teil des Films beschäftigt sich mit dem Leben und Sterben des Frühlings. Ursprünglich sollte die Musik der Feuervogel Suite von Igor Strawinski bereits für "Fantasia" verwendet werden. Die Rechte hierfür wurden damals auch gekauft. Aber dieser Teil wurde damals dann doch nicht realisiert. Später wurde mit Hilfe des Computers, einige Zeit vor dem ersten computer-animierten Spielfilm "Toy Story" (1995,) diese Sequenz gefertigt. Die Geschichte erzählt von einem Frühlingsgeist und ihrem Freund dem Rothirsch. Dieser Frühlingsgeist erweckt aus purer Neugierde einen Feuerdämon, der sie fast vernichtet.

Letzte Zeichentrickfilme vor dem Computer-Animations-Boom (2001-2004)[Bearbeiten]

2001 folgte der Kinofilm "Ein Königreich für ein Lama". Der Musikscore wurde von John Debney komponiert. Der Song "My Funny Friend and Me" wurde von Sting und David Hartley geschrieben. Dieser Song wurde auch für den Oscar als bester Filmsong nominiert. Wenn letzte Szene des Films so geblieben wäre, wie sie geplant war, wäre Sting aus dem Team ausgestiegen, da er ein aktiver Naturschützer ist. Geplant war das Kuzco einen Regenwald für seinen neuen Palast abgeholzt hat. Damit war Sting nicht einverstanden und die Szene wurde auf eine kleine Hütte geändert. König Kuzco hat einen "Titelsong Fuzzi", der in der amerikanischen Fassung von Tom Jones synchronisiert wird. In der deutschen Fassung tut dies Nino de Angelo. Seine Aufgabe ist den König mit Musik zu unterhalten.

Actionszenen mit düsteren Musikscore sollten die Leute ins Kino locken. (© Disney)

Mit dem Film "Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt" sollte 2001 der 100. Geburtstag von Walt Disney gefeiert werden. James Newton Howard sorgte für die musikalische Leitung des Films. Der Spielfilm selbst beinhaltet keinen einzigen Song. Seit 1999 wurde das Musical-Prinzip aufgegeben, allerdings waren die Disney-Produktionen seit 2001 relativ erfolglos; sie wanderten immer weiter in den Schatten von computer-animierten Filmen von Konkurrenten wie DreamWorks Animations. Im Abspann der deutschen Fassung des Films sind die No Angles und Donovan mit dem Lied "Atlantis 2000". Das Lied selbst eine Coverversion Donovan Hits Atlantis. In der amerikanischen Fassung ist das Lied "Where the Dream Takes You" von Mya zu hören.

Stitch ist, wie man sieht, ein großer Elvis Presley-Fan. (© Disney)

"Lilo & Stitch" erschien im Jahr 2002, es war das 42. Meisterwerk. Für die Musikscore war Alan Silvestri verantwortlich. Für die aufwendigen "Werbetrailer" wurde das Lied Back In Black von AC/DC verwendet. Mit einer Umstellung der Werbe-Techniken erhofften sich die Disney-Studios mehr Erfolg, da die Spielfilme von 2001 geradezu Flops waren. Ähnlich wurde es 2010 für die Werbe-Vorgangsweisen für den Animationsfilm "Rapunzel - Neu verföhnt" gemacht. Man setzte in den Trailern auf Action-Szenen und Comedy, wie man sie bei DreamWorks-Produktionen bekommt, um ein klassisches Disney-Musical für die heutigen Zuschauer-Erwartungen interessant zu machen. Bei der Lilo & Stitch-Promotion setzte man auf Selbst-Parodie in den verschiedensten Trailern. Im Film selbst sind viele Songs von Elvis Presley enthalten. Einige Beispiele hierfür die Songs "Stuck on You", "Heartbreak Hotel", "Rock-A-Hula Baby" und "Suspicious Minds". Dass die Musik von Elvis Presley in den Film eingebaut wurde, verdankt man dem Umstand, dass viele Menschen Elvis mit Hawaii verbinden und dass Thomas Schumacher eine Szene sah, in der Stitch traurig einen Elvis-Song abspielte. Das Lied "Burning Love", das ebenfalls zu den Werken von Elvis Presley gehört, wurde für den Abspann von Wynonna Judd gecovert. Dieses Cover wurde von Chris Montan vorgeschlagen. Das Lied "Hound Dog" das ebenfalls zu den Elvis-Songs des Films gehört, ist eine Coverversion des Originals des Bluessängers Willie Mae "Big Mama" Thornton. "He Mele No Lilo" und "Hawaiian Roller Coaster Ride" wurden von Mark Kealiʻi Hoʻomalu und Alan Silvestri geschrieben. Gesungen wurden sie von Mark Keali'i Ho 'omalu und dem North Shore Children's Choir. Zu dieser Arbeit sagte Thomas Schumacher:"Zu erst denkt man an Steel Drums und Ukulelen, aber es gibt auch einheimische Musik, die Chöre mit einbezieht. Diese Töne sind besonders rhythmisch und klingen sehr rein und hoffnungsvoll."

John Silver und Jim Hawkins sind wie Vater und Sohn. (© Disney)
Mit dem Film "Der Schatzplanet" kam das 43. Meisterwerk in die Kinos. Beim ganzen Film galt es die richtige Mischung aus Film und Musik zusammenzustellen, so wurde die 70/30 Regel verwendet.

Der Musikscore stammt von James Newton Howard. Bei der Arbeit zur Filmmusik ließ er sich von mehreren Motiven leiten. Zu einem durch die Musik der Komponisten Erich Wolfgang Korngold, Dimitri Tiomkin und Max Steiner und zum anderen durch die Keltische Musik und durch den Musikscore von Star Wars. Das Lied "I'm Still Here (Jim's Theme)" stammt von den The Goo Goo Dolls und wurde von John Rzeznik und der Rockgruppe BBMak gesungen. Der schottische Geigenspieler Alasdair Fraser lieferte für den Film das Lied "Silver Leaves". Auch dieser Nicht-Musicalfilm feierte keinen größeren Erfolg als seine Vorgänger dieser Periode.

Kenai und Koda fühlen sich richtig frei. (© Disney)

Der Zeichentrickfilm "Bärenbrüder" wurde 2003 veröffentlicht. Phil Collins und Mark Mancina arbeiteten an der Musik für das, damals so geplant, vorletzte handgezeichnete Meisterwerk. 2003 war der Animationsfilm "Die Kühe sind los" schon in Produktion. Nach der damaligen Planung, sollten ab 2005 nur noch CGI-animierte Meisterwerke veröffentlicht werden, da man im traditionellen Zeichentrick keine Hoffnung für die Wiederkehr des Erfolges sah. Konkurrenten wie DreamWorks Animations produzierten inzwischen auch nur noch computer-animierte Filme. Später, als sich die Erfolglosigkeit bei Disney fortsetzte, kam man wieder zur handgezeichneten Animation zurück. Für "Bärenbrüder" schrieben Phil Collins und Mark Mancina das Lied "Look Through My Eyes", in dem sie beschreiben wie Kenai die Welt eigentlich sehen soll. Mit dem Lied "Great Spirits" besang Tina Turner die Großen Geister, die Schönheit der Natur und die Freundschaft. Das Lied "Welcome" wurde wieder von Phil Collins gesungen und später für die Walt Disney's Parade of Dreams in Disneyland verwendet. Außerdem gibt es im Film eine zweite Version des Liedes, dieses Mal beteiligten sich die Blind Boys of Alabama, Oren Waters und Phil Collins am Song. Ein weiterer bekannter Song ist "No Way Out" von Phil Collins. Der Song "Transformation" wurde zuerst vom Bulgarian Women's Choir und dann von Phil Collins gesungen. Das Lied The Fishing Song wurde für eine nicht verwendete Szene geschrieben und später auf dem Soundtrack Album "Brother Bear" verwendet. In der Musikscore sind die Lieder "Three Brothers", "Awakes as a Bear" und "Wilderness of Danger and Beauty" zu hören.

Wenn Jodel Slim jodelt, kann ihm keine Kuh wiederstehen (© Disney)

Mit dem Spielfilm "Die Kühe sind los" aus dem Jahre 2004 endet für die Disney-Meisterwerke eine Ära, denn es sollte vorerst das letzte handgezeichnete Meisterwerk werden. Die Ankündigung des Films wurde unter dem Werbebanner: "Disneys letztes Handgezeichnetes Meisterwerk" veröffentlicht. Die Musik stammt von Alan Menken und Glenn Slater. Der Film beginnt mit dem Lied "(You Ain't) Home On The Range", das von einem Chor gesungen wird. Das Herzstück ist allerdings das Lied "Little Patch Of Heaven" das in der amerikanischen Fassung von K. D. Lang gesungen wurde. In der deutschen Fassung sang Corinna May über "Unsere kleine Farm". Ein weiteres Musikalisches Highlight ist das Jodellied "Yodle-Adle-Eedle-Idle-Oo". Das Jodeln übernahmen hierbei Randy Erwin und Kerry Christenson. "Any Time you need a Friend" wird zuerst von The Beu Sisters und dann schließlich von Komponist Alan Menken gesungen.

CGI-Animierte Spielfilme (2005-2008)[Bearbeiten]

Mit "Himmel und Huhn" begann für Disney, 2005, die Arä der computer-animierten Filme im Meisterwerk-Sektor. John Debney war für den Musikscore verantwortlich. Hierfür schrieb er unter anderen die Stücke "The Sky Is Falling", "Chase to Cornfield" und "Driving with Dad". Die sonstige Musik für den Film besteht größtenteils aus Coverversionen verschiedener Pophits. So singt z.B. Zach Braff seine eigene Version von "We are the Champions". Der R.E.M.-Hit "It's the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)" wurde von der Band für den Film nochmals aufgenommen. Auch der Spice Girls-Hit Wannabe wurde von Joan Cusack und Steve Zahn gecovert. The Cheetah Girls präsentieren ihre Version von "Shake a Tail Feather" und Diana Ross singt nochmals ihren Hit "Ain't No Mountain High Enough".

Lewis erlebt in "Triff die Robinsons" (2007) ein kleines Wunder. (© Disney)

2007 folgte der Film "Triff die Robinsons" mit der Filmmusik von Danny Elfman und Rufus Wainwright. Für diesen intensiven Musikscore schrieben sie unter anderem die Stücke "The Prologue", "To the Future!" und "The Evil Plan". Das Lied "There's a Great Big Beautiful Tomorrow" aus der Feder der Sherman Brothers wird von der Band They Might Be Giants gecovert. Das Lied "Little Wonders" wurde von Rob Thomas geschrieben und gesungen. Die Jonas Brothers sangen im Studio die Coverversion von Kim Wildes Hit "Kids of the Future" ein und veröffentlichten zum Film ein Musikvideo. Der Song selbst ist aber nicht im Film enthalten. Jamie Cullum singt den von Rufus Wainwright geschriebenen Song "Where is Your Heart At?"

2008 kam der computer-animierte Spielfilm "Bolt – Ein Hund für alle Fälle" in die Kinos. Die Musik wurde von John Powell komponiert. Dieser ließ sich für das Musikstück "Barking at the Moon" von Ozzy Osbournes Lied "Bark at the Moon" inspirieren. Das Lied wird von Jenny Lewis gesungen. John Travolta und Miley Cyrus sangen im Duett das Lied "I Thought I Lost You". Ein bekanntes Musikstück hieraus ist auch "Friend in Need".

Rückkehr zum traditionellen Musical-Film (seit 2009)[Bearbeiten]

Musik-Szene aus "Küss den Frosch", 2009. (© Disney)

2009 veröffentlichte Disney erstmals, seit "Mulan" (1998), ein weiteres Musical im Stil der besten Spielfilme des Studios (aus den Jahren 1989-1994). Mit dem Jahr 2009 kehrten auch die handgezeichneten Meisterwerke, erstmals nach 2004, in die Kinos zurück. Der zuvor letzte Zeichentrickfilm, "Die Kühe sind los" war allerdings kein Musical und ebenfalls kein so großer Filmerfolg wie das 49. Meisterwerk. Der Film "Küss den Frosch" wurde mit der Musik von Komponist Randy Newman und den Songtexten von Glenn Slater ausgestattet. Die Songs "Down in New Orleans" (gesungen von Randy Newman mit der Dirty Dozen Brass Band) und "Almost There" wurden 2010 für die Oscars in der Kategorie Bester Filmsong nominiert.

Musik-Szene aus Rapunzel - Neu verföhnt, 2010. (© Disney)

2010 wurde das 50. Meisterwerk "Rapunzel - Neu verföhnt" veröffentlicht. Hierfür übernahmen Alan Menken und Glenn Slater die Arbeit an der Musik. Es wurde genau wie "Küss den Frosch" (2009) ein weiteres Musical, allerdings ist es wieder ein neuer CGI-Film. Die Sängerin Mandy Moore spricht und singt die weibliche Hauptrolle der Rapunzel im Original. Die männliche Hauptrolle wird von Zachary Levi gesprochen und gesungen. Die deutschen Singstimmen liehen Pia Allgaier und Manuel Straube. Komponist Alan Menken sieht vor allem in den Songs "Healing Incantation" und "I see the Light" aus dem neuen Musical ein großes Oscar-Potenzial. Neben dem ist der Song "Mother Knows Best", der von Broadway-Sängerin Donna Murphy gesungen wurde, zu erwähnen, da er der wohl typischte Musical-Song aus dem Film ist und zugleich eine Referenz an den Komponisten Stephen Sondheim. In der deutschen Fassung wird das Lied von Christine Leyser gesungen.

Auch das 51. Meisterwerk, das 2011 präsentiert werden soll, ist ein weiteres Musical, neben dem auch ein weiterer klassischer Zeichentrickfilm. Die Filmmusik für Winnie the Pooh stammt von Hans Zimmer, während sich Robert Lopez und Jeff Marx um die Gestaltung der Songs kümmern.